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Fragen & Antworten:
Sexualität

Frage Nr. 41538 von 18.07.2026

Ich wende mich anonym an Sie, weil ich mit einem sehr persönlichen und für mich beschämenden Thema noch nie mit jemandem gesprochen habe. Es fällt mir sehr schwer, das aufzuschreiben, aber ich möchte verstehen, was mit mir passiert, und Unterstützung finden. Ich bin verheiratet und Mutter.

Vor etwa sechs Jahren musste ich dringend auf eine Toilette und hielt bei einer kleinen Raststätte an einer Autobahn in der Nähe unseres Wohnorts an. Dabei entdeckte ich zufällig eine kleine Öffnung zwischen der Herren- und der Damentoilette. Ich recherchierte danach im Internet und erfuhr, dass es sich um ein sogenanntes "Glory Hole" handelt. Zunächst dachte ich nicht weiter darüber nach. Nach einiger Zeit kamen mir die Gedanken daran jedoch wieder, und ich fuhr aus reiner Neugier dorthin – während mein Mann arbeitete.
(...)

Das Reizvolle an der Situation war für mich immer, dass die Männer nicht wissen, wer ich bin, und ich nicht weiss, wer sie sind.
(...)

Das Verhalten hat sich mittlerweile nicht mehr nur auf diesen einen Ort beschränkt. Ich habe inzwischen auch andere Wege ausprobiert, um anonyme sexuelle Kontakte zu haben, unter anderem über eine Website und weitere Treffpunkte. (...)

Der Ablauf ist dabei immer ähnlich: Vor dem Hingehen bin ich sehr unruhig, fast als würde ich es körperlich brauchen – wie eine Droge. Während des Geschehens selbst spüre ich auch das Gefühl, dreckig zu sein, dieses wirkt auf mich in dem Moment jedoch eher erregend als beschämend – es ist eine Mischung aus unangenehm und sehr reizvoll zugleich. Die Scham stellt sich bei mir erst im Nachhinein ein. Ich kann mit diesem Verhalten nicht aufhören, obwohl ich es möchte. Ich habe bereits mehrfach versucht, aktiv damit aufzuhören, falle aber jedes Mal wieder zurück. Ich war deswegen bereits früher in einer Sexualtherapie, leider ohne Erfolg. Zudem hat sich bei mir mit der Zeit eine Art Toleranzentwicklung eingestellt: (...) Auch das erlebe ich wie bei einer Droge, bei der die Reizschwelle mit der Zeit steigt.

Ich habe bei diesen Kontakten nie Kondome oder andere Schutzmittel verwendet. Die sexuellen Handlungen umfassten oralen, vaginalen und analen Kontakt. Gegen eine Schwangerschaft nehme ich zusätzlich die Pille, gegen sexuell übertragbare Infektionen jedoch nicht. Vor zwei Wochen habe ich mich testen lassen; das Ergebnis war negativ. Bei einigen dieser Treffen, insbesondere bei Kontakten ausserhalb des Glory Holes, habe ich mich zeitweise unsicher oder ängstlich gefühlt.

Das Verhalten hält bis heute an, der Drang kommt immer wieder. Mein Mann weiss nichts davon. Gegenüber meinem Mann habe ich starke Schuldgefühle, auch wenn er nichts von alledem weiss. Unser Sexualleben als Paar ist davon interessanterweise nicht betroffen – wir haben nach wie vor regelmässig und unbeschwert Sex miteinander. Zusätzlich beschäftigt mich sehr stark und häufig die Sorge, von einem der Männer erkannt oder irgendwann darauf angesprochen zu werden (...)

Am wichtigsten ist mir, zu verstehen, warum ich dieses Verhalten entwickelt habe und warum ich es trotz mehrerer Versuche – auch mit vorheriger Sexualtherapie – nicht unter Kontrolle bekomme. Ich wünsche mir einen Raum, in dem ich offen und ohne Verurteilung darüber sprechen kann, und eine Einschätzung, welche Art von Behandlung mir wirklich helfen könnte. Ich bin bereit, alle weiteren Fragen so ehrlich wie möglich zu beantworten.

Für mich fühlt sich dieses Verhalten wie eine Art Sucht an, ähnlich wie bei einer Droge – mit dem Verlangen davor, das ich kaum kontrollieren kann, und dem Kreislauf aus Rückfällen trotz mehrerer eigener Versuche, damit aufzuhören.
Mit freundlichen Grüssen

Unsere Antwort

Ich würde nicht soweit suchen nach Gründen, warum du ausgerechnet dieses sexuelle Verhalten zeigst. Der Kick nach dem Aufregenden Neuen, Fremden, Verbotenen, Extremen kann eine starke Quelle für sexuelles Begehren sein. Und dann ist es oft der Zufall, der uns in eine bestimmte Richtung lenkt. Bei dir war das auch so. Da hat sich eine Möglichkeit angeboten, und es war relativ einfach, hier immer wieder nachzugeben und es immer wieder zu tun. Wenn du etwas immer wieder tust, lernst du das immer mehr mit sexuellen Begehren, sexueller Lust und sexuelle Entladung zu verbinden.

Hinzu kommen bei dir sicherlich noch andere Aspekte. Du erlebst das Verhalten als dranghaft. Drang ist ein Thema, das mit Emotionsregulation und Emotionsverarbeitung zu tun hat. Ich bitte dich, dazu diesen Text zu lesen und dir zu überlegen, welche Sehnsüchte und welche Bedürfnisse jenseits der sexuellen Erregung du eigentlich befriedigen möchtest, und was dich allenfalls in diesem Text sonst noch so anspricht.

Du schreibst, dass du schon einmal in einer Sexualtherapie gewesen bist. Das war ein guter Schritt. Es würde mich interessieren, was das für eine Sexualtherapie war, was ihr dort gemacht habt, und wie lange du dort warst. Denn auch ich würde dir eine Sexualtherapie empfehlen – möglicherweise aber in Verbindung mit einer Psychotherapie, denn es geht für mich hier nicht nur um Sexualität. Sondern es geht zum einen auch um den Umgang mit Emotionen und mit Bedürfnissen, und zum anderen auch um deine Beziehung. Du beraubst deinen Mann eine Entscheidungsmöglichkeit, weil du ihn nicht informierst. Das könnte ein wichtiger Motivator für dich werden, doch wieder fachliche Unterstützung zu suchen.

Wenn du dich fragst, was dein Mann denken würde, wenn er wüsste, was du machst, wie geht es dir dabei? Es wäre wichtig, zu beleuchten, wie dieses unmittelbare Bedürfnis nach dem Kick stärker werden kann als die Schuldgefühle. Mit welchen Gedanken und Rechtfertigungen kannst du in diesem Augenblick die innere Kontrollinstanz "ausschalten", die dir sagen möchte, dass du dieses Verhalten nicht o. k. findest gegenüber deinem Mann, und dass du nicht nur dich, sondern auch ihn dabei wegen dem Risiko sexuell übertragbare Infektionen in Gefahr bringst?

Bei dranghaftem Sexualverhalten, das man selbst eigentlich nicht okay findet, braucht es immer Rechtfertigung, um dieser Kontrollinstanz den Wind aus den Segel zu nehmen. Überleg dir mal: Kurz bevor du wieder zu einer Handlung übergehst, welche Gedanken hast du, die es dir ermöglichen, den Schritt zu dieser Handlung zu machen, statt dir zu sagen, "Nein, das mache ich jetzt nicht?" Wie ist dir das gelungen? Was sagt die Ja-Stimme, was sagt die Nein-Stimme? Beide sollte man genauer anschauen.

Es ist dir offenbar auch schon gelungen, Nein zu sagen. Wie hast du probiert, aufzuhören? Welche Strategien hast du gewählt? Was hast du gemacht, um mit dem Loch umzugehen, das entstand, wenn du dem dranghaften Verhalten nicht nachgehen konntest?

Du kannst uns gerne wieder schreiben, nachdem du den Text gelesen hast, und meine Fragen beantworten. Vielleicht kann ich dir dann, aus sexualtherapeutischer und psychotherapeutischer Sicht, noch etwas konkretere Tipps und Ideen geben.

Ich habe deine Frage stark gekürzt, denn ich möchte, dass deine Anonymität absolut gewahrt werden kann.

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Frage Nr. 41536 von 18.07.2026

Hallo Lilli, ich möchte zu Nummer 41234 eine weitere Frage stellen. Danke, dass sie es so hilfreich beantwortet. Ich habe es vergessen zu erwähnen aber ich bin männlich.

Sie haben mir geholfen, ich probiere mich jetzt mehr zu entspannen und kann mit meiner Freundin mich selber befriedigen und alles was ich mit ihr mache fühlt sich schon gut an aber ich kann einfach nicht wegen ihr zum Orgasmus kommen.

Ich dachte vielleicht, dass ich zu gewöhnt bin an meine eigene Hand mein selbst befriedigen deswegen habe ich probiert Pornos aufhören zu schauen und ich befriedige mich eigentlich fast nie aussert wenn wir zusammen sind und ich mich zum kommen bringen will.

Ich will einfach wissen ob das eher etwas mentales ist, wegen dem physikalischen, also dass die Sensation nicht stark genug ist oder ob es etwas anderes ist. Muss ich etwas ändern oder braucht es einfach Zeit. Ich habe es schon akzeptiert aber es ist ein wenig frustrierend da ich sehr froh wäre wenn sie mich zum Orgasmus bringen könnte und ich glaube sie auch. Danke für eure Antwort.

Unsere Antwort

Es freut mich, dass du schon Fortschritte beobachten konntest. Zeit allein bringt in aller Regel keine Veränderung. Es kommt drauf an, was du in dieser Zeit machst. Also es kommt darauf an, welche Erfahrungen du in dieser Zeit machst.

Ihr seid ja schon neugierig am Ausprobieren. Behaltet euch das bei. Je mehr neues ihr miteinander und jeder für sich macht und spürt und auch darüber sprecht, desto besser. Sex zu zweit gelingt oft nicht einfach so, sondern ihr lernt immer dazu und einander mehr und mehr kennen. Werft dabei den Anspruch erstmal über Bord, du müsstest dabei zum Orgasmus kommen. Das macht Druck und hilft gerade nicht weiter. Wenn ihr euch Zeit nehmt, genussvolles und schönes miteinander zu erkunden, profitiert ihr am Ende mehr.

Du hast Veränderungen bei deiner Selbstbefriedigung umgesetzt. Du schaust nun keine Pornos mehr und machst es dir seltener. Welche Erfahrungen machst du damit? Wenn du etwas neues ausprobierst, beobachte welche Veränderungen du erkennen kannst. Gerne kannst du uns davon auch berichten.

So wie ich dich verstanden habe, ist dein Ziel, mit deiner Freundin zum Orgasmus zu kommen. Um diesem Ziel näher zu kommen, möchte ich dir ans Herz legen, dich oft selbst zu befriedigen, wenn du allein bist. Denn allein kannst du ungestört andere Dinge bei der Selbstbefriedigung machen und somit nach und nach dein ganz persönliches Menü erweitern an Dingen, die dein Penis und dein ganzer Körper sexuell erregend erlebt. Tipps dazu findest du in unserem Text Wie kann ich für den Sex üben?

Du schreibst "dass ich zu gewöhnt bin an meine eigene Hand". Mich würde interessieren: Was machst du denn genau mit deiner eigenen Hand? Und was macht deine Freundin anders als du? Schau doch auch mal in unsere Texte Wie kann ich mich sexuell erregen? Darin findest du noch mehr Infos zu Vor- und Nachteilen von verschiedenen Arten, sich sexuell zu erregen.

Für die Entspannung beim Sex und bei der Selbstbefriedigung ist es auch sehr hilfreich, wenn du mit deinem Becken in Bewegung kommst. Denn in Bewegung kannst du unmöglich in eine übermäßige Anspannung kommen. Bewegung ist ein Wechsel aus Anspannung und Entspannung. Auch das kannst du wunderbar bei der Selbstbefriedigung üben. Du hältst die Hand still und bewegst deinen Penis mithilfe deines Beckens. Schau dazu auch mal dieses gif an:

Nackter Mann vor hellblauem Hintergrund steht unter der Dusche. Er hat die Hand um seinen Penis und schaukelt das Becken vor und zurück. Dabei atmet er ein und aus.

Noch etwas zu deinem Wunsch, dass du wegen ihr zum Orgasmus kommen möchtest. Wir empfehlen ganz allgemein die Haltung, dass ihr euch miteinander sexuell erregt. Mehr dazu steht in unserem Text Guter Sex: Wer befriedigt hier wen?

Schau doch mal, was du mit diesen Anregungen anfangen kannst. Du kannst uns auch wieder schreiben. Das Fragefenster ist noch bis Sonntag geöffnet und dann macht das Fragefenster Sommerferien.

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Frage Nr. 41535 von 17.07.2026

Hallo ich bin m 18 Jahre alt. Ich war heute mit meine Familie an einem See baden. Doch ich hab die ganze Zeit nur auf der Decke gesessen, weil ich die ganze Zeit ein richtig steifen Penis hatte. Ich wollte nicht, dass das jemand sieht. In meiner Badehose hatte sich ein großes Zelt gebildet. Ich war so erregt von den hübschen Frauen ringsum. Ich habe mich nicht getraut aufzustehen. Meine Eltern sollten das auch nicht sehen. Das schlimmste war, dass ich dann auch noch ohne meinen Penis zu berühren einen Samenerguss hatte. Ich wollte mich auch nicht umziehen. Ich hatte Angst, dass jemand sieht, dass ich Sperma in der Badehose habe. Wie kann ich damit umgehen, wenn wir wieder baden gehen?

Unsere Antwort

In deinem Alter ist es ganz normal, dass dein Penis oft erigiert und du es nicht steuern kannst, auch ein Orgasmus ohne deinen Penis zu berühren passiert. Es zeigt, dass dein Körper gesund und aktiv ist.

Was du tun kannst: Wenn du merkst, dass sich eine Erektion anbahnt, hilft es oft, dich abzulenken, tief durchzuatmen oder im Wasser liegen zu bleiben, bis es vorbei ist – die Kälte hilft meistens auch. Ein Handtuch griffbereit zu haben, ist auch eine gute Idee, falls du aus dem Wasser musst oder ins Wasser gehen willst. Es kann helfen, wenn du mit einer vertrauten Person darüber sprichst. Dann merkst du, dass es auch vielen anderen so geht und du nicht allein bist. Das entspannt. Zum Umziehen: Du kannst dich mit einem Handtuch bedecken, und meistens sieht man das Sperma in der Badehose gar nicht. Vor allem die anderen Menschen achten da gar nicht drauf, weil sie selbst beschäftigt sind, sich umzuziehen.

Lies auch gerne unsere Texte "Mein Penis wird steif, ohne dass ich das will – was tun?" und "Wie funktioniert die Erektion beim Mann?".

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Frage Nr. 41519 von 13.07.2026

41487

Ich nehme Antiepileptika, mehrere Bluthochdrucktabletten, Pulssenker, zwei verschiedene Medikamente gegen meiner Prostatahyperplasie, Antihistaminika gegen starken chronische Juckreiz, ein Refluxmittel und Tillidin in hoher Dosis.

Ich habe ein starkes Verlangen nach Sex, bekomme aber nur dann eine leichte Errektion, wenn ich Gewaltfantasien durchlebe, sonst rührt sich nichts. Ich ejakuliere und alle Fantasien sind vom Tisch.

Die Lust, die ich loswerden will, ist die Lust, jemanden z.B. zu vergewaltigen oder Gewalt anzutun.

Beim Solosex nehme ich lediglich meinen Penis in die Hand und reibe die Haut hoch und runter und Stelle mir vor, wie ich eine Frau fessel und z.B. in Ihre Füße beiße. Denn das zusammen ist die höchste Erregung für mich. Dabei ist es aber so, dass die Frau das unbedingt so will.

Ich glaube jedoch nicht, dass meine Frau sich an eine Paar oder Sexualberatung beteiligen würde. Sie kennt ein paar Fantasien, aber nicht die Intensität oder mein Zwiespalt. Und ich könnte das auch nicht ansprechen...

Ich möchte einfach diese Bilder loswerden und das Gefühl nicht mehr haben. Im Moment habe ich Urlaub, aber meine Auszubildende fehlt mir richtig. Aber bei ihr ist das nicht alleine die sexuelle Komponente. Sie ist mein Gedächtnis, spricht aus, was ich wegen meinen Wortfindungsstörungen nicht finde und wir ergänzen und beruflich prima.

Meiner Frau kann ich das aber nicht sagen, weil ich sie ebenfalls liebe. Ich habe sie heute ins Krankenhaus gebracht und man merkt, wie sehr man zusammengewachsen ist.

Da ich sie nie betrügen würde, habe ich ja das Problem. Wenn ich tun und lassen könnte, was ich wollte, dann würde ich meinen Gefühlen freien Lauf lassen, aber ich darf es nicht und deswegen zerstört es mich.

Unsere Antwort

Die gute Nachricht ist: Die Medikamente, die du nimmst, scheinen sich nicht negativ auf deine Lust auf Sex auszuwirken. Denn Lust auf Solosex hast du ja. Du merkst, allerdings dass die Erektion schwieriger wird, das ist bei einigen dieser Medikamente tatsächlich eine häufige Nebenwirkung.

Schwieriger heisst aber nicht unmöglich. Ich habe in der letzten Antwort schon geschrieben, dass ich vermute, dass deine Erregungstechnik die Gewaltfantasien fördert. Und das bestätigst du mir jetzt. Denn du schreibst, dass du deinen Penis nur hoch und runter reibst. Du schreibst nicht, dass du deinen Körper bewegst. Um in einem stillen Körper eine Erregung aufzubauen, braucht es Muskelspannung. Ich vermute, dass diese höher ist als du meinst. Das sage ich aus sexualtherapeutischer Erfahrung: Es ist sehr schwer für Menschen, einzuschätzen, wie sehr sie ihre Muskeln anspannen, wenn sie sexuell erregt sind. Dadurch, dass deine Technik die Durchblutung und das Gespür im Penis nicht fördert, werden die Gewaltfantasien als Erregungsqeulle um so wichtiger.

Für dich ist es absolut notwendig, dass du lernst, dich mit Bewegung sexuell zu erregen. Denn du musst etwas machen, damit die Durchblutung in deinem Becken und deinem Penis besser wird und du nicht mehr so von harten Fantasien abhängig bist. Ich würde dir das Buch Klappt's? von Michael Sztenc ans Herz legen. Das ist ein gutes Übungsbuch für Männer. Die Übungen auf unserer Webseite sind ähnlich wie die Übungen in diesem Buch. Aber in dem Buch stehen auch noch andere Sachen, die dich dabei unterstützen, wenn du dich mit deiner Sexualität und mit dir selbst als Mann auseinandersetzt. Freilich würde dir auch eine Sexualtherapie nach Sexocorporel sehr helfen. Hast du da schon mal in deiner Gegend geschaut? Es würde sich hierbei um eine Einzeltherapie handeln.

Zudem fände ich es wichtig, dass du mit Ärzten, die dir die Medikamente verschreiben, darüber redest, dass die Erektion schwierig wird. Man könnte dir PDE-5-Hemmer verschreiben. Diese fördern die Durchblutung im Penis. Man könnte mit dir auch besprechen, ob man deine Medikation allenfalls auch etwas anders einstellen könnte. Ärzte sprechen oft die Sexualität von sich aus nicht an. Es ist daher an dir, das anzusprechen. Ich möchte dir das sehr empfehlen, wenn du das noch nicht gemacht hast.

Deine Sexualität ist das eine. Die Auszubildende ist ein ganz anderes Thema. Es ist super, dass ihr euch beruflich ergänzt. Sie ist aber die falsche Person, um irgendwelche persönlichen Bedürfnisse zu erfüllen. Da sie zu dir in einem Abhängigkeitsverhältnis steht, würdest du das sozusagen ausnützen.

Es klingt für mich so, als fehlt es dir an emotionaler Nähe. Du hast geschrieben, dass du gläubig bist. Gehst du in eine Kirche? Gäbe es dort allenfalls jemanden, mit dem du dich über persönliche Sorgen und Nöte austauschen könntest?

Ich kann schlecht einschätzen, wie gut eure Beziehung ist. Du liebst deine Frau. Liebt sie dich? Lebt ihr unabhängig von Sexualität Nähe? Du klingst in dieser Beziehung einsam. Es wäre möglicherweise gut, wenn ihr mehr ins Gespräch kommen könntet. Ich weiss nicht, warum deine Frau ins Krankenhaus gekommen ist, aber sie hat offenbar ihre eigene Probleme, sie nimmt ja auch Medikamente. Es wäre schön, wenn ihr zusammen in einem Boot sein könntet. Das heisst nicht, dass du ihr alles über deine Fantasien erzählen musst, und es heisst auch nicht, dass du ihr über die Auszubildende erzählst. Und es heisst auch nicht, dass ihr unbedingt eine Paarberatung besuchen müsst. - Ja, ich merke, dass ich mir eure Beziehung nicht vorstellen kann. Wenn du möchtest, kannst du uns darüber ja auch noch etwas schreiben.

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Frage Nr. 41518 von 13.07.2026

Ich bekomme immer einen steifen Penis in blöden Situationen was dagegen ruhen 14 m wenn über penis oder Sex geschrochem wird oder wenn ich mal ins Schwimmbad gehe

Unsere Antwort

Das geht in deinem Alter vielen so. Lies doch bitte zunächst unseren Text Mein Penis wird steif ohne dass ich das will – was tun? Darin findest du Tipps für den Umgang mit ungewollten Erektionen.

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Frage Nr. 41516 von 13.07.2026

Was für ein Bodycount ist es okay zu haben? Sowohl bei Männern, als auch bei Frauen. Einige Freunde von mir haben einen Bodcount von 4+ teilweise sogar Zweistellig. Das finde ich heftig, da man irgendwann doch emotional abstumpft

Unsere Antwort

Wir halten nicht viel davon, von «Bodycount» zu sprechen. Das klingt so, als würde man Menschen zählen wie Dinge. Uns ist wichtiger: Jeder Mensch darf selbst entscheiden, wie er sein Sexleben gestalten möchte. Das gilt für Männer genauso wie für Frauen. Manche Menschen haben mit wenigen Personen Sex. Andere haben mit vielen Personen Sex. Das ist alles okay, solange alle Beteiligten es wirklich wollen und respektvoll miteinander umgehen. Lies dazu mal die beiden Texte Wie viel Sex darf eine Frau haben? und Wie viel Sex darf ein Mann haben?.

Beim Lesen deiner Frage habe ich mich auch Folgendes gefragt: Warum meinst du, dass jemand emotional abstumpft, wenn er oder sie mehr als 4 Sexualpartner*innen hatte? Hast du selbst diese Erfahrung gemacht? Oder Angst, dich so zu fühlen?

Wenn du möchtest, kannst du uns noch einmal schreiben. Gib dabei bitte die Nummer dieser Frage an.

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Frage Nr. 41515 von 13.07.2026

Ist es schlimm wenn man mit 14 Jahren männlich pornos schauen möchte und macht

Unsere Antwort

Es ist nicht schlimm, dass dich Pornos interessieren. Viele Jugendliche sind neugierig darauf. Wichtig ist aber: Du befindest dich mit 14 Jahren in der Schweiz im Schutzalter. Das heisst, der Anbieter von Pornos macht sich strafbar, wenn er dir Pornos anbietet. Du machst dich aber nicht automatisch strafbar, wenn du legale Pornos anschaust. Illegale Pornos darfst du nicht anschauen, besitzen oder herstellen, egal wie alt du bist. Lies bitte dazu diesen Text. Darin steht, was legale und illegale Pornos sind. Du liest in dem Text auch, was alles gesetzlich für Pornos gilt.

Ich möchte dich noch auf etwas hinweisen: Pornos sind dazu gemacht, dass sich damit jemand sexuell erregen kann. Manche Männer üben Selbstbefriedigung nur mit Pornos. Manche gewöhnen sich dabei an, sich nur noch mit Pornos erregen zu können. Das kann für sie dann zum Problem werden. Ich empfehle dir deshalb, dich nicht nur mit Pornos zu erregen, sondern auch Selbstbefriedigung ohne Pornos zu machen. Lies dafür bitte unsere Tipps zur Selbstbefriedigung.

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Frage Nr. 41508 von 10.07.2026

Zu 41417: mein Problem ist auch dass ich meinen Sexsualtrieb auch gar nicht mehr selber kontrollieren kann. Ich bin jetzt mehrmals zu spät zur Arbeit gekommen, weil ich schon am Morgen vor der Cam masturbiert habe. Ich habe dabei total die Zeit verpasst und nur schwer ein Ende gefunden. Es ist wie eine Sucht, von der ich nur schwer loskomme. Ich brauche ständig sexuelle Befriedigung. Ich habe mich sogar schon auf Arbeit im Klo eingeschlossen und mich ausgezogen und masturbiert. Wie kann ich das besser kontrollieren. Bin ich sexsüchtig?? Brauche ich eine Therapie?

Unsere Antwort

Du beschreibst dein Erleben und Verhalten rund um die Sexualität als dranghaft. Anstatt dass ich jetzt lange aushole, möchte ich dich auf diesen Text über dranghaft erlebte Sexualität hinweisen. Ich bitte dich, ihn genau zu lesen und die Fragen, die darin gestellt werden, für dich zu beantworten. Ich empfehle dir, beim Lesen des Textes Notizen zu machen. Denn er ist ziemlich lang. Der Text verlinkt auch auf ein Video, das ich dir empfehle, zu schauen.

Du kannst uns danach gern wieder schreiben. Mich interessiert insbesondere auch, wie dein Leben eigentlich aussieht und ob du dranghaftes Erleben/Verhalten auch schon aus anderen Bereichen kennst. Je nachdem könnte eine Sexualtherapie sinnvoll sein oder auch eine Psychotherapie oder ein Coaching. 

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Frage Nr. 41505 von 09.07.2026

Wird beim analverkehr,bei gleichzeitiger Penismassage der orgasmus heftiger

Unsere Antwort

Das kann so sein, es kann aber auch anders sein.

Generell kann man nur schwer allgemein vorhersagen, wie sich der Orgasmus bei bestimmten sexuellen Praktiken verhält. Den einen stört die Penismassage vielleicht, weil sie vom Empfinden im Anus ablenkt. Der andere genießt es sehr...

Wenn du das für dich herausfinden möchtest, hilft nur ausprobieren und selbst spüren. Es kann auch sinnvoll sein, etwas neues mehrmals auszuprobieren. Denn das Empfinden kann sich verändern.

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Frage Nr. 41503 von 08.07.2026

Hallo ich bin mänlich 36 Jahre alt. Ich habe gestern an einer Hauswand eine Aufschrift gesehen "Freier sind Täter". Das hat mich verunsichert. Ich bin leider selber noch Jungfrau und überlege seit langem, ob ich zu einem Escortgirl gehe. Ich habe einen sehr starken Sexualtrieb und bin oft auf Sexchatseiten. Ich brauche aber mal echten Sex. Dieser Spruch hat mich sehr verunsichert.

Unsere Antwort

Es ist verständlich, dass dich dieser Spruch verunsichert hat. Wenn man Sexarbeit in Anspruch nehmen möchte, ist es wichtig, sich vorher gut zu informieren. In diesem Bereich gibt es auch ausbeuterische Verhältnisse. Deshalb sollte man darauf achten, dass es sich um legale und freiwillige Sexarbeit handelt.

Dass du mit 36 Jahren noch Jungfrau bist, geht einigen Menschen so. Es gibt Menschen, die ihre ersten Erfahrungen mit Paarsexualität deutlich später machen, und das ist völlig in Ordnung.

Aus unserer Sicht spricht nichts gegen freiwillige Sexarbeit. Wenn beide Seiten respektvoll miteinander umgehen und die Entscheidung freiwillig getroffen wird, kann ein Escort für manche Menschen eine stimmige Möglichkeit sein, sexuelle Erfahrungen zu machen.

Du schreibst auch, dass du einen sehr starken Sexualtrieb hast und häufig Sexchatseiten nutzt. Ich möchte dich deshalb auf unseren Text zum Thema dranghafte Sexualität aufmerksam machen. Vielleicht erkennst du dich in einigen Beschreibungen wieder. Wenn du ihn gelesen hast, kannst du uns gerne noch einmal schreiben und erzählen, was du davon auf deine Situation übertragen konntest.

Mich würde außerdem interessieren, was du bisher unternommen hast, um eine Partnerin kennenzulernen. Bist du gerade am Daten? Was fällt dir dabei schwer? In unserem Kapitel Tipps fürs Dating und Verführen findest du Anregungen. Vielleicht kannst du dir ein oder zwei Punkte herausnehmen, die du in deinem Tempo ausprobieren möchtest.

Zusätzlich kann das Buch „Klappt’s“ von Michael Sztenc hilfreich sein, um dich behutsam auf sexuelle Begegnungen vorzubereiten und mehr Vertrauen in dich selbst zu entwickeln.

Wenn du noch Fragen hast, melde dich gerne wieder. Gib dann einfach die Nummer der Antwort an.

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Frage Nr. 41502 von 08.07.2026

Hallo liebes Team
Ist es eigentlich komisch sich mit dem Duschkopf selbst zu befriedigen? Und muss man dabei auf etwas achten (Gesundheit) ? Danke { w, 24 }

Unsere Antwort

Was meinst du mit komisch?

Es gibt viele Menschen, die sich mit dem Duschkopf selbst befriedigen. Wir haben das auch in diesem Text beschrieben.

Du solltest dabei darauf achten, dass du den Duschstrahl nicht in die Vagina richtest, denn das könnte die Vaginalflora stören.

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Frage Nr. 41498 von 07.07.2026

Hallo zusammen

Ich wollte mal fragen, was ich machen kann, damit mein Penis länger hart bleibt und ich zum Höhepunkt kommt. Ich bin schon 71 Jahre alte und habe eigentlich noch immer sehr viel Spass dabei, aber es gibt immer wieder Zeiten wo ich nicht komme, auch wenn die Frau mich über länger reibt. Die Blaue Pille will ich aber nicht nehmen.
Danke für eure Antwort.

Unsere Antwort

In deinem Alter ist es sehr sinnvoll, wenn du investierst in eine bessere Durchblutung deines Penis. Denn die Blutgefäße sind nicht mehr gleich flexibel wie bei einem jungen Mann, und der Testosteronspiegel ist auch nicht mehr so hoch. Bessere Durchblutung bedeutet mehr Blut im Penis und ein steiferer Penis. Bessere Durchblutung bedeutet auch, dass du mehr spürst im Penis, und das ist wichtig, wenn du dich zu einem Höhepunkt erregen möchtest.

Bei dem, was du die blaue Pille nennst, handelt es sich um PDE-5-Hemmer. Sie fördern die Durchblutung. Du möchtest sie nicht nehmen. Das ist okay. Umso wichtiger ist es, dass du lernst, wie du deinen Körper beim Sex einsetzen kannst, so dass dein Becken und dein Penis möglichst gut durchblutet werden.

Du schreibst von Reibung durch die Frau. Überleg dir mal: ist dein Körper dabei eher still, oder bewegst du dein Becken? Spannst du die Muskeln im Becken eher an, oder gibt es da ein aktives Spiel als Spannung und Entspannung? Wie machst du das beim Solo Sex? Ich bitte dich, diesen Text über Erregungstechniken zu lesen. Überleg dir, was darin auf dich zutrifft.

Bewegung ist eine hervorragende Methode, die Durchblutung im Becken zu steigern. Bewegte Muskeln sind einfach stärker durchblutet. Durch das Bewegen der Muskeln kannst du auch das Blut besser in den Penis pumpen. Wenn du hingegen die Muskeln einfach an spannst, kann es sein, dass die Durchblutung eher etwas durch unterdrückt wird, denn der Muskeldruck ist möglicherweise stärker als der Blutdruck. 

Ich empfehle dir also, dass du deine sexuelle Technik erweiterst. Wir haben dazu viele Tipps auf dieser Website. Zunächst mal möchte ich dir diesen Text über Bewegung beim Sex empfehlen. Von dort kommst du auf Texte mit Übungstipps. Vielleicht interessiert dich auch das Buch "Klappt's?" von Michael Sztenc.

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Frage Nr. 41492 von 05.07.2026

Halo.
Ich habe meine Periode aber richtig lust auf Selbstbefriedigung. Das Problem ich möchte keine Blutigen Finger und nur an der Brust geht das bei mir nicht. (W,11)

Unsere Antwort

Du kannst während deiner Periode auch Selbstbefriedigung machen, ohne dass deine Finger blutig werden. Zum Beispiel indem du einen Tampon benutzt und dich am äusseren Geschlecht berührst. Schau dazu mal in den Text Weibliches Geschlecht: Was ist erregend - und wo?. Und vielleicht interessiert dich auch dieser Text mit Tipps für die Selbstbefriedigung.

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Frage Nr. 41489 von 04.07.2026

Ich (m 19) bitte euch um einen Rat, wie ich mich in der folgenden Sache verhalten soll. Vor ungefähr drei Monaten wurde ich von meiner Nachbarin gebeten, ihrer Tochter (12) Nachhilfe zu geben, was dann auch zweimal die Woche stattfand. Ehrlich gesagt, war ich von der Aussicht nicht sehr begeistert, mit einer vermutlich zickigen und mitten in der Pubertät steckenden Zwölfjährigen zu lernen.

Tatsächlich war sie das Gegenteil von meinen sämtlichen negativen Befürchtungen und wir hatten von Anfang an ein gutes Verhältnis. Ich lud sie zweimal zum Eisessen ein und einmal waren wir gemeinsam mit ihrer Mutter im Schwimmbad.

Das Problem begann vor etwa einem Monat, als mir klar wurde, dass ich für sie mehr empfinde, als nur Freundschaft. Wenn ich an unseren Besuch im Schwimmbad denke, wo ich sie im Bikini sah, bin ich immer so erregt, dass ich mich deshalb bereits mehrmals selbstbefriedigte

Ehrlich gesagt ist es einzig die Angst vor strafrechtlichen Konsequenzen, die mich vor unüberlegten Schritten zurückhält. Wie kann/soll es weitergehen ?

Unsere Antwort

Nimm deine Angst vor strafrechtlichen Konsequenzen ernst. Es ist gut, dass du diese Angst hast, denn sie hilft dir dabei, eine Grenze nicht zu überschreiten und keine Straftat zu begehen.

Es ist schön, dass ihr ein gutes Verhältnis miteinander habt. Ein Gefühl der Anziehung kümmert sich manchmal herzlich wenig um Altersunterschiede. Aufgrund eures Altersunterschieds darf es allerdings mit der Tochter deiner Nachbarin zu keinen sexuellen Annäherungen kommen. Sonst machst du dich strafbar. Und sexuelle Annäherungen beginnen früher, als du vielleicht denkst. Bereits Berührungen können als sexuelle Handlungen verstanden oder gewertet werden. Das solltest du nicht riskieren. Du könntest ins Gefängnis kommen, und dein Leben könnte damit zerstört werden. Davor solltest du dich unbedingt schützen. Lies dazu bitte auch unseren Text «Sexuelle Handlungen und das Schutzalter».

Es ist, wie schon gesagt, gut, dass dich deine Angst vor Konsequenzen zurückhält. Aber bist du dir auch bewusst, warum sexuelle Handlungen in diesem Fall eine Straftat sind? Sie kann noch nicht begreifen, was eine sexuelle Annäherung von einem Erwachsenen oder fast erwachsenen Jugendlichen bedeuten würde. Es liegt daher in deiner Verantwortung, diese Grenze einzuhalten. Du bist ihr Nachhilfelehrer. Dadurch hast du ihr gegenüber eine besondere Verantwortung. Ich unterstelle dir dabei nicht, dass du sie für deine sexuellen Bedürfnisse ausnutzen würdest. Aber der Schutz von Minderjährigen vor sexuellen Handlungen, die ihnen schaden können, ist ein hohes Gut.

Sexuelle Fantasien sind nicht dasselbe wie Handlungen. Du machst dich nicht strafbar, weil du sexuelle Fantasien hast. Aber in der Realität darfst du das nicht machen. Und es liegt in deiner Verantwortung, dich daran zu halten. 

Wenn du merkst, dass du dich nicht gut abgrenzen kannst oder dass du unter deinen Liebesgefühlen leidest, dann beende am besten die Nachhilfe. Dann ist es besser, wenn du die Tochter deiner Nachbarin möglichst wenig siehst und dich anderen Dingen in deinem Leben zuwendest.

Wenn du merkst, dass du nicht unter deinen Gefühlen leidest und dich sicher abgrenzen kannst, kannst du ihr auch weiter Nachhilfe geben. Dann solltest du dich aber ausschliesslich auf die Nachhilfe beschränken und keine weiteren privaten Treffen zulassen.

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Frage Nr. 41487 von 04.07.2026

Hallo liebes Lilli Team,

ich männlich, 52 Jahre alt, verheiratet und habe zwei Kinder - beide bereits erwachsen.

Vorweg, ich bin ein zerrissener Mann... zum einen bin ich liebevoll, verständnisvoll, zuvorkommend und hasse Gewalt jeglicher Art. Aber zum anderen, wenn es um Sexualität geht und ich dringend Sex benötige, habe ich Gewaltfantasien übelster Art. Ich komme später explizit darauf zurück.

Die Grundproblematik ist, dass meine Frau, die ich wirklich liebe, und ich schon seit Jahren keinen Sex mehr hatten. Meine Frau nimmt Sertralin, was zu einer Unlust führt und ich bin wegen vieler Medikamente, faktisch Impotent. Das dumme ist, die sexuellen Gefühle sind da und ich muss mich täglich selbst befriedigen, damit ich am Folgetag keine Lust verspüre. Aber manchmal kommt sie doch durch.

Ich habe Angst, dass ich irgendwann mal austicken und jemanden anfalle - verschiedene Szenarien habe ich schon durchexerziert

Mich hält lediglich mein Glaube, davon ab, als auch, dass ich nicht ins Gefängnis gehen möchte und dass meine Familie von mir enttäuscht wäre.

Jetzt kommt aber noch etwas anderes hinzu, was mich wahnsinnig belastet... seit fast einem Jahr bin ich jetzt in einer neuen Filiale tätig und habe die Ausbildung einer Auszubildenden übernommen. Meine Auszubildende ist 25 Jahre alt und hat auch schon eine andere Ausbildung hinter sich gebracht. Sie ist keine besondere Schönheit und eigentlich stehe ich nicht auf kleine schlanke Frauen. Aber diese Person hat mich schon fasziniert, als ich die das erste Mal gesehen habe. Ich kann nicht mal sagen warum. Jetzt, wo wir zusammenarbeiten und das wirklich intensiv, habe ich mich in sie verliebt. Es ist zum Mäuse melken, wie kann das passieren? Ich erhoffe mir zwar, dass sie mir gegenüber irgendwelche unmissverständliche Signale aussendet, aber da kommt nichts. Heute musste ich sie als Auszubildende bewerten. Sie arbeitet wirklich sehr gut und ich musste auch objektiv ihr gute bis sehr gute Noten geben. Ich bin mit ihr die Bewertung durchgegangen und sie fing vor Rührung an zu weinen an, weil sie noch nie so gesehen wurde. Ich hätte sie jetzt gerne einfach in den Arm genommen und ihr liebevoll auf die Stirn geküsst, aber ich konnte mich gerade so zurück halten.

Solche und ähnliche Situationen tauchen immer wieder auf und ich halte das bald nicht mehr aus.

Ihr könnte ich keine bösen Dinge antun. Witzigerweise sind auch Frauen geschützt, die tätowiert sind oder Pearcings haben. Ich hasse das nämlich und ich finde es unerotisch.

Angenommen ich sehe eine Frau, dann ist der erste Blick ins Gesicht, der zweite auf die Füße. Wenn Sie zwar gutaussehend ist, aber Sneakers an hat, wird sie bereits aussortiert, weil unerotisch. Hat sie offene Schuhe z.B. Ballerinas oder Pumps an und evtl. eine enge Leggins, klappt es sogar, dass mein Penis hart wird.

Ich würde niemals einer Frau gegen ihren Willen etwas tun, aber ich würde gerne soweit gegen, ihr Geld anzubieten und sie fesseln, foltern und penetrieren, bis sie ohnmächtig wird. Sie soll leiden. Aber ich hasse die Frau dabei nicht, sondern ich finde das einfach erotisch. Dabei würde ich mich selbst befriedigen und alles auch filmen.

Wenn ich ornaniert habe, denke ich immer, gut dass Du es nicht getan hast. Ich bin wieder der Alte.

Professionelle Hilfe gibt es sozusagen hier, wo ich wohne nicht. Es gibt zwar Psychologen, die über zwei Jahre im Voraus ausgebucht sind und diesbezüglich nicht praktizieren.

Das aller schlimmste aber ist, so finde ich es, dass ich Vergewaltiger verstehen kann und ich nehme es Ihnen nicht mal übel. Aber trotzdem tun mir die Frauen leid und ich fühle auch mit Ihnen. Gleichzeitig finde ich es Mist, dass ein Vergewaltiger nur 3 Jahre bekommt und ein Steuerbetrüger 7.

Was ist mit mir falsch?

Unsere Antwort

Danke für deine offene Schilderung. So, wie du deine Situation beschreibst, spürt man gut, wie groß deine Not ist.

Zu deiner größten Sorge möchte ich dir zuerst etwas sagen: Du hast Angst, irgendwann zum Straftäter zu werden. So, wie du deine Situation schilderst, spricht für mich allerdings vieles dagegen. Du schreibst immer wieder, dass du niemandem etwas antun möchtest, dass dir die Frauen leidtun und dass dich deine Fantasien selbst erschrecken. Du schreibst auch, dass dein Glaube dir Halt gibt und dass du deine Familie nicht enttäuschen möchtest. Das alles zeigt für mich, dass du dir große Sorgen machst, wie du mit diesen Fantasien verantwortungsvoll umgehen kannst.

Ich glaube auch nicht, dass mit dir grundsätzlich etwas "falsch" ist. Ich habe vielmehr den Eindruck, dass mehrere Dinge zusammenkommen: eine für dich unbefriedigende Sexualität in deiner Partnerschaft, Probleme mit deiner sexuellen Funktion und eine sexuelle Erregung, die sich im Lauf der Jahre immer stärker auf bestimmte Reize und Fantasien eingeengt hat. Daran kann man arbeiten. Das braucht Zeit. Und ich würde dir dafür dringend eine sexualtherapeutische Begleitung empfehlen.

Auch deine Verliebtheit überrascht mich nicht. Du beschreibst eine Sexualität, die dich seit Jahren belastet. Dass du dich in einer solchen Situation in eine Frau verliebst, die dich fasziniert und mit der du viel Zeit verbringst, finde ich gut nachvollziehbar.

Damit ich deine Situation besser verstehe, hätte ich ein paar Fragen:

  • Du schreibst, du seist wegen der Medikamente praktisch impotent. Gleichzeitig machst du täglich Solosex. Das passt für mich nicht zusammen. Bekommst du beim Solosex eine Erektion? Einen Orgasmus? Eine Ejakulation? Welche Medikamente nimmst du ein und weshalb?
  • Du schreibst außerdem, dass du dich täglich selbst befriedigen musst, damit du am nächsten Tag keine Lust mehr verspürst. Deshalb vermute ich, dass es dabei weniger um Genuss als darum geht, irgend etwas möglichst schnell wieder loszuwerden. Was ist es, was du loswerden möchtest? Du schreibst, du willst "Lust" loswerden. Lust auf was?
  • Was machst du beim Solosex? Schau dir bitte diesen Text an und überleg dir, wie du deinen Körper dabei einsetzt. Es könnte sein, dass deine Fantasien damit zusammenhängten, wie du den Körper beim Sex einsetzt. Oft hängen Gewaltfantasien mit hoher Muskelspannung in der sexuellen Erregung zusammen. Ich bitte dich dazu, diesen Text und diesen Text zu lesen. In einer Sexualberatung oder Sexualtherapie könntest du lernen, dich auf andere Weise zu erregen, damit andere Bilder in deinem Kopf entstehen als solche mit gewaltvollem Inhalt.
  • Könntest du dir außerdem vorstellen, dass deine Frau bereit wäre, gemeinsam mit dir eine Paar- oder Sexualberatung zu besuchen, falls ihr eine passende Fachperson finden würdet?

Du schreibst, dass du Angst hast, irgendwann die Kontrolle zu verlieren. Diese Angst nehme ich ernst. Gleichzeitig sehe ich in deiner Schilderung viele Anzeichen dafür, dass du alles daransetzt, genau das zu verhindern. Weil ich deine Situation aus der Ferne aber nicht vollständig einschätzen kann, finde ich wichtig, dass du dir dafür persönliche Unterstützung suchst. Vielleicht kommst du über das Männerberatungsnetz zu einer Beratungsstelle.

Falls du irgendwann merken solltest, dass deine Angst größer wird oder du dir selbst nicht mehr traust, such dir bitte sofort persönliche Hilfe – in Deutschland gibt es zum Beispiel bei einer psychiatrischen Notaufnahme, einer Klinik für Psychiatrie oder beim ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117. Sag dort klar, dass du Angst hast, die Kontrolle zu verlieren und jemandem etwas anzutun.

Wenn du magst, schreib uns doch noch mal und gib die Nummer dieser Frage an. Mit deinen Antworten können wir besser beurteilen, welche Möglichkeiten es gibt, wie du weiterkommt. Ich finde wie gesagt eine Sexualtherapie sehr sinnvoll. Ich empfehle, dass sie nach dem Sexocorporel-Konzept ist. Könntest du im Internet schauen, ob es da irgend jemanden in deiner Gegend gibt? Du könntest uns auch angeben, in welchem Land oder in welcher Region du lebst. Wir würden das aus deiner Frage herausstreichen.

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Frage Nr. 41480 von 01.07.2026

Zu 41430: meine Fantasien und Neigungen bestehen schon seit der Pubertät. Mit 18 hatte ich schonmal Sex mit einem anderen Mann. Mich erregen Penisse extrem. Gerade Analsex und gegenseitiges Ejakulieren erregen mich. Ich habe diese sexuellen Neigungen aber damals nicht weiter verfolgt, da es im Umfeld viele negative Kommentare gab. Jetzt ist mein Drang danach aber wieder sehr groß geworden.

Unsere Antwort

Es könnte hilfreich für dich sein, zwischen den sexuellen Bedürfnissen selbst und den Reaktionen darauf zu unterscheiden. Das eine ist die Frage, was dich tatsächlich erotisch anzieht und erregt. Das andere ist die Frage, welche Gefühle, Bewertungen, Ängste oder Erwartungen du im Laufe der Jahre damit verbunden hast.

Im Moment geht es wohl weniger darum, sofort festzulegen, ob du bisexuell, queer oder etwas anderes bist. Wichtiger erscheint mir die weitere Selbstreflexion:

Welche Bedeutung haben diese Wünsche heute für dich? Sind sie ein gelegentlicher Teil deiner Sexualität oder ein zentraler Aspekt davon?

Was empfindest du, wenn du dir vorstellst, diese Seite von dir nicht länger verstecken zu müssen? Was befürchtest du, wenn andere Menschen davon erfahren?

Welche Rolle spielt deine Beziehung zu deiner Frau in deinen Zukunftsvorstellungen?

Du könntest dir Antworten auf diese Fragen notieren. Vielleicht möchtest du sie mit uns teilen oder Abschnitte davon. Vielleicht möchtest du das einfach für dich machen.

Du beschreibst einen starken Drang. Manchmal werden lange unterdrückte Bedürfnisse besonders intensiv spürbar, sobald man ihnen erstmals wieder Raum gibt. Ich habe den Eindruck, dass du aktuell an einem Punkt bist, an dem es weniger um eine sexuelle Fantasie geht als um die Frage, wie du deine verschiedenen Bedürfnisse, Werte und Beziehungen miteinander in Einklang bringen möchtest. Für diesen Klärungsprozess kann eine Beratung oder eine (sexual)therapeutische Begleitung sehr hilfreich sein. Nimm dir weiter Zeit und Raum, neugierig auf dich selbst zu schauen, vielleicht auch mal in einer queeren Beratungsstelle.

Du kannst uns selbstverständlich auch jederzeit wieder schreiben. Gut möglich, dass die anonyme schriftliche Auseinandersetzung mit deinen Themen für dich aktuell genau das richtige ist.

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Frage Nr. 41477 von 01.07.2026

Wie bekomme ich mal wieder eine Erektion ? Libido ist da .
Dasgeht sch über zwei drei Jahre.

Unsere Antwort

Du hast gar keine Erektion? Ist der Penis die ganze Zeit völlig schlaff? Egal was du mit ihm machst? Dann solltest du das ärztlich abklären lassen. In diesem Text erfährst du mehr über den Arztbesuch.

Ich weiss zu wenig über dein Problem, als das ich dir da konkret weiterhelfen könnte. Ich empfehle dir aber mal, dass du unser Kapitel über Erektionsprobleme liest. Vielleicht kommst du so schon weiter. 

Du kannst uns gern wieder schreiben. Es ist gut, wenn du dann einige weitere Angaben machst: 

  • Hast du immer oder nur in bestimmten Situationen keine Erektion? Wann?
  • Oder fliesst zwar Blut in den Penis, aber er wird nicht so steif wie du das möchtest? Wie steif wird er?
  • Wie alt bist du?
  • Hast du irgendwelche körperlichen Probleme?
  • Nimmst du irgendwelche Medikamente?

Wenn du uns wieder schreibst, gib bitte die Nummer dieser Frage an.

 

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Frage Nr. 41443 von 30.06.2026

Zu 41417: ja, ich habe tatsächlich nie das Gefühl satt zu sein. Ich komme bei den Cam Shows zum Orgasmus. Wenn er abgeklungen ist, will ich sofort den nächsten. Ich stimuliere mich mit verschiedenen Dildos. Meine Erregung wird natürlich sehr stark von den chat Nachrichten verstärkt. Ich sitze oft 3- 4 Stunden vor der cam und will Orgasmus nach Orgasmus. Bei den Cam Shows und den Pornos erregt es mich sehr, dass mich andere nackt sehen und ich suche Bestätigung für meinen Körper. Wobei ich denke, dass ich schon einen sehr erregenden Körper für Männer habe. Ich bin sehr schlank und habe mit Körbchen D schon ziemlich große Brüste. Ich brauche trotzdem die Bestätigung. Sonst bin ich eher ein nicht so selbstbewusster Mensch. Solo Sex mit mir erregt mich kaum noch. Ich brauche die Cam Shows zur Erregung. Und auch die Pornodrehs brauche ich. Dabei finde ich Bestätigung. Ich habe da schon 3 Männer gefunden, denen es genauso geht und mit denen ich regelmäßig drehe. Kann meine Libido nicht einfach normal sein und nicht so extrem? Kann man da etwas machen? Meine Sorge ist nur dass meine Mutter mal zufällig darauf stößt. Manche Leute würde mich als Flittchen abstempeln.

Unsere Antwort

Danke für die Ergänzung. Da kann ich mir deine Situation besser vorstellen.

Du schreibst, dass du Angst hast, deine Mutter könnte zufällig auf deine Cam Shows oder Pornodrehs stoßen und dass andere dich als "Flittchen" abstempeln könnten. Ich finde nicht, dass dieser Begriff dich beschreibt. Als 19-jährige Frau darfst du deine Sexualität so leben, wie sie für dich stimmt – solange niemand zu Schaden kommt und alle Beteiligten freiwillig mitmachen. Mich beschäftigt deshalb nicht, dass du Cam Shows machst oder Pornos drehst. Mich beschäftigt vielmehr, dass du selbst darunter leidest, dass du sie brauchst, wie viel Zeit sie inzwischen einnehmen und dass sie dich offenbar nie wirklich zufrieden machen.

Du schreibst, dass du dir wünschst, deine Libido wäre einfach normal und nicht so extrem. Ich glaube allerdings nicht, dass deine Libido das eigentliche Problem ist. Wie du selbst sagst, erregt dich Solosex allein kaum noch. Von dieser Seite betrachtet könnte man genauso gut sagen, deine Libido sei zu tief.

Beides trifft aus meiner Sicht nicht zu. Ich denke vielmehr, dass du grundsätzlich eine gute Libido hast. Gleichzeitig schreibst du selbst, dass du die Cam Shows nicht nur zur sexuellen Erregung brauchst, sondern auch zur Bestätigung. Das zeigt, wie wichtig diese Bestätigung für deine sexuelle Erregung geworden ist. Dass du nach einem Orgasmus sofort den nächsten möchtest, passt gut dazu. Wenn eine Erregungsquelle zwar immer wieder neuen Appetit macht, aber nicht wirklich satt macht, entsteht leicht das Gefühl, immer noch mehr zu brauchen.

Du kannst dein Problem aus meiner Sicht auf zwei Arten angehen:

1) Selbstvertrauen aufbauen.

Mich würde interessieren, was dir die Bestätigung durch die Zuschauer genau gibt. Was bestätigen sie dir? Was bekommst du dort, wonach du dich so sehr sehnst? Geht es um die Bestätigung deiner Weiblichkeit? Deines Körpers? Dass du liebenswert bist? Oder um etwas ganz anderes? Das herauszufinden ist der erste Schritt.

Der zweite Schritt ist, dir nach und nach neue Erfahrungen zu ermöglichen, die dein Selbstvertrauen wachsen lassen. Vielleicht bedeutet das, Unsicherheiten auszuhalten, Scham zu überwinden oder Dinge auszuprobieren, die sich anfangs ungewohnt anfühlen. Unser Gehirn lernt vor allem durch neue Erfahrungen. Mit jeder neuen Erfahrung kann dein Selbstvertrauen ein Stück wachsen. Das braucht Zeit und Wiederholung.

Wenn du mir etwas konkreter erzählst, in welchen Situationen dein Selbstvertrauen klein wird oder woran du manchmal zweifelst, kann ich dir vielleicht ein paar Anregungen geben, wie du dort neue Erfahrungen sammeln kannst.

2) Dein sexuelles Erregungsmenü erweitern.

Im Moment hat dein Gehirn gelernt, dass starke sexuelle Erregung vor allem mit Cam Shows, Pornos und der damit verbundenen Bestätigung durch andere zusammenhängt. Die gute Nachricht ist: Dein sexuelles Erleben ist lernfähig. Das, was du sexuell gelernt hast, kannst du auch wieder erweitern. Das geschieht allerdings nicht von heute auf morgen, sondern indem du deinem Gehirn immer wieder neue Erfahrungen anbietest.

Das Ziel ist nicht, dass du weniger Lust hast. Das Ziel ist, dass deine Sexualität wieder vielfältiger wird und dich auch wirklich befriedigt. Dadurch wirst du unabhängiger von Cam Shows und der Bestätigung durch andere.

Könntest du dir vorstellen, wieder etwas Neues über deine Sexualität zu lernen? Wäre es für dich spannend, wenn Solosex mit der Zeit wieder interessanter und befriedigender werden könnte – ohne dass du dafür auf Cam Shows angewiesen bist?

Falls du Lust hast, könntest du beginnen, die Cam Shows zwischendurch bewusst einmal wegzulassen und stattdessen neugierig zu erforschen, was dein eigener Körper ohne diese Reize erlebt. Das wird sich am Anfang wahrscheinlich nicht so aufregend und erregend anfühlen. Aber genau so lernt dein Gehirn neue sexuelle Erregungsquellen kennen. Wenn dich das interessiert, könnte ich dir Tipps geben, wie du dabei konkret vorgehen kannst.

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Frage Nr. 41439 von 29.06.2026

Ich bin männlich 17 (trans FTM) und habe eine Freundin (weiblich). Wir hatten kürzlich oral Sex und ich habe paar Stunden danach Hals schmerzen bekommen (dazu schmerzen beim schlucken und essen) und dieses Zäpfchen ist angeschwollen unter der Zunge und tut auch weh. Ich frage mich ob ich das Problem bin oder sie oder vielleicht wir beide da ich dieses Problem schon bei meiner ex Partnerin hatte. Wie kann ich das vermeiden dass das wieder passiert? Und woher kommt das?

Unsere Antwort

Wenn du solch ausgeprägte Symptome mit Hals- und Schluckschmerzen sowie Anschwellen des Halszäpfchens hast, empfehle ich dir eine ärztliche Abklärung. Die Ärztin sollte sich den Mund/Rachenraum genau anschauen und tasten, ob es vergrösserte Lymphknoten in der Halsregion gibt. Grundsätzlich gilt es auszuschliessen, ob eine bakterielle oder virale Infektion besteht. Insbesondere sollte eine Infektion mit Gonokokken und Chlamydien ausgeschlossen werden, da diese auf jeden Fall behandelt werden müssten. Dafür braucht es einen direkten Abstrich aus dem Rachenraum, bei welchem auf Gonokokken, Chlamydien und Streptokokken getestet werden sollte. Zusätzlich wäre - je nach Risikosituation -, auch eine Abklärung auf andere sexuell übertragene Krankheiten sinnvoll (HIV, Syphilis-Test im Blut). Als Ursache der Symptome wäre auch eine Infektion mit anderen Viren möglich (wie Epstein Barr-Virus, Rhinoviren, Coronavirus, Adenoviren, Herpesvirus), für welche es allerdings keine spezielle Therapie gibt. 

Grundsätzlich wäre auch eine allergische Reaktion als Ursache zu überlegen, wofür insbesondere das Anschwellen des Halszäpfchens sprechen würde. Insbesondere wenn du Allergiker bist (Heuschnupfen, Neurodermitis, Asthma etc.) könnte auch in dieser Richtung gesucht werden, um herauszufinden, worauf genau du reagierst. 

Auf jeden Fall würde ich es ernst nehmen und dies ärztlich abklären lassen.

Diese Antwort gilt auch für Frage 41438.

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Frage Nr. 41435 von 29.06.2026

Hallo!

Muss ich m/43 mir Sorgen machen- wenn ich nicht die empfohlenen 21 und mehr orgasmen im Monat bekomme? Ich habe aufgrund eines stressigen Jobs auch keine Lust auf Masturbation und mir reicht der Sex mit meiner Partnerin- da komme ich aber auf 6-8x pro Monat. Habe etwas Sorge- ob ich deswegen eher prostatakrebs bekommen könnte. Danke!

Unsere Antwort

Du beziehst dich mit den "21 Ejakulationen" pro Monat auf eine Studie, die zwar häufig zitiert wird, aber einige Fragen aufwirft. Es handelt sich um eine Beobachtungsstudie, keine randomisierte Studie. Die Ejakulationshäufigkeit wurde von den Männern retrospektive selbst angegeben. Es wurde über mehrer Jahre rückwirkend befragt, die Erinnerung kann täuschen. Männer mit hoher Libido (also den genannten 21 Ejakulationen oder mehr) unterscheiden sich von anderen Männern oft auch in anderen Faktoren, wie körperliche Aktivität, Stoffwechsel, Hormonhaushalt etc. Es ist also gut möglich, dass diese umgebenden Faktoren auch eine grössere Rolle spielen. Ausserdem wurde beschrieben, dass sich der mögliche Vorteil von häufigen Ejakulationen auf niedriggradige oder intermediäre Tumoren bezieht. Bei sehr aggressiven und fortgeschrittenen Tumoren, war der Vorteil nicht signifikant. 

Also eine Aussage wie: "21 Ejakulationen pro Monat verhindern Prostatacarcinom" ist falsch.

Wenn überhaupt könnte man es so formulieren: regelmässiges ejakulieren scheint mit einem geringeren Risiko für ein Prostatakarzinom assoziiert zu sein und könnte günstig sein. Das ersetzt jedoch keine Vorsorge und ist keine gesicherte Präventionsmassnahme.

Mit anderen Worten: du kannst dich entspannen. Stresse dich nicht noch mehr in deinem ohnehin stressigen Alltag.

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