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Fragen & Antworten:
Sexualität

Frage Nr. 39837 von 29.05.2025

Hallo, danke für eure Antwort. Ich bin’s schon wieder Nr. 39781 und Nr. 39798. Ich habe alles gelesen und es hat mir geholfen, ein paar Dinge besser zu verstehen. Aber trotzdem ehrlich gesagt, vieles habe ich eh schon ausprobiert. Auch das mit den Bewegungen, das Video mit den Beckenbewegungen und was auch immer. Mehrmals habe ich eine solche Bewegungen und noch andere selbst ausprobiert. Leider spüre ich trotzdem fast nichts oder nur ganz wenig, und selbst das verschwindet sofort wieder nach einer Millisekunde. Und ich wird einfach immer hoffnungsloser. Wieso ist mein Körper einfach nicht richtig?? Wieso lässt es mich nicht ab und zu ein angenehmes Gefühl haben??
Das mit dem Tanzen ist leider auch nichts für mich. Tanzen macht mir überhaupt kein Spass und fühle mich dabei unwohl und komisch, selbst wenn ich wirklich allein bin.
Ich habe wirklich das Gefühl, dass ich schon so viel probiert habe und trotzdem komme ich immer wieder an denselben Punkt, an dem einfach nichts passiert.
Habt ihr vielleicht noch andere Ideen für jemanden wie mich, bei dem sich absolut nichts regt, egal wie viel man ausprobiert? Oder soll ich sogar zum Arzt gehen? Wenn überhaupt nichts funktioniert, dann ist doch zu hundert Prozent was falsch mit mir, oder?

Vielen Dank auf jeden Fall, dass ihr so geduldig seid mit mir. Ich hoffe, dass ich nicht allzu viel störe.

Unsere Antwort

Du störst nicht. Wir sind dafür da, Menschen wie dir weiterzuhelfen.

Du schreibst, dass du Dinge ausprobiert hast. Bedeutet das, du hast die Übungen jeweils 1 oder 2 mal gemacht? Das reicht nicht aus. Mach die gleiche Übung 5, 10 oder 20 mal. Ganz wenig spüren für einen kurzen Moment ist ein Erfolg. Jedes kleine Spüren ist ein kleiner Erfolg. Schreib dir die kleinen Erfolge auf. Das hilft, sie sichtbar zu machen und zu feiern.

Du scheinst motiviert und auch ganz schön frustriert zu sein. Vielleicht ist für dich jetzt nicht der richtige Zeitpunkt, um dranzubleiben am Entdecken der angenehmen Gefühle in deinem Körper. Wie stehst du dazu? Du kannst jederzeit eine Pause davon machen und irgendwann die Übungen wieder machen. Mit dir ist nichts falsch oder kaputt.

Ich glaube mit deinem Körper ist alles richtig. Wenn ich dich richtig verstehe, spürst du bisher keine angenehmen Gefühle im Körper. Du spürst neutrales und komisches. Insgesamt spürst du wenig.

Wenig oder gar nichts zu spüren, hilft uns, mit richtig schwierigen Situationen umzugehen. Ich würde dazu gern noch mehr über dich erfahren.

Der Körper kann ausblenden, was um ihn herum passiert, indem er entweder anspannt oder ganz schlaff wird. Dann spürst du weniger.

Wie ist das bei dir? Hast du eine Idee, weshalb es in Anbetracht deiner Geschichte sinnvoll gewesen sein könnte, dass du etwas nicht spürst? Was erlebst du zuhause? Fühlst du dich gut aufgehoben und unterstützt? Wie gehen deine Bezugspersonen mit deinen Gefühlen um? Gibt es liebevollen kuschligen Körperkontakt bei euch? Wie hast du als Kleinkind deinen Körper erkunden und spüren gelernt? Hast du daran Erinnerungen?

Du schreibst, dass du Tanzen nicht magst. Gibt es andere Sportarten, die du gerne machst? Wie fühlt sich dein Körper an, wenn du kräftigen Sport machst?

Unser Fragefenster macht jetzt Ferien, du kannst uns ab dem 9. Juni wieder schreiben.

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Frage Nr. 39836 von 28.05.2025

Ergänzung zu Frage Nr. 39801

Liebes lilli-Team,
ganz lieben Dank für eure Bemühungen zur Lösung unseres Problems. Wir sind vor eineinhalb Monaten eingezogen: das Haus ist klein mit ingesamt nur drei Wohnungen - zwei im Parterre , eine ist derzeit frei, in der anderen wohnen wir. Im Obergeschoß lebt eben die Nachbarsfamilie, die offensichtlich von allem Anfang an nicht sehr begeistert war, dass sie Mitbewohner bekam.

Was die Dauer unseres Sex angeht - meine Großmutter hätte gesagt "es dauert eben solang bis es fertig ist". Will heißen, wir vögeln nicht nach einem konkreten Zeitplan. Allerdings ist mit Sicherheit zu sagen, dass der überwiegende Teil unserer "Aktivitäten" mit gedämpften Geräuschen vor sich geht. Natürlich passiert es, dass man dabei heftiger atmet oder auch mal stöhnt, aber im Vergleich dazu ist Schnarchen eine weitaus größere Lärmbelästigung.

In eurer Antwort meint ihr, "dass ich mich nicht zurücknehmen muss". Leider sehen das die Nachbarn etwas anders, wenn sie von "dauernden Sexgedräuschen" reden. Wie schon gesagt weiß ich, dass ich manchmal ziemlich laut werde - das bestätigte mein Freund schon als wir die ersten Male miteinander Sex hatten, aber er meinte auch, dass das maximal 10 Sekunden dauert. Als ich den Versuch machte, die Problematik anzusprechen, bekam ich die Antwort, wir sollten "lernen uns wie zivilisierte Menschen und nicht wie läufige Brüllaffen zu benehmen".

Ein weiteres Argument seitens der Nachbarn war die vorgebliche Rücksichtslosigkeit gegenüber ihren Kindern, die mit der Unmoral ihrer Mitbewohner konfrontiert würden. Dazu konnte ich nichts sagen, weil ich die Kinder bis heute noch nicht gesehen habe, Vergangenes Wochenende traf mein Freund im Hausflur auf zwei Jungs im Alter von etwa 15 oder 16 Jahren bei denen es sich eben um die "Nachbarskinder" handelte. Abgesehen, dass sie nicht den Eindruck schutzbedürftiger Unmündiger vermittelten, könnten wir uns eher vorstellen, dass sie sich durch lautes Sexgestöhne weniger gestört fühlen, sondern eher auf Gedanken kommen, die sonst nur läufige Brüllaffen haben...:)

Ich hoffe, es ist mir gelungen, die Situation etwas klarer zu machen und freue mich auf eure Antwort.

+++

nochmal zu Frage Nr. 39801
Manchmal gibt es unerwartete Überraschungen: Als wir gestern Abend bei uns in der Stadt waren, begegneten wir den Nachbarjungs und der Ältere fragte mich direkt: "Bist Du die, die so schreit wenn ihr Sex habt?" Und dann meinte er, dass das ihren Eltern ziemlich auf die Nerven ginge und sie etwas gegen uns unternehmen wollen, aber er und sein Bruder fänden "das einfach geil". Ich bin mir noch nicht klar, ob und wie man diese Informationen bei einer erneuten Auseinandersetzung (denn dazu kommt es sicher) ins Spiel bringen könnte.

Unsere Antwort

Vielen Dank, dass du uns eure Situation noch einmal so ausführlich beschrieben hast. 

Zuerst möchte ich noch einmal betonen, dass es völlig in Ordnung ist, beim Sex auch mal laut zu sein. Und wenn das nur maximal 10 Sekunden eurer sexuellen Aktivitäten betrifft, entspricht das in keiner Weise einem "dauerhaften Lärm". Sondern es fällt unter ganz normale Geräusche, die in einem Mehrparteienhaus vorkommen können, genauso wie Lachen, Streiten, Musikhören oder auch Schnarchen. Ich bin mir sicher, dass ihr genauso auch manchmal Geräusche von euren Nachbarn hört.

Natürlich kann es trotzdem sein, dass eure Nachbarn sich gestört fühlen. Vor allem, wenn sie bis vor kurzem noch die einzigen Bewohner*innen des Hauses waren. Trotzdem ist es nicht in Ordnung, euch als "unzivilisiert" oder "unmoralisch" zu bezeichnen. Ausdrücke wie "läufige Brüllaffen" oder die Sorge um die "Unschuld der Kinder" sagen letztlich mehr über ihre Einstellung aus als über euer Verhalten.

Auch wenn ihr nichts falsch gemacht habt, könnt ihr versuchen, guten Willen zu zeigen, um die Situation etwas zu entschärfen. Ihr könnt gegenüber euren Nachbarn betonen, dass ihr euch grundsätzlich um ein gutes Miteinander bemüht und die Lautstärke insgesamt im Rahmen haltet. Ihr könnt auch versichern, dass ihr nachts Rücksicht nehmt, aber auch darauf hinweisen, dass lautes Stöhnen für ein paar Sekunden am Abend nicht als Ruhestörung zu werten ist. Ob und wie ihr die Begegnung mit den Söhnen eurer Nachbarn erwähnen möchtet, liegt bei euch.

Wenn ihr möchtet, könnt ihr zusätzlich kleine Schallschutzmassnahmen ergreifen. Zum Beispiel könnt ihr einen Wandbehang anbringen, dicke Vorhänge aufhängen oder eine zusätzliche Türdichtung im Schlafzimmer anbringen. Das dämpft die Geräusche, ohne dass ihr euch zensieren müsst.

Diese Antwort gilt auch für Frage 39838.

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Frage Nr. 39835 von 28.05.2025

Hallo Lilli,

vielen Dank für Antworten 39807 und 39775. :-) Ihr habt da ein großes Thema angesprochen: mich in meiner Haut wohler fühlen. Damit hatte ich schon vor der Erkrankung große Probleme. Auch meine Sexualität war immer schon wackelig, wie ihr es nennt. Eure Tipps zum Reden mit dem Partner finde ich viel besser als die aus dem Podcast, und auch eure Zurechtrückung meiner Wahrnehmung dieser Weltsicht empfand ich als hilfreich. Vielen Dank dafür.

Ihr habt nach meiner Vulvodynie-Therapie gefragt. Leider konnte ich mir keine privat bezahlte Sexualtherapie leisten, denn die spezielle Physiotherapie, die auch von innen am Beckenboden arbeitet, verschlingt schon ziemlich viel Geld und muss leider in Deutschland privat bezahlt werden. Außerdem habe ich noch weitere Erkrankungen, für die teilweise privat zugezahlt werden muss, um die beste Behandlung zu erhalten...

Ich war drei Monate in einer Schmerzklinik, die viel Körperarbeit gemacht hat: Feldenkrais, Fußreflextherapie, verschiedene andere Physio- und Körpertherapien. Dort wurde ich auf Schmerzmedikamente eingestellt, und erhielt auch Psychotherapie. Daheim habe ich dann über Jahre normale Kassenpsychotherapie gemacht. Aber im Rückblick erkenne ich bei der Therapeutin einige Dinge, die ich nicht hätte hinnehmen sollen. Im Grunde ging es mir durch die Psychotherapie psychisch schlechter. Meine tolle Physio und selbst entwickelte Entlastungskissen haben mich dann aus einer wirklich schweren Pudendusneuralgie zu fast vollständiger Schmerzfreiheit im Alltag gebracht, das hat fast fünf Jahre gedauert.

Als es mir besser ging, wollte ich auch die Sexualität zurück. Auch wenn das bedeutet, dass ich im Alltag durch diese Belastung der Vulva etwas weniger schmerzfrei bin, trotz der Medikamente. Ich habe nach Anleitung des Vereins und amerikanischer Youtube-Vulvodynievideos mit Dilatoren und Wands gearbeitet, sowie mit speziellen Meditationen der Pelvic Pain Foundation Australia und mit euren Berührungsübungen das Schmerzgedächtnis umtrainiert. Ich habe auch meine Erregungstechnik mit euren Übungen umtrainiert, von früher mit viel Druck und Spannung auf minimale Klopf- und Streichelbewegungen. Das hat nochmal ein, zwei Jahre gedauert.

Inzwischen kann ich manchmal GV haben, aber oft reiße ich dabei ein, auch wenn es während des Sex nicht wehtut. Ich bekomme dann von dem schmerzenden Riss einen Rückfall. Am Anfang konnte ich mich der Vulvina mit meiner Dehnern liebevoll zuwenden in der Vorfreude auf Sexualität, und es wurde ja immer besser. Inzwischen hab ich so eine innerliche Wut und Frustration und Angst vor dem Verlassenwerden, darauf dass ich feststecke im Fortschritt, und einreiße beim GV egal was ich versuche. Ich habe auch das Gefühl meine Beziehung leidet. Ich glaube, mein Partner kam besser klar, als Sex einfach tabu war. Und so ist es ein "Wann geht's wieder, wann nicht" und ein "Mist, sie ist schon wieder gerissen und ich bin schuld"...

Inzwischen habe ich daheim alleine mit meinen Dilatoren mehr Schmerzen, als damals als die Vulvodynie noch schlimmer war. Ich führe das tatsächlich auf die Psyche zurück. Mir kommt es vor, als müsste ich auf eine Prüfung hinarbeiten, deren Datum ich mir allerdings wie in einem Fernstudium selbst aussuchen kann. Dieses Datum ist der nächste Sex. Die Vulvina macht einfach dicht bei dem Gedanken an die "Prüfung", ich werde ungeduldig, drücke den Dehner rein, was man ja gerade nicht tun soll. Und mache mir dann für Tage Schmerzen. Ich kann auch nicht mehr richtig hinatmen, da ist irgendwas in mir blockiert. Auch die kleinen Bewegungen sind statisch und nicht mehr fließend... verkrampft. Wie bei Prüfungsangst. Ich weiß ja, der Sex wird wieder nicht "gut", mein Partner wird enttäuscht...

Ich kann auch ganz schwer annehmen, dass mein Partner genug Vorspiel macht. Ich merke schon, dass er nur mir zuliebe kein klassisches Vorspiel macht, was die Erregung steigert, sondern die Massagegriffe zum Lösen der Vagina, die ich ihm beigebracht habe. Das ist natürlich nicht erotisch, denn Erregung geht bei dem Druck bei mir nicht. Ich will einfach nur keine Schmerzen und die Intimität genießen, irgendwann kommt die Erregung dann sogar manchmal. Ich denke immer, wie lang das schon war, ob es wohl zu lang war, ob es ihn jetzt die Erregung kostet... auch generell gebe ich lieber, z.B. Massagen, Streicheln, und kann gar nicht gut annehmen, weil ich immer denke, den anderen nervt es sich um meinen nicht funktionierenden und nicht mehr schönen Körper zu kümmern.

Irgendwann kommt dann der Sex, und ich bin schon so angespannt, dass es nicht richtig geht. Wenn ich direkt davor mich zurückziehe um mit den Dehnern vorzulockern, macht die Vulvina komplett dicht. Weil ja der Druck herrscht, werde jetzt locker, damit es nachher klappt. Interessanterweise ist das beim Frauenarztbesuch nicht so. Ich habe eine tolle Ärztin, die mich immer als letztes drannimmt damit genug Zeit für meine Atemübungen auf dem Stuhl ist und vorher darf ich mich im Stillraum der Praxis mit meinen Dehnern auf die Untersuchung vorbereiten. Deshalb denke ich, es ist die Psyche.

Als ich noch dachte, wenn das Aufnehmen klappt, dann wird alles gut, war die Vulvina freudig und eifrig dabei. Dann merkte ich, das bloße Aufnehmen können reicht nicht, ich enttäusche trotzdem, und oft muss ich nach dem Sex deswegen weinen.

Die Blockade ist: ich vermisse Intimität, trotz viel Kuscheln und massieren. Dann kommt die Prüfung, der nächste Sex. Wenn ich sie bestehe, dann habe ich Initmität und einen glücklichen Partner. Was aber passiert, ist dass ich wieder und wieder und wieder durch die Prüfung falle... und jedesmal wird die Blockade mit den Dehnern schlimmer. Sie helfen nicht mehr, meine Muskulatur zu lockern wie früher, als es mir nach den Sessions besser ging. Das Gegenteil ist der Fall....

Ich stecke einfach fest, obwohl ich auf dem Heilungsweg schon so viele Hürden überwunden habe.
Als ich eure Antworten auch auf andere Fragen las, fand ich euren Ansatz toll, und dachte, dass da vielleicht was für mich dabei sein könnte.
Da fiel mir auch auf, dass der Podcast kritisch zu sehen ist. Einmal ging es um Erektions- und Orgasmusprobleme, und ich dachte direkt an eure Texte mit den den Erregungstechniken etc. Aber der Podcaster redete immer nur so tiefenpsychologisches Zeug...

Vielen Dank für eure Mühe!

Unsere Antwort

Ich bin beeindruckt davon, wie viel Ausdauer, Geduld und Kreativität sowie Eigeninitiative du aufgebracht hast bisher auf deinem Weg.

Meine Empfehlung ist: lass die Dilatoren ab sofort weg. Nutze nur deine eigenen Hände.

Was du jetzt brauchst, ist auf dich zu hören. Nicht auf irgendwelche Podcaster oder Methoden, die dir schonmal geholfen haben.

Du hast bereits ein gutes Gespür dafür, was du möchtest. Gönn dir das. Genau das. Nicht noch dazu irgendetwas leisten müssen. Einfach nur das, was du willst. Das kann auch eine Pause sein.

Wie ist das, wenn du das liest?

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Frage Nr. 39833 von 28.05.2025

Ergänzung zu meiner Frage Nr. 39769
Am Montag hatte ich Schwimmen tund habe es diesmal mit Masturbieren vor dem Unterricht versucht. Dieses Mal hatte ich keine Probleme, vielleicht ist das eine Lösung.

Unsere Antwort

Gut, dass du es ausprobiert hast – und schön, dass es diesmal geklappt hat! Masturbieren vor dem Schwimmen kann tatsächlich helfen, ist aber keine Garantie. Wichtig ist: Du gehst gut mit dir um – und Erektionen sind ganz normal.

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Frage Nr. 39831 von 27.05.2025

Liebes lilli Team,
ich bin 23 Jahre alt. Ich bin noch nie bei Sex mit meinen (männlichen) Partnern gekommen, und es ist nicht so als würden sie sich nicht anstrengen. Ich fühle mich kaputt und bin sehr frustriert und traurig.
Ich habe den Verdacht, dass es damit zusammenhängen könnte, dass ich so seit ich 14/15 bin nicht mehr ohne Vibrator masturbiert habe, auch Pornos schaue ich quasi immer dabei. Meine Selbstbefriedigung läuft schnell und ohne viel drum herum ab: ich suche einen Porno, halte meinen Vibrator auf meine Klitoris und warte bis ich komme. Ich möchte ohne diese Hilfsmittel zum Orgasmus kommen, aber weiß nicht wie ich das schaffen soll. Es fühlt sich an, als müsste ich mit den audio-visuellen Eindrücken meine Gedanken unterdrücken, da sie mich sonst zu sehr ablenken, und die Stimulation mit meinen Fingern fühlt sich nicht intensiv genug an oder ich verliere die Geduld.

Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen,
Liebe Grüße!

+++

Liebes lilli Team,
ich (w23) habe euch gerade die Frage 39831 gestellt, aber mir ist noch etwas eingefallen. Oft beginne ich nicht zu masturbieren, weil ich erregt bin, sondern weil ich Lust auf das Gefühl habe oder einen Orgasmus als Stressausgleich brauche. Generell bin ich selten einfach nur so erregt, und auch in meiner Partnerschaft ist das ein Problem, weil mein Partner eine viel höhere Libido hat als ich. Ich werde halt nur selten aus dem Stehgreif horny, so wie er, manchmal passiert das erst während wir uns schon berühren. Ich frage mich ob ich mehr Lust auf Sex hätte, wenn ich auch einen Orgasmus erreichen könnte.
Das mit dem Üben finde ich deswegen auch schwierig. Mich an Vulva und Vagina zu streicheln, ohne erregt zu sein, fühlt sich seltsam an und ich mache mir dann viel Druck, dass ich davon jetzt aber auch feucht werden muss. Oft habe ich auch keine Lust mich dort anzufassen, wenn die Erregung fehlt.
Könnte meine niedrige Libido mit meiner Hormonspirale zusammenhängen? Ich habe seit ich 16 bin eine, die ich mit 21 dann erneuern habe lassen. Ich weiß nicht mehr wie meine Libido vor der Spirale war, das ist ja nun einige Jahre her...

Liebe Grüße und danke für eure Arbeit!

Unsere Antwort

Du hast interessante Beobachtungen gemacht.

Zuerst: Du bist nicht kaputt. Du schreibst, dass du Erregung auslösen und bis zum Orgasmus steigern kannst. Das zeigt, dass bei dir alles in Ordnung ist. Unser Gehirn kann bis ins hohe Alter Neues lernen. Dieser Text über „sexuelles Lernen“ kann dir wichtige Infos geben. Diese Lernfähigkeit sollte dir ermöglichen, deine bisher bekannte Erregungstechnik zu erweitern und Neue zu lernen.  

Hormonspirale: Die Einflüsse der Spirale auf die Lust kann sehr unterschiedlich sein. Ich rate dir, erst einmal die Inhalte des nachfolgenden Textes zu erkunden. Denn oft hängt Libidomangel auch mit der sexuellen Lerngeschichte zusammen. Wenn du trotzdem wissen möchtest, wie es sich ohne Hormone anfühlt, kannst du dich bei deiner Facharztperson über andere Verhütungsmethoden informieren.

Zum Thema Lust: Wie in diesem Text beschrieben, empfindet jede Person Lust anders. Du schreibst, dass du keine sexuelle Erregung fühlst. Weißt du, wie sich sexuelle Erregung anfühlt? Viele Frauen wissen das nicht genau. Männer haben es oft einfacher. Bei ihnen zeigt der Penis, dass sie erregt sind. Sie lernen, das wahrzunehmen. Vielleicht bist du manchmal erregt, hast es aber noch nicht gelernt, das zu merken? Dazu ist es ratsam, immer mal wieder Kontakt mit dem Geschlecht aufzunehmen. Auch wenn gerade keine Lust da ist. In diesem Text kannst du mehr über sexuelle Erregung nachlesen.

Du bist enttäuscht, weil beim Sex mit Partner kein Orgasmus möglich ist. Das ist verständlich. Dabei gehe ich davon aus, dass du auch motiviert bist, neue Wege zu finden, um Erregung zu spüren.

Du benutzt eine Erregungstechnik mit einem Vibrator. Diese Technik haben viele Frauen entdeckt, da die Nerven, welche Vibration wahrnehmen sehr gut auf eine solche Stimulation ansprechen. Dafür könnte der Text über Vibration als Erregunstechnik interessant sein. Die Pornos liefern dir Bilder, welche deine Erregung zusätzlich unterstützen. Wie im Text übers sexuelle Lernen beschrieben, sind deine Rezeptoren sehr gut auf diese Reize trainiert.

Berührungen mit den Fingern oder Sex mit einem Partner sind andere Reize als die Vibration. Sie sprechen andere Synapsen an. Deshalb könnte es für dich schwerer sein, bei sanften Berührungen Erregung zu spüren. Du hast erkannt, dass es sich lohnt, die Vulva und Vagina mit den Fingern zu erkunden. Momentan erwartest du, dass Erregung sofort eintritt. Die Pfade, welche diese Reize jedoch zu deinem Gehirn schicken und da als Erregung gedeutet werden, sind jedoch noch sehr klein. Erst durch häufige Wiederholung wird daraus ein richtiger Weg. Es braucht also Übung.

Du beschreibst nun, dass du ungeduldig wirst, dir Druck machst und sich die Berührungen uninteressant anfühlen, wenn du übst. Das ist verständlich. Unser Gehirn mag grundsätzlich Dinge, die wenig Aufwand bringen, aber für Belohnung sorgen. 

Es kann also hilfreich sein, die Übungen so zu gestalten, dass sie ab und zu auch angenehm oder auch erregend sind. Hier einige Tipps:

  • Lass die Erregung manchmal bewusst weg. Erkunde dein Geschlecht mit den Fingern, ohne die Absicht, dass dies erregend sein soll. In erster Linie geht’s darum, dass du dein Geschlecht wahrnimmst.
  • Wenn du mit Erregung übst: Verändere deine gewohnte Technik in kleinen Schritten. Kleine Schritte heisst, dass du deine momentane Erregungstechnik nochmal genau anschauen könntest. In welcher Position bist du, wie hoch ist deine Körperspannung und wie atmest du? Es wäre interessant zu wissen, welche Gedanken du hast, welche dich dabei stören? Störende Gedanken gehen oft mit einer erhöhten Körperspannung einher. Mehr dazu liest du im Text über das autonome Nervensystem.
  • Nimm dir anschliessend nur kleine Veränderungen an der gewohnten Erregungstechnik vor. So wenig, dass es eine klare Veränderung ist, aber nur so viel, dass du auch sexuelle Erregung spürst. Probiere etwas Neues aus und kehre zur gewohnten Technik zurück, wenn die Erregung abflacht.

Hier ein paar Ideen, welche konkreten Veränderungen du dir vornehmen könntest:

  • Stelle den Vibrator auf eine etwas niedrigere Stufe und versuche so, die Erregung zu steigern.
  • Lasse den Porno zwischenzeitlich weg und schaue, was passiert, wenn du dich weiter mit deiner gewohnten Technik erregst.
  • Beginne dich erst einmal ohne Porno, mit dem Vibrator zu erregen. 
  • Verändere deine Position während der Stimulation (setze dich z.B. auf ein Kissen, so als wäre das ein Partner).
  • Bringe deinen Körper in Bewegung. Dabei könntest du z.B. dein Becken gegen den Vibrator und davon weg bewegen. Wie wichtig Bewegung sein kann, liest sich im folgenden Text.
  • Mache zwischendurch deine bekannte Selbstbefriedigung, damit du deine Belohnung kriegst. 

Viel Erfolg beim Ausprobieren!

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Frage Nr. 39829 von 27.05.2025

Ich bin (unter anderem aufgrund einer Krankheit) schon seit längerer Zeit in einer Situation, in der es sehr schwierig ist, sexuelle Kontakte zu knüpfen. Höchstwahrscheinlich wird es noch einige Zeit dauern, bis das wieder möglich sein wird. Das belastet mich psychisch sehr. Ich suche daher nach Möglichkeiten, dass ich meine Sexualität und meine sexuellen Fantasien auf irgend eine Weise "ausleben" kann.

Ich hatte deshalb die Idee, erotische Geschichten zu schreiben, in denen ich meine Fantasieszenarien beschreibe. Ich habe auch vor, manche der Texte anonym (unter einem Pseudonym) auf dafür geeigneten Erotikgeschichten-Websites hochzuladen. Ich möchte die Geschichten veröffentlichen, damit ich mich ausdrücken kann und damit meine Fantasien nicht nur Gedanken sind, die in meinem Kopf herumschwirren, sondern damit ich sie zu einem real existierendem Text machen kann, den real existierende Menschen lesen können. Es ist auf eine gewisse Weise ein Ersatz für die echten sexuellen Szenarien, die ich nicht ausleben kann. Damit könnte ich zumindest indirekt sexuelle Szenarien erzeugen und mit anderen Menschen teilen, auch, wenn es nur anonyme Menschen im Internet sind, die es lesen.

Was sollte ich dabei beachten? Habt ihr Ideen, wie ich auf diese Weise möglichst emotional befriedigend und erfüllend die nicht vorhandenen realen sexuellen Erlebnisse kompensieren kann?

Unsere Antwort

Das Schreiben erotischer Geschichten als Ausdrucksform für Sexualität kann eine sehr kraftvolle und gesunde Strategie sein – besonders in Zeiten, in denen direkte, körperliche sexuelle Erfahrungen aus gesundheitlichen oder anderen Gründen nicht möglich sind. Du gehst das Thema sehr reflektiert an, und deine Idee zeigt sowohl Kreativität als auch einen sensiblen und verantwortungsvollen Umgang mit deiner Situation.

Viele empfinden es als hilfreich, parallel zum Schreiben ein Fantasie-Tagebuch zu führen. Darin kannst du nicht nur konkrete Geschichten entwickeln, sondern auch lose Gedanken, Tagträume, Stimmungen oder körperliche Empfindungen notieren. Und manchmal entstehen aus diesen freien Notizen später ganze Erzählungen.

Neben dem Schreiben kann auch der bewusste Umgang mit deinem Körper eine Rolle spielen. Manche Menschen schaffen sich kleine Rituale, um sich sinnlich einzustimmen: bestimmte Stoffe oder Materialien berühren, die sich angenehm auf der Haut anfühlen, sich mit einem wohlriechenden Öl einreiben, eine Decke um den Körper legen, Musik hören oder bei gedimmtem Licht schreiben. Auch beim Inhalt deiner Texte hast du alle Freiheit: Manche Menschen beschreiben das Körperliche sehr, sehr explizit und schöpfen daraus Erregung, andere widmen sich eher den Gefühlen – wie Sehnsucht, Nähe, Spannung oder Geborgenheit. Vielleicht magst du auch mal aus der Ich-Perspektive schreiben oder Figuren erschaffen, die dir in irgendeiner Weise ähneln – das kann helfen, dich noch stärker mit deinen Geschichten zu verbinden.

Du schreibst, dass du deine Texte auch mit anderen teilen möchtest. Manche tun das anonym und unter einem Pseudonym auf Plattformen wie Wattpad. Das kennst du ja vielleicht schon? Dort findest du viele Menschen, die lesen oder selbst schreiben, ohne sich persönlich zu zeigen. Das allein kann schon ein Gefühl von Verbundenheit geben.

Wichtig ist dabei immer: Achte gut auf deine Anonymität. Teile keine Informationen, durch die Rückschlüsse auf deine Person möglich wären – und entscheide selbst, wie viel du zeigen oder teilen möchtest. Du bist auf einem einfühlsamen, mutigen Weg – und es ist gut, dass du ihn gehst.

Wie ist es für dich, dir sexuelle Momente mit dir zu gestalten? Dazu könnten dich zum Beispiel unsere Texte Wie funktioniert sexuelles Lernen?, Selbstbefriedigung: Was spricht für Solosex?, Wie lerne ich tief atmen?, Wie gewinne ich meinen Körper und meine Sexualität zurück? und Gute Gefühle beim Sex durch Bewegung des Oberkörpers interessieren.

Gibt es noch etwas, wie wir dich unterstützen können dabei, dass sexuelle Kontakte für dich wieder möglich werden? Falls du dazu noch etwas teilen möchtest, schreib uns einfach wieder.

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Frage Nr. 39826 von 27.05.2025

Macht das erste mal sex weh?

Unsere Antwort

Ich vermute, dass du weiblich bist. Falls das nicht der Fall ist, korrigiere mich bitte.

Nein, das erste Mal muss überhaupt nicht wehtun. Wenn der Hymen (das Jungfernhäutchen), reisst, kann das kurz wehtun. In der Regel ist dieser Schmerz aber nicht gross, und viele merken gar keinen Schmerz. Es kann auch sein, dass der Hymen nur gedehnt wird und nicht reisst. Mehr dazu liest du in unserem Text über den Hymen.

Vielleicht erwartest du den Schmerz. Und weil du den Schmerz erwartest, spannst du die Muskeln im Becken mehr an. Das kommt ganz automatisch. Die Anspannung macht die Vagina enger. Und das kann sich dann beim Geschlechtsverkehr unangenehm anfühlen und Schmerzen bereiten. Möglicherweise verspannst du dich auch, weil du keine Ahnung hast, was dich da jetzt erwartet. In diesem Text findest du Tipps, die dir dabei helfen, dass das erste Mal schön wird und nicht schmerzvoll.

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Frage Nr. 39820 von 26.05.2025

Hallo
Wird die Klitoris mit der Zeit unempfindlicher wen man sich selbst oft befriedigt oder Sex hat? Und wenn ja wie stark ist die Veränderung und was können die Folgen sein?
Danke für eure Antworten!

Unsere Antwort

Nein. Du kannst an deinem Klitoriskopf und auch an der restlichen Klitoris viel spüren, auch wenn du dich oft selbstbefriedigst oder oft Sex hast. Es gibt dort viele Nervenendigungen. Diese Nervenendigungen sind empfindsam für oberflächliche Berührung und Reibung. Mehr dazu steht in unserem Text Weibliches Geschlecht: Was ist erregend - und wo?

Du schreibst von "unempfindlich". Ich würde das mal übersetzen in "wenig spüren".

Mit dem Spüren ist das so eine Sache. Das ist nicht nur von den körperlichen Gegebenheiten abhängig. Vieles kann Einfluss darauf nehmen, wie viel du spürst. Zum Beispiel beeinflusst es dein Spüren, wenn du mit den Gedanken ganz woanders bist, oder wenn du deine Muskeln ganz arg anspannst. Es beeinflusst dein Spüren auch, wenn du immer das gleiche machst mit deiner Klitoris. Dann kennt sie dieses immer gleiche so gut, dass sie anderes im Vergleich langweilig findet.

Spannend ist: du kannst dein ganzes Leben lang sexuell dazulernen. Und so immer neues spüren.

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Frage Nr. 39814 von 25.05.2025

Ich habe eine etwas komische frage. Ich habe teilweise nach dem Sex oder bereits vor dem Sex ein schlechtes Gewissen. Ich habe Angst von meinen toten Grosseltern verurteilt zu werden oder hören in meinem Kopf meine Eltern mich verurteilen. Ich habe deshalb auch nie Selbstbefriedigung gemacht. Wie kann ich mich davon lösen?

Unsere Antwort

Wenn du dich davon lösen willst, hilft es, wenn du dich zuerst mal dafür interessiert und genau hinschaust.

Wichtig für dich zu wissen ist: Es sind nicht deine Grosseltern und Eltern, die dich verurteilen, sondern es sind deine eigenen Gedanken. Du hast da etwas von ihnen übernommen und zu deinem eigenen gemacht.

Ich empfehle dir, dass du dich für deine Geschichte interessierst: Wann fing das an mit diesen verurteilenden Gedanken? Gings da immer um Sex? Oder kennst du so verurteilende Gedanken auch zu anderen Themen? Wie ging es dir als Kind mit deinen Eltern und je nachdem auch Grosseltern?

Dann könntest du auch genauer anschauen, was die Haltung deiner Eltern und Grosseltern über Sexualität und Solosex ist. Stimmt das, was du denkst? Würden sie dich wirklich verurteilen? Für was genau? Oder würden sie dich gar nicht verurteilen? Schau auch mal genau an, für was du denkst, dass sie dich verurteilen würden.

Und was heisst "verurteilen" eigentlich? Was wären die Folgen dieser Verurteilung?

Schau mal, was du auf all diese Fragen antworten würdest. Du kannst uns das gern schreiben, dann können wir dir weitere Tipps geben. Gib bitte die Nummer dieser Frage an, wenn du uns wieder schreibst.

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Frage Nr. 39812 von 25.05.2025

Hallo,
Mein Penis ist schlaff 7cm klein und wächst aber steif auf 19cm.. wachsen andere „Grower“ auch so viel? Und gibt es eine rezeptfreie Alternative zu Viagra?, wir haben bald Jahrestag und manchmal ist es schön wenn ich Sie einfach mal stundenlang hart **** kann. Das gefällt ihr auch sehr.

Danke

Unsere Antwort

Ja, das ist normal. Es gibt Männer bei denen der Penis im erschlafften Zustand viel kleiner ist als im erigierten Zustand. Es gibt aber auch Männer, die im erschlafften Zustand schon einen relativ grossen Penis haben und der dann bei der Erektion nur noch wenig grösser wird. Wir haben auch ein Kapitel über Penisgrösse, vielleicht hast du das ja schon gelesen.

Die rezeptfreie Alternative zu Viagra und co. ist: lerne deine Erregung zu steuern.

Bei dir scheint es im Moment, wenn ich deinen Text richtig deute, mehr um Leistung als um deinen Genuss zu gehen. Bei Leistung muss man performen entweder für sich oder für jemanden anderen (deine Partnerin). Die Herangehensweise ist dabei eher wie "von aussen beobachten" und beurteilen.

Bei der Variante Genuss (Erregung steuern) steht dein Fühlen im Mittelpunkt. Das ist auf Dauer, die spannendere Alternative für alle am Sex beteiligten Personen.

Nehmen wir an, du lässt dich tatsächlich auf dein Fühlen im Körper und deinen Genuss ein und lernst deine Erregung zu steuern. Dann stellen sich interessanterweise in der Regel solche Fragen zur Penislänge und zur Dauer der Erektion gar nicht mehr.

Du bist dann voll in deinem Erleben, Genuss und Fühlen. Und weil du weisst, wie du deine Erregung steuern kannst, "performt" dein Penis dann "automatisch". Also es ist paradox: je mehr du dich von Leistung entfernst und am Genuss orientierst, desto mehr kommt "die Leistung des Penis" von alleine.

Vielleicht hast du ja Lust mehr über spannende Sexualität zu zweit zu lernen, dich mit der Wahrnehmung deines Penis zu beschäftigen und auch dein Becken und deinen Beckenboden mit einzubeziehen.

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Frage Nr. 39811 von 25.05.2025

Hi

Ich bin männlich und habe nach einem Orgasmus ein paar Minuten später noch mal einen Samenerguss, ohne etwas zu machen

An was liegt das?
Vielen Dank für die Auskunft

Unsere Antwort

Ich weiss nicht genau, was du meinst.

Es kann sein, dass beim Orgasmus nicht das ganze Ejakulat aus dem Penis kommt und wenn du zum Beispiel dann aufstehst, später herausläuft.

Es gibt auch nach dem Orgasmus noch Kontraktionen/Zuckungen, die etwas später kommen.

Aber wenn es tatsächlich so sein sollte, dass du einen Orgasmus hast und direkt ein paar Minuten später ohne jegliche sexuelle Erregung, erneut einen Orgasmus hast, ist das ungewöhnlich. Und ich kann dir auch nicht sagen, woran das liegt. Hast du selbst Ideen dazu?

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Frage Nr. 39810 von 24.05.2025

Hallo ihr Lieben,

ich bin m25 und seit mehreren Wochen mit einer Frau zusammen und sexuell aktiv.

Wir befriedigen uns nur mit den Händen - also kein Geschlechtsverkehr oder Oralsex. Das passt für uns beide.

Wir sehen uns ca. einmal pro Woche und haben dann auch Sex.
Für meine Partnerin ist das ein Problem, weil sie Angst hat, dass Sex zur "Pflicht" oder Erwartung werden könnte, wenn es bei jedem Treffen stattfindet.

Für mich ist das Körperliche sehr wichtig. Darauf will ich nicht verzichten. Ich brauche das Kuscheln und die Nähe. Dass ich dabei sexuell erregt werde und wir dann auch Sex haben, ist für mich nur eine Folge daraus.
Den Sex an sich finde ich nicht soo toll. Wir sind beide nicht so gut darin. Aber ich will auch nicht meine Lust verbergen oder unterdrücken müssen.

Ich habe auch schon versucht, herauszufinden, was sie genau am Sex stört. Nach dem Motto "wenn der Sex gut ist, dann will sie auch Sex"... aber ich denke, es ist vor allem die Angst vor Erwartungen und dass es zum Standard wird.

Ich glaube, es wäre schöner für sie, wenn ich nicht zum Orgasmus komme. (Weil es dann ja nur Kuscheln mit Erektion ist) Das war auch schon ein paar Mal der Fall.
Ich würde gerne bei der Masturbation üben, Lust zu haben und trotzdem nicht zu kommen, damit es ein wenig gewohnter wird.
Kann das auf Dauer schlecht für den Körper sein?
Kann es sonst irgendwelche negativen Folgen haben, wenn ich meinen Orgasmus bewusst nicht erreiche, obwohl ich könnte/wollte? (Körperlich, Psychisch, für diese/zukünftige Beziehungen) Es ist ja schon ein eher unnatürliches Verhalten...

Unsere Antwort

Es ist ein spannender Gedanke, dass du beim Masturbieren (oder Solosex) üben möchtest, erregt zu sein, ohne einen Orgasmus zu bekommen. Das kann dir tatsächlich dabei helfen, besser zu spüren, wo deine Grenze liegt – wann Lust in Druck umschlägt, oder wann du Lust einfach nur genießen kannst, ohne ein Ziel zu brauchen. Das ist kein „unnatürliches Verhalten“, sondern ein bewusster und achtsamer Umgang mit deiner Sexualität.

Es ist medizinisch unbedenklich, bewusst nicht zum Orgasmus zu kommen, obwohl Lust da ist. Auch wenn es dauerhaft ist. Viele Menschen machen das. Zum Beispiel im Tantra, um Lust ohne Orgasmus zu erleben. Manchmal kann es zu Druckgefühlen oder nächtlichen Samenergüssen kommen. Das ist aber völlig normal.

Schwierig kann es werden, wenn du das Gefühl hast, deine Lust ständig unterdrücken oder dich dauerhaft für jemanden verbiegen zu müssen. Das sollte auf Dauer nicht der Fall sein, denn in einer gesunden Beziehung dürfen beide ihre Bedürfnisse zeigen, ohne sich verstellen zu müssen. So wie du es aber beschreibst, seid ihr nicht an diesem Punkt– du gehst sehr reflektiert und offen mit dem Thema um, was eine tolle Basis für eure Beziehung ist. Für eure Partnerschaft selbst könnte es hilfreich sein, im Gespräch mit deiner Partnerin nicht nur über das Ob des Sex zu sprechen, sondern darüber Wie ihr körperliche Nähe leben wollt: Wie fühlt sich Nähe und Körperlichkeit für euch beide sicher, freiwillig, lebendig an? Wie könnt ihr zusammen nah sein, ohne dass sich einer von euch verpflichtet oder zurückgehalten fühlt? In diesem Text findest du Tipps für das Reden über Sex. 

Ein Gedanke der dir vielleicht helfen kann: Gerade für uns Männer ist es – auch aufgrund unserer gesellschaftlichen Sozialisation – eine wertvolle Erfahrung und Übung Nähe und Intimität zuzulassen, ohne dass daraus automatisch Sex oder ein Orgasmus werden muss. Viele Männer lernen von klein auf, dass Körperkontakt und Zärtlichkeit nur im Kontext von Sexualität akzeptiert und gelebt werden kann. Umso wichtiger ist es, bewusst zu üben, wie schön und erfüllend Nähe auch ohne Sex sein kann. Das erweitert nicht nur das eigene Erleben, sondern kann auch die Beziehung bereichern. Und den Druck herausnehmen, dass jede körperliche Begegnung zwangsläufig in Sex münden muss. 

Du gehst mit diesem Thema schon sehr verantwortungsvoll um. Bleib dabei ruhig neugierig – auf dich, auf sie, auf eure gemeinsame Entwicklung. Langfristig ist es wichtig, dass ihr beide Raum habt, euch selbst und einander mit euren Gefühlen zu zeigen. Nähe bedeutet eben nicht nur Körperkontakt – sondern auch, verletzlich zu sein, Unsicherheiten mitzuteilen, Wünsche auszusprechen. Und genau das tust du schon. Vielleicht kann euch helfen, das Thema „Nähe + Sex“ als etwas Gemeinsames zu sehen – etwas, das sich entwickeln darf, Schritt für Schritt. Es muss nicht perfekt sein, nicht immer gleich, nicht immer vollständig. Ihr könnt gemeinsam erforschen, was sich gut anfühlt – auch außerhalb von Erwartungen.

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Frage Nr. 39807 von 23.05.2025

zu 39775
vielen lieben Dank für die ausführliche Antwort, es hat mich gefreut und ein wenig erleichtert. Der Vulvodynie Verein ist toll, aber vor allem auf fachliche Hilfe ausgerichtet. Auf die emotionalen und Beziehungsthemen wird leider nicht so eingegangen.

Mir war auch klar, dass die Podcasts für meine Situation nicht passend sind. Aber dennoch bennennen sie ja Tatsachen, die auch auf mich zutreffen: kein guter Sex bedeutet Beziehung leidet. Mein Partner ist schließlich gesund. Das ist ja eine Tatsache, dass es leider so ist. Sex unterscheidet Beziehung von bloßer Freundschaft.

Ihr fragt, warum ich mir eine Sexualtherapie wünschen würde? Naja, ich schaffe es nicht, mit meinem Partner zu sprechen. Ich habe Angst vor seiner Antwort... Seit Wochen nehme ich es mir vor es anzusprechen, und finde einfach keine Gelegenheit... Ich möchte lernen, meinen Wert als Beziehungspartnerin sehen zu können... ich möchte wieder dahin zurück, mich der Vulvina liebevoll zuwenden zu können wie am Anfang meiner Behandlung.... ich möchte Infos wie in dem Podcast, die aber auf meine Lebenssituation passen... ich möchte weg davon, meine Bedürfnisse zurückzustellen, um meine Krankheit wiedergutzumachen....

Ich habe viele Bücher gelesen... über Vulvodynie, über Beziehungen... und dennoch erreiche ich diese Ziele nicht....

Unsere Antwort

Danke, dass du nochmal geschrieben hast. Jetzt verstehe ich noch besser, worum es geht.

Wenn du dich in deiner Haut wohler fühlst und deine Sexualität zurückeroberst, dann fühlst du dich auch selbstbewusster. Es lohnt sich, hier zu investieren. Der Umgang mit Vulvodynie kann ein längerdauernder Prozess sein. Dafür ist es wichtig, dass du die richtigen Tools zur Verfügung hast. Du hast in der letzten Frage geschrieben, die Vulvodynie werde wieder schlechter. Und das, obwohl du seit Jahren eine entsprechende Therapie machst. Du kannst uns gern nochmal schreiben und genauer erklären, was du da bisher gemacht hast. Hast du mal eine Sexualtherapie nach Sexocorporel gemacht? Wir können dir eine solche Therapie sehr empfehlen.

Wenn es wirklich am Geld scheitert, können wir versuchen, dir online Hilfestellung zu geben. Du kannst zum Beispiel die folgenden Schritte ausprobieren und uns wieder schreiben, was du dabei erlebst: 

Zuerst möchte ich dich bitten, diesen Text zu lesen. Es geht in dem Text darum, wie durch hohe Muskelspannung beim Sex Schmerzen gefördert werden können. Es ist wichtig, dass du die Logik dahinter verstehst. Hohe Muskelspannung fördert nicht nur Schmerzen, sondern unsere Muskeln spannen auch automatisch mehr an, wenn wir Schmerzen empfindet.

Wenn du oft Schmerzen empfindest, kann ein Schmerzgedächtnis entstehen. Unser Gehirn nimmt normalerweise alles mal ganz offen auf, was wir an Nervenstimulationen erfahren. Es bewertet es dann, und du erlebst es in der Folge in einer ganz bestimmten Qualität (zum Beispiel als angenehm oder unangenehm). Das ganze passiert in Bruchteilen von Sekunden. Wenn du nun in einer Region viele Schmerzen erlebt hast, ist dieser Ablauf verkürzt: Nervenstimulationen in dieser Region werden vom Gehirn nicht neu bewertet, sondern ganz automatisch der Kategorie "Schmerz" zugewiesen. Das kannst du aber auch wieder umlernen durch viele Wiederholungen.

Wenn ich therapeutisch mit dir arbeiten würde, würde ich dir Übungen zeigen, mit denen du die Durchblutung in deinem Geschlecht fördern kannst. Zum Beispeil diese Übungen der Beckenschaukel oder diese Übungen für die Beckenbodenmuskeln. Und ich würde dir empfehlen, sorgfältig mit Berührungen zu arbeiten. Das immer im bewegten Körper, mit Bauchatmung und lockerer Bewegung. Damit du locker bleibst und nicht in eine hohe Spannung rein kommst.

Achte bei den Berührungen mal darauf, welche Stellen sich neutral anfühlen, welche du gut anfassen kannst und welche eher kritisch sind. Bei den kritischen Stellen kannt du das Schmerzgedächtnis umtrainieren. Wenn du merkst, dass eine Stelle kritisch ist, berühre die direkt daneben liegenden Stellen. Verbinde auch diese Berührung mit der Bewegung deines Körpers. Dadurch beruhigst du dich und bringst dich in einen angenehmeren Zustand. Damit bringst du deinem Gehirn bei, dass etwas, das unmittelbar neben der Schmerzstelle ist, angenehm ist. Du kannst dann auch kurz die Stelle berühren, an der du Schmerzen empfindest. Anschliessend kehrst du zur angenehmen Stelle gleich daneben zurück. So lernt das Gehirn um. Es entdeckt: Es könnte sich ja auch anders anfühlen.

Wenn du Dilatoren in deine Vagina einführst, passiert das möglicherweise mit einem stillen Körper und in hoher Anspannung. Hier empfehle ich dir, das Objekt stillzuhalten und dein Becken so zu bewegen, dass du es mit der Vagina aufnimmst. Ich würde zunächst empfehlen, einen Finger mit deiner Vagina aufzunehmen. Du baust so eine bessere Beziehung zu deiner Vagina auf.

Du schreibst auch, dass es dir schwerfällt, mit deinem Partner darüber zu sprechen. Was ist es ganz konkret, das du ihm sagen möchtest? Schreib das doch einmal auf. Und dann schreibe auf, was seine Antwort sein könnte. Mit welchen Worten sagt er seine Antwort? Stelle dir deinen Freund genau vor, so wie du ihn kennst. Was wird ihm durch den Kopf gehen, und was wird er sagen? Und dann schreibe auf, wie du auf seine Antwort reagieren würdest. Du kannst das für dich aufschreiben oder es uns schreiben, wenn du möchtest.

Übrigens teile ich die Ansichten aus dem Podcast nicht. Das sind keine Tatsachen, die immer auf alle zutreffen. Es gibt viele Paare, die eine sehr glückliche und erfüllte Beziehung führen, auch wenn sie wenig oder gar keinen Sex haben. Und es ist auch nicht der Sex, der eine Beziehung von einer Freundschaft unterscheidet. Was eine Liebesbeziehung ausmacht, ist so individuell, wie die Beziehungen selbst. Für manche Paare kann das zum Beispiel die Entscheidung sein, viele Bereiche des Lebens miteinander zu teilen. Für andere Paare ist es die Liebe und Zuneigung, die sie für ihren Partner oder ihre Partnerin anders empfinden und die sich von der Zuneigung zu ihren Freund*innen unterscheidet. Überleg mal: Abgesehen vom Sex, was unterscheidet eure Beziehung von einer Freundschaft?

Zum Schluss möchte ich dir einfach noch einmal sagen, dass du jetzt schon in Ordnung bist, genauso wie du bist. Du musst nicht erst anders werden. Du bist auch jetzt schon eine wertvolle Beziehungspartnerin. Dein Partner würde das sicher bestätigen.

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Frage Nr. 39801 von 22.05.2025

Liebes lilli-Team,
langer Rede kurzer Sinn: ich (w 23) bin beim Sex einfach zu laut - klingt vielleicht witzig oder komisch, ist aber eine Tatsache. Was meinen Freund grundsätzlich antörnt, sehen unsere Nachbarn aber als eine Belästigung. Natürlich mache ich nicht solche Fake-Geräusche, wie man sie von Pornofilmen kennt, aber mein Geräuschpegel liegt wahrscheinlich schon über dem Durchschnitt.

Mein "Problem" ist , dass ich mich im Moment der stärksten Erregung vollkommen fallen lasse, ausser (buchstäblich gesagt) geilen Gefühlen nichts wahrnehme und natürlich hat man sich da nicht im Griff. Wenn ich jetzt im Hinterkopf dauernd eine Zensurschere haben muss, dann sind (vielleicht) unsere Nachbarn zufrieden, aber für uns hat das mit Sicherheit keine allzu positiven Auswirkungen.

Der Versuch mit den Nachbarn ein klärendes Gespräch zu führen, ist leider gescheitert und ich wende mich deshalb an euch um einen Tipp zu erhalten, wie man die Situation trotzdem "entschärfen" könnte.

Unsere Antwort

Es ist toll, dass du dich beim Sex so gehen lassen kannst und dass du diese Lautstärke erreichst. Das kann das Lusterleben unterstützen, weshalb wir das auch in der Sexualtherapie empfehlen. Deswegen ist es uns wichtig, dass du dich da nicht zurücknehmen musst.

Welche deiner Nachbarn haben sich denn beschwert? Die Nachbarn oben, unten, rechts oder links von deiner Wohnung? Oder waren es alle Nachbarn? Wenn sich nicht alle Nachbarn beschwert haben, warum stört es die anderen Nachbarn nicht? Habt ihr oft stundenlang lauten Sex? Oder mitten in der Nacht? Natürlich können deine Nachbarn auf die üblichen Ruhezeiten bestehen, aber mehr auch nicht.

Schildere uns deine Situation doch noch einmal genauer und schreib uns gerne wieder. Wenn wir deine Situation genauer verstehen, können wir dir eine konkretere Antwort geben. Wenn du uns wieder schreibst, gib dabei bitte die Nummer dieser Frage mit an.

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Frage Nr. 39798 von 21.05.2025

Hi, ich bin‘s wieder, Nr. 39781. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, woran ich erkennen würde, dass “es funktioniert”, aber ich stelle mir vor, es wäre ein neues Gefühl. Etwas, das sich deutlich anders oder sogar überwältigend anfühlt. Aber ich spüre einfach überhaupt nichts. Egal, ob ich meine Klitoris berühre oder andere Stellen, egal wie oder wann, es ist immer nur “neutral”. Auch an meinen Beinen oder Armen ist es genauso: nichts fühlt sich irgendwie angenehm oder schön an. Nur “da”. Ka.

Ich habe auch nie sexuelle Erregung gespürt, also weiß ich nicht, wie sich das anfühlen soll. Und ich habe auch nie wirklich sexuelle Fantasien oder Gedanken. Selbst wenn ich versuche, mir etwas vorzustellen oder bei einem romantischen Film mich zu berühren, kommt da nichts. Wenn ich mich dabei berühre, fühlt es sich eher komischer oder unangenehmer an, als wenn ich es sonst versuche. Aber nicht weil ich Angst habe. Denke ich zumindest. Ich hatte früher Angst, aber inzwischen bin ich einfach nur frustriert, weil ich neugierig bin, aber nichts passiert.

Ich habe wirklich vieles ausprobiert, über Wochen und Monate, und ich möchte einfach verstehen, ob es überhaupt noch irgendetwas gibt, das ich versuchen kann? Oder ist es hoffnungslos bei mir?

Ich bin einfach ratlos.

Danke, dass ihr euch die Zeit nehmt und tut mir leid, dass ich wieder störe.

Unsere Antwort

Nein, es ist überhaupt nicht hoffnungslos. Etwas neutral zu spüren, ist schon was. Das ist mehr, als gar nichts zu spüren oder ein Taubheitsgefühl zu haben. Du bist damit auf einem guten Weg. Es ist normal, dass du erst noch lernst, eine Berührung nicht nur neutral zu erleben. Und es kann gut sein, dass sich die Berührungen am Anfang taub oder nichtssagend anfühlen. Mit etwas Zeit und Übung kannst du lernen, die Berührungen als angenehm und sogar als erregend zu empfinden.  

Während du übst, spielt der Zustand, in dem du bist, eine grosse Rolle. Wenn du angespannt bist, spürst du weniger, und du hast auch eher unangenehme Gefühle und Gedanken dabei. Wichtig ist, dass du möglichst gute Gefühle hast, das hilft beim Lernen.

Gegen Anspannung hilft Bewegung. Ich empfehle dir, dass du die Körperstellen, die du berührst, bewegst. Bewege die jeweilige Körperstelle in deine Hand hinein. Du kannst dir das so vorstellen, wie eine Katze, die sich an einem Stuhlbein reibt. Deine Hand ist wie das Stulbein und dein Körper wie die Katze, die sich an dem Stuhlbein bewegt. 

Katze schmust an Stuhlbein

Durch Bewegung kannst du die Berührungen intensiver wahrnehmen und eine angenehme Wahrnehmung erzeugen. Dein Körper ist besser durchblutet, und das fördert die Wahrnehmung. Ausserdem nimmt dein Gehirn Unterschiede besser wahr als etwas, das still ist: Eine Bewegung bietet dem Gehirn ständig neues Futter. Jede Stelle deines Körpers, die sich bewegt, spürt besser, weil die Wahrnehmung dort stärker ist. Das gilt für deinen Arm genauso wie für deine Vulva. 

Ausserdem ist Bewegung gut für unsere Gefühle: Bewegung lockert und beruhigt das Nervensystem. Tanzt du gerne? Wie spürst du deinen Körper, während du tanzt? Streiche dir mal über die Arme, den Bauch, die Beine, das Gesicht, während du tanzt. Du kannst die Hand auch still halten und den Körper in die Hand hinein bewegen. Du kannst auch ein Tuch nehmen und es mit beiden Händen halten und den Körper hinein bewegen. Wie erlebst du das?

Wir empfehlen dir, dass du deine Vulva in deine Hand hinein bewegst: Du kannst dein Becken bewegen und mit den Beckenbodenmuskeln spielen. Schau dir dazu bitte mal diese Videos an. Und diese Tipps zur Bewegung des Oberkörpers helfen, deinen Kopf zu beruhigen und positivere Gedanken zu haben. Zur Beruhigung und für angenehmere Gefühle hilft auch Bauchatmung.

Du bist kein hoffnungsloser Fall. Du kannst diese Gedanken beruhigt beiseitelassen und stattdessen die Bewegung deines Körpers geniessen. 

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Frage Nr. 39791 von 19.05.2025

Ich habe extreme Scham mit meiner Therapeutin über sexuelle Themen zu sprechen. Ich habe als Kind einmal mit 10 Jahren mit dem Nachbarsjungen oben ohne im Zimmer herumgemacht. Mein Vater kam dann herein. Meine Mutter und mein Vater bestraften dieses Verhalten und verboten den Kontakt zum Jungen. Bis heute habe ich eine hohe Scham und das Gefühl etwas falsch gemacht zu haben.
Als ich 16 Jahre alt war, hatte ich nach der Schule ein Date. Meine Eltern haben davon mitbekommen. Mein Vater schrieb mir am Abend eine Nachricht, dass er mein Verhalten nicht dulde. Am nächsten Tag hat er gesagt, er möchte erst mit meiner Mutter gemeinsam über den Vorfall sprechen. Ich versicherte ihm, dass nichts passiert sei. Er war sehr wütend.
Habe ich etwas falsch gemacht? Wie kann ich mein Verhalten einordnen?

Unsere Antwort

Du beschreibst eindrücklich, wie deine Scham entstanden ist. Doktorspiele mit dem Nachbarsjungen fördern dein sexuelles Lernen. Wichtig ist, dass sie nicht erzwungen werden, sondern beide Kinder mitmachen wollen. Deine Eltern haben dich dafür mit Kontaktverbot bestraft. Dabei hast du gelernt, dass deine Sexualität nicht erwünscht ist. Für 16-Jährige ist es normal, dass sie sich zu Dates verabreden. Auch hier haben deine Eltern strafend eingegriffen. Du musstest deine Sexualität verleugnen.

Deine beiden Erfahrungen entsprachen deinem Alter und waren richtig. Deine Eltern entschieden, dass dein richtiges Verhalten, falsch ist. Das wird dir deine Therapeutin sicher bestätigen.

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Frage Nr. 39786 von 19.05.2025

ich m 14 goone täglich mehrere stunden auf zahide. jedoch weiss ich nicht ob ich beim gv durch das goonen keinen orgasmus mehr haben kann. ausserdem frage ich mich ob dies eine sucht ist da ich es mehrere stunden am tag mache.

Unsere Antwort

Es ist ganz normal, dass du in deinem Alter, wenn du anfängst zu masturbieren – oder wie wir es auch gerne nennen: Solosex – das erstmal ganz viel machen willst. Dein Körper verändert sich, du entdeckst neue Gefühle, und es ist völlig verständlich, dass du neugierig bist und Dinge ausprobieren möchtest. Daran ist erstmal nichts Schlechtes. Es gehört zur Entwicklung dazu, sich selbst kennenzulernen und herauszufinden, was einem gefällt. 

Du schreibst, dass du „goonst“ – damit ist gemeint, dass du dich beim Solosex besonders lange und intensiv in einen Zustand von Erregung versetzt und dieses Gefühl genießt, ohne direkt zum Orgasmus zu kommen. Viele erleben dabei, dass sie sich ganz in die Lust hineinsteigern und alles andere um sich herum vergessen. Ist es das was du meinst?

Statt beim Sex von Sucht zu sprechen, sprechen wir lieber von einem Drang. Süchtig kann man nach Drogen werden. Und Sex ist keine Droge. Und ob man von einem Drang sprechen kann, hängt oft davon ab, wie du dich dabei fühlst und wie sehr es deinen Alltag beeinflusst. Das haben wir in diesem Text genauer beschrieben. Frag dich zum Beispiel: Schaffe ich es noch, meine Hausaufgaben zu machen? Verbringe ich Zeit mit Freunden, gehe meinen Hobbys nach oder habe ich noch Lust auf andere Dinge außer Solosex? Wie fühlt sich mein Körper an? Fühlt es sich gut an oder habe ich Schmerzen? Wenn du das Gefühl hast, dass Solosex gerade sehr viel Raum einnimmt, aber du trotzdem dein Leben gut gestalten kannst, ist das kein Grund zur Sorge.

Manchmal hilft es, kleine Pausen einzubauen – nicht, weil du etwas falsch machst, sondern um wieder ein gutes Gefühl für dich selbst zu bekommen. Du musst dich dabei nicht unter Druck setzen. Es kann schon reichen, wenn du dir ab und zu bewusst Zeit nimmst für andere Dinge, die dir Freude machen – wie Musik hören, dich bewegen, etwas Kreatives machen oder einfach mit Freunden draußen sein. Das bringt oft frische Energie in den Tag und kann dir helfen, deinen Körper nochmal anders wahrzunehmen.

Und vielleicht ist dir auch wichtig zu wissen: Auch wenn du im Moment viel Solosex machst, heißt das nicht, dass du später beim Geschlechtsverkehr keinen Orgasmus mehr bekommen kannst. Dein Körper „verbraucht“ sich dadurch nicht – Spermien werden dein ganzes Leben lang immer wieder neu produziert. Solosex hat keinen negativen Einfluss darauf, ob du später beim Sex Lust empfinden oder einen Orgasmus erleben kannst. 

Vielleicht interessiert dich auch noch dieser Text. Dort findest du Ideen wie du Solosex für dich noch genussvoller für deinen Körper gestalten kannst.

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Frage Nr. 39781 von 18.05.2025

Hi, ich bin ein 15 jähriges Mädchen und ich habe eine Frage. Ich bin schon seit einiger Zeit ziemlich neugierig und wollte sehen, ob ich etwas fühle, wenn ich mich selbst anfasse (nicht einmal aus sexuellen Gründen, nur um etwas Schönes oder Angenehmes zu fühlen).
Aber ich spüre nichts - nicht einmal, wenn ich direkt an meiner Klitoris oder um sie herum versuche oder was auch immer mache.
Ich habe es mehrfach versucht, verschiedene Berührungen ausprobiert (Druck, Stoff, warme Hände, Unterwäsche, Handfläche und was immer ich noch gelesen habe) und sogar wochenlang zwischen den Versuchen gewartet. Ich fühle mich nicht mehr nervös, ich bin nur noch verwirrt und frustriert. Ich verstehe nicht wieso es nicht funktioniert.

Meine Freundin sagte mir, dass sie schnell etwas gespürt hat, als sie anfing und jetzt habe ich das Gefühl, dass mit mir etwas nicht stimmt.
Aber ich will nicht phantasieren oder an irgendetwas Sexuelles denken - ich will mich einfach nur für einen Moment gut fühlen und will einfach nur wissen, ob das normal ist oder ob ich etwas falsch mache oder ob ich mir sogar Sorgen machen sollte.

Ist das normal? Ich weiß nicht mehr, was ich tun soll, und ich bin ziemlich verzweifelt. Ich wäre Ihnen sehr dankbar für Ihre Hilfe.

Unsere Antwort

Mit dir stimmt alles.

Ich vermute, es liegt an den Erwartungen. Denn wenn wir etwas erwarten, schauen wir häufig auf die Löcher und nicht mehr auf den Käse. Wir bemerken, das, was fehlt. Nicht mehr das, was da ist.

Wenn wir Menschen anleiten, etwas zu spüren, bekommen wir häufig die Rückmeldung "ich spüre nichts". Wenn wir dann genauer nachfragen, wie sich das nichts anfühlt, ist da doch ganz viel.

Du möchtest etwas schönes, angenehmes fühlen. Woran würdest du erkennen, dass "es funktioniert"? Wie wäre das an deinem restlichen Körper? Spürst du da mehr wenn du das gleiche tust? Was bringt dir schöne und angenehme Empfindungen am Arm oder am Bein?

Spürst du manchmal einfach so im Alltag sexuelle Erregung? Wie fühlt sich das an?

Wieso möchtest du nicht fantasieren oder an etwas sexuelles Denken? Wie wäre es, wenn du einen Liebesfilm schaust und dich dann berührst? Sagt dir das mehr zu?

Lies bitte auch unsere Texte Wie funktioniert sexuelle Erregung? und Selbstbefriedigung: Tipps für Frauen und alle mit Vagina.

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Frage Nr. 39774 von 16.05.2025

hi ich w (27)würde gern mal mit 2 m gleichzeitig schlafen. es ist länger her dass ich analsex hatte und wollte fragen ob ich mich da intensiv drauf vorbereiten muss mit übungen oderso wie muskeltraining damit nichts kaputt geht...?
danke für eine antwort

Unsere Antwort

Schau dir mal diesen Text an. Dort erfährst du, wie du dich auf Analsex vorbereiten kannst. Ausserdem empfehle ich dir auch die beiden Texte Wie vermeide ich während dem Analsex Verletzungen? und Wie schütze ich mich beim Analsex vor Infektionen?.

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Frage Nr. 39773 von 16.05.2025

Ich M (15) Meine Freundin hat mir gesagt das mein Penis beim Geschlechtsverkehr ihr an der Scheide Schmerzen macht! Ist er zu groß oder zu breit? Oder was soll ich machen? brauche Tipps.

Unsere Antwort

Es kann verschiedene Gründe dafür geben, dass deine Freundin beim Geschlechtsverkehr Schmerzen hat.

Wenn du einen grossen oder breiten Penis hast, kann der Geschlechtsverkehr für deine Freundin schmerzhaft sein, wenn ihre Vagina noch nicht richtig erregt ist. Denn die Öffnung der Vagina ist ohne sexuelle Erregung ganz eng. Erst wenn die Vagina erregt ist, wird sie grösser, weiter und feuchter. Dann hat der Penis gut in ihr Platz und rutscht gut. Es ist deshalb sehr wichtig, dass ihr euch Zeit für ein Vorspiel lasst und deine Freundin gut sexuell erregt ist. Zusätzlich kann Gleitmittel sehr hilfreich sein. Es verringert die Reibung, indem es Penis und Vagina feuchter und „rutschiger“ macht. Alles zu Gleitmittel findest du in unserem Text Gleitmittel: Tipps für die Anwendung. Und in diesem Text findest du Tipps für den Geschlechtsverkehr mit einem breiten, langen oder grossen Penis. 

Wenn deine Freundin trotzdem weiterhin Schmerzen beim Geschlechtsverkehr hat, kannst du ihr diesen Text zeigen. Mit der Checkliste in dem Text könnt ihr herausfinden, woher die Schmerzen kommen und welche Tipps helfen können.

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