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Fragen & Antworten:
Sexualität

Frage Nr. 39791 von 19.05.2025

Ich habe extreme Scham mit meiner Therapeutin über sexuelle Themen zu sprechen. Ich habe als Kind einmal mit 10 Jahren mit dem Nachbarsjungen oben ohne im Zimmer herumgemacht. Mein Vater kam dann herein. Meine Mutter und mein Vater bestraften dieses Verhalten und verboten den Kontakt zum Jungen. Bis heute habe ich eine hohe Scham und das Gefühl etwas falsch gemacht zu haben.
Als ich 16 Jahre alt war, hatte ich nach der Schule ein Date. Meine Eltern haben davon mitbekommen. Mein Vater schrieb mir am Abend eine Nachricht, dass er mein Verhalten nicht dulde. Am nächsten Tag hat er gesagt, er möchte erst mit meiner Mutter gemeinsam über den Vorfall sprechen. Ich versicherte ihm, dass nichts passiert sei. Er war sehr wütend.
Habe ich etwas falsch gemacht? Wie kann ich mein Verhalten einordnen?

Unsere Antwort

Du beschreibst eindrücklich, wie deine Scham entstanden ist. Doktorspiele mit dem Nachbarsjungen fördern dein sexuelles Lernen. Wichtig ist, dass sie nicht erzwungen werden, sondern beide Kinder mitmachen wollen. Deine Eltern haben dich dafür mit Kontaktverbot bestraft. Dabei hast du gelernt, dass deine Sexualität nicht erwünscht ist. Für 16-Jährige ist es normal, dass sie sich zu Dates verabreden. Auch hier haben deine Eltern strafend eingegriffen. Du musstest deine Sexualität verleugnen.

Deine beiden Erfahrungen entsprachen deinem Alter und waren richtig. Deine Eltern entschieden, dass dein richtiges Verhalten, falsch ist. Das wird dir deine Therapeutin sicher bestätigen.

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Frage Nr. 39786 von 19.05.2025

ich m 14 goone täglich mehrere stunden auf zahide. jedoch weiss ich nicht ob ich beim gv durch das goonen keinen orgasmus mehr haben kann. ausserdem frage ich mich ob dies eine sucht ist da ich es mehrere stunden am tag mache.

Unsere Antwort

Es ist ganz normal, dass du in deinem Alter, wenn du anfängst zu masturbieren – oder wie wir es auch gerne nennen: Solosex – das erstmal ganz viel machen willst. Dein Körper verändert sich, du entdeckst neue Gefühle, und es ist völlig verständlich, dass du neugierig bist und Dinge ausprobieren möchtest. Daran ist erstmal nichts Schlechtes. Es gehört zur Entwicklung dazu, sich selbst kennenzulernen und herauszufinden, was einem gefällt. 

Du schreibst, dass du „goonst“ – damit ist gemeint, dass du dich beim Solosex besonders lange und intensiv in einen Zustand von Erregung versetzt und dieses Gefühl genießt, ohne direkt zum Orgasmus zu kommen. Viele erleben dabei, dass sie sich ganz in die Lust hineinsteigern und alles andere um sich herum vergessen. Ist es das was du meinst?

Statt beim Sex von Sucht zu sprechen, sprechen wir lieber von einem Drang. Süchtig kann man nach Drogen werden. Und Sex ist keine Droge. Und ob man von einem Drang sprechen kann, hängt oft davon ab, wie du dich dabei fühlst und wie sehr es deinen Alltag beeinflusst. Das haben wir in diesem Text genauer beschrieben. Frag dich zum Beispiel: Schaffe ich es noch, meine Hausaufgaben zu machen? Verbringe ich Zeit mit Freunden, gehe meinen Hobbys nach oder habe ich noch Lust auf andere Dinge außer Solosex? Wie fühlt sich mein Körper an? Fühlt es sich gut an oder habe ich Schmerzen? Wenn du das Gefühl hast, dass Solosex gerade sehr viel Raum einnimmt, aber du trotzdem dein Leben gut gestalten kannst, ist das kein Grund zur Sorge.

Manchmal hilft es, kleine Pausen einzubauen – nicht, weil du etwas falsch machst, sondern um wieder ein gutes Gefühl für dich selbst zu bekommen. Du musst dich dabei nicht unter Druck setzen. Es kann schon reichen, wenn du dir ab und zu bewusst Zeit nimmst für andere Dinge, die dir Freude machen – wie Musik hören, dich bewegen, etwas Kreatives machen oder einfach mit Freunden draußen sein. Das bringt oft frische Energie in den Tag und kann dir helfen, deinen Körper nochmal anders wahrzunehmen.

Und vielleicht ist dir auch wichtig zu wissen: Auch wenn du im Moment viel Solosex machst, heißt das nicht, dass du später beim Geschlechtsverkehr keinen Orgasmus mehr bekommen kannst. Dein Körper „verbraucht“ sich dadurch nicht – Spermien werden dein ganzes Leben lang immer wieder neu produziert. Solosex hat keinen negativen Einfluss darauf, ob du später beim Sex Lust empfinden oder einen Orgasmus erleben kannst. 

Vielleicht interessiert dich auch noch dieser Text. Dort findest du Ideen wie du Solosex für dich noch genussvoller für deinen Körper gestalten kannst.

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Frage Nr. 39781 von 18.05.2025

Hi, ich bin ein 15 jähriges Mädchen und ich habe eine Frage. Ich bin schon seit einiger Zeit ziemlich neugierig und wollte sehen, ob ich etwas fühle, wenn ich mich selbst anfasse (nicht einmal aus sexuellen Gründen, nur um etwas Schönes oder Angenehmes zu fühlen).
Aber ich spüre nichts - nicht einmal, wenn ich direkt an meiner Klitoris oder um sie herum versuche oder was auch immer mache.
Ich habe es mehrfach versucht, verschiedene Berührungen ausprobiert (Druck, Stoff, warme Hände, Unterwäsche, Handfläche und was immer ich noch gelesen habe) und sogar wochenlang zwischen den Versuchen gewartet. Ich fühle mich nicht mehr nervös, ich bin nur noch verwirrt und frustriert. Ich verstehe nicht wieso es nicht funktioniert.

Meine Freundin sagte mir, dass sie schnell etwas gespürt hat, als sie anfing und jetzt habe ich das Gefühl, dass mit mir etwas nicht stimmt.
Aber ich will nicht phantasieren oder an irgendetwas Sexuelles denken - ich will mich einfach nur für einen Moment gut fühlen und will einfach nur wissen, ob das normal ist oder ob ich etwas falsch mache oder ob ich mir sogar Sorgen machen sollte.

Ist das normal? Ich weiß nicht mehr, was ich tun soll, und ich bin ziemlich verzweifelt. Ich wäre Ihnen sehr dankbar für Ihre Hilfe.

Unsere Antwort

Mit dir stimmt alles.

Ich vermute, es liegt an den Erwartungen. Denn wenn wir etwas erwarten, schauen wir häufig auf die Löcher und nicht mehr auf den Käse. Wir bemerken, das, was fehlt. Nicht mehr das, was da ist.

Wenn wir Menschen anleiten, etwas zu spüren, bekommen wir häufig die Rückmeldung "ich spüre nichts". Wenn wir dann genauer nachfragen, wie sich das nichts anfühlt, ist da doch ganz viel.

Du möchtest etwas schönes, angenehmes fühlen. Woran würdest du erkennen, dass "es funktioniert"? Wie wäre das an deinem restlichen Körper? Spürst du da mehr wenn du das gleiche tust? Was bringt dir schöne und angenehme Empfindungen am Arm oder am Bein?

Spürst du manchmal einfach so im Alltag sexuelle Erregung? Wie fühlt sich das an?

Wieso möchtest du nicht fantasieren oder an etwas sexuelles Denken? Wie wäre es, wenn du einen Liebesfilm schaust und dich dann berührst? Sagt dir das mehr zu?

Lies bitte auch unsere Texte Wie funktioniert sexuelle Erregung? und Selbstbefriedigung: Tipps für Frauen und alle mit Vagina.

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Frage Nr. 39774 von 16.05.2025

hi ich w (27)würde gern mal mit 2 m gleichzeitig schlafen. es ist länger her dass ich analsex hatte und wollte fragen ob ich mich da intensiv drauf vorbereiten muss mit übungen oderso wie muskeltraining damit nichts kaputt geht...?
danke für eine antwort

Unsere Antwort

Schau dir mal diesen Text an. Dort erfährst du, wie du dich auf Analsex vorbereiten kannst. Ausserdem empfehle ich dir auch die beiden Texte Wie vermeide ich während dem Analsex Verletzungen? und Wie schütze ich mich beim Analsex vor Infektionen?.

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Frage Nr. 39773 von 16.05.2025

Ich M (15) Meine Freundin hat mir gesagt das mein Penis beim Geschlechtsverkehr ihr an der Scheide Schmerzen macht! Ist er zu groß oder zu breit? Oder was soll ich machen? brauche Tipps.

Unsere Antwort

Es kann verschiedene Gründe dafür geben, dass deine Freundin beim Geschlechtsverkehr Schmerzen hat.

Wenn du einen grossen oder breiten Penis hast, kann der Geschlechtsverkehr für deine Freundin schmerzhaft sein, wenn ihre Vagina noch nicht richtig erregt ist. Denn die Öffnung der Vagina ist ohne sexuelle Erregung ganz eng. Erst wenn die Vagina erregt ist, wird sie grösser, weiter und feuchter. Dann hat der Penis gut in ihr Platz und rutscht gut. Es ist deshalb sehr wichtig, dass ihr euch Zeit für ein Vorspiel lasst und deine Freundin gut sexuell erregt ist. Zusätzlich kann Gleitmittel sehr hilfreich sein. Es verringert die Reibung, indem es Penis und Vagina feuchter und „rutschiger“ macht. Alles zu Gleitmittel findest du in unserem Text Gleitmittel: Tipps für die Anwendung. Und in diesem Text findest du Tipps für den Geschlechtsverkehr mit einem breiten, langen oder grossen Penis. 

Wenn deine Freundin trotzdem weiterhin Schmerzen beim Geschlechtsverkehr hat, kannst du ihr diesen Text zeigen. Mit der Checkliste in dem Text könnt ihr herausfinden, woher die Schmerzen kommen und welche Tipps helfen können.

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Frage Nr. 39772 von 15.05.2025

Ich hatte diese Frage gestellt: 39739 und wollte jetzt auf die Antwort reagieren.

Erstmal vielen Dank für die ausführlichen Ideen und Hinweise, das hilft mir schon sehr und ermutigt mich!! Ich habe schon Orgasmen erlebt, aber nur klitoral, in der Vagina berühre ich mich erst seit Februar. Da ich dieses "Problem" mit dem Harndrang habe, habe ich schon versucht was geschieht, wenn ich nur die Finger benutze und keinen Dildo. Tatsächlich habe ich mich sehr an eurem Artikel sexuelles Lernen orientiert. Ich spüre manchmal eine leichte Erregung, wenn ich mit zwei Fingern die Stellen hinter der Blase berühre. Doch es verändert oder steigert sich nicht und sehr schnell assoziiere ich es auch mit Harndrang und muss mich konzentrieren, um bei dem lustvollen Gefühl zu bleiben.
Wenn ich einen Dildo nutze, ist der Harndrang aber so stark, dass ich abbreche und auf Toilette gehe und, du hast recht, da kommt dann meist nicht viel Urin.
Das ist vielleicht eine etwas andere Sache, aber ich verspüre auch Scham, dass ich bisher noch keinen Geschlechtsverkehr hatte. Ich bin in anderen Bereichen meines Lebens sehr selbstbewusst, andere Menschen würden nicht von mir vermuten, dass ich so wenig Erfahrung habe. In letzter Zeit flirte ich viel mit Männern (und auch Frauen). Doch ich mache mir Sorgen, wenn es sich weiterentwickeln sollte, dass ich mit der Erfahrung der anderen nicht "mithalten" kann und mich im Bett blamiere. Dieses Thema mit dem Harndrang zu lösen ist darum so wichtig für mich. Ich denke, dass man Geschlechtsverkehr in verschiedener Weise haben kann und dass ich jemandem anderen, auch mit wenig Erfahrung, Genuss bringen kann. Aber ich wüsste nicht wie, wenn ich jedes Mal auf Toilette muss und den Moment abbrechen.. All' das um zu sagen, wenn ich allein übe, bin ich ungeduldig und frustriert, dass ich immer wieder diesen Harndrang spüre. Darum habe ich seit einem Monat nicht mehr geübt. Mit deiner Antwort auf meine ursprüngliche Frage, fühle ich mich jetzt aber wieder ermutigt, es weiter zu probieren. Glaubst du, es wäre gut, mir einen Termin zu setzen, drei Mal die Woche oder so mir bewusst Zeit zu nehmen? Jetzt mache ich es immer nur, wenn ich mich danach fühle, aber vielleicht braucht das Gehirn diese Regelmäßigkeit ganz konkret?!
Seit ich im Februar damit begonnen habe, meine Vagina mit den Fingern zu erkunden, fühle ich mich ganz anders verwurzelt in mir. Verankert. Und das ist ein schönes und beruhigendes Gefühl, das ich auch für mich selbst weiter erkunden will!
Sorry für diese lange Antwort! Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!! Liebe Grüße!!

Unsere Antwort

Super, dass dir die Tipps geholfen haben. Deine Antwort zeigt, dass du dich auf einem bereits erfolgreichen Lernpfad befindest. Du hast bereits erfahren, dass du mit regelmässigem Üben die Empfindsamkeit steigern kannst. Deshalb möchte ich dich motivieren, da dran zu bleiben. 

Du hast also bereits gelernt, wie du über die Klitoris Orgasmen auslösen kannst. Es kann helfen, wenn du dir bewusst machst, dass bei der Stimulation über die Vagina sehr wahrscheinlich immer die Klitoris mit stimuliert wird. Mehr dazu erfährst du in diesem Text. Auf dem anatomischen Bild in der Antwort deiner letzten Frage (39739) ist zu sehen, wie die Schenkel der Klitoris um die Vagina herum reichen. So werden sie sehr wahrscheinlich bei vaginaler Berührung mit stimuliert. Aktuell ist es so, dass du die Rezeptoren in der Vagina seit Februar stimulierst. Stelle die beiden Zeiträume, also jener, wie lange du die äusseren Bereiche deiner Klitoris stimulierst und den Zeitraum, seit wann du begonnen hast, deine Vagina zu stimulieren gegenüber. Ich gehe davon aus, dass du feststellen wirst, dass du bereits deutlich mehr Zeit investiert hast, die äusseren Bereiche deiner Klitoris zu spüren. Gebe dir also Zeit.

Das muss nicht heissen, dass du für die neuen Bereiche in deiner Vagina genau so lange brauchst, bis du sexuelle Erregung empfindest. Ich denke jedoch, dass es dir zugute kommt, wenn du die Berührungen in einer gewissen Regelmässigkeit machst. Das können tägliche kurze Einheiten sein, oder ein Zeitplan, den du dir zurecht legst. Dies wird in folgendem Text übers Üben für Sex beschrieben. Unser Gehirn möchte meistens gerne Dinge tun, die ihm Spass bereiten. Unangenehme Situationen versucht es zu vermeiden. Deshalb ist es wichtig, dass du deine Stimulation so angenehm wie möglich gestaltest. Wenn du merkst, dass du keine Lust mehr hast zu experimentieren, kannst du immer auch zu deiner gewohnten Stimulation über gehen. 

Zum Thema Harndrang: Du hast bereits eine gute Beobachtung gemacht. Wenn du dich stimulierst, kannst du den Fokus auf verschiedene Zonen deines Körpers wechseln. Deshalb ist es gut, wenn du dich weiterhin auf die erregenden, sexuellen Empfindungen fokussierst. Setzt der Harndrang ein, so folge den Tipps aus der letzten Antwort. 

So durchdacht und reflektiert wie du vorgehst, macht dies einen sehr selbstbewussten Eindruck. Das wird dir auf deinem Weg zugute kommen. Du möchtest gut vorbereitet sein und bist auf einem guten Weg dahin. Du musst dich nicht dafür schämen, dass du bisher noch keinen Geschlechtsverkehr hattest. Es gibt viele Frauen, denen es ähnlich geht. Denke daran, dass jede Person ihre ganz eigene Lerngeschichte mitbringt und genau so viel Zeit braucht, wie sie braucht. Je mehr du dich selbst und deine Bedürfnisse spürst, desto uninteressanter werden Ideale, wie zum Beispiel, dass man bis zu einem gewissen Alter Sex mit andern haben sollte. Deshalb kann es dir helfen, wenn du dabei bleibst, deinen Körper, insbesondere deinen vaginalen Innenraum gut kennenzulernen, zu spüren und weiter zu verankern.

Im Moment flirtest du. Vielleicht kommst es irgendwann zu mehr Körperkontakt. Achte gut auf dich und was du möchtest. So kannst du dich langsam vortasten. Das könnte auch beudeuten, dass du zunächst Petting machst und erst bei einer späteren Begegnung zu Geschlechtsverkehr kommt.

Viel Erfolg auf deinem Weg!

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Frage Nr. 39769 von 15.05.2025

Ich (m 14) habe in diesem Schuljahr zweimal im Monat Schwimmunterricht. In den letzten Wochen ist es zweimal passiert dass ich während des Unterrichts plötzlich einen steifen Penis bekam. Nach den Hygienevorschriften sind in diesem Schwimmbad nur eng anliegende Badehosen erlaubt, aber da kann man eine Errektion sehr gut sehen

Das war mir ziemlich peinlich, vor allem weil einige Jungs meiner Klasse lachten und blöde Kommentare gaben. Seitdem überlege ich was ich tun kann, dass das nicht wieder passiert. Ein Kumpel meinte ich soll vor dem Unterricht masturbieren, dann könnte ich den steifen Penis vielleicht vermeiden. Ich bin nicht sicher, ob das tatsächlich wirkt und hoffe, dass ihr mir einen Rat geben könnt.

Unsere Antwort

Es ist völlig verständlich, dass dir die Situation im Schwimmunterricht unangenehm war. In deinem Alter ist es ganz normal, dass der Körper manchmal auf eine Weise reagiert, die man nicht steuern kann – besonders in der Pubertät, wenn die Hormone verrücktspielen. Dass du dabei eine Erektion bekommst, ist nichts Ungewöhnliches und passiert vielen Jungs, auch wenn selten offen darüber gesprochen wird. Das bedeutet nicht, dass etwas nicht stimmt mit dir – im Gegenteil, es zeigt, dass dein Körper gesund und aktiv ist.

Die enge Badehose macht es natürlich etwas schwieriger, eine Erektion zu verbergen, und wenn dann noch Kommentare von Mitschülern kommen, fühlt man sich schnell unwohl. Aber du musst dich dafür wirklich nicht schämen, denn das gehört einfach zum Erwachsenwerden dazu.

Was du tun kannst: Manche Jungs probieren tatsächlich aus, vor dem Schwimmunterricht zu masturbieren, weil der Körper danach oft eine Zeit lang weniger schnell auf Reize reagiert. Das kann helfen, ist aber keine Garantie, denn manchmal passiert es trotzdem, einfach weil der Körper in deinem Alter sehr sensibel auf alles Mögliche reagiert. Wenn du merkst, dass sich eine Erektion anbahnt, hilft es oft, sich abzulenken, tief durchzuatmen oder im Wasser zu bleiben, bis es vorbei ist – die Kälte hilft meistens auch. Ein Handtuch griffbereit zu haben, ist auch eine gute Idee, falls du aus dem Wasser musst. Und falls es dich sehr belastet, kannst du vielleicht mit einer vertrauten Person darüber sprechen, manchmal hilft das schon, um sich weniger allein zu fühlen.

Wichtig ist: Du bist völlig normal, und solche Situationen gehören für alle Jungs einfach zur Pubertät dazu. Lass dich von den Kommentaren der anderen nicht verunsichern – die meisten haben sowas selbst schon erlebt, auch wenn sie es nicht zugeben.

Lies auch gerne unsere Texte Mein Penis wird steif ohne dass ich das will – was tun? und Wie funktioniert die Erektion beim Mann?

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Frage Nr. 39765 von 14.05.2025

Hallo zusammen

Ich bin 19 Jahre alt und seit zweieinhalb Jahren mit meinem Freund zusammen. Unsere Beziehung ist insgesamt sehr schön und wir sind glücklich miteinander und verstehen uns gut. Allerdings haben wir ein Thema, das uns sehr beschäftigt: Sex.

Wir sind beide in unserer ersten Beziehung und haben noch keine sexuellen Erfahrungen. Das grösste Problem ist, dass wir nicht wissen, wie es genau funktionieren soll. Vor allem, weil der Versuch des Eindringens bisher nie geklappt hat (aufgrund der Schmerzen die ich hatte haben wir jedes Mal abgebrochen), obwohl wir es schon oft in verschiedenen Stellungen versucht haben.

Ein bisschen Hintergrund zu mir: Ich habe generell Mühe mit körperlicher Nähe zu Fremden, zum Beispiel bei Arztbesuchen, wenn mir jemand eine Spritze geben muss, löst dies bei mir schnell Stress aus. Mein Freund denkt, das sei auch der Grund, warum es bei uns nicht klappt. Aber ich bin mir eigentlich sicher, dass ich mich bei ihm sehr wohl fühle. Ich möchte mein erstes Mal auch wirklich erleben, wir haben es uns beide sehr gewünscht und deshalb auch schon vieles ausprobiert, um die Atmosphäre zu entspannen (z. B. Musik, Kerzen, ruhige Umgebung) aber es klappt trotzdem einfach nicht.

Deshalb wende ich mich an euch, weil mich das Ganze sehr belastet. Ich habe ein paar Fragen, auf die ich wirklich hoffe, ehrliche Antworten zu bekommen:

Was ist die beste Stellung für das erste Mal, vor allem wenn man noch sehr unsicher ist?

Warum tut es so weh, dass ich abbrechen muss? Was kann ich ändern?

Wie können wir es schaffen, dass es endlich funktioniert?

Vielen Dank für die Rückmeldung

Unsere Antwort

Das ist eine aufregende Zeit, wenn ihr euch sexuell erkundet. Ich kann gut verstehen, dass ihr euch dabei Unterstützung wünscht.

Nur weil es bisher noch nicht geklappt hat, heisst das nichts über die Zukunft.

Am wichtigsten finde ich, dass du neugierig erkundest, was deine Vagina braucht. Das kannst du gut allein tun und dich so bereit machen dafür, einen Penis aufzunehmen.

Möglicherweise spielt deine Mühe mit körperlicher Nähe mit rein. Aber du kannst das ganze auf der körperlichen Ebene losgelöst davon anschauen. Deine Vagina möchte gern massiert werden, um einen Penis gut aufnehmen zu können. Ausserdem helfen lockere Bewegungen im Becken, dass die Vagina ausreichend durchblutet wird. So kann sie sich gut aufspannen in sexueller Erregung. Es hilft dir ausserdem, wenn du vertraut bist mit dem Penis und mit deiner Vagina. Erkunde beides mit den Fingern. Falls du angespannt bist, helfen lockere Bewegungen, um nicht in Angst und Anspannung zu bleiben.

Auch Hilfsmittel können es euch leichter machen. Zum Beipiel Öl oder Gleitmittel. (Achtung, Öl kann Kondomen schaden!)

Ich habe noch viele Rückfragen:

Liege ich richtig, dass ihr eure Körper und eure sexuelle Erregung bereits erkundet habt? Habt ihr euch gestreichelt an der Vulva und hast du Finger in die Vagina aufgenommen? Wisst ihr, wie ihr miteinander eure sexuelle Erregung anheizt? Habt ihr Lust darauf, Penis in Vagina zu erleben? Hast du dich vertraut machen können mit seinem Penis, indem du ihn angefasst hast?

Was sind deine Erfahrungen bei der Selbstbefriedigung? Fällt es dir da leicht, deine eigenen Finger in die Vagina aufzunehmen? Wie ist es beim Tampon einführen?

Eine gute Stellung könnte sein, dass er auf dem Rücken liegt und du auf ihm sitzt und den Penis aktiv in deine Vagina aufnimmst. Allerdings würde ich euch vorher empfehlen, die Vagina innen zu massieren. So kann sie weit werden und fühlt sich bereit, den Penis als Besucher hineinzulassen.

Schau mal, was du mit diesen Tipps anfangen kannst. Du kannst uns einfach wieder schreiben. Gib dann bitte die Nummer dieser Frage an.

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Frage Nr. 39762 von 14.05.2025

Hallo Lilli,
Ich möchte die lustvolle Erregungsmethode mit Bewegung und so lernen. Ihr schreibt da bei einer Übung, dass man beim tiefen einatmen den Beckenboden entspannen soll und beim ausatmen, wenn sich das Becken wieder nach vorne bewegt, anspannen. Ich habe dazu zwei Fragen:
1. muss ich diesen Rhythmus zwingend immer anwenden? Müssen die Atmung und die An- und Entspannung des Beckenbodens immer synchron sein? Oder ist das einfach nur vereinfacht für die Übung, damit man sich besser konzentriert. Denn das würde den Sex ja auch sehr verlangsamen. Wenn ich schnell schaukeln will, kann ich ja gar nicht mit der Atmung und dem Beckenboden so schnell hinterher.

2. die Frage ist allgemeiner. ich übe momentan so:
Ich liege erst 5-10 min da, entspanne meinen Körper, atme tief und übe die Beckenschaukel, mitsamt dem Beckenboden Training. Danach versuche ich, mich zu befriedigen ohne Ziel auf Orgasmus und viel lockerer als sonst. Und mit etwas Becken Bewegung zwischendurch. Und ich achte darauf was ich spüre. Ich benutze auch manchmal einen Dildo gleichzeitig um meine vagina langsam zu „erwecken“. Das versuche ich so 10-15 min, wenn ich es so lange aushalte und zum Schluss benutze ich ganz normal wie immer meinen satisfyer, zur Belohnung.
Was haltet ihr von meinem Training. Würdet ihr etwas anders machen oder hinzufügen? Ich habe es jetzt erst zwei mal gemacht, daher kann ich noch nicht sagen, wie hilfreich es ist.

Danke schon mal und liebe Grüße;)

Unsere Antwort

Du meinst wahrscheinlich die Erregungsmethode, die wir in diesem Text beschreiben.

  1. Nein, du musst diesen Rhythmus nicht immer anwenden. Bei schnellem Schaukeln gibt es mehrere Vor- und Rückbewegungen pro Atemzug. Dennoch ist das Verlangsamen eine sehr gute Übung.
  2. An deinem Training finde ich gut, dass du neues ausprobierst. Und du gestaltest es mit Belohnung. Das ist sinnvoll, um dranzubleiben. Ausserdem beobachtest du, welche Veränderungen du wahrnehmen kannst. Das sind alles gute Voraussetzungen. Behalte dir die Flexibilität und Neugier bei.

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Frage Nr. 39760 von 14.05.2025

Hallo liebes Team,

ich würde gerne wissen warum bei uns der Analverkehr nicht klappt. Trotz vordehnen, Gleitmittel- bekomme ich (45) meinen Penis nicht in ihren After. Vor einigen Jahren haben wir das problemlos gemacht. Jetzt verliere ich dabei die Härte- und das frustriert mich total. Gibt es irgendwelche Tipps oder bestimmte Stellungen- die sich anbieten. Angst vor Schmerzen besteht weder bei ihr noch bei mir. Normaler Verkehr und Oral geht es normalerweise fast immer/ von ein paar Ausnahmen: auch diese haben mich schon irritiert, muss ich mir Sorgen machen- oder mich um Potenzmittel bemühen? Vielen Dank!

Unsere Antwort

Es liegt daran, dass du deine Erregung nicht halten kannst. Das heisst, wahrscheinlich bist du durch die Vorbereitungen zum Analverkehr mehr von deinem eigenen Empfinden abgelenkt wie beim Vaginal- oder Oralverkehr.

Es lohnt sich immer zum "Füttern" der eigenen Erregung den Körper aktiv mehr einzubeziehen und gerade wenn man älter wird, wird das um so wichtiger. Was ich damit meine, findest du in unseren Texten über die Erregung, die Beckenbewegung, den Beckenboden und auch bei den Tipps für den Sex zu zweit.

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Frage Nr. 39759 von 14.05.2025

Hallo Lilli,
ich (w/22) habe eine Frage bezüglich Solo-Sex. Ich hoffe, die Angaben sind jetzt nicht zu explizit, also falls jemand keine Details zu der Ausführung von Solosex haben möchte, sollte diese Person diese Fragestellung nicht lesen.
Jetzt zu meinem Vorgehen dabei: Ich komme am einfachsten und intensivsten, wenn ich unter hoher Anspannung meine Beine übereinanderkreuze und fest zudrücke bis ich einen Orgasmus bekomme. Allerdings ist das im partnerschaftlichen Sex ja genau eine gegensätzliche Bewegung und außerdem wäre es mir auch peinlich, so vor meinem Sexualpartner zu kommen, da das von außen kaum etwas Erotisierendes hat, komplett anzuspannen, bis ich komme. Ich bin auch bisher noch nie beim Sex zu zweit gekommen.

Ich merke, dass ich die Stellung 'Elefant', wo der Partner von hinten auf mir ist und ich meine Beine ja auch geschlossen habe und Druck auf die Vulva kommt und die Löffelchenstellung, bei der meine Beine dann auch geschlossen sind, am erregensten finde. Ich würde aber sehr gern meine sexuelle Erregbarkeit erweitern und auch schaffen, in anderen Stellungen oder überhaupt mal beim Sex mit Partner zu kommen.

Ich bin schon eine Weile Leserin eurer Website (danke dafür) und weiß, dass man Sexualität lernen kann. Aber ich übe schon seit einem Jahr und fühle mich immer noch weit davon entfernt, über unterschiedliche Wege kommen zu können.

Ich habe mittlerweile einen Vibrator, damit kann ich auch zuverlässig kommen, sobald ich die Stärke etwas erhöhe und an entsprechende Stellen halte. Da sich das zwar gut, aber eher wie eine körperliche Reaktion der Klitoris anfühlt, geht das auch mit den Beinen geöffnet. Eine weitere Art, die funktioniert, aber deutlich länger dauert, ist mit der Hand; dann meist schnelle links-rechts-Bewegungen mit dem Finger über irgendeinen Teil der Klitoris und wenn es zum Höhepunkt zusteuert, wandert mein Finger immer weiter Richtung Vaginaleingang und übt dabei bei weiterhin der schnellen Bewegung etwas mehr Druck auf den Eingang aus. Bei allen drei Arten habe ich immer das Bedürfnis einen Finger (der freien Hand) in der Vagina zu haben, manchmal bewege ich den auch schnell, dass er wie von innen Vibration ausübt.

Aber all diese Arten sind noch sehr weit vom partnerschaftlichen Sex entfernt und ich habe schon so viel ausprobiert. Manchmal bewege ich mein Becken mit, weil ihr das ja immer empfehlt. Außerdem versuche ich andere Körperstellen oder nicht nur die Klitoris/Vulva/Vagina zu berühren, um die generelle Erregbarkeit zu steigern. Die Sachen fühlen sich zwar auch recht angenehm an, aber steigern meine Erregung scheinbar nicht. Was kann ich tun, um mich umzutrainieren, dass ich im partnerschaftlichen Sex kommen kann oder erregbarer bin?

(Als Info: Mein derzeitiger Sexualpartner versucht mich manchmal, während der Penetration zu befriedigen, was allerdings bei mir gar nichts auslöst und als ich selbst einmal versucht habe, während der Penetration einen Vibrator zu benutzen, hat mich das eher gestört. Es ist auch nicht, dass ich Penetration unangenehm finde, meistens sind die Gefühle als erstes sehr gut, aber mit der Zeit lassen die dann nach und ein Orgasmus ist bisher sehr fern. Es kann sein, dass ich noch recht verkopft bin, aber auch wenn ich mich nur auf die Körpergefühle konzentriere, hat mich das bisher noch nicht weitergebracht, auch wenn die Gefühle schön sind.).

Und was mir noch aufgefallen ist, ist dass ich generell wenig feucht bin. Beim Solosex bin ich fast komplett trocken, nur in der Vagina selbst spüre ich Feuchtigkeit, aber nicht so, dass ich diese mit dem Finger außen verteilen könnte. Und wenn ich beim Solosex sehr erregt bin, wird auch gar keine Feuchtigkeit produziert. Oft ist es sogar so, dass wenn ich gekommen bin und einen Finger noch in der Vagina habe, es ein bisschen wehtut, ihn rauszuziehen, weil beim Orgasmus meine Vagina eng und fest geworden ist und mein Finger beim Rausziehen dann richtig unangenehm daran reibt...ist das normal oder kann ich generell etwas tun, um mehr Feuchtigkeit zu produzieren?

Ich würde mich riesig freuen, wenn ich eine Antwort bekomme, denn ich bin irgendwie sehr unsicher, was normal ist und wie ich meine Sexualität steigern kann, dass ich sie auch in partnerschaftlichem Sex anwenden kann...

Unsere Antwort

Deine Angaben sind nicht zu explizit. Im Gegenteil, sie helfen uns, dir sinnvolle Unterstützung zu geben.

Es gibt viele Frauen, die gelernt haben durch Zusammenpressen der Beine zum Höhepunkt zu kommen. Wahrscheinlich kennst du dazu schon unseren Text Sexuelle Erregung mit Druck und Muskelspannung. Jede Person hat ihre ganz persönliche sexuelle Lerngeschichte und entwickelt ihre eigene Art, die sexuelle Erregung bis zum Orgasmus zu steigern. Ihr habt mit deiner Art der Erregungssteigerung schon einen kreativen Umgang gefunden. Du könntest in den Stellungen Elefant und in der Löffelchenstellung weiter damit experimentieren, wie du noch mehr von dem machen kannst, was für dich beim Solosex die sexuelle Erregung steigert.

Du hast bereits sehr viel gelernt in dem Jahr. Du hast nun weitere Möglichkeiten, mit denen du auch zum Höhepunkt kommst. Und du hast beobachtet, dass sich der Orgasmus auf diese Art wie eine rein körperliche Reaktion anfühlt. Es gibt tatsächlich eine körperliche Entladung und eine emotionale Entladung. Körperlich kannst du jetzt auf weitere Arten entladen, nun könntest du das emotionale dazu nehmen. Deshalb empfehle ich dir, die obere Schaukel einzubeziehen. Schau dazu bitte in den Text Gute Gefühle beim Sex durch Bewegung des Oberkörpers.

Jetzt ist es ausserdem wichtig, dass du nicht frustriert wirst, sondern am Üben dranbleibst. Das gelingt am besten, indem du dir das Üben angenehm gestaltest und die Veränderungen, selbst wenn sie klein sind, wahrnimmst und feierst. Du könntest dir zum Beispiel ein Notizbuch nehmen und dort die positiven Veränderungen aufschreiben.

Es ist nachvollziehbar, dass dich die zusätzliche Stimulation eher stört. Da bist du nicht die einzige. Sei da auch im Partnersex ehrlich mit dir und mit dem anderen. Suche nach dem, was sich gut anfühlt.

Zum Thema Trockenheit: Das hast du schon sehr gut beobachtet. Ja, die Trockenheit hat mit der hohen Anspannung zu tun. Denn die Feuchtigkeit in der Vagina kommt durch gute Durchblutung und die Durchblutung wird geringer, wenn du stark anspannst. Das kannst du mal nachempfinden, indem du deine Hand ganz fest zur Faust machst und beobachtest wie die Fingerknöchel weiß werden. Was du tun kannst, erfährst du in unserem Text Schmerzen beim GV durch hohe Muskelspannung.

Schau mal, wie du mit diesen Hinweisen weiterkommst. Falls noch Fragen offen sind oder du beim Üben auf weitere Fragen stösst, schreib uns einfach wieder. Gib dann bitte die Nummer dieser Frage an.

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Frage Nr. 39752 von 12.05.2025

Hallo liebes Lilli-Team,
ich (30) mag es nicht, wenn Menschen in meiner Anwesenheit über ihre Sexualität, sexuelle Aktivitäten, Vorlieben usw. sprechen. Neulich hatte ich für einige Tage eine Freundin besucht, die sehr offen über Sexualität, Beziehungen usw. spricht. Sie hat an einem Abend von einem Sexclubbesuch mit Freund*innen erzählt. Auf meine Nachfrage beschrieb sie mir, wie es innen aussieht und wie man sich da verhält. Das hatte mich interessiert und deshalb fragte ich auch nach. Das war interessant und damit war an dem Abend das Thema für mich erledigt.
Zwei Tage später trafen wir einen Freund von ihr, der auch bei dem Clubbesuch anwesend war (das sagte sie mir vorher). Wir saßen zu dritt in einem Café und recht bald unterhielten sich beide länger über ihren gemeinsamen Sexclubbesuch. Das war mir sehr unangenehm, ich saß daneben und habe nichts gesagt. Ich hätte gern gesagt, dass es mir unangenehm ist, wollte aber auch nicht irgendwie prüde oder verklemmt oder sexfeindlich erscheinen. Dazu muss ich sagen, dass ich aus verschiedenen Gründen (sexueller Missbrauch in Kindheit und Jugend, Erziehung, asexuelles Spektrum) nicht gern mit Menschen außerhalb meiner Beziehung über (meine) Sexualität spreche und es unangenehm finde, wenn es andere in meiner Gegenwart tun und dabei ins Detail gehen. Ich respektiere die Orientierungen/Praktiken anderer Menschen und dass sie zu Sexualität eine andere Einstellung haben als ich. Gleichzeitig will ich auf meine Grenzen achten und mag einfach nicht mit dem Thema unvorbereitet konfrontiert werden, da es mich auch triggern kann.

(Ich habe eine andere Freundin, die in die Richtung auch sehr offen ist, allerdings hatte ich ihr schon vor einiger Zeit gesagt, dass mir das unangenehm ist. Das hat sie akzeptiert, auch wenn sie sagte, dass es ihr schwerfiele. Diese Freundin sehe ich aber auch regelmäßiger.)

Wie hätte ich mich in der Situation verhalten können? Was kann ich in kommenden Situationen tun, ohne dass ich sofort anfange, mich zu rechtfertigen und ohne dass ich mich schlecht fühlen muss?

Unsere Antwort

Es ist in Ordnung, wenn du diese Gespräche nicht führen möchtest. Wie du dich verhalten kannst, hängt ein wenig von der Situation ab. Mit Freund*innen kannst du das ja besprechen, so wie du es auch mit der einen schon getan hast. Du kannst ihnen erklären, dass dir dieses Thema schwerfällt. Vielleicht kannst du mit ihnen verabreden, wie du signalisierst, dass es dir zu viel wird und du gern das Thema wechseln würdest. Wenn die andere Person das im Vorhinein weiß, wird sie sich dann nicht vor den Kopf gestoßen fühlen. 

In Situationen, in denen du mit Menschen zusammen bist, die das nicht wissen, kannst du entweder offen sein und sagen: „Ich merke, dass ich mich mit diesem Thema gerade unwohl fühle. Könnten wir vielleicht über etwas anderes sprechen?“ Mehr musst du nicht sagen, du musst dich dafür nicht rechtfertigen und die allermeisten Menschen werden das respektieren und das Thema wechseln. Eine andere Möglichkeit ist, dich aus der Situation rauszunehmen, zum Beispiel, indem du auf die Toilette gehst, dir was zu Trinken holst oder ähnliches. Du könntest beides auch kombinieren und sowas sagen, wie „Ich fühle mich mit dem Thema ein bisschen unwohl. Das ist bei mir manchmal so. Ich werde einfach kurz was anderes machen gehen / vor die Tür gehen / etc. und dann wiederkommen.“

Vielleicht möchtest du aber auch lernen, wie solche Gespräche weniger unangenehm für dich sein könnten? Dann könntest du das mal ausloten, am besten gemeinsam mit guten Freund*innen, die deinen Background kennen. Versuch mal, in Gesprächen mit ihnen herauszufinden, an welchen Stellen genau es für dich unangenehm wird und wieso. Im nächsten Schritt könntest du ausprobieren, was dir in solchen Momenten hilft, deine Gefühle etwas zu regulieren. Tiefes Atmen? Ein bisschen Bewegung? Da du schlimme Erfahrungen im Bereich Sexualität gemacht hast, ist das vielleicht sehr schwierig für dich. Dann könnte professionelle psychologische Unterstützung für diesen Prozess sicher hilfreich sein.

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Frage Nr. 39740 von 09.05.2025

Hallo, ich bin männlich, 28 Jahre und seit fast einem Jahr in einer Beziehung. Anfänglich hatte ich Probleme mit der Erektion, das hat sich aber gegeben. In letzter Zeit kamen die Erektionsprobleme hin und wieder vor, ich denke, eigentlich in einem unproblematischen Ausmaß. Dennoch hat mich das viel beschäftigt. Ich habe Angst, meiner Freundin nicht zu genügen und nicht gut genug zu sein. Meine Freundin sagt, sie hatte nie das Gefühl ich wäre nicht gut genug. Sie hat den Sex in letzter Zeit sehr genossen.
Ich habe gelesen, dass es sich wahrscheinlich um ein psychisches Problem handelt, wenn Selbstbefriedigung noch klappt und es nächtliche und morgendliche Erektionen gibt. Seit dem setze ich mich so unter Druck, dass es bei der Selbstbefriedigung auch nicht mehr für eine Erektion ausreicht. Wann ich das letzte mal eine Morgenlatte hatte, weiß ich nicht, ich glaube es ist Monate her.

Ich bin mir schon sicher, dass es nichts ernsthaft körperliches ist, aber ich habe trotzdem Angst davor. Sollte ich zum Arzt gehen? Was kann ich sonst tun? Wie kann ich mit meiner Partnerin eine gute Sexualität ohne Erektion erleben (bis es wieder klappt)? Danke für eure Antwort:)

Unsere Antwort

Ich empfehle dir zunächst, einen Urologen aufzusuchen. Spreche dein Anliegen mutig an und lasse dich untersuchen. Er kann prüfen, ob dein Testosteronhaushalt im Körper in Ordnung ist. Er wird dir vermutlich auch PDE-5 Hemmer anbieten. Das sind Medikamente, die dir helfen, eine stabile Erektion zu bekommen. Man kennt es auch unter dem Namen "Viagra". Mit dem folgenden Text kannst du dich schon vorab informieren: Viagra und so – wie helfen PDE-5-Hemmer meiner Erektion?

Es ist häufig so, dass sich durch die ausbleibende Erektion eine Angstspirale entwickelt. Um diese Angstspirale zu durchbrechen, können PDE-5-Hemmer eine grosse Stütze sein.

Gleichzeitig möchte ich dir noch Tipps für den Umgang in deiner Partnerschaft geben: Erektionsprobleme: Tipps für den Umgang in der Partnerschaft.

Es sind gute Voraussetzungen, dass deine Freundin dir den Rücken stärkt und den Sex mit dir geniesst. Das mit dem "psychischen Problem" ist ein bisschen trügerisch. In unserer Erfahrung ist es wichtig die körperliche Logik zu verstehen. Dein Penis braucht eine gute Durchblutung für eine stabile Erektion und die förderst du durch spüren und Bewegung. Dich locker zu bewegen kann wiederum positive Auswirkungen auf deine Stimmung und deine Gedanken haben. Es lohnt sich also sehr, damit zu experimentieren.

Schau mal, was du mit diesen Hinweisen selbst bewirken kannst. Falls du weitere Fragen hast, melde dich einfach wieder.

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Frage Nr. 39739 von 08.05.2025

Hallo! Ich bin sehr froh, dass ich eure Website gefunden habe! Sie ist toll! : ) Ich bin 29 und weiblich und habe noch nie mit jemandem geschlafen. Bisher war ich dazu emotional nicht in der Lage, aber nun wünsche ich mir diese Erfahrung sehr. Ich habe schon einiges von euren Vorschlägen probiert, um beim Solo Sex mit meinem Körper vertrauter zu werde. Jedes Mal, wenn ich mit einem Dildo arbeite und die Bewegungen schneller werden, verspüre ich starken Harndrang und muss abbrechen, um zur Toilette zu gehen. Ich habe bei euch schon über sexuelles Lernen gelesen und dass die Vagina durch Übung lernen muss, Erregung zu verspüren! Nun übe ich schon einige Zeit, mit Fingern und mit dem Dildo, aber jedes Mal kommt dieser Harndrang wieder. Ich mache mir Sorgen, dass ich keine sexuelle Erregung in der Vagina verspüren kann, weil ich schon älter bin und keine Erfahrung mit Penetration habe. Habt ihr vllt einen spezifischen Tipp, wie ich vorgehen kann um meine Vagina "umzulernen" und diesen Harndrang nicht mehr zu spüren?
Liebe Grüße!

Unsere Antwort

Klingt so, als seist du sehr motiviert, weiter zu üben. Das ist eine gute Voraussetzung! 

Wie du auf dem Bild unten siehst, liegt die Harnröhre und die Harnröhrenöffnung direkt an der Vorderwand der Vagina. Durch die Stimulation mit deinen Fingern oder dem Dildo wird vermutlich, über die vordere Vaginawand, auch die Harnröhre stimuliert. Diese Stimulation signalisiert deinem Gehirn den Harndrang. An sich ist Harndrang eine wichtige Funktion des Körpers, damit die Blase immer rechtzeitig geleert wird.

 

Du erlebst diesen Harndrang jedoch eher unangenehm und intensiv. Ich habe eine Vermutung, wieso dieser starke Harndrang für dich so deutlich spürbar ist: Der Harndrang wurde eher durch die Stimulation bei deiner Selbstentstimulation mit den Fingern oder dem Dildo, als durch Druck aufgrund einer vollen Harnblase ausgelöst. Dein Gehin kann jedoch nicht unterscheiden zwischen dem Reiz, welcher durch deine Stimulation auf die Harnröhre wirkt, oder jenem, der durch eine volle Blase ausgelöst wird. Es sagt einfach "Achtung, Harndrang!". Brichst du die Stimulation an dieser Stelle ab und gehst aufs Klo, kann es sein, dass dein Gehirn Bestätigung bekommt, dass die Blase geleert werden musste. Die Frage ist, ob sie wirklich immer voll war. Ich nehme an, dass dabei oft wenig Urin kommt. Wiederholst du also den Vorgang und brichst bei zunehmendem Harndrang ab und gehst zur Toilette, hat dein Gehirn gelernt, den Harndrang sehr deutlich zu spüren. Es meldet sicherheitshalber immer den Harndrang. Andere Reize, welche ebenfalls zum Hirn geleitet werden, treten in den Hintergrund.

Was du machen kannst:

Etwas Wichtiges vorweg: Zum einen hast du aus meiner Sicht bereits Erfahrung mit Penetration – oder, besser gesagt, damit, mit deiner Vagina etwas aufzunehmen: Du hast erlernt, Finger und einen Dildo vaginal aufzunehmen. Zum andern ist grundsätzlich jede Frau in jedem Alter fähig zu lernen, sich über Stimulation der Vagina sexuell zu erregen. Deshalb möchte ich dich ermutigen, dabei zu bleiben.

Wie du bereits selbst erklärt hast, kannst du deinem Gehirn beibringen, diese Reize bezüglich Harndrang und sexueller Erregung etwas genauer zu unterscheiden. Deshalb kann es für dich als erster Schritt interessant sein, wenn du dein Geschlecht genau erkundest. Wo fühlt es sich besonders angenehm an? Wo fühlt sich die Stimulation erregend an? Wo sind die Berreiche, wo du deine Erregung bis zum Orgasmus steigern kannst, sofern du dies schon gelernt hast? Und wo genau wird der Harndrang ausgelöst? Nutze dazu deine Finger, damit du spürst, wo genau du dein Geschlecht berührst. Mit den Fingern kannst du differenzierter wahrnehmen, wo dich gerade berührst. Folgender Text beschreibt das Erfogschen der Vagina ausführlich.

Bleibe dabei mit dem Druck und dem Tempo in dem Bereich, wo die Berührung angenehm ist oder du sexuelle Erregung spürst. Achte, dass du bei Berührungen bleibst, welche den Harndrang höchstens ein kleines bisschen auslöst. Kommt stärkerer Harndrang auf, wechsle auf deine angeheme oder sexuell erregende Stimulation, an andern Bereichen deiner Vulva oder Vagina. Gebe dem Körper Zeit, bis der Harndrang wieder abgeklungen ist. Versuche zu vermeiden, dass der Harndrang so stark wird, dass du abbrechen musst und zur Toilette gehst. Sonst kriegt dein Gehirn erneut eine Bestätigung, dass es mit der vollen Blase richtig lag. Das kann heissen, dass du erst einmal ganz langsame und leichte Berührungen machst. Gehe in kleinen Schritten und mit viel Langsamkeit vor. Wie ist es zu Beispiel, wenn du versuchst, deinen Daumen statt deiner Finger einzuführen? Mit dem Daumen lässt sich z.B. die Hinterwand der Vagina betasten und massieren. Was kannst du dort spüren? 

Möglicherweise ist dein Beckenboden während der Stimulation, spätestens bei dem einsetzenden Harndrang, eher in einer höheren Spannung. Um dies zu überprüfen, kannst du mit Hilfe des folgenden Textes mit deiner Beckenbodenspannung experimentieren. Spannung kann machen, dass es sich unangenehmer anfühlt.

Bewegung des Beckens kann die Spannung wieder reduzieren. Deshalb könnte es interessant für dich sein, wenn du während der Stimulation mit deinen Fingern auch das Becken mit bewegst. Durch die Bewegung werden zudem die Vagina und die Vulva stärker durchblutet. Dies kann helfen, die sexuellen Reize eher wahrzunehmen. Wie du dein Becken in Bewegung bringst, liest du im folgenden Text. Dies kann auch eine gute Vorbereitung für Sex mit einem Gegenüber sein. 

Sollte ich mit meinen Vermutungen falsch liegen, wäre ich froh, wenn du wieder schreibst. Interessant wäre auch zu erfahren, ob du schon sexuelle Erregung und Orgasmen erleben konntest, da dies nicht aus deinem Text hervor geht. Falls du nochmal schreibst, gib bitte die Nummer dieser Frage an.

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Frage Nr. 39735 von 07.05.2025

Ich (16) habe vor kurzem mit einem Mädchen geschlafen, von der ich dachte, dass sie 15 Jahre alt ist. Jetzt habe ich erfahren sie ist erst 13 und ich habe Angst dass das irgendwie bekannt wird und wir dafür bestraft werden könnten.

Unsere Antwort

In welchem Land befindest du dich? Die Gesetze zum Schutzalter unterscheiden sich von Land zu Land.

In der Schweiz gilt: Wenn dein*e Sexualpartner*in unter 16 ist, darfst du nicht mehr als drei Jahre älter sein. Das bedeutet, dass du als 16-Jähriger mit einer 13-Jährigen Sex haben darfst. Trotzdem solltest du in Zukunft etwas vorsichtiger sein. Denn wenn du Sex mit einer Person hast, die mehr als drei Jahre jünger ist als du, wirst du zur Verantwortung gezogen. Das heisst, du wirst bestraft, nicht die jüngere Person. Du bist sozusagen für den Schutz der jüngeren Person zuständig. Es ist also deine Verantwortung, abzuklären, wie alt die jüngere Person wirklich ist. Am besten, du lässt dir einen Ausweis zeigen. Mehr über das Schutzalter in der Schweiz erfährst du in diesem Text.

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Frage Nr. 39733 von 06.05.2025

Wie küsst man?

Unsere Antwort

Wir haben diesen Text über das Küssen geschrieben. Dort findest du auch Tipps, wie du das Küssen alleine üben kannst. 

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Frage Nr. 39729 von 05.05.2025

weitere Infos zu Anfrage 39681:
Danke für die sehr ausführliche Antwort!
"auf mich konzentrieren" sollte bedeuten, ich solle mich beim Sex auf mein Empfinden, meine Gedanken und meine Gefühle konzentrieren und nicht so sehr das "Wohlfühlen" meiner Partnerin im Auge haben.

"außer Gefecht gesetzt" - die Vermutung ist korrekt - ich bin eher verkopft und beobachte meine körperliche Reaktion mit Sorge, ob meine Erektion denn nun stabil genug bleibt (was in meinem Leben eher selten war)

"alleine üben" ist für mich schwierig, weil ich - aus welchem Grunde auch immer - wenig sexuelles Interesse habe - das war früher anders , aber bin sehr oft zurückgewiesen worden und eher Bittsteller gewesen (es ging eigentlich nur um Petting bzw. Penetration - vielleicht sogar nur um körperliche Zuneigung)

"wann tritt ED auf" - früher war ich so aufgeregt, dass ich eher vorzeitig ejakulierte oder nur sehr kurz penetrieren konnte.
Im Prinzip tritt die ED nach spätestens 5 Minuten nach manueller oder oraler Stimulation auf - für eine Penetration ist die Erektion eher zu schwach.

Das Problem könnte jetzt eine "sexuelle Appetenzstörung" sein.
Der Urologe findet keine (organische) Ursache, Die Laborwerte sind soweit unauffällig, bis auf 3 Werte:
1. Vitamin D 3 (6 µg/l) - Normalwert 30 - 70 µg/l
2. Testosteron war zu hoch - ist aber wieder normal
3. sexualhormonbindendes Globulin 129(!)
4. Freier Androgen-Index 13,91! (normal wäre > 45)
Vitamin D wird substituiert ( 20.000 IE pro Woche)
außer einem Rezept über Tadalafil 5 mg fiel dem Urologen nichts ein, was aber nichts bringt. (bringt ja nur eine verbesserte Durchblutung und keine Erregung)
Therapeut meinte "Stärkung des Selbstbewusstseins" - ist aber schwer und da finde ich keinen rechten Ansatz.

Bin eher jemand, der sich selbst nicht so wichtig nimmt und sich um andere kümmert (von meiner Erziehung her) - und der entweder fast alle Gefühle verdrängt oder es nie gelernt hat, was Gefühle sein könnten (Alexithymie).

Unsere Antwort

Zum Empfinden: Das klingt erstmal sinnvoll. Wir würden dir vor allem empfehlen, dein körperliches Empfinden zu stärken. Schau dazu bitte in unseren Text Wie lerne ich meinen Penis besser wahrnehmen? Bei gutem Sex erregen sich beide aktiv miteinander. Das ist eine Entlastung. Es ist genussvoller für beide. Mehr dazu steht in unserem Text Guter Sex: Wer befriedigt hier wen?

Mindestens genauso wichtig ist, dass du dich auf deine sexuellen Ressourcen verlassen kannst. Du kannst also jederzeit wechseln zwischen dem altbekannten, was für dich gut klappt und dem neuen, was du noch lernst.

Zum "außer Gefecht gesetzt": Hier ist es hilfreich wirklich konkret zu werden. Welche unerotischen Gedanken hast du genau? Was genau hat dich außer Gefecht gesetzt? Wenn du den genauen Wortlaut kennst, kannst du es besser erkennen. Und du kannst dir neue förderlichere Gedanken überlegen.

Zum "alleine üben": Dafür brauchst du kein sexuelles Interesse vorab. Du kannst dir Zeit dafür einplanen. Und das würden wir dir empfehlen, wenn du Veränderungen erleben möchtest. Mach das zum Beispiel 3 mal und dann berichte uns wieder, was du dabei erlebt hast und wo du noch anstehst.

Hinter deiner Sexualität steckt deine ganz persönliche sexuelle Lerngeschichte. Du kannst ein Leben lang sexuell dazulernen.

Auch wenn du aktuell keinen vorzeitigen Samenerguss hast, empfehle ich dir unseren Text Vorzeitiger Samenerguss: Ich komme zu schnell – was tun? Denn er erklärt dir die körperliche Logik hinter deinem sexuellen Erleben. Es kommt häufig vor, dass Männer zunächst zu früh kommen und später Schwierigkeiten mit der Erektion haben.

Du ziehst interessante Parallelen dazu, wie du dich sonst verhältst. Das erleben wir ganz häufig, dass es gewisse Ähnlichkeiten gibt zwischen dem Verhalten im Bett und in der sonstigen Welt. Würde es dich denn interessieren, dich selbst wichtiger zu nehmen und gleichzeitig einen guten Umgang mit anderen zu pflegen?

Es ist gut, dass du dich beim Urologen hast untersuchen lassen.

Hast du denn Ideen wieso dein Selbstwert eher gering ist? Was hast du erlebt, sodass du glaubst, nicht so viel wert zu sein?

Schau mal, wie das bei dir ankommt. Du kannst uns einfach wieder schreiben.

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Frage Nr. 39728 von 05.05.2025

ab wann darf man man sex haben

Unsere Antwort

Laut dem schweizer Gesetz bist du bis zu deinem 16. Geburtstag im Schutzalter. Das Schutzalter soll Kinder und Jugendliche davor schützen, Erfahrungen zu machen, die nicht gut sind für ihre sexuelle Entwicklung. 

Als Jugendliche*r unter 16 ist es aber gut, wenn du sexuelle Erfahrungen machst. Denn so findest du heraus, auf wen du stehst und was du beim Sex magst. Und du übst, Sex zu haben. So wirst du sexuell selbstsicher. Du darfst also Liebesbeziehungen und Sex haben. Das ist dein sexuelles Recht. Ihr dürft selbst entscheiden, wann ihr Sex habt, was ihr macht und wie ihr verhütet. Auch das gehört zu euren sexuellen Rechten. Das Gesetz schreibt aber vor, dass deine Sexpartner*innen nicht mehr als drei Jahre älter oder jünger sind als du. Mehr über das Schutzalter erfährst du in diesem Text. Die deutsche Rechtslage bekommst du auf zanzu.de einfach erklärt.

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Frage Nr. 39719 von 05.05.2025

Guten Tag ich bin weiblich 25 Jahre und in einer längeren Beziehung. Bei meiner ersten Beziehung wurde ich vergewaltigt, war daher in Therapie. Ich habe danach meinen Freund kennen gelernt.

Er ist sehr sexuell und will seine Sexualität auch ausleben. In den letzten Jahren hat er mir jetzt gesagt ist unsere Sexualität für ihn stagniert, weil ich mich für ihn an seine Sexualität gehängt habe, ohne meine eigene einzubringen. Darauf hat er jetzt keine Lust mehr. Ich soll meine eigenen Wünsche und meine Lust entdecken, um ihm zu sagen was ich geil finde und was nicht und damit Schwung in die Sache kommt. Das setzt mich unter Druck.

Er meint dass ist nicht normal weil jeder Mensch seine Sexualität ja weiter entwickeln will und ich mich damit nicht an unsere anfängliche Abmachung halte. Ich weiß jetzt nicht wie ich es angehen soll. Ich fand unsere Sexualität toll und hab auch nicht so wirkliche Phantasien.

Ist es ok dass er das von mir fordert und wie kann ich das ganze angehen?

Unsere Antwort

Dein Freund hat dir von seinen Wünschen erzählt. Er möchte mehr darüber wissen, was dir gefällt. Und er möchte, dass du entdeckst, was dir gefällt. Das würde dazu beitragen, dass ihm der Sex besser gefällt.

Das hat er offensichtlich nicht auf eine besonders einladende Weise mitgeteilt. Du fühlst dich jetzt unter Druck und weisst nicht, wie weiter.

Du kannst jetzt schauen, wie du damit umgehst. Um dich dabei zu unterstützen, habe ich zunächst einige Rückfragen und verlinke dir ein paar unserer Texte mit vielen Tipps.

Welches Entgegenkommen deinerseits ist möglich? Was könnten Dinge sein, die euch beiden Spaß machen?

Du schreibst, dass du eure gemeinsame Sexualität toll findest. Das scheint ihn genauer zu interessieren. Was kannst du ihm darüber sagen, was dir gefällt? Sind es zarte oder fordernde Küsse? Ist es sanftes Streicheln oder festes massieren? In welchem Winkel spürst du seinen Penis besonders gut? Magst du es, wenn er mit dem Penis an deiner Vulva spielt? Ich kann mir gut vorstellen, dass du darüber mehr weisst als du denkst.

Ich habe keine Vorstellung davon, wie eure gemeinsame Sexualität aussieht. Ist es denn tatsächlich so, dass er aktiv ist und du dich dranhängst? Falls nein, wo bist du aktiv? Schau dazu bitte auch in unseren Text Aktiver und bewegter Sex: Beckenschaukel für Frauen und Warum ist es gut, wenn Frauen sich beim Sex bewegen?

Was ist denn eure anfängliche Abmachung? Hast du ihm etwas versprochen?

Für das Weiterentwickeln eurer Sexualität brauchst du keine Fantasien. Es reicht aus, wenn du aufmerksam dafür bist, was dir gefällt und dir mehr davon holst. Und wenn du neugierig bist, was ihm wohl noch gefallen könnte, was dir auch gefällt oder worauf du zumindest neugierig bist.

Schau mal, was du mit diesen Rückfragen und Tipps anfangen kannst. Schreib uns einfach wieder, wenn du etwas davon vertiefen möchtest.

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Frage Nr. 39718 von 05.05.2025

Hallo, ich bin männlich und 42 Jahre alt. Ich würde gerne wissen wie lange eine durchschnittliche Erektion anhält. Wir haben langen und ausgiebigen Sex- aber manchmal lässt bei mir die Härte nach einer gewissen Weile nach- ist aber immer noch hart genug bis zum Orgasmus. Ich denke so nach 15/20 Minuten. Ist das normal?

Unsere Antwort

Wie lange eine durchschnittliche Erektion anhält, kann ich nicht sagen, da sie bei jeder Person unterschiedlich lange anhält. 

Du schreibst, deine Erektion nimmt bei Sex ab. Das kann ein Hinweis darauf sein, dass du eine zu hohe Muskelspannung beim Sex hast.

Nehmen wir an, du spannst deinen Beckenbereich über längere Zeit stark an. Dann fliesst das Blut in diesem Bereich schlechter und vermindert damit auch die Blutzufuhr im Penis für eine stabile Erektion. Da hilft es sehr, in Bewegung, durch zum Beispiel eine Beckenschaukel zu kommen. 

Dieser Text verdeutlicht dies sehr schön und wenn es dich anspricht, findest du dort Lösungsansätze.

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