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Fragen & Antworten:
Sexualität

Frage Nr. 40164 von 11.09.2025

Hallo liebes Lilli-Team,

ich bin m26 und habe erst vor ein paar Monaten angefangen, Erfahrungen mit Frauen zu machen.

Es kommt mir so vor, als wäre mein Erleben sehr anders, als das von den meisten Menschen.
Ein Beispiel:
Ich bin sehr empfindlich bei Lautstärke. Wenn irgendwo laute Musik ist, oder viele Menschen gleichzeitig reden, ist das sehr unangenehm.
Ich denke mir: "Wie kann das sein, dass den anderen Leuten das nicht zu laut ist?"

Ich nehme das Thema Lautstärke als Beispiel, weil ich dabei - ähnlich wie bei meinem sexuellen Erleben - das Gefühl habe, dass ich nicht so wahrnehme, wie andere.

Ich nehme beim Küssen sehr oft einen Geruch/Geschmack wahr, wobei ich mir denke: "Wenn das alle anderen auch so empfinden würden, wäre Küssen nicht so etwas 'normales' "
Ich habe schon mehrere Frauen geküsst. Bei fremden Frauen war es immer so.
Aber auch bei meiner Sexualpartnerin (5 Monate Beziehung) gab es immer wieder Tage oder Momente, in denen ich wieder diesen Geschmack wahrgenommen habe.
Ich kann das schon ausblenden. Aber ich finde es komisch, dass Küssen bei sexuellen Beziehungen zum Standardprogramm gehört.

Oralsex finde ich auch fragwürdig. Ich habe es öfter als drei Mal ausprobiert. Einmal war der Geschmack und Geruch ganz ok. Aber beim nächsten Mal schon wieder unangenehm.
Bei Oralsex fällt es mir leichter zu sagen: Das gefällt mir wohl einfach nicht.
Aber beim Küssen komme ich mir komisch vor, wenn ich das nicht mag.

Ich will die Frauen lieber auf die Wange küssen, oder auch nur ganz sanften Lippenkontakt, das mag ich sehr gerne.

Bei der Penetration geht es mir ähnlich. Ich hab es bisher schon fünf oder sechs mal gemacht. Es klappt auch gut.
Aber ich würde lieber etwas anderes machen - Befriedigung mit den Händen, oder sich aneinander reiben.
Mein Penis hat einen sehr steilen Erektionswinkel. Bei der Penetration muss ich darauf achten, dass er nicht zu weit von meinem Körper gedrückt wird, sonst tut es weh.
Aber ich finde es auch grundsätzlich nicht so schön, wie ich meinen Penis in der Vagina wahrnehme.

Es ist schon schwer genug, eine Frau zu finden, mit der ich mich charakterlich gut verstehe.
Dass es beim Sex auch noch so viele Punkte gibt, auf die man sich einigen muss, finde ich ein wenig entmutigend.

Und ich komme mir komisch vor. Ich frage mich, wie sehr ich mich an die "Norm" anpassen soll.
Küssen ist normal. Penetration ist normal. Und ich krieg das auch hin, und manchmal gefällt es mir auch.

Am liebsten würde ich nur kuscheln, und dabei zusammen/gegenseitige Masturbation machen.
Es fällt mir schwer, dazu zu stehen. Könnt ihr mich irgendwie ermutigen?
Gibt es dafür eine Erklärung? Gibt es irgendwo Erfahrungsberichte von Menschen, denen es vielleicht ähnlich geht?
Ich habe Angst, dass ich nicht verstanden werde, weil ich auch bei anderen Themen immer wieder auf Unverständnis stoße, wenn ich etwas nicht mag, weil es mir "zu viel" ist.

Und auch zum Thema Küssen und Penetration bekomme ich in Gesprächen immer wieder vermittelt: Das ist normal. "NATÜRLICH finden das ALLE super."
Das verunsichert mich.

Unsere Antwort

Das, was du beschreibst, fühlen viele Menschen, auch wenn die meisten nicht darüber sprechen. Denn über Unsicherheiten zu sprechen bedeutet, sich verletzlich zu zeigen. Du bist also auf einem guten Weg, weil du ein gutes Gespür für deinen Körper und deine Bedürfnisse hast. Das ist eine große Ressource und kann dir in Zukunft noch sehr nützlich sein.

Sexualität ist nicht unbedingt etwas, was du sofort „kannst“ oder was dir sofort „Spaß“ macht. Vieles daran ist ein lebenslanger Lern- und Übungsprozess. Am Anfang kann sich manches fremd, komisch oder sogar unangenehm anfühlen – und das ist völlig normal. So wie bei vielen anderen Dingen im Leben: Kaffee zum Beispiel schmeckt vielen Menschen beim ersten Mal auch nicht besonders gut. Erst mit der Zeit gewöhnt man sich an den Geschmack, findet heraus, wie man ihn am liebsten mag – oder merkt vielleicht auch, dass man ihn gar nicht braucht.

Ähnlich ist es beim Küssen, bei Oralsex oder beim Geschlechtsverkehr. Am Anfang fühlt es sich nicht automatisch „super“ an, auch wenn es überall so dargestellt wird. Viele Menschen entdecken erst mit der Zeit, was sich für sie gut anfühlt – oder sie stellen fest, dass manche Dinge einfach nicht ihr Ding sind. Beides ist völlig okay.

Wichtig ist, dass du dir erlaubst, dein eigenes Tempo zu gehen und deine eigenen Vorlieben zu entdecken. Es gibt nicht die eine Norm, an die du dich anpassen musst. Wenn dir Kuscheln, sanfte Küsse oder gegenseitige Befriedigung im Moment mehr Freude machen, dann ist es super, dass du das bemerkst – und ein wertvoller Teil deiner Sexualität. Und wenn du irgendwann Lust hast, etwas auszuprobieren, kannst du das in deinem Tempo tun – ganz ohne Druck.

Sexuelles Lernen bedeutet, dass du mit jeder Erfahrung ein Stück besser verstehst, was dir gefällt, was dir weniger liegt und wie du das mit einer Partner*in teilen kannst. Vielleicht interessiert dich dazu dieses Kapitel. Je offener du darüber sprichst, desto leichter wird es, gemeinsam Wege zu finden, die euch beiden guttun.

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Frage Nr. 40162 von 11.09.2025

Ich bin 23 Jahre alt und weiblich. Ich habe eine intime Frage und mir ist es peinlich darüber zu sprechen. Ich habe bei meinem ersten Mal mit einem Typ Sex gehabt, den ich nicht wirklich kannte. Er hat vermutlich gemerkt, dass beim Einstecken des Penis etwas nicht stimmte. Zunächst klappte es nicht und er machte es nochmals. Ich habe dann gemerkt, wie etwas weh tat. Es fühlte sich fast an als würde etwas reisen. Er hat dann gefragt ob alles okey ist. Ich habe ja gesagt aber es tat total weh. Ich war danach voller Blut als ich auf Toilette ging. Er meldete sich danach nur noch sporadisch. ich glaube dieses Erlebnis hat mich stark verletzt, da ich danach Gefühle entwickelt habe. Ich habe micv aber nicht getraut oder konnte mich nicht wehren. Ich merke, da bin ich irgendwie in einer Schwere. Wie würdest du das Ereignis einschätzten?
Ich schäme mich noch dazu, dass ich sexuell wenig aufgeklärt wurde und es mich fast schon überrumpelt hat.
Danke für deine Hilfe!

Unsere Antwort

Möglicherweise warst du bei deinem ersten Geschlechtsverkehr nicht sehr erregt, sondern aufgeregt und ängstlich. Dann ist es möglich, dass das Eindringen sehr weh tut und auch Riss- und Reibewunden entstehen. Dein Sexualpartner hat das wohl gemerkt und dich gefragt, ob alles okay ist. Kann eine Erklärung sein, dass er sich jetzt selten meldet, weil er deine Unsicherheit gespürt hat. Und auch dann, wenn er sich meldet, erfährt er von dir nicht, was du erlebt hast und welche Gefühle du für ihn hast. Kann es sein, dass er denkt, du hast kein Interesse an ihm?

Wir schlagen dir vor, erst Mal zu klären, wie du das sexuelle Erlebnis einordnest und verarbeiten willst. Du schreibst, du bist nicht gut aufgeklärt. Auf unserer Website findest du zu allen sexuellen Themen Info-Texte. Lies die Texte, die du interessant findest. Wir raten zu den Kapiteln «Tipps für den vaginalen Geschlechtsverkehr» und «Beziehung eingehen». Dann gibt es verschiedene Kapitel zu 'Sexualität: Facts und Tipps'. Sexuelle Erregung könnte dich hier besonders interessieren.

Du erkennst richtig: Es ist normal, sich überrumpelt zu fühlen, wenn man sich nicht auskennt. Darum ist es wichtig, dich selbst aufzuklären. Lass dich durch diese erste Erfahrung nicht einschüchtern. Wir wünschen dir sehr, dass du mit deiner sexuellen Erregung auch dein Lustgefühl entdeckst.

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Frage Nr. 40161 von 11.09.2025

Liebes Lilli-Team, ich bin massiv begeistert von Eurer Arbeit. Eher per Zufall bin ich auf Euren Artikel zu den sexuellen Fantasien gestossen und er hat mir Antworten geliefert, die ich mein Leben lang suche, aber nie gefunden habe. Ich bin männlichen Geschlechts und 58 Jahre alt. Seit frühester Kindheit habe ich einen Hang zu allem Aufblasbaren. Dies lange bevor ich meinen ersten Orgasmus erleben durfte. Entwachsen aus einer panischen Angst vor platzenden Luftballons in frühen Jahren, hat sich die Verbindung zu meiner Sexualität gelegt. In den 90er Jahren durfte ich, dank dem neu aufkommenden Internet, feststellen, dass ich nicht die einzige Person auf dem Planeten mit dieser "Vorliebe" bin. Heute habe ich fundierte Antworten von Euch bekommen. Danke dafür. Eine kleine Frage bleibt: "Wieso sind Vorlieben / Fetische bei Männern öfter anzutreffen als bei Frauen?" Ich danke Euch für Eure wertvolle Arbeit.

Unsere Antwort

Schön, dass der Text über sexuelle Fantasien dir helfen konnte!

Wieso sind ausgefallene Vorlieben und Fetische bei Männern öfter anzutreffen als bei Frauen? Das ist eine interessante Frage. Wir vermuten dazu folgendes: Jungen und Männer merken schneller und besser, wenn sie körperlich sexuell erregt sind, als Mädchen und Frauen. Denn der Penis wird steif.

So wie du das beschreibst, hast du schon als Kind sexuelle Erregung erlebt in Zusammenhang mit Aufblasbaren. Wenn du ein Mädchen gewesen wärest, wäre vielleicht auch genitale Erregung ausgelöst worden, aber du hättest es nicht gemerkt, weil genitale Erregung sich bei Mädchen und Frauen viel subtiler zeigt. Sie merken die sexuelle Erregung insbesondere dann nicht, wenn es nicht naheliegend ist, dass etwas, was sie denken, erleben oder sehen, sexuelle Erregung bei ihnen auslösen könnte. Ihre Aufmerksamkeit ist dann schlicht nicht beim Geschlecht. Bei Jungen und Männern meldet sich der Penis viel deutlicher, und die Aufmerksamkeit wird so zu ihm hingezogen.

Im Jahr 2004 haben Meredith L. Chivers und J. Michael Bailey in einer Studie untersucht, wie Frauen und Männer sexuell reagieren auf Dinge, die sie sehen. Sie zeigten einer Gruppe von Frauen und einer Gruppe von Männern Videos mit Sexszenen: Mann-Frau, Mann-Mann und Frau-Frau, und dann noch eine Szene von Bonobo-Schimpansen bei der Paarung. Während die Teilnehmer*innen sich diese Videos ansahen, wurde gemessen, wie sehr sie körperlich sexuell erregt waren. Sie sahen die Resultate der Messungen nicht. Sie berichteten aber, welche Szenen sie sexuell erregend fanden. Männer fanden mehrheitlich, dass sie die Mann-Frau- und die Frau-Frau-Szenen erregten. Frauen gaben an, dass sie die Mann-Frau-Szene erregte und, weniger, auch die Frau-Frau-Szene. Die körperliche Messung gab bei den Männern etwas sehr ähnliches wie das, was sie gesagt hatten. Bei den Frauen hingegen kam was ganz anderes heraus: Bei allen menschlichen Sex-Szenen wurde bei der Mehrheit genitale Erregung ausgelöst. Und sogar bei der Schimpansenszene wurde etwas genitale Erregung ausgelöst. Das heisst: 1) Männer nehmen ihre genitale Erregung besser wahr. 2) Frauen sind genital erregbarer, als sie meinen.

Der Lernvorgang ist banal: Wenn ich wahrnehme, dass mich etwas bestimmtes genital erregt, verbinde ich den Gedanken oder Bilder daran auch im Kopf eher mit "sexuell erregend". Beim Solosex fällt mir das dann eher ein. Es wird schneller zur Fantasie. Ich übe mehr, mich so sexuell zu erregen.

Ein weiterer Grund zu diesem Lernen könnte sein, dass Jungen und Männer schneller ihr Geschlecht anfassen, wenn sie etwas sehen oder erleben. Beim Pornoschauen z.B. berühren Männer ihren Penis häufiger als Frauen ihre Klitoris/Vulva/Vagina. So werden schneller Verbindungen im Kopf geschaltet zwischen einem bestimmten Reiz und sexueller Erregung.

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Frage Nr. 40154 von 10.09.2025

Ich habe meinen Satisfyer, ein Sexspielzeug etwas zu oft benutzt. Wegen üblen Nachruf. Als Ablenkung, weil über mich Gerüchte übers Fremdgehen stattfanden. So das Ergebnis ist nun, ich habe das Ding nicht gerade wenig benutzt, das mein Kitzler seitdem gefühllos ist.

Ich glaube mein Mobber würde sich auch noch freuen. Entschuldigung für diese emotionale ehrliche Frage. Ich habe eine wahnsinnige Wut auf diesen und jedesmal Angst ihn kurz vor den Orgasmus mit meinen Fingern zu sehen, vor meinem inneren Auge. Und das krampfhaft versuche zu verdrängen und an meinem Schwarm zu denken versuche. Und dann bekomme ich jedesmal nur den halben Spaß bei der SB. Und das obwohl ich verstärkte Triebe habe. Und leicht eregbar.

Wenn ich es mit meinen Mann mache ist es leichter. Er ist wie eine Schutzfunktion dazwischen. Ich liebe ihn so sehr. Der Mobber ist das genaue Gegenteil. Hat behauptet ich wäre scharf auf ihn und würde bei seinen Anblick meine Sch.... auf meinem Stuhl reiben. Ich bin nur vorgerückt auf meinem Sitz. Ich war so beschämt. Es war furchtbar. Ich habe seitdem Angst bei der SB vor Inneren Bildern. Ich war vorher so locker, jetzt habe ich Angst vor verkehren Bildern. Und dann das mit meinen Satisfyer als Ablenkung.

Bin ich jetzt für immer gefühllos? Den habe ich als Ablenkung genommen, weil es seitdem besser geht. Nur nach öfter benutzten war es immer weniger. Nehmt das bitte ernst. Ich glaube es ist ein psychisches Leiden. Aber ich war oft nach der SB nassgeschwitzt, weil ich mich so angestrengt habe. Es ist so viel Angst und Wut dabei.

Weil bei meinen Mann klappt es ja und ich will mich nicht komplett abhängig machen. Also, ich hatte früher Mega Orgasmen bei der SB seitdem Thema Fremdgehen, was man mir nachgesagt hat ist es weg. Dann mit S.F. probiert. Zurückgegekommen und na ja. Ich bin nie fremd gegangen. Ich war nur fremd verliebt und das als sehr schüchterne Frau. Aber nie in den Mobber. Aber bei mir waren sehr viel Angst und Unsicherheit und schlechtes Gewissen dabei. Das habeen einige ausgenützt. Es hieß dann diese S.....E. Habe zum Glück die Firma gewechselt aber die Angst sitzt im Nacken.

+++

Frage 40155:

Ach so, nochmal Thema Stuhlrutsch Nummer. Warum ich mich nicht gewehrt habe. Weil es hinterhenrum gesagt wurde, sodass ich es gerade noch hören konnte. Und hinter her hätte es geheißen, du bist bescheuert. Und da war die Angst wieder da.

Unsere Antwort

Du strengst dich beim Solosex so an, dass du nachher schwitzt. Ausserdem probierst du krampfhaft ein Bild zu verdrängen. Da ist es kein Wunder, dass du in der Klitoris nicht so viel fühlst: Du bist wahnsinnig angespannt. Ich meine damit: Du spannst deine Muskeln im Beckenboden wahrscheinlich sehr an. Dadurch ist die Durchblutung nicht so gut, und dann spürst du auch nicht so viel. Das ist normal.

Der Satisfyer unterstützt die hohe Muskelspannung, wenn du ihn auf eine hohe Stärke einstellst. Das hältst du nur aus, wenn du die Muskeln anspannst. Wenn du das regelmässig machst, "übst" du, dich mit dieser intensiven Stimulation zu erregen. Wenn die Stimulation dann weniger intensiv ist, ist das einfach zu schwach, weil du an das Stärkere gewöhnt bist. Das kannst du problemlos wieder umtrainieren, wenn du den Satisfyer weniger stark einstellst, und wenn du zwischendurch den Finger nimmst statt dem Satisfyer.

Also: Deine Klitoris ist nicht gefühllos. Gegen die hohe Muskelspannung hilft es, wenn du dich beim Solosex mehr bewegst und wenn du mit den Muskeln in deinem Becken spielst. All das fördert die Durchblutung. Wo mehr Durchblutung ist, spürst du auch mehr. Schau mal hierzu diesen Text über Bewegung beim Sex an.

Ganz wichtig ist auch: Wenn du angespannt bist, kommen eher unangenehme Bilder vom Mobber. Denn Anspannung erlebt unser Körper als Stress, und unser Geist wähnt sich dann in Gefahr. Wenn du dich beim Sex mehr bewegst, kommen mehr angenehme Gefühle und Gedanken. Ich kann mir gut vorstellen, dass du dich beim Sex mit deinem Partner viel mehr bewegst als beim Solosex. Habe ich recht? Das erklärt auch, warum es dir dann besser geht als beim Solosex.

Ich weiss nicht, was mit dem Mobber passiert ist, aber das klingt schlimm. Wenn dir die Angst noch im Nacken sitzt, brauchst du Unterstützung. Es gibt gute Beratungsstellen bei Mobbing und Gewalt. Ich würde dir sehr empfehlen, dass du dich an eine Beratungsstelle wendest. Schau doch mal, was da in deiner Nähe ist. Es gibt auch Online-Beratung. Schau doch mal auf unserer Linkliste.

Du kannst uns natürlich auch wieder schreiben. Gib dann bitte die Nummer dieser Frage an.

Diese Antwort gilt auch für Frage 40155.

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Frage Nr. 40142 von 07.09.2025

1) Ich bin 25 schwul und hatte bis auf ein Mal einen Handjob noch keine sexuellen Erfahrungen. Mein Problem ist, dass immer, wenn mich eine andere Person am Bauch berührt, es sich wie eine Art Schmerz anfühlt und ich mich dann, wie aus der Vogelperspektive beobachtet fühle. Dadurch habe ich keine Lust mehr weiterzugehen und breche irgendwann die Situation ab. Was kann ich in der Situation tun?
2) Ich hatte lange Probleme mich als schwul zu identifizieren und meine fehlende Erfahrung als sehr unmännlich angesehen. Seit einem Jahr geht es mir aber besser damit und ich kann mir für meinen Lebensweg verzeihen und habe seitdem viele Orte besucht und viele Dates gehabt. Nun möchte ich aber weder zynisch, noch selbstbemitleidend auf die nächsten Schritte blicken, was ich in der Vergangenheit zu viel getan habe. Ich weiß auch, dass ich als Person von meinem Charakter und von meinem Aussehen etwas zu bieten habe. Ich nehme mir die Zeit, aber habe ein bisschen Angst, da viele queere Angebote bis 27 begrenzt sind. Allerdings fehlt mir ein bisschen die Orientierung, in welchem Kontext ich sexuelle Erfahrungen sammeln könnte? Ich date sehr viel aber bin davon schon etwas müde, in sexpositiven Clubs fehlt mir der Mut Sex zu haben und mich zu entspannen und auf für Grindr passe ich mit meiner Unerfahrenheit und dem Umgang dort nicht rein. Ich wüsste nicht, wo ich das am besten angehen soll bzw. was mir gut tut. Mich erst auszuprobieren, eine Beziehung suchen, das sind Fragen auf die ich keine Antwort weiß, aber aufgrund meiner Unerfahrenheit komme ich hier nicht weiter.
3) Wie solle ich meine Unerfahrenheit in solchen Settings kommunizieren ohne peinlich zu wirken, da ich ja bald schon 26 werde?

Unsere Antwort

Total stark, wie offen und reflektiert du über deine Erfahrungen und Wünsche schreibst.

Zu deiner ersten Frage: Du nimmst Berührungen am Bauch als unangenehm, sogar schmerzhaft wahr. Unser Körper reagiert manchmal auf bestimmte Reize mit Spannung oder Abwehr, besonders dann, wenn diese Region noch nicht positiv mit Lustgewinn oder dem Gefühl der Sicherheit verknüpft ist. Dein Körper schützt dich in solchen Momenten. Dein Gefühl, dich von außen „wie aus der Vogelperspektive“ zu beobachten, deutet darauf hin, dass du in solchen Momenten in eine Selbstbeobachtung und Distanz gerätst, und dabei das Spüren verlierst.

Erforsche Schritt für Schritt selbst, wie sich verschiedene Berührungen anfühlen – zum Beispiel, indem du in Ruhe deine Hand auf den Bauch legst und bewusst ein- und etwas länger ausatmest, um ein Gefühl von Sicherheit und Kontrolle zu entwickeln. So kannst du langsam neue, positive Empfindungen aufbauen, und dich in deiner Selbstwirksamkeit bestärken, um die Berührungsempfindsamkeit zu reduzieren.

Wenn du dort die Hand einer anderen Person empfängst, dann frage diesen Menschen, ob du seine Hand führen darfst, um zu zeigen wie du Berührungen am liebsten magst. Das ist ein sehr gutes Übungsfeld für erotisches Kommunizieren. Vielleicht teilst du mit, dass die berührende Hand zu Beginn erst mal nur auf einer Stelle am Bauch bleiben soll – möglicherweise Wärme spendend, während ihr euch küsst. Du kannst der empfangenen Berührung zustimmen, indem du das mit Worten ausdrückst und mit wohligen Lauten bestärkst. Oder du kannst mit deiner Hand die berührende Hand an eine andere Körperstelle führen, vielleicht begleitet von den Worten „Mein Bauch ist (noch) nicht empfangsbereit, ich führe dich an einen anderen Ort“.

Es ist sehr positiv, dass du dich inzwischen besser mit deiner Homosexualität identifizieren kannst und deine bisherigen Schritte wertschätzt. Es gibt nicht den einen richtigen Weg, sexuelle Erfahrungen zu sammeln. Wichtig ist, dass du den Rahmen findest, in dem du dich sicher und wohl fühlst. Dates, Clubs oder Apps sind nur Möglichkeiten – lass dir Zeit und finde heraus, was wirklich zu dir passt und wo du am besten entspannen kannst. Manchmal entstehen gute Erfahrungen auch aus Begegnungen, die nicht sofort auf Sex ausgerichtet sind, sondern erst Vertrauen schaffen. Wo es Angebote für junge Menschen bis 27 gibt, gibt es meist auch fortführende Gruppen für das Lebensalter darüber hinaus. Vielleicht gibt es auch eine Gruppe mit einer bestimmten Freizeitaktivität, die dir gemeinsam mit anderen Spass machen könnte.

Und zur Frage, wie du deine Unerfahrenheit kommunizieren kannst: Viele Menschen sind überrascht, wie entlastend es ist, offen zu sagen: „Ich habe bisher wenig Erfahrung, bin aber neugierig.“ Das wirkt nicht peinlich, sondern ehrlich – und gibt dem Gegenüber die Chance, sich darauf einzulassen. Zugleich setzt du einen selbstbewussten Rahmen.

Du bist schon auf einem guten Weg: Du kennst deine Stärken, du reflektierst deine Bedürfnisse und du gehst achtsam mit dir um. Vertraue darauf, dass deine Schritte – so klein sie auch wirken – dich deinen Wünschen näherbringen.

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Frage Nr. 40115 von 03.09.2025

Ich habe mich mit meinem Freund zusammen vor ein paar Tagen selbstbefriedigt. Mein Freund wollte, dass ich mich selbstbefriedige. Ich habe aber gemerkt, dass ich es schöner finde, wenn er mich fingert. Ich habe gemerkt, dass ich es mit meiner Hand nicht erregend finde und mir fremd vorkomme. Ich habe allgemein Mühe mit der Sexualität und mich fallen zu lassen. Ich empfinde auch teilweise Scham und Schuld. Ich habe aber gemerkt, dass ich mich besser fallen lassen kann wenn mein Freund mich fingert. Mit Sex habe ich auch Mühe, da es mich weniger erregt. Ist das normal?

Unsere Antwort

Es ist gut möglich, dass dein Freund bei der Erregung, die du bereits verspürst, eine wichtige Quelle ist. Du hast bereits gelernt, wie du diese für dich nutzen kannst. Es gibt einige weitere Quellen, welche die Erregung ebenfalls fördern – einige davon kannst du noch entdecken. Deshalb ist es durchaus normal, dass du zum Beispiel, wenn du dich selbst berührst, noch keine Erregung empfindest.

Ich habe zwei wichtige Fragen zu deinem Anliegen: 

Wann genau treten Schuld- und Schamgefühle genau auf? Das wäre interessant, um eventuell noch spezifischere Tipps geben zu können. Dazu darfst du mir gerne noch einmal schreiben. Gib dazu bitte die Nummer dieser Frage mit an.

Bist du geübt, dich selbst sexuell zu stimulieren? Sprich, machst du auch Selbstbefriedigung? Wenn du noch nicht entdeckt hast, wie du mit dir selbst sexuelle Erregung auslöst, ist es völlig normal, wenn du das (noch) nicht interessant findest. Erst durch Entdecken und Wiederholen kannst du mit deinem Körper lernen, spezifische Berührungen, auch von dir selbst, als erregend zu empfinden. Dazu empfehle ich dir den Text über das sexuelle Lernen.

Du hast geschrieben, dass du dir fremd vorkommst, wenn du dich selbst berührst. Dabei kann es eine Idee sein, dass du erst einmal deinen Körper ausgiebig erkundest und die Selbstbefriedigung als Lernfeld nutzen kannst. Dazu empfehle ich dir die Texte darüber, was das Körperbild mit gutem Sex zu tun hat und den Text darüber, was für Solosex spricht bzw. warum Solosex sinnvoll sein kann.
Wenn Schuld und Scham hier ein Thema ist, dann sorge dafür, dass du ganz alleine bist und eine Umgebung schaffst, in der du dich wohl fühlst. Gebe dir selbst genügend Zeit und achte auf eine tiefe Bauchatmung. Mehr zur Atmung findest du im folgenden Text.

Du kannst damit beginnen, deine Vulva, Vagina und deinen Körper zu erkunden. Dabei geht es erst einmal nicht um sexuelle Erregung. Es geht darum, dass du erst einmal eine Landkarte deines Körpers erstellst. Welche Berührungen sind interessant? Was fühlt sich gut an? Was fühlt sich neu oder unbekannt an? Wo treten Schuld oder Scham auf? Fühlst du dich bereit, kannst du den folgenden Text zu Rate ziehen, um dein Geschlecht genau zu erkunden. Wenn du magst, kannst du dabei dich selbst oder deine Vulva auch einmal im Spiegel betrachten.

Die beschriebenen Übungen, insbesondere das Entdecken der Vagina, können bei Wiederholung helfen, dass der Geschlechtsverkehr mit deinem Partner interessanter für dich wird. Es ist jedoch in Ordnung, wenn du zum Beispiel mehr Freude am Petting hast. Dazu gibt es noch weitere spezifische Texte, in die du mal reinlesen kannst: 




 

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Frage Nr. 40110 von 03.09.2025

Hallo Lilli

Ich bin nun 45 Jahre alt.

Bis ich etwa 25 Jahre alt war, hatte ich eine sehr aktive Sexualität.
Danach ist sie eingeschlafen - d.h. ich verspüre nur mehr sehr
wenig Lust bzw. wenn ich versuche, sie zu aktivieren, gelingt mir das nur in sehr bescheidenem Rahmen. Ich vermisse die frühere Erregung sehr und kann mir eigentlich nicht erklären, wieso sie in so grossem Mass einfach abgenommen hat.

Kannst du mir helfen?

Unsere Antwort

Die Sexualität verändert sich im Verlauf des Lebens dauernd. Es gibt sehr viele Gründe dafür, warum die Lust am Sex und die Lust auf Sex abnehmen kann. Damit wir dir weiterhelfen können, brauchen wir mehr Info: Geht es um Solosex und Paarsex, geht es um bestimmte sexuelle Praktiken? Bevor du uns wieder schreibst, lies bitte auch diesen Text über die Lust auf Sex. Vielleicht hilft er dir schon dabei, besser zu verstehen, woran das bei dir liegen könnte. Du kannst uns deine Gedanken dann gern schreiben. Sag uns bitte auch, welches Geschlecht du hast. Gib dann bitte die Nummer dieser Frage an.

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Frage Nr. 40105 von 01.09.2025

Woher weiß ich, ob meine sexuelle Orientierung nicht aus Frust entstanden ist? Woher weiß ich, dass ich nicht einfach nur „falsch“ konditioniert wurde? Lg w19

Unsere Antwort

Sexuelle Orientierung entsteht nicht durch Frust allein. Sie entwickelt sich über viele Jahre hinweg durch Körpererfahrungen, Fantasien, emotionale Bindungen und kulturelle Einflüsse. Gefühle von Anziehung sind Ausdruck deiner persönlichen Erregungsquellen und Bedürfnisse.

Selbst wenn bestimmte Begegnungen oder frustrierende Erfahrungen einen Einfluss hatten: Dein jetziges Begehren, deine Fantasien und deine Gefühle sind gültig und wertvoll. Orientierung ist nichts, das man „falsch konditioniert“ bekommt, sondern etwas, das sich mit der Zeit klärt und auch verändern darf.

Vielleicht hilft dir die Idee, weniger nach einem endgültigen Etikett zu suchen, sondern neugierig zu beobachten: Was fühlt sich für mich lebendig, stimmig, lustvoll an? Mit der Zeit wird dadurch klarer, welche Orientierung dir entspricht – und das darf sich im Laufe des Lebens auch wandeln.

Nimm dir 10 Minuten Zeit, atme ruhig ein und langsam aus und lass innere Bilder entstehen – Situationen mit Nähe, Zärtlichkeit oder Sexualität. Beobachte einfach: Was passiert in deinem Körper? Wo spürst du Wärme, Kribbeln oder Lust, und welche Bilder lassen dich eher neutral? Achte auch auf deine Gefühle dazu. Danach kannst du dir ein paar Notizen machen. Es geht nicht darum, etwas zu beweisen, sondern neugierig herauszufinden, was sich für dich gut anfühlt. Vielleicht interessieren dich dazu auch die beiden Texte Schwul, lesbisch, hetero – Das ist nicht wie schwarz oder weiss und Wie finde ich heraus, ob ich hetero, schwul, lesbisch oder bi bin?.

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Frage Nr. 40103 von 01.09.2025

Hallo, ich habe eine Frage und weiß einfach nicht mehr weiter. Ich bin seit ca 4 Monaten mit meiner Freundin zusammen. Wir sind beide 24 Jahre alt. Sie hatte vor mir schon mit 5 anderen Sex, ich nur mit 3. sie hat mir erzählt, dass sie mit mir den besten Sex hat, den sie je hatte. Durch einen doofen Zufall habe ich mal herausgefunden, dass ihr ex einen viel größeren Penis als ich hatte. Ich kann mir jetzt definitiv nicht mehr vorstellen, dass es mit mir trotzdem besser sein soll. Ich benötige mal Erfahrung von Frauen, die das bestätigen können

Unsere Antwort

Viele Männer glauben, dass der Sex umso besser ist, je grösser ihr Penis ist. Das stimmt aber gar nicht. Es ist ein Märchen, dass die Penisgrösse bestimmt, ob du guten Sex hast.

Im Text Grosser Penis gleich guter Liebhaber? kannst du nachlesen, was einen guten Liebhaber wirklich ausmacht. Wenn deine Freundin dir sagt, dass sie mit dir den besten Sex hat, darfst du ihr das also ruhig glauben.

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Frage Nr. 40102 von 01.09.2025

Meine Freundin und ich (beide 15)möchten miteinander schlafen, aber es gibt ein großes Problem. Mein Penis ist ziemlich breit und ich kann eigentlich nur die Eichel bei meiner Freundin einführen ohne dass sie Schmerzen hat. Für uns ist die einzige Möglichkeit zu einem Orgasmus zu kommen, wenn ich sie fingere oder sie es bei mir mit der Hand macht. Habt ihr einen Rat welche Möglichkeiten es gibt um normalen GV haben zu können ? Danke im vorraus

Unsere Antwort

Wir haben zu dem Thema den Text Vaginalverkehr mit einem breiten/langen/grossen Penis geschrieben. Dort findest du viele Tipps, die dir weiterhelfen können. Falls du trotzdem noch Fragen hast, schreib uns gerne wieder. Gib dabei bitte die Nummer dieser Frage mit an.

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Frage Nr. 40101 von 01.09.2025

Hi ich bin m. 16 und meine Freundin verhüten mit der Pille. Ich hab beim eindringen oft das problem, dass die schamhaar stoppeln von meiner freundin mich auf der eichel pieksen, manchmal tut's mir sogar auch ein bisschen weh, es fühlt sich an wie sandpapier. Sie rasiert sich alle paar tage und hatt dann so harte stoppeln. Vor einigen Monaten bin ich beschnitten worden, weil ich immer wieder probleme mit meiner vorhaut hatte. Die Heilung war mühsam, weil ich oft Erektionen hatte und nicht masturbieren durfte. Meine Eichel ist halt noch mega empfindlich, aber sonst ist jetzt alles tiptop.

Ist das normal, dass mich die stoppeln so pieksen? Ich würde es gerne den arzt fragen, aber mir ist das thema mega peinlich... hab ihm nicht gesagt, dass ich schon sex habe.

Unsere Antwort

Ja, es ist normal, dass die Stoppeln unangenehm pieksen können. Vielleicht könntest du deine Freundin mal fragen, ob sie sich dir zuliebe eine Zeit lang mal nicht rasiert. Was meinst du? Dann müsste es eigentlich besser werden.

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Frage Nr. 40100 von 30.08.2025

Guten Tag,

mein Partner (ende 30) und ich sind seit 10 Jahren zusammen. Er hat immer noch die „Morgenroutine“ sich nach dem Aufstehen einen runter zu holen. Am Anfang ging dies relativ schnell, mittlerweile geht das ganze Spiel teilweise 1h. Dann läuft auch gleichzeitig auf dem Handy noch tiktok und im Fernseher läuft parallel auch noch was.

Wenn wir streit haben oder er Stress hat wird auch gewichst. Meist lässt er mich im Zimmer zurück und geht raus. Ich finde das alles zu viel.

Wenn ich ihn darauf anspreche sagt er „andere gehen bei stress zum Sport ich mach das so. Klappt seit Jahren gut und du hast darüber nicht zu werten“.

Unser Sexleben ist nicht mehr das beste wir sind jedoch im Gespräch was besser laufen könnte und für ihn ist beides auch nicht zusammengehörig. Wollte mal wissen ob das normal ist. Danke für die Antwort im Voraus.

Unsere Antwort

Wenn dein Partner am Morgen eine Stunde Solosex macht ist das so normal, wie wenn er eine Stunde Sport macht. Wenn er im Streit rausgeht und Solosex macht, ist das so normal, wie wenn er während dem Streit rausgeht und Sport macht. Wenn er im Stress Solosex macht, ist das so normal, wie wenn er im Stress Sport macht. Eigentlich ist es gut, dass er dieses Ventil hat.

Klar ist aber auch: Dein Freund könnte lernen, seine Emotionen und seinen Stress besser in den Griff zu kriegen, besser zu "regulieren". Er würde nicht gleich auf 180 hoch und müsste dann über Sex "entladen". Möglicherweise braucht er den Solosex auch, um anderen Dingen auszuweichen. Das sind alles Themen, die dein Freund für sich angehen müsste.

Du bringst ihn aber nicht dazu, wenn du das von vornherein ablehnst. Ich verstehe sehr, dass dich das stört, wenn er es in deiner Gegenwart macht. Aber im Gespräch mit ihm kommst du weiter, wenn du akzeptierst, dass das jetzt, heute, sein Ventil ist. Wenn er merkt, dass du das anerkennst, wird er dir eher entgegen kommen.

Du könntest ihm dann erzählen, was dich daran stört und belastet. Was ist es? Dass er sich entzieht? Dass er andere Dinge vernachlässigt? Dass du dich zuhause nicht mehr frei bewegen kannst? Überleg dir genau, was das ist. Und teile ihm das mit. So könnt ihr an einer Lösung arbeiten, wo er sein Ventil hat und du darunter nicht leidest.

Ich empfehle dir auf jeden Fall auch, dass du mit ihm abmachst, wo er das macht, so dass er seine Ruhe hat und für sich sein kann, und so dass du auch deine Ruhe hast. Was das Streiten angeht: Hier empfehle ich dir, dass du mit ihm klare Regeln abmachst. Bitte lies dazu diesen Text über Streitauszeiten. Wenn er das Bedürfnis hat, Solosex zu machen, kann er eine Auszeit einberufen. Sinnvoll wären hier wahrscheinlich zwei Stunden.

Wenn du mit ihm eine gute Lösung gefunden hast, und wenn er gleichzeitig offen ist, mit dir an der gemeinsamen Sexualität zu arbeiten, dann ist das toll. Falls das nicht möglich sein sollte, müsstest du allenfalls einen Schritt weitergehen. Das wäre dann der unangenehme Satz: "Ich mach das nicht mehr mit." Du könntest mit ihm besprechen, dass ihr eine Paartherapie macht. Eine dritte Person im Raum kann sehr hilfreich sein, wenn zwei Leute festgefahren sind.

 

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Frage Nr. 40097 von 30.08.2025

Hallo ich bin männlich 18 jahre. Ich lebe mit meinem Vater und seiner neuen Freundin zusammen. Sie ist schwanger und hat schon einen sehr großen Bauch. Das Ding ist, dass sie mich extrem erregt. Wenn ich sie mit ihrem schwangeren Bauch sehe, bekomme ich meistens eine Erektion. Einmal habe ich sie aus Versehen nackt im Bad gesehen als sie geduscht hat. Ich konnt nicht anders und habe masturbiert. Ich hab ein schlechtes Gewissen. Sie ist 38 und die Freundin meines Vaters.

Unsere Antwort

Sexuelle Erregung ist ein ganz normaler körperlicher Vorgang. Sie kann in vielen verschiedenen Situationen ausgelöst werden, auch dann, wenn du einen schwangeren Bauch siehst. Entscheidend ist, wie du damit umgehst. Wir haben dazu die beiden Texte Mein Penis wird steif ohne dass ich das will – was tun? und Ich fühle mich unwohl mit meiner sexuellen Erregung geschrieben. Lies sie dir mal durch. Wenn du masturbieren möchtest, dann mach das hinter geschlossener Tür.

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Frage Nr. 40096 von 29.08.2025

Hi Lilli ich (14 w) habe eine Frage zu meiner Sexualität. (Ich weiss Fragen zur Sexualität sind schwierig zu beantworten/ kann man nicht beantworten/ muss ich selber herausfinden aber vllt könnt ihr mir dabei irgendwie helfen.) Ich denke dass ich vllt bisexuell bin. (Ich unterstütze LGBTQIA+)

In meinem Leben hatte ich manche crushes, sie waren alle männlich. Ich habe aber schon öfters mal auf sozialen Medien so Frauen oder einfach weibliche Personen gesehen, die ich schön oder halt “hot” gefunden habe. Diese waren aber immer fem (ich hoffe du weißt was ich meine, wenn nicht erkläre ich es kurz: fem Frau-> Frau, die eben wie die “typische” Frau aussieht/sich anzieht also wie “girlier” , masc Frau-> Frau, die eher “männlicher”, “maskuliner” anzieht, aussieht.

Ich dachte immer, dass wenn ich überhaupt eine Beziehung (habe ich mit r aber nie vorstellen können) mit einer Frau hätte, wäre es fem x fem (Weil: alle besziehungen mit masc fand ich irgendwie cringe(das meine ich gar nicht gemein)) also fem liebt fem (ich bin fem) Aber so wirklich eine weibliche celebrity crush hatte ich nie also eigentlich überhaupt ein crush auf eine weibliche Person hatte ich noch nie. Ich habe aber letztens mit einer Freundin übernachtet und ich hatte irgendwie Lust sie zu küssen. Sie hat auch so Spaß gemacht, dass wenn ich einer Person die vorbeiläuft laut Hallo sage, küsst sie mich und das habe ich halt auch gemacht. Der Kuss war aber ja nur als Spaß gemeint aber irgendwie war ich enttäuscht. Ich kann mir aber nicht vorstellen mit ihr zusammen zu sein.

Die vergangene Woche habe ich auf Tik tok eine Frau/Teenagerin gesehen (masc, lesbisch also sie sah wirklich voll wie ein Junge aus, dachte zuerst auch dass sie männlich wäre) die ich “hot” fand und habe erst danach erfahren dass sie weiblich ist. Das hat mich aber gar nicht gestört und meine “Gefühle” ihr gegenüber haben sich nicht verändert. Die Gefühle waren sogar so stark, dass ich geweint habe, teilweise weil ich weiß, dass ich sie nie Daten werde/kann, teilweise wegen Verzweiflung bezüglich meiner verwirrenden Sexualität und teilweise etwas, was ich nicht erklären kann. Ich habe auch andere masc lesbians auf sozialen Medien gesehen aber wenn ich ein wenig Weiblichkeit sah hat mich das gestört. Ich frage mich ob es nur war, dass ich diese Teenagerin auf tik tok “mag”, weil sie eben komplett wie ein Junge aussah.

Ich habe ein bisschen Angst oder das Gefühl dass ich nur bi sein will wegen einem “Trend” oder damit ich einer Community (also LGBTQIA+) angehöre. Bitte entschuldigt die lange Nachricht/Frage und vielen Dank schon jetzt für die Hilfe.

Unsere Antwort

Es ist verständlich, dass du dir Gedanken machst und du manchmal verwirrt bist. Mit 14 verändert sich viel – im Körper, in Gefühlen, in Freundschaften. Auch Fragen zur eigenen Sexualität sind da ganz normal. Gefühle, die du beschreibst – neugierig sein, jemanden „hot“ finden, Lust auf Nähe oder einen Kuss haben – gehören dazu, um dich selbst kennenzulernen.

Dass du bestimmte „Typen“ (fem, masc) unterschiedlich spannend findest, ist nicht ungewöhnlich. Viele Menschen haben Vorlieben, die sich auf bestimmte Ausdrucksweisen von Weiblichkeit, Männlichkeit oder fluide Geschlechtlichkeit beziehen. Wir nennen das Anziehungscodes – sie sind wie „innere Muster“, die bestimmen, wen wir attraktiv finden. Diese Codes können breit oder enger gefasst sein, und sie dürfen sich im Laufe deines Lebens verändern.

Deshalb müssen Crushes und Anziehung nicht in eine feste Schublade passen. Dass du bisher nur in Jungs „verknallt“ warst, und Mädchen auch attraktiv findest, zeigt, dass deine Anziehungscodes sich gerade entwickeln. Das ist ein Prozess, der sich mit der Zeit verändern kann – und das ist völlig in Ordnung.

Sei neugierig mit dir selbst. Beobachte deine Gefühle ohne Druck, dich sofort einordnen zu müssen. Das könnte zum Beispiel so aussehen: Du schaust dir verschiedene Videos auf TikTok an. Da sind welche dabei, die dich ansprechen und andere, die das nicht tun. Das sind alles Momentaufnahmen und es ist alles in Ordnung. Versuche Abstand zu gewinnen von Fragen nach dem Warum. An solchen Fragen kannst du dich ewig aufhalten und sie bringen in der Regel nicht weiter.

Du berichtest von einem Kuss aus Spaß mit einer Freundin. Hättest du Lust, das zu wiederholen? Ihr könnt euch küssen, ohne eine Beziehung zu starten. Das machen viele Mädchen in deinem Alter, einfach aus Neugier. Vielleicht hast du Lust, ihr das vorzuschlagen?

Sexualität ist etwas, das du lernst – durch Erfahrungen, Fantasien, Gespräche, und auch durch Ausprobieren. Es ist völlig okay, dass du noch keine Beziehung mit einem Mädchen hattest, aber trotzdem Anziehung spürst. Beziehungen und sexuelle Orientierung sind zwei verschiedene Dinge.

Deine Angst, „nur dazugehören zu wollen“, zeigt, dass du reflektiert bist. Zugehörigkeit und Gemeinschaften (wie die LGBTQIA+-Communities) sind ja auch erstrebenswert, zum Beispiel können sie Halt geben, wenn du Fragen oder Sorgen hast. Steckt dahinter für dich ein Wunsch nach Zugehörigkeit? Wie könntest du dir diesen erfüllen?

Es ist okay, dass du dich gerade fragst, ob du bi bist. Du darfst dir Zeit geben, weiter Erfahrungen zu machen und deine Gefühle zu beobachten. Du entwickelst Deine Sexualität so wie sie am besten zu dir passt – nimm dir die Freiheit und mach dir keinen Druck, denn Druck und zu viel Spannung schränken dein Lusterleben nur unnötig ein.

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Frage Nr. 40094 von 29.08.2025

Hallo, habe ghört und in pornos gesehen, dass männer auch squirten können, stimmt das? Wenn ja was ist es für eine Flüssigkeit die beim männlichen squirt rauskommt?

Unsere Antwort

Wenn Männer während des Orgasmus grosse Flüssigkeitsmengen ausscheiden, also mehr als die 3-5 ml Ejakulat, dann handelt es sich dabei um Urin aus der Blase.

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Frage Nr. 40091 von 29.08.2025

Hoi bin 17 m. und seit anfang Jahr mit meiner ersten Freundin zusammen. Ich hab ein paar Schwierigkeiten mit meiner sexualität, ich versuche es mal zu beschreiben.

Ich bin sehr dünn und gehöre nicht zu den muskulenten sportlichen jungs, die bei den girls so mega angesagt und beliebt sind. Es ist deshalb selten, dass sich ein mädchen für mich interessiert. Ich bin sehr introvertiert und nicht so gesprächig. Meine Freundin ist auch sehr zurückhaltend, sogar richtig verklemmt. Deshalb ist unsere Beziehung etwas schwierig manchmal, auch wenn wir ansonsten vom Charakter schon gut zusammenpassen.

Wir treffen uns manchmal, gehen zusammen ins Café, in den Zoo, ins Museum oder einfach im Park spazieren und halten Händchen. Wir haben uns dann auch mal geküsst und gekuschelt. Das ist ja alles ganz schön, aber wir haben überhaupt keine Sexualität zusammen und für mich ist das zunehmend ein Problem. Weil ich habe oft sehr grosse Lust und mach deshalb fast jeden Tag Selbstbefriedigung.

Sie ist einfach sehr verklemmt bei dem Thema und nimmt kaum rücksicht auf mich. Z.B. findet sie Selbstbefriedigung "unanständig". Einmal war mein Penis in meiner Unterhose in einer unangenehmen Position und ich hab ihn durch die Hose kurz zurechtgerückt, da meinte sie, dass ich bitte keine unanständigen sachen machen soll. Dabei hab ich in ihrer Anwesenheit ja gar nichts schlimmes gemacht. Auch über Verhütung und Kondome spricht sie nur ungern mit mir. Dabei wäre es doch ein wichtiges Thema für uns als Paar.

Sie hat schon ein bisschen Interesse an der sexualität, aber halt nur begrenzt. Neulich haben wir zusammen übernachtet im gleichen Bett. Sie meinte, ich soll kondome mitbringen. Wir haben uns dann gegenseitig ausgezogen bis auf die Unterhosen. Also wir haben uns zum ersten mal "oben ohne" gesehen und uns gegenseitig an den Nippeln und so gestreichelt und gekuschelt. Davon wurde mein Penis steif und es kamen mir Lusttropfen. Sie war auch recht erregt, und sagte mir, dass sie mich sexy findet. Ich sagte ihr dann, dass wir jetzt zur Sicherheit ein kondom draufmachen sollten, aber sie bestand darauf, dass wir unsere Unterhosen anbehalten, kuscheln und zusammen einschlafen. Ich konnte dann aber nicht einschlafen, weil ich immer noch eine starke erektion in meiner unterhose hatte. Als ich es nicht mehr aushielt, ging ich heimlich aufs WC und wixte mir eins. Danach konnte ich endlich einschlafen.

Wir übernachten jetzt öfters zusammen, aber halt immer nur in Unterhosen. Ich verschwinde dann jeweils unter einem Vorwand kurz auf dem WC, um mir eine runterzuholen. Ihre nackten Brüste finde ich halt einfach heiss und ich sag ihr das auch immer wieder.

Für mich ist es trotzdem sehr frustrierend. Einmal kam ich am Morgen aus der Dusche und war aus Versehen noch ganz nackt. Sie erschrak total und warf mir meine Unterhose ins Gesicht. Ich soll sie bitte vorwarnen das nächste mal wenn ich ganz nackt bin. So verklemmt ist sie. Ist doch nichts schlimmes, wenn ich mal kurz ganz nackt bin, oder?

Ich wünsche mir eigentlich, dass sie meinen Penis mal in die Hand nimmt und ihn berührt. Ich würd ihr so gerne auch mal ihren slip ausziehen und erforschen, was sich darunter befindet. Und wenn sie bereit ist, möchte ich auch mal meinen penis in ihre vagina stecken und die rein-raus bewegungen machen und dazu stöhnen und ihr schmutzige sachen sagen, also dirty talk. Sowas wollte ich schon immer mal mit ihr ausprobieren. Ich würde auch gerne mehr komplimente von ihr hören, anstatt, dass sie erschrickt wenn sie mich nackt sieht. Für mich wäre das extrem wichtig, von einer Frau komplimente zu meinem körper und penis zu bekommen. ich hab nämlich nicht so ein gutes verhältnis zu meinem Penis weil er recht klein ist und als kind wurde er mir auch noch vollständig beschnitten, ohne meine Einwilligung.

Habt ihr ein paar gute Tipps für mich, damit es mit meiner sexualität mal vorwärts geht? Wie mache ich meiner Freundin Lust auf richtigen Sex? Was könnte ich ihr sagen beim dirty talk? Und was könnte ich noch tun, um ein besseres Verhältnis zu meinem Penis aufzubauen?

Unsere Antwort

Du hast offensichtlich richtig große Lust auf Sex. Du kannst es kaum erwarten, deine Lust in die Tat umzusetzen. Es ist schön, dass du diese Lust spüren kannst. Gleichzeitig geht die Umsetzung nur mit einer Person, die sich dazu bereit fühlt.

Aus deiner Beschreibung spricht viel Ungeduld und Frust. Du hast richtig viel Lust auf Sex und erlebst deine Freundin als Bremsklotz, die der Umsetzung im Weg steht. Du möchtest deiner Freundin Lust auf Sex mit dir machen. Also hast du ein Verführungsprojekt. Du möchtest sie für etwas gewinnen, worauf du Lust hast.

Verführen heißt, dass du berücksichtigst, wo sie steht. Dafür ist es nicht hilfreich, sie als verklemmt einzuordnen, sondern sie anzuerkennen und zu achten. So wie du es beschreibst, missachtest du sie jetzt. Sie ist unerfahren und hat ihren Grund, wieso sie so reagiert. Ausserdem steckt ihre ganz eigene sexuelle Lerngeschichte dahinter. Dein Wunsch ist, dass sie offener wird. Und das wird sie wahrscheinlich ganz allmählich, wenn du ihr langsam die Türen aufmachst.

Für deine Freundin scheinen Nacktsein und das Berühren von Genitalien mit viel Scham verbunden zu sein. Vieles ist ihr auch noch völlig unbekannt. Das spricht dafür, es langsam anzugehen. Du könntest sie teilhaben lassen daran, wie du zu den Dingen stehst, die sie beschämend findet. Es ist für sie eine unanständige Sache, wenn du deinen Penis berührst. Dazu kannst du ihr erklären, dass du deinen Penis kurz zurechtrücken musst, weil es unbequem ist. Wenn sie das hört, bevor du es tust, fällt es ihr wahrscheinlich mit der Zeit leichter, dich dabei zu sehen.

Sie hat dir schon gesagt, dass sie dich sexy findet und dich gebeten, Kondome mitzubringen. An ihrem Verhalten kannst du aber auch ganz eindeutig ablesen, dass sie derzeit noch nicht bereit ist für mehr. Und du kannst dir wahrscheinlich vorstellen, dass es keine besonders schöne Erfahrung für euch beide wird, wenn sie sich zu etwas überwindet, wofür sie sich gar nicht bereit fühlt. Sie ist offensichtlich noch nicht bereit für Sex. Was hat das mit Rücksicht auf dich nehmen zu tun?

Du kannst sie begleiten, solange bis sie sich bereit fühlt. Das bedeutet, dass du mit kleinen Schritten beginnst. Du kannst zunächst ihren Mund küssen, sie an den Stellen streicheln, mit denen sie sich wohl fühlt und dafür offen sein, dass irgendwann mehr geht... Je öfter sie die Erfahrung macht, dass du ihr Raum und Zeit lässt, desto eher wird sie bereit für mehr. Wenn du mit ihr eine sexuelle Beziehung führen möchtest, tust du gut daran, diese Geduld aufzubringen. Mehr dazu steht in unserem Text Wie mache ich meiner Partnerin Lust auf Geschlechtsverkehr?

Das könnte sich echt noch länger ziehen. Wenn du mit ihr zusammen bleiben möchtest, musst du viel langen Atem haben. Stell dich darauf ein, dass ihr eine Weile nur mit Unterhose beieinander übernachtet und du dir auf der Toilette mit Selbstbefriedigung den Druck rausnimmst. Du wirst immer wieder ihre Reaktion abwarten und langsamer machen als du es von dir aus willst. Ein Verführungskünstler bringt genau diese Geduld auf und behält sich dabei die Vorfreude bei auf das, was da noch kommt.

Dirty Talk ist vermutlich aktuell keine gute Idee. Und auch wenn du das Nacktsein nicht schlimm findest, merkst du an ihrer Reaktion, dass es etwas bei ihr auslöst.

Mit deinem Penis wird sie über die Zeit vertrauter werden. Ob sie dir dann Komplimente für deinen Penis machen wird, weiß ich nicht. Stell dich eher darauf ein, dass sie zunächst vertraut werden muss mit dem Penis, bis sie ihn schön finden kann. Aber du kannst etwas für dein eigenes Verhältnis zu deinem Penis tun. Tipps dazu stehen in diesem Text.

Ich schätze das so ein: vor dir liegt ein Verführungsprojekt, was auf lange Sicht Erfolg haben könnte. Sie ist offen für sexuelle Begegnungen mit dir, sobald sie kann.

Wenn du merkst, du bist zunehmend ungeduldig, könntest du nochmal mit ihr reden "Ich hätte wahnsinnig Lust auf Sex mit dir. So wie ich es sehe, bist du dazu noch nicht bereit. Könntest du dir vorstellen, dich dafür zu öffnen? Was brauchst du dafür?"

Wenn dir das mit der Geduld zu blöd ist, wäre es fairer, dir eine andere Freundin zu suchen. Am besten eine, die offen ist für sexuelle Erfahrungen.

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Frage Nr. 40090 von 28.08.2025

Ich (weiblich, 18 Jahre alt) und mein Freund (männlich, 34 Jahre alt) sind schon seit fast einem Jahr zusammen. Er hatte vor mir noch keine andere Beziehung. Und seit ungefähr einem halben Jahr sind wir sexuell aktiv. Beziehungsweise vesuchen wir es zumindest. Denn immer, wenn ich es mit der Hand bei ihm mache, klappt die Errektion bei ihm super, aber immer, wenn es dann zum Geschlechtsverkehr kommen würde, klappt bei ihm nichts mehr.

Er war auch schon beim Urologen und auch bei einer Heilpraktikerin. Alle haben ihm bestätigt, dass körperlich alles in Ordnung ist. Also muss es vom Kopf her kommen. Denn jedes Mal wenn es soweit kommt, macht er sich den Druck, dass es jetzt in diesem Moment klappen muss, und dann klappt es erst recht nicht mehr. Sobald das Kondom rausgeholt wird, geht der Kopf an. Ihn bringt das jedes Mal zur völligsten Verzweifelung, aber ich versuche da so gut wie es geht keinen Druck aufzubauen, beziehungsweise ihm den Druck zu nehmen. Denn mir ist klar, in seiner Situation bringt uns Druck rein gar nichts. Er ist dann jedes Mal sehr sauer und traurig und das nimmt mich auch sehr mit. Weil ich nicht weiß wie ich ihm helfen kann. Ich hab das Gefühl, jedes Mal wo es nicht klappt macht es nur schlimmer, weil er sich dann innerlich nur noch mehr Druck macht.

Ich gebe jedes Mal mein Bestes, in diesen Situation so gut wie es geht für ihn da zu sein und ihm klar zu machen, dass ich auf gar keinen Fall sauer oder enttäuscht bin, wenn es nicht klappt. Aber er ist dann immer sehr aufgelöst und hat sogar Angst, dass ich ihn deswegen sogar irgendwann mal verlassen würde. Ich habe mit ihm schon sehr viele lange Gespräche geführt, wo ich ihm auch gesagt habe, dass ich ihn verstehe und immer für ihn da sein werde, egal was kommt. Aber trotzdem ist irgendwas bei ihm im Kopf los, was ihm dieses fallenlassen sehr schwer macht. Ich merke sofort irgendwie, wenn bei ihm der Kopf angeht und es sofort nicht mehr klappt. Wir hoffen, hier eine Antwort zu finden, die uns nur Ansatzweise zu einer Lösung bringt. :)

Unsere Antwort

Um von den fixen Ideen und Ängsten im Kopf wegzukommen, kann es helfen mehr im Körper zu spüren und den Körper auch aktiv einzusetzen, indem er seinen Körper bewegt.

Ich weiss nicht, ob du beziehungsweise dein Freund unsere Tipps und Infos dazu bereits alle gelesen und ausprobiert habt. Es wäre zum Beispiel gut, mehr im Penis wahrzunehmen. Sein Becken aktiv zu bewegen, um die Erregung zu steigern und zu halten. Es kann auch hilfreich sein, wenn er das Gespür für und den Einsatz des Beckenbodens verfeinert. Ihr könnt auch nochmal nachlesen, wie ihr eure Sexualität als Paar gestalten könnt.

Falls ihr die Lösungsmöglichkeiten gern in Buchformat wollt, kann ich euch sehr das Buch "Klappt's" ans Herz legen.

Falls ihr mit unseren Tipps und Übungen nicht weiterkommen solltet, würde ich euch oder deinem Partner empfehlen sich an einen Sexualtherapeuten zu wenden.

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Frage Nr. 40086 von 28.08.2025

hallo bin 65j und masturbiere fast jeden tag und ejakuliere auch, schau mir auch dazu ein porno an .ist das noch normal

Unsere Antwort

Ja, das ist normal. Viel Spaß!

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Frage Nr. 40081 von 26.08.2025

Hallo liebes Team,

ich habe eure Antworten auf die diversen Fragen schon häufig nachgelesen. Seit längerer Zeit hat mein Mann (49) immer wieder Erektionsprobleme. Wir haben im schnitt so 1-2x pro Woche Sex- und häufig switchen wir von Streicheln, per Mund und Penetration hin und her. Er bleibt beim Oralverkehr hart- aber beim Vaginalverkehr lässt die Härte nach. Auch anal ist nicht möglich.

Ärztlich hatte er das vor einem Jahr checken lassen- aber da ist wohl alles gut. Der Arzt hatte ihm zum Testen mal Potenzmittel mitgegeben- aber ich mag ihn nicht so recht den Anstoß geben- diese zu nehmen- da ich Sorge habe, dass er sich dann doof vorkommt. Zumal je nach Art des Sexes sein penis hart ist. Meiner Meinung nach müsste er das ja auch dann selber wollen.

Ich würde gerne wieder wie in all den Jahren vorher normalen Verkehr genießen. Kann dabei aber mittlerweile auch kaum abschalten- weil ich schon damit rechne- dass er wieder weicher wird. Es ist an sich nciht schlimm- aber verstehen tue ich das ganze nicht. Oder ist es bei ihm auch im Kopf rumspukt wie mir jetzt. Ich weiß nicht genau wie ich am besten damit umgehen soll.

Auch hätte ich gerne mal wieder einen quickie- aber das gestaltet sich aus genannten Gründen schon schwierig. Wir haben meist nur Sex wenn wir Zeit und Ruhe haben. Auch das war vor wenigen Jahren anders. Habt ihr vielleicht Ratschläge oder Ideen für mich- dass wir da die Kurve kriegen? Zumal ich keinen Druck aufbauen möchte.

Unsere Antwort

So wie du es beschreibst, habt ihr regelmässig sexuelle Begegnungen. Diese haben sich über die Zeit verändert und du wünschst dir die stabile Erektion beim Vaginalverkehr zurück. Was gefällt dir sonst an euren sexuellen Begegnungen? Was sind die Dinge, die du weiterhin schätzt? Weisst du, was er an euren sexuellen Begegnungen schätzt? Glaubst du, er vermisst den Vaginalverkehr ebenso wie du?

Die Erektion ist für die meisten Männer ein ausgesprochen sensibles Thema. Wenn du deinen Mann darauf ansprechen möchtest, ist es sicher hilfreich, wenn du auch die positiven Seiten parat hast. Und es könnte hilfreich sein, herauszufinden, ob er womöglich ähnliche Sehnsüchte hat wie du.

Dein Mann war wegen der Erektionsschwierigkeiten bereits beim Arzt. Das spricht dafür, dass er sich auch Gedanken macht. Vermutlich weiss er nicht, dass er etwas machen kann. Denn die meisten Männer wissen nicht, wie sie die Durchblutung des Penis fördern können. Hast du unsere Texte dazu schon gelesen?

Du sagst zurecht und sehr mitfühlend, dass du keinen Druck aufbauen möchtest und nicht willst, dass er sich doof vorkommt. Und doch bleibt da ein Anliegen, dass dir wichtig ist. Wie könntest du dein Anliegen so rüberbringen, dass er gerne mitmacht? Wie könnte ein Gespräch ablaufen, bei dem er sich nicht doof vorkommt?

Du könntest konkret darüber nachdenken, was du ihm in dem Gespräch sagen möchtest und welches Gefühl du bei ihm fördern möchtest. Was kannst du dazu beitragen?

Hier sind ein paar Gesprächsaufhänger, die du nutzen könntest: Beispielsweise könntest du ihm davon erzählen, dass du auf lilli warst oder du könntest ihm das Buch Klappt's empfehlen. Damit haben schon viele Männer eine stabilere Erektion erreicht. Die Chancen stehen gut, dass auch er mit den Tipps etwas anfangen kann. Du könntest auch wie nebenbei nochmal den Arztbesuch ansprechen und ob er eigentlich neugierig wäre, die Potenzmittel mal mit dir auszuprobieren.

Schau mal, wie du mit diesen Anregungen weiterkommst. Schreib uns einfach wieder, falls wir dich weiter unterstützen können. Gib dann bitte die Nummer dieser Frage an.

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Frage Nr. 40075 von 25.08.2025

Hallo Lilli,

Ich habe vor einiger Zeit diese Frage geschrieben: 39762

Seitdem habe ich einmal eine Sitzung bei einem sexualtherapeuten besucht und auf seinen Rat hin das Buch „coming soon“ von dania schiftan gelesen. Das Buch hat mir sehr viel mehr Wissen und Motivationen gegeben, sodass ich erstmal keine weitere Sitzung mehr möchte. Aber ich komme trotzdem immer wieder an meine Grenzen. Ich habe vor weiter dran zubleiben, da mir das Thema sehr wichtig ist. Aber manchmal bin ich fast schon hoffnungslos.

Wenn ich mich errege brauche ich in der Regel Pornos + harte Fantasien. Wenn ich die Pornos weglasse, kann ich auch mit viel Anstrengung irgendwann zum Orgasmus kommen, aber es braucht dann noch viel mehr Anspannung in den Beinen und der Genuss bleibt dann auch komplett aus. Ich mache das eigentlich nur, wegen der Übungen, aber sonst würde mich kaum etwas dazu bringen, weil es so langweilig und anstrengend ist und der Orgasmus dann auch nicht überwältigend ist.
Wenn ich hingegen mit porno übe, dann schaue ich immer nur am Anfang und dann ab und zu hin, damit ich mich zwischendurch, wenn ich merke, dass das Gefühl langsam kommt, auf das Gefühl konzentrieren kann.

1. soll ich lieber mit oder ohne Porno üben? Ohne porno spüre ich eben überhaupt keine emotionale Erregung, aber mit porno, spüre ich seltener den Körper.
2. Ich lege eine Hand immer außen an und die andere innen. Macht es irgendwann auch mal Sinn, einen dildo zu verwenden? Oder kann man mit den Fingern immer besser trainieren? Ich denke mir nämlich, dass man mit dildo auch den Sex besser imitieren könnte, aber auf eurer Seite empfehlt ihr die Finger, da die ja auch spüren.

Grüße

Unsere Antwort

Nicht aufgeben. Neues lernen braucht Geduld und viele Wiederholungen. Du bist wirklich motiviert und fleissig am Üben. In deiner letzten Frage hatte ich bereits bemerkt, wie wichtig es ist, dass du aufmerksam bist für die kleinen Veränderungen. Sie bringen dich alle deinem Ziel näher. Sie sind das Futter, was dich motiviert hält.

Auch ein Sexualtherapeut kann dir eine gute Begleitung sein, um die Motivation nicht zu verlieren. Er hilft dir, neugierig zu bleiben und zu beobachten. Falls du in diesem Fall Erleichterung wünschst, könnten weitere Sitzungen für dich eine gute Idee sein. In der Regel geht es mit Begleitung etwas zügiger voran und der Fortschritt stellt nicht ganz so hohe Anforderungen an deine Disziplin und Eigenmotivation.

Nun zu deinen Fragen:

  1. Nutze den Porno als wichtige Ressource. Wie du bereits erkannt hast, fördert der Porno deine emotionale Erregung. Er macht es aufregender und spannender. Nutze das. Und gleiche das aus, was du auch schon bemerkt hast: spüre immer wieder den Körper. Nutze die Pausetaste oder lass den Porno weiterlaufen während du dich deinen Körperempfindungen zuwendest. Wechsle ab, bleib flexibel und neugierig für allerhand Optionen auf dem Spektrum zwischen "ganz ohne Porno" und "ganz mit Porno".
  2. Ja, klar. Du kannst auch mit einem Dildo üben. Das kann einerseits mehr Bewegungsfreiheit bieten und auch aufregender sein als mit den Fingern. Die Finger sind für den Anfang ideal, weil sie auch etwas spüren. Aber später, wenn du bereits Gespür in der Vagina entwickelt hast, kannst du mit dem Dildo gut den Penis imitieren.

Du machst dir wirklich sinnvolle Gedanken und entdeckst ganz viel. Ich wünsche dir weiterhin eine ordentliche Portion Entdecker*innen-Geist auf dem Weg zu deinem Ziel. Bleib dran!

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