Frage Nr. 41253 von 27.05.2026
Kann ich beim Paartanz einen Orgasmus bekommen
Unsere Antwort
Ja, das ist möglich. Wenn beim Paartanz dein Geschlecht oder andere empfindliche Stellen durch Bewegung, Reibung oder Spannung mit angeregt werden, kann das sexuelle Erregung auslösen. Bei manchen Menschen kann das sogar bis zu einem Orgasmus führen.
Wie leicht das passiert, ist aber sehr unterschiedlich. Manche erleben so etwas nie, andere schon. Beides ist normal.
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Frage Nr. 41251 von 27.05.2026
Wie mache ich Sex? Bin 8.klässler
Unsere Antwort
Es gibt nicht die eine richtige Art, wie man Sex hat. Sex kann vieles sein: Küssen, Streicheln, Petting oder vaginaler Geschlechtsverkehr. Ihr könnt miteinander ausprobieren, was sich für euch gut anfühlt. Und ihr könnt darüber reden, was euch gefällt. Wichtig ist, dass ihr nur das macht, worauf ihr beide Lust habt und womit ihr euch wohlfühlt. Dieser Text kann dir dabei helfen, das Reden über Sex zu üben.
Vielleicht fragst du dich auch, wann die Zeit reif ist für das erste Mal Geschlechtsverkehr. Dieser Text kann dir dabei helfen, das herauszufinden. Außerdem empfehle ich dir diesen Text mit Tipps für das erste Mal.
Wenn du Sex haben möchtest, ist es wichtig, dass du dich gut mit Verhütung und Safer Sex auskennst. Lies dazu bitte die Texte Welche Methoden der Empfängnisverhütung gibt es? und Safer Sex: Tipps zum Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen. Eine gute Idee kann auch sein, gemeinsam eine Beratungsstelle zur sexuellen Gesundheit zu besuchen.
Bis zu deinem 16. Geburtstag bist du in der Schweiz im Schutzalter, in Deutschland bis zu deinem 14. Geburtstag. Es ist wichtig, dass du auch weißt, was das bedeutet. Lies dazu bitte diesen Text.
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Frage Nr. 41250 von 27.05.2026
Ich habe überhaupt keine Idee wir ich mich fingern kann.
Ich han probiert meinen Finger rein zu stecken.....Fehlanzeige
Wie geht das
Wo muss der Finger hin und so
Unsere Antwort
Ich vermute, du möchtest mit deinem Finger die Vagina erkunden. Das kann zunächst herausfordernd sein. Vorallem, wenn du dein Geschlecht noch kaum kennst. Deshalb möchte ich dir zuerst eine Abbildung von deinem Geschlecht zeigen:

Wenn du von oben an dir herunterguckst, kannst du nicht alles sehen. Deshalb empfehlen wir dir, einen Spiegel zu nehmen. So wie die Person auf dem Bild oben.

Wenn ich dich richtig verstehe, möchtest du gern sexuelle Erregung herbeiführen. Dafür ist nicht unbedingt entscheidend, dass du den Finger mit deiner Vagina aufnimmst. Interessanter könnte sein, wann du schonmal ein kribbelndes, warmes Gefühl im Becken gespürt hast. Manche kennen das, wenn sie ihren Unterleib gegen etwas drücken, zum Beispiel ein Kissen. Oder sie erleben es, beim Springen oder wenn sie ihr Becken locker kreisen... Da gibt es ganz viele Möglichkeiten. Wir erleben mehrmals am Tag, dass der sexuelle Erregungsreflex ausgelöst wird. Beobachte das doch mal neugierig, ob du das bemerken kannst.
Mehr zu sexueller Erregung und wie du sie spüren, erforschen und steigern kannst, liest du in unseren Texten Wie kann ich mich sexuell erregen? und Weibliches Geschlecht: Was ist erregend - und wo?. Wenn du dich ganz konkret für die Vagina interessierst, empfehle ich dir unseren Text Wie errege ich mich in der Vagina (Scheide)?
Falls weitere Fragen auftauchen, schreib uns einfach wieder und gib dann bitte die Nummer dieser Frage an.
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Frage Nr. 41240 von 25.05.2026
Bin 85 jahre alt habe keinen Sex mehr was folglich tun
Unsere Antwort
Damit ich dir gut antworten kann, brauche ich noch ein paar mehr Informationen. Magst du mir noch einmal schreiben und etwas genauer erzählen, wie es dazu gekommen ist, dass du keinen Sex mehr hast? Seit wann ist das so? Gib dabei bitte die Nummer dieser Frage an.
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Frage Nr. 41239 von 25.05.2026
Hallo liebes Lilli-Team,
ich habe eine Neugiersfrage. Seit einiger Zeit experimentiere ich mit Solosex und Dildos und bereite mich darauf vor mich wohl zu fühlen, wenn ich das erste Mal Sex mit jemand anderem habe. Dazu höre ich oft diese audio erotic Geschichten von der App Quinn, die übrigens sehr zu empfehlen ist, wenn auch auf english.
Vorhin habe ich mich mit einem dildo in der vagina stimuliert und gleichzeitig meine klitoris und dabei ein audio gehört, in dem es um Orgasmuskontrolle ging. Diesen kink habe ich neu entdeckt und finde ihn sehr reizvoll. Jedenfalls war ich ganz ganz kurz davor zu kommen, aber im audio hat er mir gesagt, dass ich warten soll, bis er es erlaubt. Ich habe den Orgasmus also unterdrückt in dem ich anderen druck ausgeübt habe, aber dann wurde mir kurze Zeit später in der weiteren Stimulierung schwindelig und heiß und überall kribbelte es. Ich dachte, ich werde ohnmächtig. Das ist mir noch nie passiert. Ich habe dann auch keinen Orgasmus mehr bekommen, sondern aufgehört und Wasser getrunken, um meinen Körper zu beruhigen.
War dies ein ruinierter Orgasmus? Davon habe ich gelesen, auch davon, dass manche Frauen beim Orgasmus so ein weißes Licht sehen, genau so war es bei mir, aber es hat sich anders angefühlt als meine bisherigen Orgasmen. Dazu muss ich sagen, dass ich noch nie einen vaginalen Orgasmus hatte. Seit ich euren Artikel zu sexuellem Lernen gelesen habe, übe ich, einen haben zu können, weil meine vagina bisher nur wenig Erregung spürt.
Sorry für diese lange Frage, ich würde mich wirklich freuen, von euch zu hören. Und auch kurz etwas zu Orgasmuskontrolle zu fragen. Seit ich dies über die App entdeckt habe, habe ich schon häufiger Orgasmen unterdrück und dafür in dem Moment in dem ich "die Erlaubnis" bekam, einen viel stärkeren, schöneren Orgasmus bekommen. Gibt es eine Art zu wissen, wann es unklug ist, einen Orgasmus zu unterdrücken? Ich fand meine Erfahrung heute nicht schlimm, aber es war ein wenig schade, so geschwächt aus der Situation zu gehen.
Liebe Grüße!
+++
Hallo, noch ein Nachtrag zu 41239
Es ist jetzt ein Tag später und ich habe klitoral masturbiert und bin fast sofort gekommen, drei mal ziemlich intensiv hintereinander. Ist dies sozusagen ein eingesperrter Orgasmus vom Vortag gewesen, der "raus musste"? Was passiert denn da im Körper?? Ich war danach irgendwie erleichtert, die Erfahrung vom Vortag hatte mich eng werden lassen. Ich hatte bisher sehr viel Scham zu meinem Körper und meiner Sexualität und diese Entdeckungen sind sehr wichtig für mich, weil alles aus einer Neugier kommen darf und sich sanft anfühlt. Daher schreibe ich euch und ich hoffe, es ist ok, so aus Neugier nachzufragen, um sicherer in mir zu werden und meinen Körper noch besser verstehen und spüren zu können.
Liebe Grüße!
Unsere Antwort
Ich weiß nicht, was ein ruinierter Orgasmus ist. Ein Orgasmus ist eine Entladung nach der Ansteigung der sexuellen Erregung, die mit hohen Lustgefühlen einhergeht. Orgasmuskontrolle ist aus dieser Sicht nichts anderes, als dass du in der hohen sexuellen Erregung diese nicht weiter ansteigen lässt.
Du hast die Kontrolle auf eine Weise ausgeübt, dass du irgendeinen Druck ausgeübt hast, wobei du nicht genau schreibst, was du genau gemacht hast. Das Kribbeln und Hitzegefühl und der Schwindel sind mögliche Zeichen von Hyperventilation, sie können auch im Zusammenhang mit sehr hoher Muskelanspannung auftreten. Du hast das als unangenehmes Gefühl erlebt, und es ist nachvollziehbar, dass es dir dann nicht mehr gelungen ist, die sexuelle Erregung zu steigern. Der Orgasmus war nicht ruiniert, es ist einfach nicht dazu gekommen.
Ein längerer Aufbau bis zum Orgasmus, bei dem du insbesondere längere Zeit in einem Zustand der sexuellen Erregung bist, kann tatsächlich zu einem stärkeren Orgasmus führen. Das muss allerdings nicht so sein. Es kann sein, dass man dann den Moment verpasst, und dass nachher nichts mehr draus wird. Ich kann dir nicht sagen, wann es klug und wann es unklug ist, den Orgasmus kontrollieren zu wollen. Manchmal klappt's, manchmal klappt es nicht so gut. Je mehr du das übst, desto besser wirst du das selbst für dich herausfinden.
Wie du selbst erfahren hast, ist allerdings deine Drucktechnik wahrscheinlich nicht so super. Ich würde dir eher empfehlen, dass du mehr in eine lockere Bewegung mit tieferer Atmung kommst. Durch die Bewegung kannst du die sexuelle Erregung besser steuern und beeinflussen. Bewegung eignet sich auch, wenn du intensivere Orgasmen erleben willst. Das bewegte Geschlecht spürst du besser. Die sexuelle Erregung kann durch die Bewegung auch besser durch den ganzen Körper fliessen. So erlebst du auch den Orgasmus nicht nur im Geschlecht, sondern bis hoch in den Kopf und runter zu den Füssen.
Es kann sein, dass Orgasmen weniger stark werden, wenn du dich sehr häufig stimulierst, und dass eine Pause dann dazu führen kann, dass er stärker erlebt wird und schneller kommt. Im Gegensatz zu Männern haben Frauen aber keine Phase, die ihr Geschlecht sozusagen zur Erholung braucht, bis es wieder erregter ist. Das ist letztendlich sehr individuell bei Frauen.
All meine Antworten sind aber aus der Ferne: Du selbst erlebst bei dir etwas einzigartiges, was nur du erlebst. Wenn du weiterhin so neugierig experimentierst und übst, wirst du noch viel mehr über deine ganz persönliche Sexualität lernen und entdecken.
Diese Antwort gilt auch für Frage 41246.
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Frage Nr. 41236 von 24.05.2026
Was bringen Gewichtskonen für das Liebesleben?
Unsere Antwort
Gewichtskonen werden eingesetzt, um den Beckenboden in der Vagina zu stärken. Wenn du deinen Beckenboden besser spürst und die Beckenbodenmuskeln gezielt anspannen und entspannen kannst, kann dir das beim Sex helfen: Du kannst Erregung bewusster steigern und mehr in deinem Geschlecht spüren.
Es ist allerdings wichtig, nicht einseitig auf das Anspannen zu fokussieren. Das kann Probleme verursachen. Du willst einen flexiblen und elastischen Beckenboden, keinen der in Daueranspannung ist.
In unserem Text zum Beckenbodentraining für Frauen findest du weitere Tipps. Und in diesem Text findest du unsere Informationen über Liebeskugeln für den Beckenboden.
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Frage Nr. 41234 von 24.05.2026
Ich bin 16 und bin schon seit ein paar Monaten intim mit meiner Freundin. Mein Problem ist das ich nicht ein Orgasmus bekommen kann wenn ich mit ihr bin. Wenn sie mir etwas macht dann hört es auf (Also wie mein Weg zum Orgasmus und nicht meine Freundin) kurz bevor ich komme. Ich habe mich auch probiert selbst zu befriedigen neben ihr aber obwohl dass eigentlich kein problem ist schaff ich es einfach nicht zum Orgasmus. In der ganzen Zeit dass wir das probieren hatte ich nur einmal ein Orgasmus und dort waren es halt andere Bedingungen. Meine zweite Frage ist dass ich beim Sex nicht viel fühle. Ich habe letztens auch meinen Steifen verloren direkt nachdem ich mein Kondom angezogen habe obwohl ich eigentlich die richtige Grösse haben sollte.
Unsere Antwort
Sex ist eine aufregende Sache – und die ersten Male sind das ganz besonders. Diese Aufregung ist schön, aber sie kann auch dazu führen, dass der Körper nicht so mitmacht, wie man es sich wünscht. Denn eine Erektion und Lust hängen stark mit Entspannung zusammen. Wenn wir angespannt sind – aus Erwartung, aus Aufregung, aus dem Wunsch, alles richtig zu machen – funktioniert das mit der Erektion und dem Orgasmus oft nicht so gut. Vielleicht interessiert dich dazu dieser Text.
Zum Thema Kondom erleben manche Menschen es als hilfreich, das Kondom früher einzubauen und gemeinsam spielerischer damit umzugehen – ihr könntet zum Beispiel probieren, es gemeinsam überzuziehen, oder den Fokus bewusst etwas weg von „Penetrationssex muss klappen" zu nehmen. Es lohnt sich auch, verschiedene Kondomgrössen und dünnere Modelle auszuprobieren – zum Beispiel Skyn. Aber vor allem: Sprecht miteinander. Das baut Druck und Unsicherheit ab.
Dass es beim Solosex gut klappt, zeigt eigentlich schon: Dein Körper funktioniert. Es sind die Bedingungen, die den Unterschied machen. Du schreibst, dass es einmal gut funktioniert hat – welche Bedingungen waren das? Vielleicht lohnt es sich, darüber ein bisschen nachzudenken. Denn wenn du weißt, was in dieser Situation anders war, kannst du versuchen, diese Bedingungen wieder herzustellen.
Du schreibst auch, dass du beim Sex nicht viel fühlst. Das hängt sehr wahrscheinlich mit demselben Thema zusammen: Wenn wir angespannt sind und vor allem darauf fokussiert sind, dass alles klappt, nehmen wir körperliche Empfindungen viel weniger wahr. Der Kopf ist beschäftigt – und der Körper kommt dabei zu kurz. Je mehr du loslassen kannst, desto mehr wirst du auch spüren. Und das wird mit der Zeit und mit mehr Vertrautheit – mit dir selbst und mit deiner Partnerin – oft ganz von alleine besser.
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Frage Nr. 41229 von 23.05.2026
Beim zurückziehen der Vorhaut habe ich bereits das mein Glied an Blutdruck bzw. Erektion verliert sobald ich das Kondom drüber ziehe ist die Erektion weg und der Druck vor Versagen extrem. Daher weiche ich immer auf oralsex aus. Außerdem nachdem sie gekommen ist will ich meistens kein Happy End bzw. Schäme mich für meine Vorliebe
Unsere Antwort
Was du beschreibst, passt sehr zu einem Kreislauf aus Anspannung und Erwartung: Du bemerkst beim Zurückziehen der Vorhaut oder beim Kondom schon, dass die Erektion schwächer wird, dann kommt sofort die Sorge, dass es hoffentlich klappt – und genau dieser Druck macht es oft noch schwieriger. Der Körper reagiert auf Stress häufig eher mit Rückzug als mit Erregung. Vielleicht interessiert dich dazu dieser Text.
Du schreibst auch, dass du deshalb manchmal auf Oralsex ausweichst. Das ist ein guter Weg um Nähe und Sexualität zu erleben. Gleichzeitig klingt es so, als würdest du gerne etwas entspannter und freier damit umgehen können.
Insbesondere Männer haben oft das Gefühl, dass ein erigierter Penis ein Beweis für Männlichkeit und Leistungsfähigkeit ist. Wie ist das bei dir? Welche Gedanken gehen dir in solchen Momenten durch den Kopf? Unsere Erektion reagiert sehr empfindlich auf Gedanken, Stress, Beobachtung und Druck. Beim Thema Kondom erleben manche Menschen es als hilfreich, das Kondom früher einzubauen, gemeinsam spielerischer damit umzugehen oder den Fokus bewusst etwas weg von „Penetration muss klappen“ zu nehmen.
Du schreibst auch, dass du dich für deine Vorliebe schämst. Wenn ich dich richtig verstanden habe, meinst du damit vielleicht, dass deine Partnerin dir nach ihrem Orgasmus manchmal ebenfalls Oralsex geben möchte, du dich dabei aber unwohl fühlst, obwohl es dir eigentlich gefallen würde?
Wie geht es dir selbst damit? Fühlst du dich schuldig? Oder hast du Sorge, wie sie darauf reagieren könnte?
Vielleicht hilft es, die Situation einmal von der anderen Seite zu betrachten: Macht es dir Spass, deiner Partnerin Oralsex zu geben? Geniesst du es, wenn sie dabei Lust empfindet? Vielen Menschen geht es so, dass die Lust der anderen Person selbst etwas sehr Erotisches ist. Vielleicht interessiert dich dazu auch dieser Text.
Wenn du möchtest kannst du mir gerne noch mal schreiben, dann gebe die Nummer dieser Antwort an.
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Frage Nr. 41225 von 22.05.2026
Liebes Lili Team
Ich (m, 24) habe schon seit langer Zeit, schon seit Beginn meiner Pubertät eine gewaltvolle sexuelle Fantasie gegenüber Frauen. Ich habe alles zu diesem Thema bereits gelesen und kann mich trotzdem nicht voll und ganz damit abfinden. Meine grösste Sorge ist, dass ich ohne die Fantasie sexuell nicht erregt werden kann. Ich würde niemals etwas tun, ohne den kompletten Konsens meiner Partnerin zu bekommen und selbst dann wäre es mir zu riskant. Leider merke ich, wie ich unbewusst Situationen vermeide, in denen ich mit einer Person intim werden könnte, um eine peinliche Situation, in der ich nicht erregt werde, zu vermeiden. Gleichzeitig fühle ich mich nicht wohl genug, es offen anzusprechen, weil solche Gewaltfantasien auf "normale" Menschen abstossend wirken, was ich auch komplett nachvollziehen kann. Ich wäre als Frau auch nicht gerne mit einer Person zusammen, die solche Fantasien hat. Ich habe versucht die Fantasie zu ignorieren aber sie kommt öfter auf, wenn ich sie nicht gedanklich befriedige oder einen Porno dazu schaue/lese. Zudem habe ich sehr hohe moralische Standarts und hohe Erwartungen an mich selbst, die es fast unmöglich machen, mich wirklich mit positiven Gefühlen diese Fantasie anzuerkennen. Auch habeich gehört, dass ein vermehrtes fantasieren die Fantasie noch zusätzlich verstärkt, soll ich sie nun gedanklich und durch lesen ausleben oder eben eher in den Hintergrund rücken? Und wie überwinde ich die Angst vor dem sexuellen "Versagen" ? (bin Jungfrau). Tut mir leid für die lange Nachricht aber dachte Kontext hilft vielleicht. Vielen Dank euch ihr seid Klasse!
Zudem merke ich fühle ich mich auch nicht wohl mit meiner Sexualität im Allgemeinen. Nur schon im Verein mit anderen nackt duschen habe ich sofern möglich immer gemieden. Könnte gut sein, dass es in einer Beziehungen, in der tiefes Vertrauen herrscht, gar nicht so ein grosses Problem wäre wie ich mir das vorstelle aber der Gedanke daran Dinge auszuprobieren und mal zu erkunden was mir und der Partnerin gefällt stelle ich mir sehr schwierig vor. Beim Gedanken daran werde ich schon nervös und habe in diesem Bereich einfach ein niedriges Selhstwertgefühl auch auf Grund mangelnder Erfahrung. Es gibt Momente da bin ich damit im reinen und akzeptiere mich so wie ich bin und bin bereit mich auf neue Erfahrungen einzulassen aber diese Unsicherheit holt mich früher oder später immer wieder ein.
Unsere Antwort
Zunächst einmal empfehle ich dir diesen Text über sexuelle Fantasien. Es ist wichtig, dass du verstehst, wie sie entstehen, und wie man lernen kann, mit ihnen umzugehen. Ja, sexuelle Fantasien haben eine Lerngeschichte, und wenn du sie explizit suchst, dann übst du sie eher.
In unserer sexualtnerapeutischen Arbeit gehen wir sexuelle Fantasien gezielt auch über den Körper an. Es hat sich herausgestellt, dass das, was man mit dem Körper macht während der sexuellen Erregung, die Gedanken und Bilder beeinflusst, die man im Kopf hast. So wie du über Beziehung zur Sexualität schreibst, denke ich, dass du sowohl während der sexuellen Erregung, als auch grundsätzlich im Leben, tendenziell in einem Spannungssystem unterwegs bist, also in einem System, wo du eher muskulär angespannt bist.
Beim Sex kann andauernd hohe Muskelspannung verschiedene Folgen haben, die störend sind – das kannst du in diesem Text nachlesen. Unter anderem sind Fantasien mit gewaltvollen Inhalten gar nicht so selten. Sie sind so gesehen normal, und haben nichts damit zu tun, dass die Personen irgendwelche gewalttätigen Handlungen machen möchten. Es geht nicht wenigen Leuten damit nicht so gut, du bist also gar nicht alleine.
Wenn du mit einer Frau eine sexuelle Begegnung hast, hemmst du dich zu sehr, wenn du jetzt probierst, die Fantasie zu verbieten. Sie ist eine Fähigkeit, die du dir angeeignet hast, um die sexuelle Erregung zu steigern. Bevor du neue Formen der sexuellen Erregung gelernt hast, die mit anderen Bildern ein hergehen, ist es völlig verständlich, dass die Fantasie aufpoppt. Es kann sogar sein, dass du sie ein Leben lang haben kannst, aber sie wird, je mehr du sexuell dazu lernst, desto weniger wichtig.
Was kannst du dazu lernen? Für dich ist es zentral, dass du während dem Sex in Bewegung kommst. Da beruhigst du dein Nervensystem, hast eher angenehme und sinnliche Gedanken und Bilder, spürst mehr im Körper, wodurch Fantasien sind mehr so wichtig werden, und kommst mehr in ein Gefühl von dynamischer Kraft. Das ist auch Übungssache. Ich möchte dir dazu vorderhand diese Tipps empfehlen. Ich glaube, sie könnten dir sehr helfen, selbstbewusster an das Projekt einer Beziehung mit einer Frau zu gehen.
Alternativ könntest du es auch probieren mit dem Buch Klappt's von Michael Sztenc, das ist ein guter Übungsbegleiter. Es ist auch geeignet, wenn du deine männliche Selbsticherheit fördern möchtest und dich grundsätzlich mit dir als Mann auseinandersetzen möchtest.
Eigentlich fände ich es eine gute Idee, wenn du eine Sexualberatung oder Sexualtherapie machst. Denn das ist einfach am effizientesten. Wichtig ist, dass du dir jemanden suchst, der nach dem Konzept des Sexocorporel arbeitet (andere Therapieformen gehen nicht so auf den Körper ein). Manche Fachpersonen rechnen Sexualtherapie über die Grundversicherung der Krankenkasse ab, andere über Zusatzversicherungen, und bei anderen muss man selbst zahlen. Schau dich doch mal um, was es in deiner Gegend hat.
Diese Antwort gilt auch für Frage 41226.
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Frage Nr. 41223 von 22.05.2026
Zu Frage 41206
Die Pornographie von der ich denke, dass sie ein Problem für die Beziehung/Sex die/den ich jetzt haben will, waren Deep throat Pornos. Ich denke ich habe mit normalem Pornokonsum angefangen, aber irgendwann hauptsächlich solche Pornos geschaut, bei denen es immer rauer wurde.
Außerdem habe ich immer mehr Pornos geschaut und länger gesucht bis ich das Video gefunden habe was ich brauchte. Bzw. irgendwann hatte ich die "intensivsten" Pornos gefunden die ich schon in meiner ersten Frage erwähnte und habe aus dem Repertoire das sich gebildet hat das Video oder die/den Darsteller genommen auf den ich gerade Lust hatte.
Irgendwann war mir auch klar, dass was ich sah entwürdigend war (und ich meine es so, ich denke es kann auch "guten" Beziehungs deepthroat sex geben). Ich habe mich für die Pornos geschämt und sie trotzdem weiter geschaut.
Ich möchte hier meine Gedanken zu Pornos ausführen
Pornos und Selbstbefriedigung wollte ich für mich immer von der Realität getrennt halten.
Ich habe viel Zeit damit verbracht habe (1-2 Stunden am Tag schätze ich).
Ich glaube nicht unbedingt, dass Pornos schlecht sind.
Ich glaube der unbewusste Konsum ist ein Problem. Trotzdem werde ich keine Pornos mehr schauen bis ich Guten Beziehungssex habe. Indianerehrenwort.
Und wenn ich mit 80 so sterbe.
Was mich stört ist, dass was mir ermöglicht hat schnell zu kommen, Szenen waren in denen Frauen
1. sehr grob behandelt wurden
2. erniedrigt wurden
Ich habe jetzt wieder mit Selbstbefriedigung angefangen (ich hatte mit Pornos und Selbstbefriedigung aufgehört).
Ich nehme mir Zeit, nutze die Beckenschaukel, achte auf die Atmung, eine bewegte Muskulatur, sanfte Berührungen.
Wenn Pornographie Phantasien auftauchen lasse ich sie gehen und höre kurz auf.
Es gelingt mir gut mich zu erregen, aber ich komme erheblich später, und muss mir mindestens eine dreiviertel Stunde Zeit nehmen. Ich nehme mir die Zeit aber gerne.
P.S.
Mir fällt beim Lesen des Textes auf, dass egal was meine Fantasien sein mögen es um meinen Partner und mich geht.
Ich habe die immer härtere Pornographie allerdings nicht im Gedanken an Beziehungssex konsumiert. Wenn solche Fantasien beim Sex den ich irgendwann haben will vorkommen muss ich einfach darüber reden.(Und sensibel damit umgehen). Natürlich achte ich den Menschen und Frauen.
Vielen Dank für die Antwort und eure Mühe und Hilfe.
Unsere Antwort
Schön dass du noch mal geschrieben hast. Das hilft mir besser auf deine Fragen einzugehen.
Du beschreibst sehr eindrücklich, wie sich die Pornos, die du geschaut hast, bzw. auch deine Fantasien über die Zeit verändert haben und dass dich vor allem beschäftigt, dass dich irgendwann besonders Szenen erregt haben, in denen Frauen erniedrigt oder grob behandelt wurden. Gleichzeitig schreibst du auch etwas Wichtiges: Dass sich diese Fantasien nicht mit dem Sex decken, den du dir heute in einer Beziehung wünschst.
Vielleicht hilft dir dazu der Gedanke, dass Fantasien nicht einfach eine direkte Übersetzung der eigenen Werte oder Wünsche sind. Sexuelle Fantasien entstehen oft aus vielen verschiedenen Faktoren: Wiederholung, Gewöhnung an starke Reize, emotionaler Intensität, bestimmten Erregungsmustern oder auch der Art, wie der eigene Körper gelernt hat, schnell Erregung aufzubauen. In der Theorie wird beschrieben, dass Fantasien häufig mit dem körperlichen Erleben und dem Erregungsmodus verbunden sind und sich durch Wiederholung verfestigen können – und sich gleichzeitig auch wieder verändern können.
Dazu kommt vielleicht noch etwas anderes: Pornografie, die besonders grob, intensiv oder extrem wirkt, erzeugt oft auch ein starkes Gefühl von „Echtheit“, Intensität oder emotionaler Aufladung. Genau deshalb kann sie auf viele Menschen besonders erregend wirken. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass man sich solche Situationen auch real wünscht oder dass sie den eigenen Werten entsprechen müssen.
Wichtig finde ich auch: Pornokonsum an sich macht einen Menschen nicht automatisch respektlos oder beziehungsunfähig. Viele Menschen konsumieren Pornos, probieren Fantasien aus oder merken, dass sie sich mit der Zeit an stärkere Reize gewöhnt haben. Problematisch wird Pornografie oft eher dann, wenn sie unbewusst oder automatisch konsumiert wird, wenn sie immer stärker werden muss, um überhaupt noch Erregung auszulösen, oder wenn sie beginnt, die reale Sexualität und Begegnung zu ersetzen. Genau darüber reflektierst du aber bereits sehr bewusst.
Du beschreibst selbst schon etwas, das dazu gut passt: Je mehr du dich beim Masturbieren auf Atmung, Bewegung, Körperwahrnehmung und langsamere Erregung konzentrierst, desto weniger dominant werden diese Fantasien – auch wenn dein Orgasmus länger braucht. Das klingt, als würdest du gerade neue Erfahrungen mit deinem Körper machen und deine Sexualität bewusster erweitern.
Du schreibst auch, du möchtest keine Pornos schauen, bis du guten Beziehungssex hast. Es klingt verständlich, dass du gerade einen klaren Schnitt machen möchtest. Gleichzeitig wirkt dieser Vorsatz auch ziemlich streng und hart gegen dich selbst. Vielleicht muss es gar nicht darum gehen, Pornografie für immer zu verbieten, sondern eher darum, bewusster wahrzunehmen, was dir gut tut, welche Inhalte sich stimmig anfühlen.
Beim Lesen deines Textes hatte ich auch noch einen anderen Gedanken: Du scheinst gerade viel dafür zu üben, Sexualität schon „gut zu können“, bevor du in Beziehungssexualität einsteigst. Das klingt verständlich. Gleichzeitig lernt man Beziehungssexualität letztlich nicht nur alleine, sondern auch in Begegnung mit anderen Menschen und durchs gemeinsame Ausprobieren. Dazu gehört zum Beispiel, sich zu zeigen, Unsicherheiten auszuhalten, miteinander zu sprechen, Nähe entstehen zu lassen und gemeinsam herauszufinden, was sich für beide gut anfühlt. Oder anders gesagt: gemeinsam lustvoll nach vorne zu scheitern.
Darum interessiert mich auch: Wie ist das bei dir gerade mit Dating, Flirten oder dem Kennenlernen von Menschen? Gibt es dort Möglichkeiten für dich, Erfahrungen mit Nähe und Begegnung zu machen?
Falls du magst, könnten vielleicht auch unsere Texte zu Dating, Kennenlernen oder Beziehungssexualität für dich interessant sein.
Ich hoffe, du kannst mit meinen Gedanken etwas anfangen, und schreib gerne nochmal, wenn du möchtest.
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Frage Nr. 41218 von 20.05.2026
Stimmt es wenn MANN ANANASSAFT trinkt, das Sperma dann gut schmeckt?
Unsere Antwort
Bis jetzt gibt es keine Forschung, die zeigt, dass die Nahrung den Geschmack des Sperma beeinflusst. Und Menschen haben ganz unterschiedliche Meinungen darüber. Wenn du selbst ein Mann bist, kannst du das ja bei dir ausprobieren: Du kannst problemlos dein eigenes Sperma in den Mund nehmen. Und wenn du mit einem Partner zusammen bist, kannst du ihn bitten, Ananas zu essen und es dann probieren. Lass ihn aber auch probieren.
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Frage Nr. 41212 von 18.05.2026
Ich glaube meine vagina ist zu weit. Ich spüre grosse erregung beim einführen und danach fühlt sich der penis dünner an. Ich glaube dann hat der partner zu wenig reibung oder weiss nicht und er hat das dann auch schwer. Was tun
Unsere Antwort
Verstehe ich dich richtig, dir geht es um zwei Dinge: Einerseits darum, dass du beim Geschlechtsverkehr mehr sexuelle Erregung spüren möchtest. Und andererseits darum, dass die Stimulation an seinem Penis beim Geschlechtsverkehr nicht ausreicht. Falls du etwas anderes meinst, schreib mir bitte einfach wieder.
Vaginaler Geschlechtsverkehr ist nicht die einfachste Weise, sich sexuell zu erregen. Ihr könnt aber ein Leben lang sexuell dazulernen und auch den vaginalen Geschlechtsverkehr für euch beide schön gestalten.
Es gibt einiges, was ihr tun könnt. Um dir ein erstes Verständnis davon zu geben und Möglichkeiten zum Üben aufzuzeigen, verlinke ich dir viele unserer Texte. Bitte lies sie durch und schau, was du daraus für euer Thema mitnehmen kannst. Gerne kannst du im Anschluss noch genauer nachfragen.
Zunächst zu deiner sexuellen Erregung: Ich glaube nicht, dass deine Vagina zu weit ist. Es ist sogar wünschenswert und eine normale Funktion der Vagina, dass sie sich in sexueller Erregung weitet und ausdehnt wie ein Ballon. Das kannst du auf diesen Bildern sehen und in diesem Text genauer nachlesen.


Deine Vagina braucht andere Stimulation als Reibung. Er könnte mit seinem Penis zum Beispiel seitlich gegen die Vaginalwand drücken. Und du kannst dich so bewegen, dass interessante Orte in deiner Vagina berührt werden. Schau dazu bitte auch in unsere Texte Vaginaler Geschlechtsverkehr: Tipps für mehr Spass und Genuss und Wie errege ich mich in der Vagina (Scheide)?
Nun zu seiner sexuellen Erregung. Ich vermute, dass sein Penis in deiner Vagina etwas deutlich anderes erlebt, als er es von der Selbstbefriedigung kennt. Seine Hand kann deutlich mehr Druck ausüben als die Vagina. Da ist es normal, dass er sich erstmal schwer tut beim Geschlechtsverkehr. Er kann sich aber daran gewöhnen und das sexuell ansprechend finden, was sein Penis in der Vagina erlebt. Dazu könntest du ihm zum Beispiel diese Texte empfehlen: Mein Penis in der Vagina oder im Anus: Tipps zum Allein Üben und Mit Penis in Vagina oder Anus locker bis zum Samenerguss. Oder du probierst erstmal, was du durch deine Bewegungen beeinflussen kannst und suchst dann das Gespräch mit ihm.
Schau mal, wie du mit diesen Informationen weiterkommst. Bei Bedarf schreib uns einfach wieder und gib die Nummer dieser Frage an.
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Frage Nr. 41211 von 18.05.2026
Wie stimuliere ich meine klitoris während des akts
Unsere Antwort
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie du deine Klitoris während des Geschlechtsverkehrs stimulieren kannst. Auf diesem Bild siehst du, wie die Klitoris aussieht und wie sie in deinem Becken liegt:

Du kannst die Klitoris zum Beispiel stimulieren, indem du sie an der Klitoriseichel und am Klitorisschaft streichelst oder reibst. So, wie es sich für dich gut anfühlt und dir am besten gefällt. Machst du Selbstbefriedigung? Dort kannst du das mal ausprobieren. Dabei hilft dir dieser Text.
Während des Geschlechtsverkehrs kannst du die Klitoris auch dadurch stimulieren, wie du deinen Körper und dein Becken bewegst. Zum Beispiel, indem du dein Geschlecht am Körper deines Gegenübers reibst. Und auch von innen wird die Klitoris stimuliert, wenn du mit der Vagina etwas aufnimmst. Zum Beispiel einen Finger, einen Penis oder einen Dildo. Auf dem Bild oben siehst du, dass die Vorhofschwellkörper um den Vaginaeingang herumliegen. Das, was du mit der Vagina aufnimmst, stimuliert dann auch die Klitoris, die um die Vagina herumliegt. Viellecht interessiert dich dazu auch dieser Text über die Bewegung des Beckens beim Sex.
Wenn du neugierig bist und dein Geschlecht weiter erkunden möchtest, empfehle ich dir ausserdem das Kapitel Reise durch die weibliche Geschlechtsregion.
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Frage Nr. 41207 von 17.05.2026
Hallo
Ich möchte gerne einen Schamlippenspreizer und ein anderes sextoy kaufen, habe aber das Problem, dass ein Besuch im sextoyshop bei mir mit Schamgefühlen einhergeht und ich mich nicht traue da rein zu gehen und mich umzusehen (kann auch niemand mitnehmen), und auch habe ich es nicht geschafft online zu bestellen (wüsste nicht, welche shops zuverlässig sind, man kann die toys ja wieder zurückschicken, was bei mir dann hygiene Bedenken auslöst und auch wäre es mir irgendwie unangenehm, wenn die Bank sieht, dass ich da online kaufe)
Wie könnte ich mir den Wunsch dennoch erfüllen? (w, 32)
Unsere Antwort
Ich kann verstehen, dass dir das unangenehm ist. Vielleicht hilft dir der Gedanke, dass du in einem Sextoyshop nichts „Komisches“ machst. Für die Verkäufer*innen dort ist es Alltag, Sextoys und andere Produkte zu verkaufen. Du musst dort auch nicht lange stöbern oder dich beraten lassen. Wenn du vorher schon genau weisst, was du suchst, kannst du kurz hineingehen, es kaufen und wieder gehen.
Wenn es dir zu unangenehm ist, in einen Sextoyshop zu gehen, ist das auch völlig in Ordnung. Dann kann ein Onlineshop eine gute Alternative sein. Wenn dich die Zahlung über dein Bankkonto stört, könntest du schauen, ob ein Shop auch andere Zahlungsmöglichkeiten anbietet. Ob ein Shop zuverlässig ist, kannst du zum Beispiel herausfinden, wenn du dir Rezensionen oder Erfahrungsberichte anderer Nutzer*innen anschaust.
Wegen der Hygiene: Benutzte Sextoys können normalerweise nicht einfach wieder weiterverkauft werden. Bei vielen Shops ist es so, dass ein Sextoy nur zurückgegeben werden kann, wenn es noch originalverpackt ist und die Verpackung noch versiegelt ist. Unabhängig davon ist es natürlich trotzdem sinnvoll und wichtig, das Sextoy vor dem ersten Gebrauch gründlich zu reinigen.
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Frage Nr. 41206 von 17.05.2026
Ich bin m. 22
Ich habe seit ich es kenne Pornographie konsumiert und ich kann nicht festmachen warum, aber vor anderthalb Monaten habe ich damit aufhören können und die Zuversicht, dass es so bleibt.
Ich suche zur Zeit nach einer Bindung und will bis es soweit ist einen klaren Kopf in Relation zu der verdrehten Pornographie Perspektive haben.
Frage1: Welcher Umgang mit den Gedanken/Fantasien/Pornos ist am besten dafür?
Heute Abend habe ich eine starke Porno Fantasie die mir in den Kopf kam aufgeschrieben um zu überlegen, warum sie ungesund ist.
Frage 2:Ergibt es Sinn das zu tun?
Unsere Antwort
Ich lese aus deiner Frage, dass du der Meinung bist, dass die Pornografie eine verzerrte Perspektive in dir erzeugt hat. Das kann durchaus sein – passiert aber nicht automatisch. Dazu weiß ich zu wenig über deine Gedanken, deine Fantasien oder die Pornografie, die du schaust, um dir richtig helfen zu können.
Magst du die Fantasie oder die Gedanken mal kurz umreissen und ein bisschen beschreiben? Wenn du magst, kann ich das bei meiner Antwort auch rauskürzen, falls du nicht möchtest, dass das online ist.
Und noch zu deiner zweiten Frage: Das Aufschreiben einer Fantasie oder eines Gedankens kann sehr sinnvoll sein, um zu reflektieren.
Auf jeden Fall empfehle ich dir unseren Text zum Thema sexuelle Fantasien – da wirst du ganz sicher etwas finden, das dich interessiert.
Schreib mir gerne wieder, dann gib die Nummer dieser Antwort an.
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Frage Nr. 41204 von 16.05.2026
Ist es eine gute Idee, sich als Mann die Schamhaare oberhalb des Penis etwas länger wachsen zu lassen? Wenn der Penis in die Vagina eindringt, stimulieren die Schamhaare dann die Klitoris ausreichend? Man sagt ja auch Kitzler dazu. Würde das Kitzeln der Schamhaare ausreichen? Muss man die Klitoris dann nicht mehr mit dem Finger berühren? Viele Frauen scheinen das vom Partner zu erwarten, aber ich möchte das natürlich nicht, weil es sehr eklig ist. Natürlich kann auch die Frau sich anfassen, aber ich müsste dann immer aufpassen, dass sie mich mit dieser Hand nicht anfasst.
Unsere Antwort
Du scheinst daran interessiert zu sein, wie du etwas findest, was für sie und ihre sexuelle Erregung gut ist und innerhalb deiner Möglichkeiten liegt. Ganz klar ist: du musst die Klitoris nicht anfassen, wenn du das nicht möchtest.
Du möchtest wissen, wie das ist mit der Stimulation der Klitoris. Je nach persönlicher sexueller Lerngeschichte kommt eine Frau mit mehr oder weniger Stimulation an der Klitoris zum Orgasmus. Es kann schon ausreichend Stimulation sein, dass die Körper aneinander reiben. Die Klitoris hat ausserdem auch Anteile, die in der Vagina liegen und beim Geschlechtsverkehr stimuliert werden. Am besten fragst du die Frau persönlich nach ihren Präferenzen. Und ihr könnt auch gemeinsam schauen, was sich gut anfühlt und ihr hilft einen Orgasmus zu erreichen.
Das mit den Haaren könntest du ausprobieren. Vielleicht findet deine Sexualpartnerin das interessant. Der Kitzler reagiert allerdings vermutlich eher auf Druck oder Reibung als auf kitzlige Haare.
Es interessiert mich, wieso du es eklig findest, die Klitoris anzufassen. Ich stelle mir dazu viele Fragen, um besser zu verstehen worum es da bei dir geht. Was macht die Klitoris speziell? Wie ist es mit deinem Penis in der Vagina? Findest du den auch eklig? Fasst du den nach dem Geschlechtsverkehr nicht mehr an, weil er in der Vagina war? Geht es um das weibliche Geschlecht allgemein oder nur um die Klitoris? Fändest du es auch eklig, wenn die Frau den Finger in den Mund nehmen würde und dich danach anfassen? Wie ist es beim Küssen? Woher kommt dieser Ekel und was ist das für ein Ekel? Hast du das Gefühl das sei dreckig? Im Mund und an den Händen sind viel mehr Bakterien als an der Klitoris... Du merkst, da sind bei mir viele Fragen offen. Vielleicht hast du ja Lust, dich etwas mehr dafür zu interessieren.
Es scheint mir so, als würde dich der Ekel ein bisschen beeinträchtigen. Wie siehst du das?
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Frage Nr. 41200 von 16.05.2026
Ich (m33, Jungfrau) habe seit paar Jahren eine bestimmte Neigung, wo ich darauf stehe, das meine künftige Partnerin in unserer Beziehung mit anderen Männern schläft, während ich ihr gegenüber monogam bleibe. Bin ich normal? Oder sogar ein Incel?
Unsere Antwort
Du schreibst von einer Neigung. Meinst du eine Fantasie? Also eine Vorstellung, die bei dir sexuelle Erregung auslöst oder verstärkt?
In sexuellen Fantasien gibt es eine bunte Vielfalt an Möglichkeiten. Das ist normal und eine schöne Spielart dessen, wofür wir unsere Vorstellungskraft einsetzen können. Manche Dinge möchte man in Wirklichkeit umsetzen, andere lieber nicht. Denn die Fantasie hat den Vorteil, dass du alle Charaktere, die darin vorkommen, selbst erschaffst. In deiner Fantasie kannst du der Mann sein, der mit einer Frau in Beziehung ist, die noch viele andere Männer sexuell begehren. Genauso kannst du bestimmte Aspekte in deiner Fantasie ausblenden, die der sexuellen Erregung nicht zuträglich wären.
Bei deiner Fantasie könnten dir allerhand Dinge einen besonderen Kick geben. Das kommt darauf an, was genau du dir da vorstellst. Denkst du, du bist trotz der anderen Männer dennoch der Partner Nummer eins? Oder ist es eher eine Demütigungsfantasie, weil sie andere Männer hat und du ihr die Treue hältst? Sind die anderen Männer, mit denen sie Sex hat, enorm attraktiv und sexuell kompetent und du wünschst dir, du könntest so sein wie die? Oder wünschst du dir eine Beziehung mit einer Frau, die unglaublich gerne und viel Sex hat? Du bist monogam, aber die sexuellen Wünsche deiner Partnerin können nur von mehreren Männern erfüllt werden? Fühlst du dich minderwertig und musst deiner Partnerin deshalb zugestehen, mit anderen sexuelle Begegnungen zu teilen? Der Reiz kann auch darin bestehen, beim Sex mit anderen zuzuschauen. Oder es reizt, dass eine Eifersuchtsszene bewusst herbeigeführt wird... und noch vieles mehr.
Es gibt Paare, die sexuelle Fantasien ausleben, wie du sie beschreibst. Das erfordert allerdings Einvernehmen und klare Absprachen. Es ist sinnvoll Ängste und Wünsche vorab offen miteinander zu teilen, eine geeignete Person gemeinsam auszuwählen und auch im Nachhinein darüber zu sprechen, wie es war.
Mit Incel hat das meiner Ansicht nach nichts zu tun. Wir haben diesen Text über Incel geschrieben. Wo siehst du da einen Zusammenhang?
Guck mal, ob dir das weiterhilft. Sonst schreib uns wieder. Gib dann bitte die Nummer dieser Frage an.
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Frage Nr. 41185 von 13.05.2026
Hallo, ich bin Fragestellerin 41130. Vielen Dank für Ihre Ausführungen :-).
Zu Ihren Rückfragen: Klar müsste eine Vagina dehnbar sein und ein Baby durchpassen. Ich hab auch damit gerechnet, dass es etwas weh tun könnte beim ersten Mal. Dieses hatte ich erst mit Ende 20. Bzw. es ging eben nicht. Dachte danach lange, es geht nicht weil ich so spät dran war oder weil ich schmerzempfindlich bin (bin ich tatsächlich). Es blutete auch leicht und tat sogar am Folgetag noch etwas weh. Das fand ich dann schon seltsam.
Im Internet stand damals überall es sollte nicht weh tun oder jedenfalls nicht so.
Sich selbst einen Finger einführen ging. Zwei oder drei fand ich schon unangenehm (wobei das ja auch blöd ist wenn man es selber machen muss). Erst Jahre später sprach ich das Thema bei der Gyn an und sie meinte, der Hymen sei bei mir schon sehr straff. Sie schlug eine OP vor. Da ich zu der Zeit viele andere körperliche Probleme hatte, hatte ich aber Angst, dass mir dieser Bereich dann nicht nur beim Sex, sondern immer wehtun wird (hab da wenig Vertrauen gehabt...). Also liess ich es. Ich war auch schon 35, also gefühlt sehr alt dafür und schämte mich.
Bei einem Gyn-Wechsel sprach ich das Thema nochmals motivierter an. Ich wollte wissen, was sie denkt. Sie lachte fast und meinte, andere Frauen seinen noch viel enger (Untersuchung). Das verwirrte mich dann komplett.
Ich probierte noch Dehnungsstifte. Sobald dieser Stift der Penisgrösse nahe kommt, tut es weh. Geht schon mit Durchatmen und Schmerzmitteln und viel Gleitgel, aber lustig ist es nicht.
Vaginismus schliesse ich aus, da die Untersuchung bei der Gyn in der Regel gut geht (wobei sie auch das kleinste Spekulum nimmt). Und da bin ich nun wirklich nicht erregt :-).
Heute weiss ich, dass ich auch Adenomyose habe und etwas Endo. Das war aber vermutlich vor über zehn Jahren ja noch nicht so. Und diese krankheitsbedingten Schmerzen sind eher im Bauch und nicht in der Scheide.
Zum älter werden: Es ist natürlich beängstigend, wenn man überall liest, dass jetzt Trockenheit, Schrumpfen, Libidoverlust kommen. Ich bin vermutlich schon in den Wechseljahren. Eine schlaue Therapie für die Bauchschmerzen hab ich auch noch nicht gefunden. Habe diese täglich.
Das Thema bin ich wirklich etwas eng und lohnt sich JETZT eine Hymenspaltung noch, treibt mich aber logischerweise noch um. Und wenn ja, wo geht man hin, denn ich glaube nicht alle Spitäler machen das regelmässig?
Ich will aber keine OP, wenn Sexualität bald sowieso nicht mehr gehen sollte. Vielleicht gibt es ein ideales Zeitfenster für solch einen Eingriff?
Unsere Antwort
Danke für deine ausführlichen Beschreibungen.
Die Wechseljahre bedeuten nicht automatisch, dass die Lust auf Sexualität abnimmt. Es gibt auch Frauen, die erst mit über 40 Jahren anfangen, eine lustvolle Sexualität zu entwickeln. Wie schon in der vorherigen Frage beschrieben, hängt dies oft mehr mit den Lebensumständen zusammen.
In den Wechseljahren verändert sich die Spannkraft der Haut etwas, und auch die Feuchtigkeit kann sich verändern. Das ist jedoch bei jeder Frau unterschiedlich. Viele Frauen haben trotz dieser Veränderungen bis ins hohe Alter Sex. Oft finden sich Wege, mit solchen Veränderungen umzugehen. Dazu gibt es ein Interview mit der Gynäkologin und Sexologin Karoline Bischoff, das du dir hier anschauen kannst. Deshalb ist es eher eine Frage an dich, ob du dir Sexualität mit vaginalem Aufnehmen eines Penis wünschst. Es kann auch sein, dass dies einfach nicht zu dir passt und du dir eine andere Form von Sexualität wünschst. Es gibt viele Möglichkeiten, körperliche Intimität miteinander zu teilen. Kurz gesagt: Sexualität kann bis ins hohe Alter gelebt werden und hat viele verschiedene Formen. Deshalb lohnt es sich jederzeit, sich um die eigene Sexualität zu kümmern – wenn du das möchtest.
Es kann sein, dass du ein Hymen hast, das das vaginale Aufnehmen eines Penis erschwert. Wie genau das bei dir aussieht, lässt sich schriftlich nicht sicher klären. Ich möchte dich ermutigen, dies nochmals bei einer gynäkologischen Untersuchung anschauen zu lassen. Am besten wendest du dich dafür an ein Krankenhaus oder eine gynäkologische Praxis in deiner Nähe, wo erfahrene Frauenärztinnen oder Frauenärzte arbeiten. Dort kannst du genau beschreiben, wann du Schmerzen spürst. Gerade wegen der Adenomyose und Endometriose ist es wichtig, dass du gut medizinisch begleitet wirst – besonders wenn du täglich Schmerzen hast. Endometriose kann auch Entzündungen in der Vagina verursachen, wie in diesem Text beschrieben wird.
Du schreibst, dass du es unangenehm findest, dir selbst Finger in die Vagina einzuführen. Diese Beobachtung könntest du dir vielleicht einmal genauer anschauen. Manchmal kann es hilfreich sein, die eigene Vagina mit den Fingern zu erkunden, um sich beim vaginalen Aufnehmen wohler zu fühlen. Lies dazu den Text zum Thema Üben. Dabei kannst du auch neugierig ertasten, was du in deiner Vagina spüren kannst. Lies dazu auch den Text über das Erkunden des weiblichen Geschlechts.
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Frage Nr. 41184 von 13.05.2026
weiblich, 24
In meiner ersten Beziehung habe ich Gewalt erfahren, ich habe bereits eine Traumatherapie abgeschlossen. Mein Sex hat sich verändert. Ich weiß nach der Therapie nicht mehr was mir gefällt, wie ich das herausfinde und ich habe generell kaum noch Lust auf Sex. Ich fühle mich etwas verloren. Was kann ich tun?
Unsere Antwort
In der Traumatherapie hast du dich wahrscheinlich um die Verarbeitung der angerichteten emotionalen Schäden gekümmert. Das ist nicht lustvoll. Zudem hast du die Gewalt in einer intimen Beziehung erlebt. Dadurch hast du dich wahrscheinlich schon länger nicht mehr mit der lustvollen Seite deiner Sexualität beschäftigt. Jetzt schlagen wir dir vor, deine Aufmerksamkeit auf dich zu richten. Als Anregung für dich und zum Üben von Selbstwahrnehmung findest du auf Lilli viele Infotexte. Im Abschnitt «Sex-Probleme und Lösungen» findest du z.B. das Kapitel «Kapitel Wenig Lust auf Sex – was tun?». Für eine persönliche Beratung suchst du am besten nach einer Sexualberater*in oder Sexolog*in. Wir haben etliche Adressen für «Sexualberatung und -therapie» auf unserer Website.
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Frage Nr. 41180 von 12.05.2026
Männlich 17 kann man während Periode der Frau Sex haben?
Unsere Antwort
Ja, ihr müsst während der Periode nicht auf Sex verzichten. In diesem Text könnt ihr nachlesen, was ihr dabei beachten solltet.
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