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Fragen & Antworten:
Sexualität

Frage Nr. 38954 von 22.10.2024

Hallo lilli,
Ich weiblich 19 habe beim sex immer das Gefühl „gros“ zu müssen, ich hab als Antwort bei einer ähnlichen Frage schon gesehen jedoch würde ich gerne wissen was ich jetzt dagegen tun kann den dadurch ist der Sex jedes Mal eher unangenehm aus Angst zu pupsen oder zu kohten. Lg

Unsere Antwort

In der vorherigen Antwort hast du wahrscheinlich gelesen, dass der Darm und die Vagina direkt nebeneinander liegen. Du siehst das auch auf dieser Grafik:

Das Bild zeigt einen Längsschnitt durch Geschlechtsorgane bei sexueller Erregung. Ganz vorne ist die Klitoris mit ihren Schenkeln, dahinter ist die Harnröhrenöffnung und dahinter die Vaginaöffnung. Zuhinterst kommt der Anus. An den Anus schließt sich nach oben hin der Darm an. Die Vagina ist geweitet. Am oberen Ende der Vagina liegt der Gebärmutterhals, der in die Gebärmutter führt. Seitlich der Gebärmutter schliesst sich der Eileiter und der Eierstock an. Oberhalb der Harnröhrenöffnung liegt die Blase. Sie liegt ausserdem vor der Vagina und unterhalb der Gebärmutter.
 

Du kannst dir wahrscheinlich mit Blick auf die Grafik ganz gut vorstellen, dass der Penis in der Vagina auf den Darm drücken kann und sich das unangenehm anfühlen kann.

Deine Empfindungen beim Sex scheinen dich zu beunruhigen. Das kann ich verstehen, denn du möchtest vermeiden, dass dir etwas unangenehmes passiert. Wenn du angstvoll beobachtest, ob du nun deinen Darm spürst und ob dir wohl etwas unangenehmes passiert, liegt deine Aufmerksamkeit noch mehr auf deinen Empfindungen im Darm.
Ich möchte dich daher dazu einladen, spielerisch entdeckend damit umzugehen. Gehen wir mal davon aus, dass du dich auf deine Schliessmuskel verlassen kannst.

Welche anderen Empfindungen sind da? Es ist eine sehr gute Idee, die neutralen und angenehmen Empfindungen auch wahrzunehmen. Es ist gut möglich, dass dir die Empfindung deines Darms sehr viel vertrauter ist als das Empfinden in deiner Vagina und deshalb kommt das Signal mehr bei dir an. Dazu könnte dich auch dieser Text interessieren.

Wie wirkt sich der Winkel des Penis in der Vagina darauf aus, wie es sich anfühlt? In welchen Positionen, kannst du den Winkel gut verändern? Wie ist es, wenn du deinem Freund sagst, dass ein bestimmter Winkel eher unangenehm für dich ist? Du musst nicht unbedingt dazu sagen, wieso.

Kannst du das Empfinden bei der Selbstbefriedigung auch erzeugen und damit experimentieren? Wie angespannt oder entspannt ist dein Beckenboden? Hat das einen Einfluss darauf, wie du den Sex empfindest?

Hast du schonmal ausprobiert, welchen Unterschied es macht, ob du kurz vorher auf der Toilette warst und somit dein Darm leer ist beim Sex?

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Frage Nr. 38949 von 21.10.2024

Hallo uch bin m35. ich habe letztens etwas von einem Breeding Kink gelesen. Gibt es das wirklich? Ich glaube das hab ich. Ich habe gerne ohne Kondom Sex und es erregt mich, das ich die Frau vielleicht schwängern könnte. Aber ich ziehe auch immer raus bevor ich komme. Und mich erregen schwangere Frauen extrem. Ist das alles normal?

Unsere Antwort

Es gibt Männer und Frauen, die die Idee erregend finden zu schwängern oder geschwängert zu werden. Dabei haben sie kein Interesse tatsächlich ein Kind zu bekommen oder grosszuziehen.

Es gibt auch Männer, die schwangere Frauen sexuell anziehend finden, das liegt dann meist eher an der veränderten und somit weiblicher wirkenden Körperform. Ob das bei dir der Fall ist, kannst nur du beurteilen.

Du musst dir bewusst sein, dass du beim Sex ohne Kondom nicht nur das Risiko einer entstehenden Schwangerschaft hast, sondern das viel grössere Risiko dich oder deine Sexpartnerin mit sexuell übertragbaren Infektionen zu infizieren. Das gilt besonders wenn einer oder beide wechselnde Sexualkontakte haben. Wir raten deshalb dringend davon ab. "Ich ziehe raus bevor ich komme" ist keine sichere Verhütungsmethode.

Du solltest dir überlegen, ob du dir nicht auch andere Erregungsquellen aneignen möchtest. Wenn du deine Erregung nur mit dem Gedanken, du könntest jemanden schwängern oder dem Gedanken an eine Schwangere steigern kannst, wird das deine Sexualität auf Dauer sehr einschränken.

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Frage Nr. 38941 von 21.10.2024

Hallo liebes Lilli Team, gibt es für Männer auch so ein gutes Buch (Coming Soon von Dania Schiftan) um besser zum Orgasmus zu kommen. In meinem Fall in der Vagina. Habe mich an falsches durch viele viele Jahre Pornos gewöhnt. Wie lange kann das neue sexuelle Lernen dauern bis es zum Erguss in der Vagina klappt, das man nicht zu früh aufgibt.
Danke Lilli Team

Unsere Antwort

Ja, es gibt auch für Männer ein empfehlenswertes Buch: "Klappt's?" von Michael Sztenc. Darin gibt es ein Kapitel zur sogenannten "Anorgasmie" bei Männern.

Wie ist das denn bei dir genau? Wie oft hast du es erlebt, dass du in der Vagina nicht zum Orgasmus kommst? Und wie alt bist du? War es mal anders? Was machst du beim Geschlechtsverkehr, um deine sexuelle Erregung zu steigern.

Jeder Mensch kann durch Übung lernen, eine bessere, erfüllendere Sexualität zu haben – egal, wie alt du bist oder welche Grenzen dir dein Körper setzt. Wie lang es dauern kann bis du einen Orgasmus in der Vagina erlebst, kann ich dir so nicht sagen. Aber ich empfehle dir sehr unseren Text Warum und wie für den Sex üben?

 

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Frage Nr. 38939 von 21.10.2024

Hallo lilli-Team
Ich bin weiblich, 29j und habe aktuell ein Problem. Ich habe seit einigen Wochen deutlich weniger Lust auf Sex oder Selbstbefriedigung. Es war nie so, dass meine Libido extrem hoch war, aber ich merkte schon Unterschiede während dem Zyklus. Nun ist das alles weg, obwohl ich nichts geändert habe. Ich habe keine Lust mehr, und auch während der Selbstbefriedigung oder während dem Sex kommt die Lust nie so ganz auf. Ich komme auch nicht mehr zum Orgasmus, was mir Angst macht und mich extrem stresst. Aktuell habe ich allgemein eine kleine Krise, bin gestresst und fühle mich oft unwohl.
Gibt es irgendwelche Tipps, wie ich meine Libido zurückerlangen kann??
Herzlichen Dank für eure Hilfe.

Unsere Antwort

Meine erste Frage wäre, was zuerst da war: deine Krise und der Stress oder die Lustlosigkeit? Denn allgemeiner Stress kann auch mal zu Lustlosigkeit führen. Angst ist ein Gefühl, das ebenfalls dazu führen kann, dass die Anspannung im Körper hoch geht und dadurch die Lust auf Sex gebremst wird. Dann ist auch nachvollziehbar, dass du dich unwohl fühlst. Spannung ist durchaus wichtig für sexuelle Erregung, doch wenn du schon mit viel Anspannung in den Sex oder die Selbstbefriedigung startest, kann es sein, dass sie angenehme, lustvolle Gefühle erschwert – und das kann dann wiederum die sexuelle Erregung senken und das Erreichen des Orgasmus erschweren. Lies dazu bitte diesen Text. 

Doch da gibt es einige Wege, um wieder heraus zu kommen. Das Gute ist, dass alle Voraussetzungen da sind, dass du auch wieder mehr Lust bekommst. Denn auch wenn Hormone im Zyklus die Libido mitunter stärken und schwächen können, hast du die Möglichkeit, deine Lust aus eigener Kraft aus dir heraus zu kitzeln. Sie braucht Aufmerksamkeit und Pflege. Denn so wie du schreibst, kannst du lustvoll sein und einen Orgasmus erleben.

Ich möchte dich dazu ermutigen, den Fokus in deiner Selbstbefriedigung oder beim Sex vorerst auf das zu legen, was du aktuell als angenehm oder lustvoll empfindest. Du schreibst "nie so ganz", also ist da noch einiges, was sich auch gut anfühlt. Achte drauf, wie dein Körper reagiert. Wird die Vagina feucht? Hast du Lust darauf, mit deiner Vagina etwas aufzunehmen? Oder magst du gestreichelt werden? Was sind deine Erregungs-Quellen? Ist es eine Fantasie? Gibt es eine bestimmte Berührung deines Körpers, welche deine Erregung steigern? Ist es dein Gegenüber, auf welches du Lust hast? Lies dazu bitte den folgenden Text. 

Achte auch mal darauf, was aktuelle Störfaktoren sind. Da du schreibst, dass du gerade eine Krise erlebst. Dann ist dein Nervensystem besonders anfällig auf äussere Störfaktoren, da es dich vor Gefahren schützen möchte. Diese Funktion hast zur Folge, dass der Körper in eine höhere Anspannung kommt. Deshalb ist es hilfreich, wenn du dir genügend Zeit gibst und eine ruhige, entpsannte Atmosphäre schaffst. 

Es ist in deiner aktuellen Lage wichtig, dass du möglichst den Druck rausnimmst. Mein Rat ist: Lege den Fokus nicht auf das, was sein könnte, oder da drauf, dass du einen Orgasmus erreichen musst. Sei mutig und fang mit Sex oder Selbstbefriedigung an, auch wenn dir gerade nicht danach ist. Probier eine offene Haltung: "Ich interessiere mich nicht dafür, was nicht ist, sondern dafür, was ist". Und wenn das noch so wenig oder lau ist: Vielleicht erlebst du etwas Angenehmes oder gar ein bisschen Prickelndes. Das reicht. Je eher deine Begegnungen beim Sex mit Ruhe und Entspannung verbunden sind, desto sinnvoller wird es, in diese Begegnungen rein zu gehen, wenn sonst gerade alles stressig ist.

Schreib uns wieder, wenn du trotz dieser Tipps weiterhin Mühe hast, einen Orgasmus zu erreichen. Gib dann bitte die Nummer dieser Frage an.

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Frage Nr. 38933 von 06.10.2024

Hallo, ich (m) bin 19 Jahre alt und hatte noch nicht mein erstes Mal. Ich habe früher mehrmals wöchentlich masturbiert und komme dabei normalerweise sehr schnell zum Orgasmus. Ich bekomme auch sehr schnell eine Erektion und wenn ich mit dem masturbieren loslege, dauert es manchmal nur 2,3min und ich komme zum Orgasmus. Das ist vor allem dann so, wenn ich pausenlos und ohne Tempowechsel masturbiere. Wenn ich merke, dass ich zum Höhepunkt komme, masturbiere ich oft wieder langsamer, um den Höhepunkt hinauszuzögern. So kann ich dann schon 10-15min masturbieren (außer der Tempowechsel kommt zu spät). Pronos die 10min oder länger sind, schaffe ich so gut wie nie komplett zu schauen ohne zu kommen (beim schauen ist meine Erektion stärker als ohne).
Ich habe vor einiger Zeit mal einen Artikel über das "falsche" masturbieren gelesen. Da heißt es man soll zum Beispiel nicht nur wegen dem Höhepunkt masturbieren, sondern auch den Teil davor genießen und hinauszögern. Außerdem wird von schnellen masturbieren zwischendurch abgeraten, weil man so auch beim echten Sex schneller kommen kann. Stattdessen soll man sich Zeit nehmen und seine Sexualität während des Masturbierens besser kennenlernen.

Seit ich diesen Artikel gelesen habe, habe ich Angst vor meinem ersten Mal, weil ich offenbar jahrelang unvorteilhaft masturbiert habe. Wie gesagt komme ich oft schnell und habe nun Bedenken, dass das beim Sex auch so ist. Dort kann ich beispielsweise nicht so schnell und einfach das Tempo wechseln oder nichts machen, sodass ich nicht komme. Seit ich diese Gedanken habe, habe ich während dem Masturbieren immer im Kopf was ich eigentlich anders machen müsste und so habe ich nicht mehr so viel Freude beim Masturbieren und mache es in manchen Wochen gar nicht.

Ich finde das sehr schade, weil ich mich so insgesamt weniger mit meiner Sexualität beschäftige und das auch nicht gut ist. So zu masturbieren, wie es in dem Artikel stand, nimmt braucht mehr Zeit und die will ich oft eher für etwas anderes verwenden. Ich möchte eher einfach wieder wie früher ganz unbeschwert masturbieren, wenn es mir gerade passt. Und mal dauert es eben länger und mal kürzer. Früher habe ich mir da keine großen Gedanken gemacht. Und ich dachte mir beim Sex fühlt sich sowieso vieles ganz anders an und hab mir deswegen keine Gedanken gemacht wie schnell ich beim masturbieren komme.

Insgesamt hatte ich das Gefühl das ich früher ein unbeschwerteres Verhältnis zu meiner Sexualität hatte. Soll ich mein Verhalten beim Masturbieren wirklich stark ändern?
Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen. LG

Unsere Antwort

Deine Beschreibung klingt nach einem sexuell normal entwickelten Jungen, bei dem die sexuelle Erregung bis zum Orgasmus gut funktioniert.

Du fragst, ob du dein Verhalten beim Masturbieren stark verändern solltest. Lass mich zurückfragen: Möchtest du das? Welche Gründe sprechen dafür und welche dagegen? Ich würde dir das nur empfehlen, wenn du selbst einen Sinn darin siehst.

Du beobachtest dich sehr gut. Und ich stimme dir absolut zu: es ist ein ziemlicher Lustkiller, beim Masturbieren die ganze Zeit daran zu denken, was du anders machen solltest. Falls dich interessiert, wie du aus diesen Gedanken aussteigen kannst, schreib uns gern wieder.

Solche "korrekten" Anleitungen sind mit Vorsicht zu geniessen. Wir finden, Wissen über Sexualität sollte dir mehr Möglichkeiten geben, dein sexuelles Erleben selbst zu beeinflussen und dich nicht einengen auf eine einzige richtige Art und Weise. Es macht durchaus Sinn, dass du die Logik nachvollziehen kannst, dass bei schnellem Reiben ein schneller Höhepunkt möglich ist und bei einem bewegteren Körper mit lockeren Bewegungen braucht es länger zum Höhepunkt. An diesen Logiken hängt aber kein Werturteil von richtig oder falsch. Im einen Moment willst du eher das eine und im anderen Moment eher das andere.

Es spricht also nichts dagegen, so zu masturbieren, wie du es gewohnt bist und gelernt hast. Das passt gut für dich und es macht dir Spass? Dann unbedingt beibehalten. Wie du selbst bemerkst, hat es Vorteile, schnell zu einer Entladung kommen zu können.

Du beschreibst auch, dass du durch einen Tempowechsel den Höhepunkt herauszögern kannst. Damit hast du bereits eine gute Möglichkeit gefunden, wie du deine sexuelle Erregung steuern kannst. Nicht musst. Wie meinst du das, dass du beim Sex zu zweit nicht so einfach das Tempo wechseln kannst? Was würde dich davon abhalten?

Sieh all das, was du schon kannst als deine Ressourcen, die du in eine sexuelle Begegnung mitnehmen wirst. Und während der sexuellen Begegnungen kannst du noch vieles mehr entdecken und dazulernen. Für deine ersten sexuellen Begegnungen hilft dir der Gedanke "Ich bin gut so wie ich bin und ich habe sexuell was zu bieten". Und ich finde, du hast Anlass genug, das von dir zu denken. smiley

Viele junge Männer gehen mit einem hohen Leistungsanspruch in ihre ersten sexuellen Begegnungen. Schau mal, was du dem entgegen setzen kannst. Wäre es okay, wenn ihr miteinander verschiedenes ausprobiert und dabei auch mal was komisch ist oder nicht gleich klappt?

Bevor ihr miteinander Geschlechtsverkehr macht, gönnt euch ein ausgiebiges Kennenlernen eurer Körper und eurer sexuellen Erregung beim Petting. Dann fühlst du dich auch sicherer.

Falls du noch weitere Fragen hast, schreib uns und gib die Nummer dieser Frage an.

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Frage Nr. 38923 von 04.10.2024

Hallo liebes lilli Team.
Erstmal vielen Dank für eure Arbeit und Mühe, ihr habt mir oft schon sehr weiter geholfen!

Nun habe ich eine Frage, ich weiß nicht ob vielleicht schonmal jemand soetwas gefragt hat oder ob man mir überhaupt weiterhelfen kann, aber ich versuche es mal.

Ich bin w28 und habe das "Problem" oder zumindest ist mir aufgefallen, dass ich bei der Selbstbefriedigung mittlerweile stärkere Stimulation benötige. Ich verwende oft einen Vibrator und da benötige ich auch schon höhere Stufen, die Stimulation findet auch nur außen, klitoral, statt. Ich habe aber das Gefühl (und auch etwas Angst), dass dadurch die Empfindlichkeit der Klitoris abnimmt, manchmal danach fast schon ein Taubheitsgefühl vorhanden ist (obwohl ich es nicht oft tue, also ein paar Mal im Monat - nicht wöchentlich oder täglich).

Jetzt zu meiner Frage, ist es möglich, dass man die Klitoris wieder "empfindsamer" machen kann? Mit irgendwie "Training"?
Denn ich weiß, man kann die Vagina durch Übung auch empfindsamer machen für Penetration, durch Beckenbodentraining oder einfach erkunden mit den Fingern und den Körper kennenzulernen etc.
Jetzt ist eben die Frage, kann ich es wieder "rückgängig" machen und meine Klitoris wieder empfänglicher machen für sanfte Berührungen? Denn ich möchte ehrlich nicht immer zum Vibrator greifen oder starke Stimulation nutzen müssen, sondern auch mal leichte Berührungen empfinden und genießen können.
Ich hatte was das angeht mit Männern schon immer etwas Probleme, aber ich dachte immer das liegt daran, dass ich oft nicht so in Stimmung war oder die Männer eig. gar nicht wollte und es sich einfach "ergeben" hat... denn bspw. wenn mich ein Mann mit der Zunge verwöhnt, spüre ich nichts, aber das war schon immer so, nicht erst seit ich den Vibrator nutze. Das finde ich aber sehr schade und hoffe, dass ich es evtl. mit Übungen bei der SB "umkonditionieren" kann? Zum Beispiel viel Zeit nehmen, schön erotische Gedanken machen und dann einfach leichte Berührungen an der Klitoris nutzen, damit der Körper sich umgewöhnt und sich neue Nervenbahnen verknüpfen und die Nervenrezeptoren auf sanfte Stimulation wieder reagieren? So wie bei Übungen um sensibler für Penetration zu werden?
Ich hoffe ich habe da einen richtigen Gedankengang...

Schon mal Danke im Voraus fürs Zeitnehmen zum Beantworten!

Unsere Antwort

Mit deiner Klitoris stimmt alles. Du hast nichts kaputt gemacht. Alle Voraussetzungen zum Spüren sind da. Die Stimulation mit dem Vibrator ist einfach sehr intensiv und daher könnte ich mir vorstellen, dass du sehr stark anspannst während du den Vibrator einsetzt. Spüren geht aber viel besser in lockerer Bewegung. Mehr dazu steht in unserem Text Sexuelle Erregung mit Vibrator oder Duschstrahl.

Und ja, du hast da einen richtigen Gedankengang. Probier das mal eine Weile so, wie du dir das überlegt hast. Zusätzlich kannst du abwechseln zwischen dem, was du schon gut kennst und neuen Dingen.

Du kannst eine Leben lang sexuell dazulernen. Je mehr unterschiedliche Dinge du bei der Selbstbefriedigung mit deinem Körper machst, desto mehr lernst du, dich auf unterschiedliche Weise zu erregen. So wirst du nicht von einer Technik abhängig. Wir empfehlen dir dazu unsere Tipps zur Selbstbefriedigung.

Natürlich könnt ihr den Vibrator auch beim Sex zu zweit einsetzen und damit spielerisch umgehen.

Es geht tatsächlich einigen Frauen so wie dir, wenn sie geleckt werden. Spannend daran ist, dass du viel selbst dazu beitragen kannst, wie genussvoll du den Oralverkehr erlebst. Schau dazu doch mal in unseren Text Guter Sex: Wer befriedigt hier wen? und die Texte, auf die dort verlinkt wird.

Es hat natürlich auch einen Einfluss, wie anziehend du den Mann findest, mit dem du im Bett bist. Vielleicht hast du ja Lust, dir einen zu suchen, der dir richtig gut gefällt.

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Frage Nr. 38916 von 03.10.2024

Ich leide in der Folge von sexuellen Missbrauch in meiner Jugend an Vaginismus. Den sexuellen Missbrauch selbst habe ich schon in einer Psychotherapie psychisch recht gut aufgearbeitet. Die körperlichen Folgen wurden dadurch aber nicht besser. Meine Beziehung leidet darunter, dass ich seit Langem keinen penetrativen Sex haben kann, auch wenn mein Partner sehr verständnisvoll und liebevoll ist.
Jetzt habe ich mit Beckenboden- und Dilatorentraining angefangen, aber es wird wirklich nur sehr langsam besser und ich verliere immer wieder den Mut und Willen weiter zu machen.
Neulich ist er beim Petting aus Versehen in mich eingedrungen und danach hatte ich einen totalen Aggressionsausbruch, bei dem ich wild wütend geschrien und Kissen geschlagen haben. Wie kann ich an diese in mir körperlich gespeicherten Agressionen rankommen? Und wie kann ich damit am besten umgehen?

Unsere Antwort

Falls du noch in Psychotherapie bist, könntest du die schweren Aggressionen, die dich noch bewegen, dort bearbeiten. Grundsätzlich bist du aber auf einem guten Weg.

Du merkst, dass es besser wird. Du merkst aber auch, dass das langsam geht. Dein Beckenboden wirkt noch wie ein Bodyguard. Er verhindert durch seine Verkrampfung jeden Kontakt. Vielleicht kannst du deine Übungen so erweitern, dass dein Beckenboden dich als Chefin akzeptiert. Dein Partner ist dir gegenüber schon verständnisvoll und liebevoll. Sei du es auch. Du brauchst Selbstverständnis, d.h. wenn du dich selbst verstehst, wirst du dich konstruktiv begleiten.

Deine Vagina muss nicht gedehnt werden. Für den Geschlechtsverkehr brauchst du eine innere Aufnahmebereitschaft, die deine Vagina durch deine Hand lernen kann. Der innere Bodyguard schliesst im Moment noch jeden aus, auch den Partner, den du dir selbst gewählt hast. Bring dem Beckenboden bei, dass du jetzt selbst aufpasst. Du wählst, mit wem du Sex hast. Das ist anders als in der Missbrauchszeit. Da konntest du nicht wählen. Deine Wut zeigen und dich befreien, konntest du auch nicht. Eigentlich hat der Bodyguard damals richtig reagiert. Heute ist sein Dienst nicht mehr sinnvoll.

Ein Fortschritt ist, dass du bei „Übergriffen“ sehr wütend werden kannst. Nicht ganz so fortschrittlich ist, dass dein Partner die Wut abbekommen hat. Dein Beckenboden braucht also deine Unterstützung und Entscheidung. Wenn du Ja sagst, soll er aufmachen. Da er ein Teil deines Körpers ist, wirst du die Kontrolle übernehmen können. Es braucht regelmässige Übung, freundliche Geduld und eine unerschütterliche Absicht, dir deine Sexualität zu eigen zu machen.

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Frage Nr. 38912 von 02.10.2024

Wie kann ich unter der Dusche Mastubation machen

Unsere Antwort

Kennst du schon unsere Texte «Selbstbefriedigung: Tipps für Frauen und alle mit Vagina» und «Selbstbefriedigung: Tipps für Männer und alle mit Penis»? Dort findest du viele Tipps, die du auch unter der Dusche anwenden kannst. Manche Menschen mit einer Vulva oder Vagina benutzen einen Duschstrahl, um sich unter der Dusche zu erregen. Diese Methode hat Vor- und Nachteile. In diesem Text erfährst du mehr darüber.

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Frage Nr. 38902 von 30.09.2024

Hallo Lilli
Ich bin m, 22 und bin seit einem Jahr einer Beziehung mit meinem Freund. Anfänglich haben wir uns oft gegenseitig einen runtergeholt. Vor ein paar Tagen hat mein Freund mit mir Oralverkehr ausprobiert und es auch ganz bis zum Ende gemacht, es wahr sehr schön.

Nun möchte ich es gerne auch versuchen, allerdings finde ich es leider irgendwie abstossend, einen Penis in den Mund zu nehmen oder gar Sperma in den Mund zu bekommen. Meinem Freund macht es jedoch gar nichts aus, ihm scheint es sogar gefallen zu haben.

Wie kann ich mir diesen Ekel abgewöhnen? Ist irgendwie ähnlich wie mit Spinnen und so, wo man sich ekelt, obwohl man weiss, dass die Tiere harmlos sind.
Gibt es da Tricks, damit man diese Abneigung vergisst?
Bei Spinnen hat das auch geklappt, die kann ich inzwischen auf die Hand nehmen, obwohl ich mich als Kind vor ihnen gefürchtet habe.

Unsere Antwort

Ich verstehe noch nicht ganz wie du Oralverkehr machen willst. Mit dem ganzen Mund? Deepthroating? Oder mit der Zunge an der Eichel? Was machen dabei die Hände? Es gibt so viele verschiedene Varianten und du darfst hier spielen und eine Variante finden, welche für dich angenehm ist. Es gibt kein richtig und falsch. Und es ist okay, wenn du eine andere Einstellung zum Oralverkehr hast als dein Freund.

Gibt es Dinge, welche den Ekel verringern würden? Zum Beispiel den Penis vorher mit Seife waschen? Oder mit einem Kondom blasen, damit das Sperma nicht im Mund landet? Wer führt den Oralverkehr? Kannst du selbst entscheiden oder stösst dein Partner deinen Kopf auf den Penis? Das alles sind Fragen von Setting, welche dir helfen können, die Abneigung zu verringern.

Es ist völlig normal, wenn dich Oralverkehr anekelt. So wie ich dich aber verstanden habe, hast du es noch nicht versucht. Wie du bei den Spinnen herausgefunden hast, kann man Abneigungen so beeinflussen, dass sie weniger werden, aber man muss sich ihnen aussetzen. Wichtig ist dabei, dass du überlegst, wie du diese Situation für dich so angenehm wie möglich machst.

Sprich mit deinem Partner über deine Gefühle und deine Absicht daran zu arbeiten. Während dem Oralverkehr, achte auf deine Atmung und wie es dir dabei geht. Wenn es nicht mehr geht, dann lässt du es sein oder du machst etwas, womit du dich wohl fühlst. Viel Spass beim Ausprobieren und falls du noch mehr Fragen hast, schreib uns und gib die Nummer dieser Frage an.

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Frage Nr. 38897 von 29.09.2024

Hallo. Ich wollte nachfragen, ob es normal ist, dass ich beim oralverkehr eine stärkere Erektion habe als beim GV. Dieser klappt auch- aber ich meine, dass mein penis dann nicht so hart ist. Womit ich ab und an Probleme habe- ist beim Analverkehr. Ich weiß nicht ob das am gleitgel liegt oder dass man irgendwie mit anderer Spannung daran geht. Ich bin Ende 40. Danke!

Unsere Antwort

Ja, das ist normal. Auch dass dein Penis beim Analverkehr manchmal nicht steif ist, ist normal.

Ganz allgemein gesprochen kann man sagen: Je lustvoller du die sexuelle Handlung erlebst, desto steifer dein Penis.

Wie lustvoll du eine sexuelle Handlung erlebst, hängt unter anderem mit dem Einsatz deines Körpers zusammen. Was ist für dich angenehm beim Analsex? Und was eher nicht?

Schau mal, was du tun kannst, um den Geschlechtsverkehr und den Analverkehr lustvoller zu gestalten. Das hilft auch deiner Erektion.

Diese Texte helfen dir dabei:

Du schreibst, dass du die Vermutung hast, es könnte am Gleitgel liegen oder an anderer Spannung. Inwiefern beeinflusst das deine sexuelle Erregung? Was könntest du anders tun, um die sexuelle Erregung weiterhin hoch zu halten?

Übrigens: Bei älteren Männern sind viele Veränderungen rund um die Erektion normal – Es macht Sinn, diese Veränderungen zu akzeptieren. Der Körper verändert sich – und der gibt nun mal den Rahmen vor. Was die Sexualität angeht, bleibt die Funktionsfähigkeit bin ins hohe Alter bestehen. Es dauert einfach alles etwas länger. Und der Penis ist nicht immer gleich hart. In jungen Jahren bist du in Sachen sexueller Erregung sozusagen ein Stürmer, jetzt bist du ein Mittelfeldspieler – das geht mal vor, mal zurück, und die Erektion ist während dem Sex mal härter, mal weniger hart. Entscheidend ist, dass die Genussfähigkeit mit dem Alter zunehmen kann. Es hilft auch, dass du mehr Erfahrungen gesammelt hast, wenn du älter bist. Da haben die alten Hasen den jungen Hüpfern also was voraus.

Mehr dazu steht im Text "Erektionsprobleme: Was kann ich tun?"

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Frage Nr. 38889 von 28.09.2024

Bin m, 16 und schwul
Was sind Tipps fürs Oralverkehr? Techniken oder was man nicht tun sollte.

Unsere Antwort

Dazu haben wir einen Text geschrieben. Schau doch mal rein.

Falls du nach dem Lesen weitere Fragen hast, schreib uns einfach wieder.

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Frage Nr. 38888 von 28.09.2024

Hallo lilli

Was kann ich tun damit mich Bilder von nackten Frauen bzw nackte Frauen erregen.
Mich erregen komischerweise hauptsächlich nur angezogene Frauen.
Kann ich etwas tun um das zu ändern.
M24

Unsere Antwort

Grundsätzlich kannst du erweitern, was dich sexuell erregt.

Ich müsste allerdings zunächst etwas genauer verstehen, worum es geht. Offensichtlich verunsichert es dich, dass du bei angezogenen Frauen sexuelle Erregung spürst und bei nackten nicht.

Wenn du ab morgen nackte Frauen erregend finden würdest. Was wäre anders als jetzt?

Geht es nur um Bilder oder auch um sexuelle Begegnungen?

Schreib uns ungeniert wieder. Gib dann bitte die Nummer dieser Frage an.

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Frage Nr. 38885 von 27.09.2024

Hallo liebes lilli Team. Ich man 34 spüre zu wenig im Penis und bin in der hüfte zu dolle angespannt beim Sex und bei der selbstbefriedigung. Welche übungen/ masturbationsübungen würdet ihr mir empfehlen das ich entspanter werde und mehr im Penis spüre???

Unsere Antwort

Bei einer hoher Anspannung in der Hüfte oder wenn du wenig spürst, helfen die Übungen in unserem Text Selbstbefriedigung: Tipps für Männer.

Wichtig ist, dass du von deinem gewohnten Erregungsmuster ausgehst und dieses nach und nach veränderst. Ein erster Schritt könnte sein, dass du nicht deine Hand beim Masturbieren bewegst, sondern deinen Penis in deine Hand. Zum Beispiel unter der Dusche, wie auf dem Bild unten. Wenn das dazu führt, dass du zu wenig Stimmulation hast, dann gehe wieder zurück zum Gewohnten.

Nackter Mann vor hellblauem Hintergrund steht unter der Dusche. Er hat die Hand um seinen Penis und schaukelt das Becken vor und zurück. Dabei atmet er ein und aus.

In einem weiteren Schritt, kannst du die Geschwindigkeit oder den Druck variieren.

Mehr im Penis zu spüren benötigt Geduld. Denn es ist ein Lernprozess. Dabei sollte der Genuss natürlich im Vordergrund stehen.

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Frage Nr. 38883 von 26.09.2024

Hallo ihr. Ich bin eine homosexuelle Frau die bisher (25) nur ganz selten Dildos verwendet weil ich die einfach nicht unten rein bekomme und weil sich das äußerst seltsam/nicht gut anfühlt.

Jetzt habe ich von Vaginismus gelesen und wie man das Problem behoben werden kann, weil ich mittlerweile doch schon ein inneren sexuellen Druck wahrnehme, ich sag mal, von innen penetriert zu werden mit einem Dildo. Es ist aber so, dass ich bei vaginaler Finger-Penetration keinerlei Probleme habe. Es fühlt sich toll an und ich werde auch sehr nass. Ich habe die Vermutung, seitdem ich vaginale Orgasmen durch Finger-Penetration erlebe dass sich während des Eisprungs. wo das sexuelle Empfinden am intensivsten ist, ich andere sexuelle Gefühle sozusagen innerhalb der Vagina wahrnehme. Eine Art „Druck“ die mit „Gegendruck“ (? In Form eines Dildos) befriedigt werden will.

Beim Versuch ein Dildo zu benutzen in der Solozeit scheitere ich jedoch daran Spaß an den Empfindungen zu haben und es teilweise echt schwierig den reinzubekommen. Meine Freundin hat da mit ihren Fingern keine Probleme mit bei mir. Außerdem habe ich manchmal so seltsame Bedenken, dass es unten dann nicht mehr so eng ist weil ich wegen der Enge schon viel spüre.

Die Frage ist jetzt, ob ich unter Vaginismus leide? Und wenn ja, macht es Sinn andere Wege zu versuchen? Es geht viel mehr um diesen sexuellen Innendruck, den ich nicht mehr wegbekomme, sich aber paradoxerweise selbst wenn ich ein Dildo reinbekäme, einfach nackt gut anfühlt. Deswegen frage ich mich, warum das eine Gefühl nicht mit dem anderen Gefühl übereinstimmt. Das ist, als hätte man Hunger auf Butter und wenn man es dann isst, wird einem schlecht

Unsere Antwort

Ob du jetzt rein formal an einem Vaginismus leidest oder nicht, kann ich aufgrund deiner Beschreibung nicht sicher beantworten. Grundsätzlich ist ja aber das «Etikett» eines Symptoms nicht so wichtig, sondern die Frage, was dich stört, was dahinter steckt und was du dagegen tun kannst.

So wie du es beschreibst, bekomme ich den Eindruck, dass du wahrscheinlich durch unbewusstes Anspannen der Beckenbodenmuskeln während sexueller Erregung dieses Gefühl dieses sexuellen Innendrucks bekommst. Dass du einen Dildo nicht gut reinbekommst, ist auf jeden Fall durch eine hohe Spannung des Scheidenverschlussmuskels, welcher Teil der Beckenbodenmuskeln ist, bedingt.

Dargestellt sind die Beckenknochen, die Beckenbodenmuskeln, der After, die Öffnung der Vagina und die Harnröhrenöffnung.

Die Vagina selbst ist ein äusserst dehnbarer Schlauch aus elastischem Gewebe, welcher einen Dildo aufgrund seiner Dehnfähigkeit gut aufnehmen kann. Es ist die Scheidenverschlussmuskulatur, die ringförmig im untersten Drittel der Vagina liegt, die die Scheide so stark verengen kann, dass sie keinen Dildo mehr aufnehmen kann. Deshalb empfehle ich dir, dich mit deinen Beckenbodenmuskeln vertraut zu machen. Zu spüren, wie es sich anfühlt, wenn sie angespannt sind, und was du tun musst, um sie zu entspannen. Das kannst du zum Beispiel auch mit deinem eigenen Finger testen. Führe deinen Zeigfinger in die Vagina, und versuche mit den Scheidenverschlussmuskeln deinen Finger zusammenzudrücken. So spürst du, wie stark und breit diese Muskeln sind. Dann entspanne sie bewusst und spüre, wie der Finger wieder mehr Platz bekommt in der Vagina. Das Entspannen geht noch einfacher, wenn du dir gleichzeitig vorstellst, dass du deinen Atem bis in die Vagina leiten kannst. Auch das Becken leicht zu bewegen kann dir helfen, die Scheidenmuskeln zu entspannen.

Das Bild zeigt einen Längsschnitt durch Geschlechtsorgane. Ganz vorne ist die Klitoris mit ihren Schenkeln, dahinter ist die Harnröhrenöffnung und dahinter die Vaginaöffnung. Zuhinterst kommt der Anus. An den Anus schließt sich nach oben hin der Darm an. Am oberen Ende der Vagina liegt der Gebärmutterhals, der in die Gebärmutter führt. Seitlich der Gebärmutter schliesst sich der Eileiter und der Eierstock an. Oberhalb der Harnröhrenöffnung liegt die Blase. Sie liegt ausserdem vor der Vagina und unterhalb der Gebärmutter.

Das Bild zeigt einen Längsschnitt durch Geschlechtsorgane bei sexueller Erregung. Ganz vorne ist die Klitoris mit ihren Schenkeln, dahinter ist die Harnröhrenöffnung und dahinter die Vaginaöffnung. Zuhinterst kommt der Anus. An den Anus schließt sich nach oben hin der Darm an. Die Vagina ist geweitet. Am oberen Ende der Vagina liegt der Gebärmutterhals, der in die Gebärmutter führt. Seitlich der Gebärmutter schliesst sich der Eileiter und der Eierstock an. Oberhalb der Harnröhrenöffnung liegt die Blase. Sie liegt ausserdem vor der Vagina und unterhalb der Gebärmutter.

Je vertrauter du mit deinem Beckenboden wirst, desto eher kannst du die Muskeln auch in sexueller Erregung steuern. Denn bei sexueller Erregung spannen wir die Beckenbodenmuskeln oft an, weil das die sexuelle Erregung steigert. Wenn wir sie aber zu stark spannen, oder zu lange am Stück, dann wird es eng in der Vagina. Und es kann das Aufspannen der Vagina bei sexueller Erregung verhindern. Deshalb ist ein Wechsel von Anspannen und wieder Loslassen ein guter Weg, um sowohl die sexuelle Erregung steigern zu können, aber trotzdem immer wieder die Vagina soweit zu entspannen, dass sie auch etwas in sich aufnehmen kann, wie einen/mehrere Finger oder einen Dildo. Übung macht den Meister!

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Frage Nr. 38874 von 25.09.2024

Hallo:)
Ich frage mich oft, ob Genderdysphorie/Nonbinarität und Transidentitäten existieren würden, wenn Geschlecht/Gender nicht so eine zentrale Rolle einnehmen würden in der Gesellschaft und insbesondere, wenn keine so einschränkenden Gender-Normen und vermeintliche Eigenschaften (wie Fürsorglichkeit, Empathie, Stärke..) an ein Geschlecht geknüpft wären.
Also entsteht die Dysphorie grösstenteils, weil sich Menschen nicht mit den von der Gesellschaft aufgedrückten Rollen identifizieren können und dies durch die neue Identität gezeigt und ausgelebt werden kann, oder muss das gar nicht gross mit der sozialen Rolle verbunden sein, sondern eine Person kann sich schlicht nicht mit ihren Körperteilen (Brüsten, Penis…) identifizieren?

Also gäbe es in einer Welt, in der sich alle Personen, egal welches biologische Geschlecht sie haben, so verhalten, kleiden usw. können, auch Genderdysphorie und Geschlechtsangleichende OP’s/Hormonbehandlungen oder ist dies das Produkt von gesellschaftlichen Normen, die an ein biologisches Geschlecht geknüpft sind?

Unsere Antwort

Du stellst spannende Fragen, auf die es keine klare und keine einfache Antwort gibt. Viele Fachpersonen versuchen diese Zusammenhänge zu verstehen.

Wie bei vielen Dingen, die menschliches Verhalten und die menschliche Psyche betreffen, gilt: es ist multifaktoriell. Das bedeutet, dass es nicht eine Ursache für eine Wirkung gibt. Sondern es gibt viele Ursachen, die zusammenspielen und zu einer bestimmten Wirkung führen. Die soziale Rolle und der Bezug zu den geschlechtlich zugeordneten Körperteilen spielen beim Finden der eigenen Geschlechtsidentität zusammen.

Viele Fachpersonen sind sich einig, dass Gefühle von Geschlechtsdysphorie durch diskriminierende Erfahrungen verstärkt werden. Der Leidensdruck könnte sich also erheblich verringern, wenn der Umgang mit Geschlecht in der Gesellschaft ein anderer wäre – ähnlich wie du es beschreibst. Wenn alle Menschen darin bestärkt würden, ihre eigene Geschlechtsidentität zu entdecken und zu leben und für ihr experimentieren nicht ausgegrenzt würden, gäbe es deutlich weniger sogenannten "Minoritätenstress".

Ob es dadurch weniger geschlechtsangleichende OP's und Hormonbehandlungen geben würde, weiss ich nicht. Mir sind dazu keine wissenschaftlichen Untersuchungen bekannt. Jedoch ist es schon heute so, dass nur ein Bruchteil derer, die Dysphorie erleben, sich für eine Operation entscheiden.

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Frage Nr. 38873 von 25.09.2024

Ich bin 20j.
Habe täglich 3 Orgasmen.
Kann ich noch mehr bekommen? Oder ist das schon nicht mehr gesund?

Unsere Antwort

Ungesund ist das nicht. Es sei denn du vernachlässigst deshalb wichtige Dinge in deinem Leben. Ich weiss nicht, welches Geschlecht du hast. Du könntest in diesem Text oder diesem Text dazu weiterlesen.

Du scheinst neugierig zu sein, mit der Menge an Orgasmen zu experimentieren. Du könntest an freien Tagen mal austesten, wie viele Orgasmen du an einem Tag haben kannst.

Vielleicht interessiert dich auch unser Text dazu, wie unterschiedlich sich Orgasmen anfühlen können und wie du das beeinflussen kannst.

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Frage Nr. 38872 von 24.09.2024

Guten Abend, [...weiblich] bin 70 Jahre alt.
Ich habe einen sehr lieben Freund , der einen buried Penis hat.
Ich kannte so etwas gar nicht.Er meinte, früher war sein Penis normal zu sehen , wenn er erregt war. Hat auch 2 Kinder.
Nun zu meiner Frage...
Körperlich zusammen sein , können wir nicht .
Es ist kaum möglich , seinen kleinen Penis zu stimmulieren, dass er standhaft bleibt.
Ich würde ihn so gerne verwöhnen , was ich auch tue , aber er kommt nie zum Erguss, er bricht vorher ab und meint , er braucht eine Pause... Ja... nun meine Frage, welche Möglichkeiten gibt es , meinen Freund sexuell zu befriedigen ?
Ich bedanke mich vorab herzlich und hoffe auf eine aufschlussreiche Antwort

Unsere Antwort

Also ein buried Penis bezeichnet einen Penis, der zu klein erscheint. Er ist im eigentlichen Sinne nicht zu klein.

Wenn das erst später auftritt, so wie du es beschreibst, verschwindet der Penis in Fettschichten oder in Hautlappen. Das heisst also es gab eine grosse Gewichtszunahme oder es kann auch nach dem Abnehmen bestehen bleiben, wenn sich die überschüssige Haut nicht zurückbildet.

Du schreibst nicht, ob bei ihm Erkrankungen bekannt sind. Er könnte zum Beispiel einen Diabetes mellitus (Blutzuckerkrankheit) haben. Das könnte auch erklären, warum er im Penis nichts mehr fühlt und keine Erektion mehr bekommt.

In Ausnahmefällen, kann ein buried Penis auch mal nach einer missglückten Zirkumzision (Beschneidung) auftreten.

Es wäre also am besten, wenn dein Partner mal zum Arzt geht. Dort kann dann eine Diagnose gestellt werden und auch eine Therapie vorgeschlagen werden.

Du selber kannst da gar nichts machen.

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Frage Nr. 38870 von 24.09.2024

Ich bin 20 Jahre alt und weiblich
Ich habe ein Problem, das ich allein ohne Hilfe nicht lösen kann. Ich bin seit einigen Monaten in einer sehr glücklichen Beziehung und es stimmt alles super, wir verstehen uns super. Jedoch gibt es da einen einzigen Punkt, der uns etwas Sorgen bereitet.

Es geht darum, das wenn wir uns näher kommen. Beim küssen ist alles noch toll. Doch sobald es darum geht intimer zu werden und die Kleider auszuziehen, und sich bereit für den Geschlechtsverkehr zu machen beginnt es. In meinem Kopf wird wie ein Schalter umgelegt und ich habe plötzlich Tausend von Gedanken in meinem Kopf, wie zb. gefalle ich ihm, entweicht plötzlich Gas aus mir aus, oder bekomme ich einen Krampf... und die Folge davon wäre, das ich die Stimmung und den Flow zerstöre... Und fühle mich dabei dann auch sehr unsicher, und durch diese unnötigen Gedanken, vergeht mir die Lust... dadurch überträgt sich das auf meinen Partner und der Spass ist vorbei für beide.

Ich denke es könnte sein, das ich ein tiefes nicht wirklich offengelegenes Trauma habe. denn in meiner letzten Beziehung wurde ich immer wieder mit Worten dazu gedrängt endlich GV zu haben und nach dem 1. mal mit diesem Mann hat er es beendet.

Jetzt ist meine Frage: Gibt es da Möglichkeiten diese Gedanken abstellen zu können und selbstsicherer im Bett zu werden, das ich meinen Partner lustvoll verführen kann.

Ich habe bereits mit ihm darüber offen gesprochen, jedoch hat das das Problem nicht behoben.

Unsere Antwort

Du beschreibst eindrücklich, was du alles unternimmst, um dich unsicher zu machen. Du schreibst: "In meinem Kopf wird wie ein Schalter umgelegt". Und hier liegt das Problem. Du erlebst dich selbst nicht als Denkende und/oder Handelnde. Und wenn jemand Gedanken im Kopf hat, die nicht als die eigenen erlebt werden, wird diese Person unsicher werden. Dann wird das, was sie gerade denkt (und tut), nicht als eigenes Erleben eingeordnet. So etwas ist nicht ungewöhnlich.

Immer wenn wir vor etwas Neuem stehen, können wir uns unsicher und ängstlich machen. Dann ziehen sich die neugierigen Gedanken zurück. Die Erwartung oder sogar Vorfreude, die interessiert ist, wie sich die neue Erfahrung wohl anfühlt und wie man selbst darauf reagiert, hat keinen Platz. Den ganzen Platz in den Gedanken und Gefühlen beanspruchen Befürchtungen. Im Sex entsteht dann eine Stimmung, die die Lust nimmt. Du erlebst dich selbst als Versagerin. Wahrscheinlich vermeidest du dann nächste Begegnungen. 

Überleg mal, ob du dir nur beim Sex solche Hindernisse aufbaust? Wie machst du Prüfungen in Schule oder Beruf? Wie bewältigst du Probleme? Wieviel Lust hast du auf Herausforderungen? Geschlechtsverkehr ist eine Herausforderung. Du brauchst in deinem Körper Platz für deinen Partner. Du brauchst eine Stimmung, in der du ihn einlädst, Gast in deiner Vagina zu sein. Es ist also die Frage, welche Beziehung du zu deinem sexuellen Körper pflegst. Über diese Beziehung bestimmst du ganz allein.

Wir raten dir, nicht ausserhalb von dir (bei deinem Partner) und auch nicht in der Vergangenheit nach der Lösung zu suchen. Wir raten dir zu einem Standortgespräch mit deiner Sexualität. Wie hast du gelernt, deine sexuelle Erregung zu geniessen und wertzuschätzen? Wie hast du deinen Körper als dein ‚Lebenshaus‘ eingerichtet, mit dem du Erfahrungen machst und in dem du dich sicher fühlst.

Schau dich unbedingt unter unseren Infotexten um. Das Ziel aller Texte ist die Eigenständigkeit und die Aneignung der eigenen Sexualität.

Du schreibst allerdings auch, dass du das Gefühl hast, das Problem nicht allein lösen zu können. In unseren Adressen findest du viele Anregungen, an wen du dich mit deinen Fragen wenden könntest. 

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Frage Nr. 38867 von 23.09.2024

Hallo- ich bin weiblich und Mitte 40. ich habe eine Frage wie ich damit dauerhaft umgehen kann, dass ich seit geraumer Zeit viel mehr Lust auf Sex habe, als mein langjähriger Lebensgefährte (gleichalt). Ich kann mich natürlich selber befriedigen- aber ich genieße es so sehr wenn wir uns gegenseitig befriedigen oder uns nahe sind. Eigentlich waren wir da immer im Einklang. Aber das hat sich gewandelt. Ich mag dies nicht totreden- weil Gespräche bislang auch nichts geändert haben/ aber auch Annäherungen meinerseits verliefen häufiger ins Leere. Ich will auch keinen Druck aufbauen- es ändert sich aber nichts. Er meint er habe viel um die Ohren- aber ich fühle mich nicht gut weil ich mich irgendwie abgewiesen und unverstanden fühle. Und weil es so ungewohnt ist. Ich habe was von der androphase gelesen- kann es sein, dass mein Partner da drinsteckt? Ich habe sorge- dass dieser Zustand sich nicht mehr ändert oder noch mehr verschlechtert- da ich jetzt auch schon nicht weiß, ob ich eine Beziehung führen möchte- wenn man sexuell nicht zusammen findet. Und diese Gedanken erschrecken mich- weil ich dann meine Gefühle ausblende- und mich dann irgendwie wie in einer Sackgasse fühle.

Unsere Antwort

Deine Situation klingt ziemlich frustrierend für dich. Du scheinst gerade eine lustvolle Phase zu entdecken, welche gelebt werden möchte. Dass du dich dabei abgewiesen fühlst, ist verständlich. Und doch ist es wichtig, dass du für dich einstehst. Denn sonst übergehst du dich selbst für die Beziehung, und das ist dann dieses Gefühl, welches du als Sackgasse beschreibst.

Der Hauptgrund, warum Menschen weniger Lust auf Sex haben, ist, dass der Sex für sie irgendwie anstrengend oder frustrierend ist. Vielleicht traut sich dein Partner nicht, dir gegenüber offen zu sagen, was es ist, was er sich wünschen würde, so dass er mehr Lust am Sex hat. Vielleicht weiss er das selbst nicht so recht. Vielleicht weiss er nicht, dass er selbst etwas tun kann, so dass der Sex für ihn lustvoller wird.

Es für ihn herausfinden und ändern kannst du nicht. Du kannst jedoch probieren, ihn dafür zu gewinnen, etwas für eure Sexualität zu tun.

Die Frage ist, wie du vorgehst. Dass dein Partner dabei unter Druck gerät, ist ein Stück weit nötig, wenn du möchtest, dass sich etwas ändert. Wichtig ist, dass du dabei fair und respektvoll bleibst. Du bist ja bereits am herausfinden, an was es liegen könnte. Dein Partner fühlt sich unter Umständen verunsichert und weiss selbst noch keine Lösung für seine Situation. Dann könntest du ihm zum Beispiel diesen Text zeigen. Der könnte ihm Lösungswege zeigen. Für dich Einstehen heisst auch: Bleib beharrlich, auch wenn er nicht sofort mitzieht.

Oder er hat deinen Frust noch garnicht richtig erfasst. Kann er aus dem, was du sagst, das Ausmaß deines Frusts wirklich nachvollziehen? Was müsstest du sagen, damit er wirklich spüren kann, wie es dir gerade geht?

Du denkst jetzt vielleicht: Das kann ich ihm doch niemals so klar sagen, wie ich es euch geschrieben habe. Und hier halte ich es für besonders wichtig, diese Denkweise auf den Prüfstand zu stellen. Denn viele Probleme rund um unterschiedlich viel Lust auf Sex verfestigen sich, weil die Intimität vermieden wird, die durch ein ehrliches Gespräch entstehen würde.

Wenn er einen Wunsch verspürt, deinen Bedürfnissen nachzukommen und auch selbst wieder mehr Lust verspüren möchte, findet ihr ein gemeinsames Ziel. An diesem könnt ihr dann konstruktiv arbeiten. Ohne aktives Zutun beider wird sich nichts ändern.

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Frage Nr. 38862 von 23.09.2024

Hallo,
ich benutze gerne Tangas ich trage sie auch in der Schule, weil mich das Erregt ist das schlimm?

Unsere Antwort

Nein, das ist nicht schlimm. Es ist schön, dass du etwas kennst, dass dich sexuell erregt.

In manchen Situationen kann sexuelle Erregung von etwas anderem ablenken. In der Schule ist es wichtig sich zu konzentrieren. Deswegen ist es gut, wenn man weiß wie man die Erregung beeinflusst.

Wenn du mehr über sexuelle Erregung erfahren willst – wie sie entsteht, wie sie ausgelöst wird, wie man sie beeinflussen kann, dann lies bitte diesen Text über sexuelle Erregung.

 

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