Frage Nr. 41108 von 23.04.2026
Hi Lilli, Ich (m. 31) habe eine etwas ungewöhnliche Frage und zwar habe ich irgendwie verlernt, wie Selbstbefriedigung geht. Ich war mehrere Jahre mit meiner Ex-Freundin zusammen und wir hatten auch regelmässig sehr guten Sex zusammen, 5-7 mal pro Woche. Verhütet haben wir ganz unkompliziert mit M-Budget Kondomen. Ich hatte nie das Bedürfnis, mich selber zu befriedigen in unserer Beziehung, der Sex reichte mir völlig.
Vor ein paar Wochen haben wir aber gemeinsam Schluss gemacht, weil es für beide nicht mehr stimmte. Jetzt spüre ich kaum noch sexuelle Lust. Einen Samenerguss habe ich nur noch alle 2 Wochen beim masturbieren und das masturbieren fühlt sich so komisch an. Ich fühle nichts dabei. Es ist so ungewohnt meinen penis direkt anzufassen ohne Kondom. Alles, was beim sex spass machte fehlt, also wenn mir meine Ex beim Ausziehen das kondom auf meinen penis abrollte oder wenn wir zusammen laut stöhnten bei den sexbewegungen.
In der Pubertät war ich immer scharf auf die nächste gelegenheit, um mir einen runterholen zu können, aber jetzt nervt es mich und ich tue es eigentlich nur noch, um alles abundzu zu "entleeren".
Unsere Antwort
Deine Frage ist nicht ungewöhnlich, und das, was du beschreibst, ist normal. Man könnte es unter dem Titel "sexuelles Lernen" zusammenfassen. Das, was du häufig machst beim Sex, und die Erregungsquellen, die du häufig verwendest, werden dir immer vertrauter. Es funktioniert immer besser, und es fühlt sich immer besser an. Lies dazu bitte diesen Text zum sexuellen Lernen. So oft, wie du mit deiner Partnerin Sex hattest, hast du ein bestimmtes Muster sehr gut gelernt. In der Pubertät hast du dir eine andere Methode der sexuellen Erregung angewöhnt, und du hattest andere Erregungsquellen. So kannst du beim Sex immer neues dazulernen.
Es ist völlig verständlich, dass das sich jetzt zunächst so anfühlt, als ob da etwas fehlt. Du hast gerade eine Trennung hinter dir, und da fehlt jetzt grundsätzlich etwas – auch wenn die Trennung gewollt war. Ich empfehle dir daher, dass du Geduld mit dir hast und dir Zeit lässt. Wenn du das, was du jetzt erlebst, vergleichst mit dem, was du hattest, kann das jetzt natürlich noch nicht bestehen. Da hilft es dir, wenn du eine offene Haltung hast, und schaust, was du Neues aus deinen Penis/deinem Körper/deiner Fantasie herauskitzeln kannst. Es geht darum, dass du etwas Neues für dich aufbaust. Und das dauert eine Weile.
Es könnte hilfreich sein, wenn du beim Solosex vorerst Kondome verwendest. Weil das für deinen Penis ein vertrauteres Gefühl ist. Du könntest sie über den Penis abrollen und dir vorstellen, eine Frau macht das. Hilfreich ist auch, wenn du beim Solosex ähnliche Bewegungen machst und in ähnlichen Positionen bist, wie du das in der Paarsexualität warst. Alles, was körperlich und in der Fantasie ähnlich ist wie der Paarsex, hilft beim Solosex deinem Gehirn, es schneller mit sexuelle Erregung zu verbinden. Ich empfehle dir dazu auch diese Übungen, denn darin werden Stimulationsmethoden und Körperbewegungen beschrieben, die ähnlich sind wie beim Vaginalverkehr.
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Frage Nr. 41105 von 23.04.2026
Ich, männlich 32, bin seit einigen Jahren mit meiner Frau, 33, glücklich verheiratet. Wir haben 2-3 mal wöchentlich sex und das klappt gut und macht uns beiden Spass. Sie erreicht fast immer einen vaginalen Orgasmus. Leider möchte meine Frau nur die Missionärstellung, nur so könne sie sich komplett entspannen und findet meinen Penis nicht unangenehm. (Länge 15.5 cm und Umfang 15 cm, richtig gemessen).
Zusammen mit unseren Spielen ohne Penetration stimmt der Sex für mich zwar zu 90%, aber doch möchte ich auch andere Stellungen probieren. Was würden Sie als Experte raten? Gemäss Online Recherchen sind 15 cm Umfang zwar statistisch an der oberen Grenze, aber könnte es auch andere Gründe geben, warum nur Missionär für sie als angenehm empfunden wird? Vielen Dank im Voraus, diese Frage beschäftigt mich seit wir uns kennen.
Unsere Antwort
Offenbar gefällt deiner Frau diese Stellung besonders gut. In langjährigen Beziehungen schleicht sich häufig eine ganz bestimmte Art Sex zu haben ein. Du hast aber Lust nochmal ein bisschen auszuprobieren.
Um deine Frau für dein Vorhaben zu gewinnen, ist es wichtig, ihre Perspektive ernst zu nehmen und einzubauen. Also es wird bei anderen Stellungen ihre Rückmeldung darüber brauchen, wie sich der Penis in ihrer Vagina anfühlt. Dir empfehle ich dafür unseren Text Vaginalverkehr mit einem breiten/langen/grossen Penis.
Mir ist noch unklar, ob deine Frau ihre Präferenz am Anfang einmal genannt hat und ihr seither alles andere vermieden habt. Falls das so ist, könnte es durchaus sein, dass sie mittlerweile eine Offenheit hat für andere Stellungen. Möglicherweise habt ihr aber auch schon häufig darüber gesprochen oder du hast ausprobiert und sie war stets dagegen. In beiden Fällen wäre es einen Versuch wert, ihr mit offenem Interesse zu begegnen. Was du uns als Experten fragst, könntest du sie als Expertin für ihren Körper und ihre sexuelle Erregung fragen.
Falls ihr nicht weiter kommt, schreib uns einfach nochmal und gib die Nummer dieser Frage an.
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Frage Nr. 41103 von 23.04.2026
hallo,wollte gar nichts fragen,sondern mich bedanken.bin zu zeit single und selbst isst der mann.aber es kommt ja wie immer im lebendarauf an,was man draus macht.da waren eure tipps sehr hilfreich.danke
Unsere Antwort
Vielen Dank für das Lob. Wir freuen uns, dass dir unsere Tipps geholfen haben 
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Frage Nr. 41099 von 22.04.2026
Ich habe vor einer Weile begonnen, zu masturbieren.
Ich bin mir irgendwie nicht sicher, was ich davon halten sollte. Irgendwie mag ich es, doch es fühlt sich auch komisch an. Ich bin ein Mädchen und habe auch schon eine Haarbürste oder so verwendet.
Ich will eigentlich aufhören, doch wenn ich wodurch auch immer feucht bin, kann ich mich oft nicht zurückhalten.
Wie kann ich damit aufhören oder eine bessere Bindung dazu eingehen?
Unsere Antwort
Von unserer Seite hast du die volle Erlaubnis, Selbstbefriedigung zu machen.
Sexuelle Empfindungen sind in Ordnung. Und viele Mädchen und Frauen probieren so einiges aus. Es wird einfach in aller Regel nicht darüber gesprochen. Du bist also mit der Haarbürste in bester Gesellschaft.
Viele Menschen haben gemischte Gefühle zur Selbstbefriedigung.
Beobachte doch mal, wie es sich in den nächsten Wochen entwickelt. Du kannst uns gern wieder schreiben, wenn du weitere Fragen hast. Gib dann bitte die Nummer dieser Frage an.
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Frage Nr. 41086 von 19.04.2026
Moin , ich habe oft Lust auf eine Bisexuelle Erfahrung und alleine der Gedanke dass mehrere mit mir machen was Grad passt erregt mich und ich bin neugierig wie es ist so zu ficken. Ich freue mich über Rat woo und wie ich das mache , danke
Unsere Antwort
Offenbar hast du seit einer Weile Neugier darauf entdeckt, bisexuelle Erfahrungen zu machen.
Wenn ich dich richtig verstehe, geht es in deiner sexuellen Fantasie darum, Sex mit mehreren Menschen unterschiedlichen Geschlechts gleichzeitig zu haben. Du suchst also nach Personen, die auf dieses Szenario mit dir zusammen Lust haben.
Solche sexuellen Begegnungen können sich auf unterschiedliche Weise ergeben – sei es auf Parties, oder per Online-Dating, über queere Foren... Schau doch mal, was du da findest.
Manche Menschen finden es angenehm, wenn direkt von Anfang an klar ist, wonach du suchst und sie können dazu ja oder nein sagen. Andere bevorzugen es, wenn sich die sexuelle Begegnung langsam anbahnt und erst gegenseitiges Vertrauen und Anziehung entstehen konnte. Auch da kannst du ausprobieren.
Es kann sehr spannend und aufregend sein, eine sexuelle Vorstellung in die Tat umzusetzen. Natürlich sind in der Umsetzung der Fantasie einige Dinge mehr zu beachten als in der reinen Vorstellung. Alle Beteiligten müssen einverstanden sein und gerne mitmachen, ihr solltet auf ausreichenden Schutz vor Schwangerschaft und STI sorgen. Und womöglich gibt es im Vorhinein oder Nachhinein Sorgen oder Gefühle, die angemessen versorgt sein wollen.
Du beschreibst eine sexuelle Begegnung, in der die anderen mit dir machen was grad passt. Für die reale Umsetzung empfehlen wir dir, auch zu überlegen, wie du diesen Wunsch kommunizieren kannst und woran die anderen erkennen können, falls es dir doch nicht mehr passt.
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Frage Nr. 41081 von 17.04.2026
Wie bekomme ich am besten zum ersten mal ein sex toy in meine pussy rein????
Unsere Antwort
Hast du das schon einmal versucht und es ging nicht? Oder fragst du, weil du es noch nie ausprobiert hast?
In jedem Fall empfehle ich dir, dich erst einmal mit deiner Vagina vertraut zu machen. Lies dazu bitte diesen Text. Um dich mit deiner Vagina vertraut zu machen, ist es sinnvoll statt eines Sextoys deine Finger zu benutzen. Denn du kannst mit deiner eigenen Hand gezielter die Vagina erforschen. Und dein Finger spürt selbst etwas. Das hilft beim Spüren-Lernen.
Hast du das Gefühl, dass deine Vagina zu eng ist, um ein Sextoy oder deine Finger aufzunehmen? Oder kann sie einen Finger aufnehmen, aber ein Sextoy nicht? Dann schreib uns gerne noch einmal und beschreibe etwas genauer, was du schon ausprobiert hast und was gut oder weniger gut funktioniert hat. Gib dabei bitte die Nummer dieser Frage an.
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Frage Nr. 41078 von 16.04.2026
Hallo, ich bin männlich. Mein Problem begann in meiner frühen Kindheit. Ich lag in der Küche und schaute meiner Mutter unter den Rock. Das lässt mich seither nicht mehr los. Damals hat mich das noch nicht erregt. Ich habe das dann auch auf andere Frauen projeziert. Ich starre Frauen an, die einen Rock oder Kleid tragen. In meinem Leben konnte ich keine Beziehung aufbauen. Ich nutze Pornographie, um mich zu erregen. Mir geht ea dabei um das Ausziehen und berühren, nicht um den Geschlechtsverkehr.
Ist das ei normales Verhalten?
Unsere Antwort
Natürlich gibt es Männer, die sich vorstellen eine Frau zu entkleiden und das sexuell erregend finden. Das ist normal. Meist geht es dann jedoch weiter in dem, was man möchte oder überhaupt im Lernprozess in der eigenen Sexualität.
Du entscheidest selber, was du möchtest. Ist dein Leben für dich so in Ordnung? Und du wünschst dir keine Beziehung oder Sexualtät mit einer anderen Person? Bist du glücklich damit? Dann ist alles in Ordnung, dann brauchst du natürlich nichts verändern.
Wenn Du dir allerdings Sexualität mit einer anderen Person wünschst, würde ich dir empfehlen, mehr hinzu zu lernen.
Es kann auch sein, dass du einfach eine Scheu hast, auf Frauen zuzugehen. Und dann sagst du dir, das würde an dem Thema liegen, was aber gar nicht der Fall ist. Du könntest dich mal mit dem Kapitel, wie man sich für jemanden interessant macht und Verführung beschäftigen.
Wenn du alleine nicht weiterkommst, das Thema aber angehen möchtest, könntest du dich auch an eine/n Sexualtherapeut/in wenden.
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Frage Nr. 41076 von 14.04.2026
Wie oft kommt es vor dass - ca Mitte 20, - ca 30 oder älter noch nie Sex hatte?
Wie viel %? Je nach Lebensdekade?
Es gibt wohl immer wieder Menschen die mit Anfang 20, Mitte 20, Anfang 30... mit 40 usw noch nie Sex hatten (und das öfter als man denkt, weil diese Personen es oft nicht offen kundtun)?
Unsere Antwort
Insgesamt sind mir nicht viele wissenschaftliche Untersuchungen zu deiner Fragestellung bekannt.
Es gibt allerdings eine interessante Schweizer Studie "Virgins at 26 - who are they?" aus dem Jahr 2021. Auf Deutsch heißt der Titel "Jungfrau mit 26 - wer sind sie?". Die Stichprobe aus dem Jahr 2016 bestand aus 5175 Personen im Alter von 26 Jahren. Davon hatten 275 Personen zum Zeitpunkt der Datenerhebung keine Sexualpartner*innen. Dabei waren sexuelle Handlungen mit und ohne Penetration/Aufnehmen gemeint.
Im Alter von Mitte zwanzig sind also etwa jeder 20te ohne sexuelle Erfahrungen mit einer anderen Person. Du hast also recht, dass das recht häufig vorkommt.
Zu den anderen Lebensdekaden habe ich auf Anhieb leider keine Studienergebnisse gefunden.
Generell liegt deine Vermutung nahe, dass viele Menschen nicht offen darüber sprechen, noch keinen Sex gehabt zu haben. Selbstverständlich kommt es dabei auch darauf an, ob es sich dabei um eine aktive Entscheidung handelt oder der Wunsch zwar da ist, aber es nicht geklappt hat.
Ich weiß nicht, aus welchem Grund du diese Frage stellst. Das Abweichen von der sozialen Norm für den Zeitpunkt der ersten sexuellen Begegnungen kann mit einigen Schwierigkeiten einhergehen. Zum Beispiel fehlt Intimität oder es entstehen schwierige Gefühle bezüglich Zugehörigkeit. Es kann aber ebenso neutral oder positiv verarbeitet werden. Falls du weitere Fragen dazu hast, schreib uns einfach wieder und gib die Nummer dieser Frage an.
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Frage Nr. 41071 von 13.04.2026
Hi Lilli! Ich (w, 21) habe euren Text zu sexuellem Lernen gelesen, das war sehr interessant. Ich hatte noch keinen Geschlechtsverkehr und habe bisher keinen vaginalen Orgasmus haben können, sondern nur klitoralen.
In letzter Zeit über ich es mit einem Dildo in der Vagina und gleichzeitigem Reiben der Klitoris. Manchmal auch mit einem zweiten Dildo außen hihi. Das ist super angenehm und der Orgasmus ist intensiver, tiefer und länger.
Denkt ihr, dass ich auf diesem Weg die Vagina trainiere sexuelle Erregung zu spüren, auch wenn ich die Klitoris mit stimuliere? Oder überschreibt diese Stimulierung sozusagen die Empfindungen in der Vagina? Wenn ich mich nur in der Vagina stimuliere, ist es an vielen Stellen angenehm, aber es baut sich nichts auf und ich komme nicht zum Orgasmus. Gehe ich einen guten Weg oder habt ihr eine andere Idee?
Vielen Dank!
Unsere Antwort
Ich empfehle dir, weiterhin neugierig auszuprobieren. Du bist auf einem guten Weg.
Du beobachtest bereits, wie sich die Stimulation mit dem Dildo anfühlt. Du kombinierst deine gewohnte sexuelle Erregung mit etwas neuem.
Überhaupt deinen vaginalen Innenraum zu erforschen ist bereits eine sinnvolle Grundlage für vaginalen Geschlechtsverkehr, bei dem du den Penis in deiner Vagina gut spürst.
Das Ziel ist nicht, einen rein vaginalen Orgasmus zu haben. Die Klitoris hat innere Anteile, die stets beteiligt sind. Mehr dazu steht in unserem Text Orgasmus: klitoral oder vaginal?
Die eigenen Finger zu nutzen ist aus unserer Sicht immer eine gute Idee, weil die auch etwas spüren und du deshalb eher eine innere Landkarte deiner Vagina entwickeln kannst. Du bist dann eher dazu in der Lage, deinem Partner rückzumelden, was sich für dich gut anfühlt.
Für Geschlechtsverkehr mit einem Partner empfehlen wir auch das aktive Bewegen. Dazu kannst du mal in unseren Text Warum ist es gut, wenn Frauen sich beim Sex bewegen? schauen.
Weiterhin viel Spaß beim Ausprobieren.
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Frage Nr. 41068 von 13.04.2026
Hallo ich bin w 13 und möchte gerne wissen wie oft es normal ist, täglich zu masturbiren. Ich mache es meistens 4 oder 5 am Tag.
Danke für eure Antwort.
Unsere Antwort
Es gibt dabei kein richtig oder falsch. Du kannst so oft Selbstbefriedigung machen, wie es dir Spass macht. Dazu haben wird den Text Selbstbefriedigung bei Frauen: Wie viel ist normal? geschrieben. Vielleicht interessiert er dich ja.
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Frage Nr. 41059 von 11.04.2026
Hi, ihr empfiehlt bei eurem Artikel zu Gleitmitteln eine Variante ohne Glycerin zu verwenden. Gleichzeitig zählt ihr das Produkt "durex naturals extra sensitiv" als Positiv-Beispiel auf, obwohl es Glycerin enthält. Könnt ihr diesen Widerspruch erklären?
Vielen Dank!
Unsere Antwort
Achtung es gibt zwei verschiedene Gleitmittel der Serie Durex Naturals. Im Gleitgel "Durex Naturals extra feuchtigkeitsspendend" ist Glycerin enthalten. Im Gleitgel "Durex Naturals extra sensitiv" hingegen nicht.
Diese Antwort gilt auch für Frage 41058.
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Frage Nr. 41057 von 09.04.2026
Hallo, ich bin weiblich, 17 Jahre alt.
ich hab ein Problem zum Thema Sex. Seit ich zwölf bin, habe ich mich selbst befrieidigt. Und zwar immer mit einem Kissen zwischen meinen Beinen. Irgendwie hat sich das dann die Jahre durchgesetzt, weil es so gut für mich funktioniert hat. Parallel dazu habe ich angefangen, Sexgeschichten zu lesen um mich zu erregen. Ich kann gut kommen, also das ist nicht das Problem.
Seit eineinhalb Jahren habe ich einen Freund und als wir uns körperlich nähergekommen sind, habe ich gemerkt, dass ich eigentlich überhaupt nicht mehr zum Orgasmus kommen kann, ohne dass eben das Kissen zwischen meinen Beinen ist und ich die Geschichten lese. Beim Sex mit meinem Freund ist wirklich alles super, wir verstehen uns sehr gut, ich werde leicht erregt und es gibt absolut keine Probleme, und für mich ist es auch sehr angenehm. Ich komme aber einfach nicht. Auch wenn ich oder er es mit den Fingern bei mir macht, es klappt nicht.
Dann habe ich natürlich gedacht, ich habe mich einfach so sehr dran gewöhnt und ich muss mich jetzt umgewöhnen, und ich versuche immer wieder, anders zu masturbieren. Zum Teil funktioniert das, ich habe zum Beispiel einen Vibrator mit dem ich kommen kann, aber eben auch nur, weil der ein Teil hat, dass auf die Klitoris drückt, wie ein Kissen eben. Ausserdem brauche ich trotzdem noch die Geschichten. Aber wenn ich es ohne sie versuche, komme ich eben nicht, und irgendwann ist mir das eben zu blöd und dann mache ich es doch wieder mit ihnen.
Meine Frage ist jetzt: Was kann ich tun, damit ich besser und vielfältig kommen kann? Wie kann das möglichst schnell und effektiv passieren? Und überhaupt, geht das nach so vielen Jahren?
Vielen Dank!
Unsere Antwort
Die Geschichten, welche du liest, sind eine wichtige Erregungsquelle für dich. Es gibt viele verschiedene Erregungsquellen, wie du in diesem Text nachlesen kannst. Du beschreibst auch, dass du dich zusammen mit deinem Freund erregen kannst. Das heisst, dass du bereits Zugriff auf verschiedene Erregungsquellen hast. Auch dein Körper ist eine Erregungsquelle. Dein Geschlecht ist es gewohnt, sich mit dem Kissen zwischen den Beinen zu erregen. Die Finger oder ein Penis sind vermutlich erst einmal etwas Neues. Es lässt sich jedoch mit etwas Übung lernen, auch solche Berührungen erregend zu finden. Dies ist auch möglich, wenn du bereits eine langjährig bewährte Methode erlernt hast. Deshalb möchte ich dich ermutigen, in kleinen Schritten vorzugehen. Gut eingeübte Muster brauchen viele kleine Veränderungen, um sie zu erweitern.
Dazu kannst du auf deine bewährte Methode mit dem Kissen zurückgreifen und erst einmal genau beobachten, wie du es schaffst, deine Erregung bis zum Orgasmus zu steigern. Wieso die Selbstbefriedigung ein gutes Übungsfest ist, kannst du hier lesen. Besonders interessant sind dabei die letzten Sekunden vor dem Orgasmus. Dabei scheint Druck bei dir eine wichtige Rolle zu spielen. Mehr zur Erregung durch Druck kannst du in diesem Text lesen. Achte gezielt auf deine Atmung, deine Körperspannung und die Art deiner Bewegungen. Denn auf diese drei Dinge kannst du direkten Einfluss nehmen. Drückst du das Kissen fest zwischen deine Beine und machst du kleine Bewegungen? Wenn ja, wo finden die Bewegungen statt? Werden sie durch das Becken oder die Beine ausgelöst? Was genau wird dabei stimuliert? Oder ist der Körper still und du änderst deine Spannung im Körper und im Beckenboden? Weitere Anhaltspunkte zum erreichen des Orgasmus finden sich im folgenden Text.
Hier kannst du versuchen, kleine Veränderungen zu machen, in dem du beispielsweise beginnst, grössere Bewegungen zu machen oder den Rhythmus etwas zu verändern. Lese mehr dazu im Text zum Thema Erregung durch Bewegung. Dies kannst du immer wieder üben, indem du dich bis zu einem gewissen Punkt mit deiner bekannten Methode erregst und dann eine kleine Änderung vornimmst und so weiter übst. Geht die Erregung weit zurück, kannst du wieder zur bewährten Methode wechseln. Denke daran, es braucht einige Wiederholungen, bis dein Gehirn andere Bewegungen als erregend gespeichert hat. Mehr dazu kannst du im Artikel zum sexuellen Lernen lesen.
Dazu kann die Übung der Beckenschaukel helfen, da sie eine Bewegung anbietet, bei welcher du mit der Atmung, der Bewegung und der Körperspannung variieren kannst.
Grosse Bewegungen des Beckens bringen zudem das Geschlecht in Bewegung und können die Wahrnehmung von Vagina und Vulva fördern. Sie werden durch die Bewegung besser durchblutet und die Muskeln haben die Gelegenheit, zwischen Spannung und Entspannung zu wechseln. Lese dazu den Text über sexuelle Erregung durch Körperbewegung. Gehe auch hier in kleinen Schritten vor.
Der Vibrator spricht noch einmal andere Nervenrezeptoren an, wie die Erregung mit Druck oder die Erregung mit Bewegung. Lese mehr dazu im Text zum Thema Erregung durch Vibration oder Duschstrahl.
Ich gehe davon aus, dass du beim Sex mit deinem Freund seinen Penis in deine Vagina aufnimmst? Deshalb kann es sich ebenfalls lohnen, die Vagina in die Selbstbefriedigung einzubauen. Dies wird im folgenden Text erklärt. Wenn du möchtest, dass du das Berühren durch Finger erregend findest, kannst du einmal neugierig deine Vulva und Vagina abtasten und massieren. Wo sind interessante Stellen? Welche Berührungen fühlen sich gut an? Gibt es bereits Stellen, bei welcher ein Streicheln, Kneten oder Drücken erregend ist? Es kann erst einmal sein, dass die Berührungen sich neutral oder langweilig anfühlen. Wenn du dich zu sehr langweilst, kannst du auch mal schauen, was passiert, wenn du deine Geschichten liest und dich dabei mit deinen Fingern selbst berührst?
Denk daran, du hast seit du 12 bist ein bestimmtes Muster durch regelmässige Wiederholung gelernt. Deshalb kann es auch jetzt seine Zeit brauchen, um neue Berührungen spannend zu finden. Da du sehr experimentierfreudig zu sein scheinst, sind die Chancen gut, mit regelmässiger Wiederholung eine Veränderung zu erreichen!
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Frage Nr. 41056 von 09.04.2026
Prostatabestrahlung---Erektionsstörung und kein
Samenerguss
M-75
Unsere Antwort
Es gibt verschiedene Arten der Bestrahlung bei Prostatakrebs. Was für eine Art von Bestrahlung hattest du denn? Und es gibt auch verschiedene Gründe warum bestrahlt wird: einerseits in kurativer Absicht (also zur Heilung) , wenn aus anderen medizinischen Gründen eine Operation nicht in Frage kommt oder aus palliativen Gründen, wenn das Tumorwachstum eingedämmt werden soll oder Schmerzen gelindert werden sollen. Meist wird eine Bestrahlung mit weiteren Therapien kombiniert, zum Beispiel Hormonentzugstherpie.
Schreib uns doch bitte nochmal, was genau bei dir gemacht wurde oder was geplant ist zu machen. Und vielleicht könntest du auch konkrete Fragen formulieren.
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Frage Nr. 41040 von 28.03.2026
Hallo liebes Lilli-Team,
ich (w/31) habe festgestellt, dass ich mich sehr erregt bei dem Wort Daddy und Good Girl und auch der ganzen Dynamik dahinter fühle. Ich habe es noch nicht mit einem Mann ausgelebt, weil es sich sehr verletzlich anfühlt. Und weil ich mich frage, ob dieser kink bedeutet, dass ich psychologisch zurückgeblieben bin. Es so aufzuschreiben fühlt sich nicht gut an, zu wertend und streng zu mir selbst und auch weil ich eigentlich keine Anhängerin freudianischer Simplifikationen bin und denke, Lust kann viele Quellen haben.
[...]
Hat der Daddy kink irgendwas mit meinem Vater zu tun? Ehrlich gesagt hoffe ich, dass ihr einfach nein sagt haha, weil ich möchte auf keinen Fall beim Sex oder evtl Ausleben des Daddy kinks an meinen Vater denken! Und ich finde die Vorstellung unerträglich, dass etwas mit mir nicht stimmt, weil mich das Wort erregt. Welche Quellen hat so ein kink? Sagt es etwas über meinen Charakter aus, dass ich diesen kink reizvoll finde? Ich würde mich sehr über eine Antwort von euch freuen. Zur Zeit versuche ich meine Sexualität von Tabus zu befreien und meine Vorlieben ohne Scham ernst zu nehmen und sie zu feiern. Ich habe festgestellt, dass ich die Rolle der submissive sehr anziehend finde, habe es aber noch nicht wirklich mit einem Mann ausprobiert, weil ich das Gefühl habe, das erfordert viel Vertrauen und momentan habe ich keinen Mann in meinem Leben, dem ich dies entgegenbringen will. Darum möchte ich zuerst in mir selbst stark werden und mich sicher fühlen, bevor ich mich öffne. Habt ihr Tipps, wie ich das machen kann in Bezug auf kinks und Vorlieben?
Bitte veröffentlicht nicht die Details der Beziehung zu meinem Vater.
Eure Seite ist toll, vielen Dank!! :)
Unsere Antwort
Schön, dass du unsere Seite magst 
Wir haben die Frage auf deinen Wunsch gekürzt.
Es ist eine gute Idee, dass du freudianische Simplifikationen auf die Seite stellst. Denn mit ihnen kommst du bei sexuellen Fantasien und Vorlieben tatsächlich nicht weiter. Mit psychologisch zurückgeblieben hat das null und nichts zu tun.
Du kommst bei deiner Frage viel weiter, wenn du dich dafür interessierst, was du mit deinem Körper machst in der sexuellen Erregung. Das übersetzt sich in die Bilder, die in deinem Kopf entstehen, auf die emotionale Färbung der Fantasie und auf die Beziehung, die du in der Fantasie mit den Fantasiegestalten hast. Wir beschreiben das in diesem Text über sexuelle Fantasien. Ich schlage dir vor, dass du diesen Text einmal liest, und auch die Texte, auf die er dich verlinkt. Schau mal, ob du damit weiterkommst. Natürlich kannst du uns deine Gedanken dazu auch wieder schreiben – gib dann einfach die Nummer dieser Frage an.
Kinks lassen sich gut in Rollenspielen ausleben, denn sie entsprechen oft nicht dem, was wir in unserem Beziehungsleben ausserhalb des Sexualität suchen. Das braucht Vertrauen, und das braucht gute Kommunikation. Ich finde deinen Herangehensweise daher gut: in dir stark werden und dich sicher fühlen, bevor du dich öffnest.
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Frage Nr. 41038 von 28.03.2026
Guten Tag ich habe eine Frau (76) kennen gelernt und Sie hat schon viele Jahre keinen Sex mehr gehabt.
Was muß ich beachten wenn wir beide wieder damit anfangen ?
Gibt es in diesem Alter bestimmte Vorsichtsmaßnahmen ?
Wir freuen uns schon darauf und möchte bald damit beginnen.
Unsere Antwort
Toll, dass du dich vorab informierst.
Die Frau, die du kennengelernt hast, hatte mehrere Jahre keinen Geschlechtsverkehr mehr und ist nach der Menopause (Wechseljahre). Da kommt es oft vor, dass die Vagina nicht mehr gewöhnt ist, sich dehnen zu lassen bzw. einen Penis in sich aufzunehmen. Durch die geringere Menge an Sexualhormonen nach der Menopause wird die Vagina oft auch weniger feucht und ist schneller verletzlich. Schmerzen aufgrund des Hormonmangels sind möglich. Mehr dazu kannst du in diesem Text lesen.
Das muss aber nicht so bleiben. Wichtig ist, dass die Vagina immer wieder gut durchblutet wird – dies geschieht zum Beispiel durch regelmässige sexuelle Erregung. Also toll, wenn ihr Lust darauf habt.
Für dich ist wichtig zu wissen, dass die Vaginalschleimhaut schnell bluten kann. Falls das der Fall ist, könnte es sinnvoll sein für eine gewisse Zeit eine lokale Östrogenbehandlung zu machen mit Hormonzäpfchen oder –creme. Dann wird die Vaginalschleimhaut wieder elastischer und weniger verletzlich. Dafür lässt sie sich am besten bei ihrer Frauenärztin beraten. Wenn Hormoncremes keine Option sind, können auch Scheidenzäpfchen mit Hyaluronsäure helfen. Zum Beispiel Ialuna Scheidenzäpfchen oder Hydrosanta Vaginalgel. Auch pflanzliche Cremes, die sibirischen Rhabarber enthalten, können hilfreich sein bei trockenen Schleimhäuten, zum Beispiel Rheum rhaponticum von Weleda. Eine andere Option sind Omega 7 Sanddorn-Kapseln (zum Beispiel von Argousier) zum Schlucken. Für ein schönes gemeinsames Erlebnis beim ersten Geschlechtsverkehr könnte sie mit dieser Behandlung bereits einige Wochen vor dem Geschlechtsverkehr beginnen.
Bevor du Geschlechtsverkehr mit ihr probierst, wäre es außerdem ratsam, dass sie sich allein ihrem Geschlecht zuwendet. Du könntest ihr folgendes empfehlen oder ihr unsere Antwort zum Lesen geben:
"Pflege die Vulva regelmässig mit einem Öl, zum Beispiel Mandelöl oder Rosenöl. Vaginalzäpfchen mit Hyaluronsäure können die Vagina gut von innen befeuchten. Wenn du Lust dazu hast, masturbiere regelmässig. Denn bei sexueller Erregung wird dein Geschlecht stärker durchblutet. Oder schaukle und kreise dein Becken. Wenn du dich bisher nur über die Klitorisreibung stimuliert hast (wie das viele Frauen tun), versuche, deine Vagina in die Stimulation einzubeziehen, zum Beispiel indem du mit einem Finger in die Vagina hineingleitest und die Vagina von innen her massierst. Mit der Zeit kannst du dann eventuell einen zweiten Finger hinzunehmen. Manche Frauen mögen auch einen Dildo oder einen Vibrator verwenden."
Es ist normal, dass sie etwas Zeit braucht, um sich an den Geschlechtsverkehr zu gewöhnen, wenn sie ihn für viele Jahre nicht praktiziert hat. Geht es von dem her langsam an und achtet auf ihre Empfindungen. Ist sie genügend erregt? Ist ihre Scheide bereit, den Penis aufzunehmen? Oder probiert es am Anfang mit einem Finger, dann mit zwei, eventuell mit einem schmalen Dildo. Durch den Dildo ist die Vagina besser vorbereitet auf den Geschlechtsverkehr. Seid erfinderisch und schaut, was euch Spass macht und was sich gut anfühlt. Frag deine Partnerin, was sie am liebsten mag, wo, wie lange und wie stark.
Verwende dazu genügend Gleitmittel oder Speichel, wenn es sich sonst zu trocken anfühlt. Wenn ihr zusammen seid, dann findet heraus, welche Berührungen am Geschlecht sie angenehm und erregend findet, sei dies mit Fingern, mit der Zunge oder mit dem Penis. Achte darauf, ihr genügend Zeit zu geben.
Mit dem Älterwerden geht es darum, sich immer wieder an die neuen körperlichen Gegebenheiten anzupassen. Vielleicht braucht sie mit 76 andere Bedingungen, um in Erregung zu kommen und den Sex zu geniessen, als sie es mit 30 gewohnt war. Vielleicht kennst du das von dir selbst auch, wenn du in einem ähnlichen Alter bist wie sie. Findet neue Wege, hört auf eure Körper und bleibt neugierig aufeinander. Dann kann die Sexualität in jedem Alter befriedigend und freudig sein.
Eine gutes Buch zum Thema: "Super Sex beginnt mit 50" von Tracey Cox. Vielleicht findet ihr da auch noch ein paar gute Inspirationen. Wenn ihr euch beide darum kümmert, kann eure gemeinsame Sexualität trotz der körperlichen Veränderungen lustvoll und erfüllend sein.
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Frage Nr. 41035 von 26.03.2026
40979
Ja, das Problem ist, dass ich verwirrt über mein Verhalten bin. Wenn ich unter, also wenn ich mit anderen lesbischen Mädchen oder Frauen rede und wir reden über dieses Thema, dann sage ich, dass mein erstes Mal mit einem Mädchen war, weil mir das irgendwie unangenehm ist, zuzugeben, dass ich das mit einem Jungen hatte. Wenn ich dann in meinem Freundeskreis bin, wo nur Heteros sind, sage ich da, dass ich mein erstes Mal mit einem Jungen hatte, weil ich denen ja nicht sagen kann, dass ich es gerne mit einem Mädchen gehabt hätte. Und ich weiß jetzt nicht genau, wie ich das lösen kann. Mir wird es ist irgendwie unangenehm, wenn ich darüber nachdenke, wieso ich das erste Mal überhaupt hatte ????
Unsere Antwort
Du versuchst dazuzugehören und dich gleichzeitig zu schützen. Hinter diesem Anpassungsversuch könnte Scham („Es ist mir unangenehm, wie es wirklich war“) stecken, das Bedürfnis nach Zugehörigkeit („Ich will in beiden Gruppen reinpassen“), sowie Stimmigkeit („Ich will, dass meine Geschichte zu mir als lesbische Person passt“). Wahrscheinlich führt eine Mischung dieser Gründe dazu, dass du je nach Situation etwas anderes erzählt.
Dein erstes Mal entstand vielleicht aus Gründen wie: dazugehören wollen, neugierig sein, Druck spüren, etwas „abhaken“ wollen. Das sind alles normale Motive im Lernprozess von Sexualität. Du musst nicht eine perfekte, endgültige Erzählung zu deinem ersten Mal finden. Es geht eher darum, einen Umgang zu finden, der sich für dich leichter anfühlt.
Schau mehr auf heute als auf damals. Für andere ist oft viel wesentlicher, wen liebst du jetzt, was willst du heute? Und geh freundlicher mit dir selbst um. Statt dich immer wieder in deinem Verhalten zu hinterfragen, versuch eher, dich mal im Hier und Jetzt zu beobachten: In welcher Situation fühle ich mich eigentlich am meisten „ich selbst“? Das kann dir helfen, Schritt für Schritt selbstsicherer zu werden.
Diese Antwort gilt auch für Frage 41034.
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Frage Nr. 41026 von 25.03.2026
ist es möglich nach einer TVT Operation wieder fisting zu betreiben oder ist es besser dies zu unterlassen?
Bzw. tritt leichter eine erneute Blasenschwäche auf oder kann das Band beschädigt werden wenn man dies betreibt?
Unsere Antwort
Ich wäre eher auf der vorsichtigen Seite mit Fisting nach einer TVT-Operation beziehungsweise würde eher davon abraten.
Was es zum Thema zu sagen gibt:
Das TVT (spannungsfreies Vaginalband) ist grundsätzlich mechanisch stabil, nachdem es vollständig ins Gewebe eingewachsen ist. Dieser Prozess dauert nach der Operation mehrere Wochen. Wichtig ist, dass dem Heilungsprozess unbedingt genügend Zeit gegeben wird.
In den ersten 6 Wochen muss die Vaginalwand noch vollständig geschont werden, danach ist ein vorsichtiger Einstieg mit penetrativem Sex möglich. 3 Monate nach der Operation sollte die Belastbarkeit der Vagina gut sein.
Das Band ist vor allem bezüglich Zug- und Druckbelastungen für physiologische Belastungen wie vaginale Aufnahme eines Penis/Dildos/Finger stabil. Das Fisting bedeutet hingegen eine ausserordentlich starke Dehnung der Vagina und es besteht die Gefahr von Scheidenwandverletzungen. Da das Vaginalband relativ nahe unter der Oberfläche der vorderen Scheidenwand liegt, kann dies auch mit einer Gefahr für die teilweise Freilegung des Bandes (Mesh-Komplikation) einhergehen. Dass das Band ganz reisst ist allerdings eher unwahrscheinlich. Ob durch das Fisting nach TVT eine erneute Blasenschwäche auftreten kann ist schwierig zu sagen – es gibt dazu keine Studie.
Ich würde dir empfehlen, das Ganze langsam anzugehen in kleinen aufbauenden Schritten, und jeweils gut auf Zeichen wie Schmerzen oder Blutungen zu achten, wenn du mit der Vagina etwas Grösseres/Breiteres aufnehmen möchtest.
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Frage Nr. 41025 von 24.03.2026
Hallo ich bin weiblich und 23 Jahre alt. Vor gut einem Jahr ist beim Sex mit meinem Partner sein Penis aus mir herausgerutscht und hat mir Schmerzen bereitet. Ich lag auf meiner Rücken und er war auf seinen Knien vor mir und ist aus versehen etwas zu weit nach hinten mit der Hüfte wodurch eben sein Penis herausgerutscht ist und dabei ist er mir an der ‚ Obersten Ecke‘ - bisschen blöd gesagt aber ich kanns nicht anders beschreiben - meiner Vaginaöffnung angeschlagen was ziemlich weh tat. Der Schmerz ging vorbei aber seither habe ich immer in dieser Position angst davor dass es mir nochmal so weh tun könnte.
Ich habe auch schon mit ihm darüber gesprochen und er hat vollstes Verständnis und wir probieren einfach andere Stellungen oder gehen es langsamer an aber ich wollte wissen ob Sie mir einen anderen Tipp geben könnten und ob das normal ist wenn man mal wärend dem Sex einen Ausrutscher hatte, dass man deswegen gehemmter ist?
Unsere Antwort
Es ist normal, dass sich dein Körper an diese schmerzvolle Situation erinnert und deshalb bei einer ähnlichen Situation beim Sex in «Habacht-Stellung» geht, um sich vor erneutem Schmerz zu schützen. Es ist natürlich eine Option, diese Stellung generell zu vermeiden, allerdings bedeutet das eine ziemliche Einschränkung eurer Sexualität. Die andere Option ist, dass dein Körper langsam wieder Vertrauen aufbauen kann mit dem Ziel, sich in dieser Stellung wieder sicher fühlen zu können. Vertrauensaufbau braucht Zeit, kleine Schritte und viele Wiederholungen, in denen dein System erleben kann, dass es sich gut anfühlt und ihm kein Schmerz zugefügt wird. So dass dein System immer sicherer wird, dass es nicht mehr «aufpassen» muss und sich wieder entspannen kann.
Ich empfehle euch, bewusst diese Stellung immer wieder auszuprobieren, euch dabei eher langsam zu bewegen und auch immer wieder Pausen einzulegen. Ihr könnt auch probieren, dass du diejenige bist, die sich bewegt. Dein Partner hält sein Becken also ruhig, und du bewegst dich mit deinem Becken zu ihm hin. Deine Vagina nimmt dabei aktiv seinen Penis auf und lässt ihn dann wieder herausgleiten.
Angst- und Anspannungsreaktionen passieren viel wahrscheinlicher, wenn du passiv bist und dich nicht bewegst, und dich sozusagen «wappnest» und auf einen eventuellen Schmerz wartest.
Wenn du hingegen die aktiv Bewegende bist beim Geschlechtsverkehr, hilft dir einerseits die Bewegung selbst, dass du nicht in eine zu hohe Anspannung kommst und andererseits auch, dass du in der «Führungsposition» bist. Du entscheidest, was bewegungsmässig passiert, und du bestimmst auch das Tempo und die Intensität.
Vergiss auch nicht, dabei zu atmen. Am besten tief in deinen Bauch hinein. So kannst du schrittweise dein Vertrauen in diese Stellung zurückgewinnen.
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Frage Nr. 41018 von 23.03.2026
Liebes Lilli-Team,
vielen Dank für Eure engagierte und wunderbare Arbeit zum Wohle der Menschheit! Ich (m, 54) habe eine Frage zu sexuellen Texten. Sind diese Eurer Meinung nach auf Dauer ebenso schädlich wie Pornos, oder kann ich solche Texte bedenkenlos konsumieren, um überhaupt so viel Lust und Erregung zu bekommen, damit ich jeweils im Anschluss daran nach Euren Empfehlungen üben kann?
Vielen Dank im voraus für Eure Bemühungen und viele Grüße!
Unsere Antwort
Deine Idee mit den sexuellen Texten ist gut. Grundsätzlich sind weder erotische Literatur noch Pornos schädlich. Texte haben gegenüber den Filmen den Vorteil, dass sie deine eigene Fantasie noch mehr anregen – du musst zu den Wörtern in der Vorstellung selbst Bilder erzeugen. Und natürlich haben sie auch den Vorteil, dass bei ihnen sicher die Gefahr nicht besteht, dass Darsteller:innen ausgebeutet werden.
Sowohl bei erotischen Texten wie auch bei Pornos empfehlen wir aber, dass du dich nicht stimulierst, während du liest oder schaust, sondern nachher. Denn so kannst du deine Aufmerksamkeit viel besser auf deinen Körper lenken. Falls du merkst, dass beim Üben deine sexuelle Erregung stark absinkt (was ja passieren kann, wenn du neues ausprobierst), kannst du auch zwischendurch wieder zu dem Text greifen und wieder etwas lesen, um wieder mehr in Stimmung zu kommen.
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Frage Nr. 41007 von 21.03.2026
Zu 40480: hallo ich bins wieder. Ich bin jetzt in der 30. Woche und habe schon einen sehr großen Bauch, weil ich Zwillinge bekomme. Meine Brüste sind auch extrem gewachsen. Ich brauche jetzt BHs 2 Körbchengrösen größer. Das Ding ist, dass mich mein eigener Körper auch extrem erregt. Ich arbeite nicht mehr und bin schon zu Hause und zur Zeit verbringe ich die Tage fast nur damit, nackt zu Hause auf dem Sofa zu masturbieren. Ich befriedige mich 6 oder 7 mal am Tag und wenn mein Mann nach Hause kommt will ich noch Sex. Aus meinen früheren Schwangerschaften kenne ich das gar nicht. Ich schäme mich ein wenig dass ich so oft masturbiere und ich meine Libido so extrem ist. Könnt ihr mir helfen. Danke
Unsere Antwort
Das was du erlebst ist ganz normal.
Durch die Schwangerschaft verändert sich dein Körper und mit ihm auch deine Wahrnehmung. Bereits ab der 16. Woche beginnen sich die Brüste auf das Stillen vorzubereiten. Das bedeutet, dass sie stärker durchblutet werden und das Milchdrüsengewebe anschwillt. Dadurch rücken sie vermutlich ins Zentrum deiner Aufmerksamkeit. Ähnliches passiert mit dem Genitale. Die Gebärmutter wird stark durchblutet und dadurch wird auch der Beckenboden und die umliegenden Organe, sowie die Vagina und die Klitoris zusätzlich durchblutet. Zudem steigt dank der Hormone oft die Sensibilität aller Sinnesorgane, wie zum Beispiel der Haut. Diese Funktion ist sehr wichtig, da es in der Schwangerschaft um so wichtiger ist, Gefahren zu erkennen. Das heisst also, bei dir funktioniert alles richtig.
Der Nebeneffekt davon ist, dass diese hohe Empfindsamkeit und die gute Durchblutung der Brüste und des Beckenbodens und die Veränderung der Hormone zu einem starken Lustanstieg führen können.
Die Frage ist nun, wie du damit umgehen möchtest? Möglicherweise hilft es, zu verstehen, dass das was du erlebst normal ist und sich nach Ende der Schwangerschaft auch wieder legt. Das heisst, es ist auch absolut in Ordnung, wenn du dich mehrmals am Tag selbst befriedigst. Lese dazu diesen Text darüber, wieviel Selbstbefriedigung normal ist. Solange du deinem Partner deine Bedürfnisse mitteilen kannst und ihn für eine Lust verführst und er gerne auf deine Lust eingeht, steht dem Sex auch nichts im Weg.
Wenn du jedoch weniger Zeit mit masturbieren verbringen möchtest oder dein Partner äussert, dass er nicht jeden Tag Sex haben mag, hilft es vielleicht, folgendes zu verstehen:
Je mehr du den körperlichen Empfindungen und dieser Lust nachgehst und Aufmerksamkeit schenkst, desto eher tritt das Gefühl und die körperliche Erregung in den Vordergrund. Somit kann sich auch der Wunsch nach Selbstbefriedigung verstärken, weil möglicherweise die Erregung im Körper durch die Aufmerksamkeit steigt. Deshalb kann es in diesen Momenten auch helfen, diesen Empfindungen und den körperlichen Signalen von Erregung keine Beachtung zu schenken und etwas unternehmen, was ablenkt. Das kann ein Spaziergang mit kräftigen Gehen sein oder eine Ablenkung durch ein Hobby oder indem du etwas unternimmst, was dich auf andere Gedanken bringt. Es ist jedoch wichtig, dass du deine Libido nicht komplett ignorierst, denn wenn sie gar nicht beachtet wird, nimmt unter Umständen die körperliche Spannung zu und es kommt zu einem noch stärkeren Bedürfnis zur Selbstbefriedigung. Plane dir also Momente, wo du dir voll und ganz erlaubst, deine Libido und die Selbstbefriedigung und den Sex zu geniessen.
Ich wünsche eine gute Schwangerschaft für dich und deine Zwillinge!
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