Frage Nr. 40074 von 25.08.2025
Ich habe eine (lange) Frage zur sexuellen Orientierung. Ich hab eure Texte gelesen und ihr schreibt, dass es häufig Erfahrungen braucht, um es für sich herauszufinden. Ihr schreibt auch, viel von „auf jemanden stehen“.
Hier bin ich unsicher: aktuell frage ich mich, ob ich lesbisch/ queer sein könnte. Wobei ich mein gender auch hinterfrage: insgeheim gefällt mir als afab Person, wenn ich mit Name/ genderneutral angesprochen werde, ich fühle mich eher so im Bereich Demigril/ nicht-binär, aber bin damit (noch) nicht offen.
Ich war nie verliebt: keine Schmetterlinge, kein „crush“. Aber ich habe auch nie das Gefühl, jemanden küssen zu wollen oder Sex mit dieser Person zu haben.
Zuletzt kam es aber vor, dass ich mir Zärtlichkeit/ Intimität und vielleicht Sex mit FLINTA wünsche. Nicht mit einer spezifischen Person, die ich kennengelernt hätte.
Ich frage mich, ob dieses „noch nie mit jemandem Sex gewollt haben“ abnormal ist bzw bedeutet dass ich asexuell bin.
Andererseits gibt es traumatische Erfahrungen (sexualisierte Gewalt), welche das alles wohl beeinflussen (?). Ich frage mich, ob sich das irgendwann ändern wird, da ich in Therapie bin und auch Körperarbeit mache. Letztere ermöglicht mir mittlerweile, überhaupt in irgendeinem Kontext Nähe zuzulassen und hat mich mehr an positive Empfindungen im Körper herangeführt (und auch an schmerzhafte, wenn es triggert).
Aber wie kann ich auf eine sichere Art Erfahrungen diesbezüglich sammeln und herausfinden, was Sexualität leben für mich bedeuten könnte? Ich habe schonmal geschrieben gehabt und soweit ich mich erinnere hattet ihr zum allein Ausprobieren geraten. Aber das führt am Ende meist zu Wiedererleben von Gewalt bzw mir auf diese Art „wehtun“, freezen und zurückversetzt werden. Ich fühle mich auch ekelhaft durch das alles, abstossend. Was dann Nähe zulassen auch wieder erschwert.
Ich fühle mich langsam „alt“ (28J).
Unsere Antwort
Du schreibst, wir hätten dir auf deine frühere Frage zum ‚allein Ausprobieren‘ geraten. Meine Antwort geht in eine ähnliche Richtung. Dein Ziel könnte Eigenständigkeit heissen.
In deinem Text beschreibst du eindrücklich deine Suche nach einer Identität zwischen afab (assigned female at birth) und FLINTA (Akronym für Frauen, Lesben, Intergeschlechtliche, Nichtbinäre, Trans- und Agender-Personen). Du selbst siehst dich am ehesten als Demigirl. Also als eine Person, die sich teilweise, aber nicht vollständig als Frau fühlt, bzw. sich nur halb mit als feminin gelesenen Eigenschaften identifiziert. Schon bei der Identitätssuche würden wir dir von einer eindeutigen lebenslangen Zuordnung abraten. Das Interessante ist doch, dass wir Diversität erkannt haben. Um die Diversität zu beschreiben, sind viele Identitätsbezeichnungen entstanden. Das befreit uns von der engen Frau-Mann-Ordnung. Es sollte aber nicht wieder in einer engen Auslegung enden. Wir schlagen dir vor, dich so wie du bist anzunehmen. Und dich auch so wie du dich in dir fühlst zu (be-)nennen. Möglicherweise ändern sich deine Wahrnehmung und dein Gefühl ab und zu. Dann könntest du andere Bezeichnungen wählen. Wichtig ist, dass du weisst: Du hast die Wahl! Und was du wählst, stimmt für dich!
Zu deinem Wunsch nach sexuellen Beziehungen hast du ebenfalls einige Fragen. Versuch mal, dich nicht aussen zu orientieren. ,Bin ich normal oder nicht?’ ist eine verständliche Frage. Allerdings macht schon die Frage Angst, weil die mögliche Antwort ‚nicht normal’ sein könnte. Und dann steht man da, weiss nichts mehr über sich selbst, muss aber mit scheusslichen Gefühlen der Abwertung und Aussonderung klarkommen. Wir raten zu mehr Selbstverständnis im wörtlichen Sinn. Wie verstehst du deine Gefühle, Gedanken, Wünsche und Ideen? Du hast die Erfahrung gemacht, dass die Allein-Erotik dich in Spannungen bringt, die du nur mit Schmerz und Einfrieren erträgst und die Ekel auslöst. Du hast verstanden, dass sexuelle Gewalt Spuren der Erinnerung im Körper hinterlässt. Du bist in einer Therapie, in der du lernst, diese Spuren zu verstehen. Dein Körper lernt, dass er in Sicherheit ist. Dein «ich fühle mich langsam alt» ist sehr verständlich. Die Wiedergewinnung von Eigenständigkeit ist harte Arbeit, wenn der Körper Besatzungserfahrungen gemacht hat. Lass dich nicht entmutigen.
In der Körperarbeit hast du beobachtet, dass dir positive Empfindungen im Körper möglich sind und die Trigger schmerzhaft abgearbeitet werden müssen. Inzwischen gibt es Kontexte in denen dir Nähe möglich ist. Du nimmst dich also sehr gut wahr. Du hast sogar Wünsche nach Zärtlichkeit und Intimität gespürt. Das entspricht aktuell wohl deinen Bedürfnissen. Deine Wünsche richten sich auf FLINTA-Personen und nicht an 100%Frauen oder 100%Männer. Auch das ist stimmig. Stereotype Weiblichkeit entspricht nicht deiner Selbstwahrnehmung.
Wir raten dir, mit deiner Therapie weiter zu machen. Dort ist es dir gelungen, positive Gefühle in deinem Körper zu entwickeln. Diese werden dich anderen Körpern näher bringen. Wünsche nach Nähe und Intimität hast du bereits. Wenn du mutig deine sexuelle Erregung studierst, wirst du auch sexuelles Begehren wahrnehmen. Das Wichtigste bist du, dein Mut und deine Eigenständigkeit.
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Frage Nr. 40065 von 20.07.2025
Vielen Dank für eure Antwort auf 40000. Ich verstehe, dass Debatten den Rahmen sprengen. Umso mehr danke ich euch, dass ihr euch Zeit dafür genommen habt.
Ich möchte auf ein paar Kommentare/Rückfragen eingehen. Bitte fühlt euch nicht gedrängt, (ausführlich) antworten zu müssen, wenn ihr keine Zeit dafür findet! Bitte lest es aber. Es klärt hoffentlich ein paar Dinge und könnte für Mitleser/innen lesenswert sein.
Zunächst: Wenn ich jemanden durch meine Aussagen gekränkt und intolerant gewirkt haben sollte, tut mir das leid.
"dass junge Frauen sozialisiert werden ... aber ältere Frauen keines Falls...
Danke für diesen Einwand! Ihr habt recht, dass dies nicht nur für Männer (jeder Alterstufe), sondern auch für ältere Frauen sehr verletzend ist.
"Wie steht es mit der Selbstachtung von Menschen, die sexuelle Handlungen als private Tauschgeschäfte machen"
Noch schlimmer, weil man sich sogar vor dem eigenen Partner erniedrigt. "Tauschgeschäft" bringt es auf den Punkt: Sex ist doch keine Ware, kein lebloses, unemotionales Produkt. Sex ist höchste Intimität, intimste und tiefste Emotionen, Zulassen von maximaler Nähe und ein Geschenk, das sich zwei Menschen geben basierend auf gegenseitigem Begehren, Wertschätzung und Respekt. Sobald einer der Beteiligten etwas in die Waagschale werfen muss, ist es rein logisch eine Erniedrigung und Gefälle.
"nicht wenige Frauen, die gern für einen Callboy oder eine Tantramassage zahlen würden...Paare, die gern für Sex zahlen"
Danke für diese Sichtweise. Dennoch ist der Anteil derer, die aus Emanzipation bezahlen, mit Sicherheit sehr viel kleiner als derer, die sich chancenlos und unbegehrt fühlen und denken, sie hätten es nicht verdient gleichwertig begehrt zu werden.
Natürlich gibt es Unterschiede in physischer Attraktivität oder Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung, für die es schwierig ist, Sexpartner zu finden. Wenn so jemand sich dafür entscheidet, steht es mir nicht zu, das zu verurteilen, aber es muss so tief verletzend sein, sexuell, also in dieser uns allen innewohnenden, zutiefst intimen, emotionalen und persönlichen Empfindung, nie begehrt und wertgeschätzt zu werden oder? Als ob das nicht schlimm genug wäre, erniedrigt sich ein Mensch für ein paar Minuten lieblosen Sex mit einem Menschen, der einen nicht nur nicht begehrt und wertschätzt, sondern sogar verachtet* und (im Falle von freiwilliger Prostitution) mit der Verzweiflung dieser Menschen Geld verdient.
* "Ich habe alle Freier gehasst und verachtet ... ich war ein paar mal kurz davor einen von euch umzubringen" (https://mylifeinprostitution.wordpress.com/2017/01/06/a)
"Modeindustrie: Frauen sexy und körperbetont, Männer körperverhüllend...Woher hast du all das?"
Geht durch die Fußgängerzone und sagt mir, wer mehr Haut zeigt und körperbetonter gekleidet ist. Wie viele Frauen nutzen Kosmetik, um ihr Aussehen zu tunen? Wie viele Männer? Wie oft sexualisierte Männern in Werbung und wie oft Frauen? Wie oft Männer aufreizend sexy in Spielfilmen? Wie oft Frauen? Wie oft sind Männer in Filmen die triebgesteuerten "Lustmolche", wie oft Frauen? Wie oft wird Fellatio lust- und genussvoll für Frauen dargestellt und wie oft, dass Frau es widerwillig macht, sich ekelt oder gezwungen wird? Das sorgt doch auch bei Frauen, die sowieso schon "viel schamhafter erzogen werden" (Ann-Marlene Henning), für noch mehr Scham und belastende Gefühle. Wenn Frauen denken "In Filmen ekeln sich Frauen vor dem Blasen und in Pornos dient es dazu, uns zu erniedigen. Ich sollte das nicht wollen, aber es erregt mich so. Was stimmt nicht mit mir?" Gerade zum Thema Scham vor der eigenen Lust und SB schreiben euch viele Frauen.
https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2020-08/katja-lewina-beschimpfungen-sexismus-selbstbestimmung-sexpodcast ("Frauen beschimpft man mit zu viel Sex, Männer mit zu wenig")
Gedankenspiel: Männermode sexy und körperbetont, Frauenmode zeigt viel weniger (Lerneffekt: "Frauenkörper weniger zeigenswert"). Männer tunen sich mit Kosmetik, bei Frauen ist das gesellschaftlich verpönt. In der Werbung knapp bekleidete Männer. Sex sells. Frauen fast nie (Lerneffekt: "Wir Frauen sind eben nicht sexy. Will niemand sehen.") In Filmen werden Frauen häufig triebgesteuert dargestellt. In Sexszenen wird gezeigt wie Männer sich vor dem weiblichen Körper ekeln und genötigt werden. Und jetzt sagt mir bitte, wie sich all das auf das sexuelle Selbstvertrauen von Frauen auswirken würde.
Der Kommentardialog zwischen Randy.Rocker und Ms Poppins ist einfach nur absurd, denn ich hätte ihn nicht besser schreiben können: ein Mann, der in zynischer und widerlichster Selbstverachtung (und Frauenverachtung) beschreibt wie er schon immer für Sex bezahlt und eine Frau (Ms Poppins) hält ihm den Spiegel vor. Es kommen auch Zitate von und auch eine ehemalige Prostituierte zu Wort, die eure Einstellung zu "Sexarbeit" vielleicht noch mal ins Wanken bringt!
https://www.zeit.de/campus/2017-05/nofap-bewegung-masturbieren-pornos-maenner-verzicht-maennlichtkeit#cid-13042096
Bitte lest die Kommentare und sagt mir, dass Randy.Rocker nicht alles verkörpert, was ich beschreibe: Das Selbstverständnis unattraktiv zu sein, die Resignation und krasse Selbstverachtung, das Prahlen mit Geld und Job als Ausgleich, das Selbstbild vom triebgesteuerten Mann, sich Sex holen muss, Frauen, denen er den eigenen Sextrieb abspricht und dass diese Männer für Sex ausnutzen wollen, Alpha Males usw.
Die Zunahme von Männergruppen mit genau diesen Denkweisen ist doch kein Zufall. Viele Männerfragen, die Minderwertigkeitskomplexe und eine Überhöhung von Frauen zeigen, sind etwas viel für Einzelfälle: 36393, 37071, 35896, 39325, 39731, 39447, 38311, 38309, 38516, 35705, 37668 ("Ich finde männer einfach nicht so schön und mir wurde oft das Gefühl gegeben,dass ich als richtiger mann nicht tauge."), 39961 (der Kumpel des Fragestellers, aber auch er selbst (will ältere Frauen daten, weil er sich chancenlos fühlt oder Aussagen wie "Ich könnte die Frau richtig auseinander nehmen wenn mein Penis groß und vor allem dick wäre")). Wie viele Beispiele muss ich noch anführen?
Minderwertigkeitskomplexe und die krasse Fixierung auf Frauen und Sex ist logisches Produkt unserer Sozialisierung. Wäre es nicht so, müssten wir das gleiche Verhalten doch bei Frauen feststellen? Der Dialog zwischen Randy.Rocker und Ms Poppings andersherum? Undenkbar! Frauengruppen, die nur das Ziel haben, Männer ins Bett zu kriegen? Never. Fragen von Frauen, die obsessiv fixiert sind auf Männer? Never. Frauen, die als unterwürfige Bittsteller massenhaft Männer anbaggern, um Telnummern zu bekommen? Never. Und jetzt wollt ihr ernsthaft sagen, es gebe keinen krassen sexuellen Sozialisierungsunterschied?
Wir sozialisieren Männer als sexuell minderwertige Geschöpfe und regen uns über das Ergebnis, über Menschen wie Randy.Rocker, auf, die irgendwann vor lauter Selbstverachtung resignieren, Frauen verachten und sich Sex "holen". Er kann das noch bezahlen. Andere greifen zu schlimmeren Mitteln...
Unsere gesellschaftliche Reaktion? Anstatt Männer und Frauen sexuell gleich zu sozialisieren zu gleichwertigen, glücklicheren, selbstbewussteren Menschen und Sexismus und Frauenhass den Nährboden zu entziehen, bewerfen wir Männer mit noch mehr Dreck: alles männliche wird zum Schimpfwort: Manspreading, Mansplaining, "alte weiße Männer", toxische Männlichkeit (gibts auch toxische Weiblichkeit?) usw. Guter Plan. Menschen, die aus lebenslang erlernten sexuellen Minderwertigkeitsängsten Hass auf Frauen entwickeln, werden bestimmt geläutert durch noch mehr Verachtung und Diffamierung.
Wir wollen Sexismus gar nicht abschaffen, weil wir dann zugeben müssten, dass er der Spiegel unserer absurd künstlich verzerrten gesellschaftlichen Sexualisierung ist, die (junge) Frauen krass überhöht und Männer erniedrigt. Aus Angst, Männer vermeintlich in die Opferrolle zu stecken, halten wir lieber am Status Quo fest. Egal ob Migration, Umweltschutz oder Sexismus: wir suchen einfache Gut-Böse-Feindbilder statt hinter die Kulissen zu schauen aus Angst vor unbequemen Wahrheiten, die unser Weltbild stören und wundern uns über die Spaltung der Gesellschaft.
Ich danke euch herzlich für eure Arbeit und wünsche euch auch einen schönen Urlaub!
Unsere Antwort
Hut ab, du liest wirklich viel und genau. Danke für deine Ausführungen. Alles, was du schreibst, stimmt – nicht immer, aber es gibt Menschen/Situationen, für die es zutrifft. So intelligent und differenziert, wie du schreibst, ist dir klar, dass man nicht pauschalisieren darf, sondern das differenziert anschauen muss, und dass du hier von statistischen Häufungen und Tendenzen redest.
Du zitierst einzelne Meinungen und Artikel, die keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erheben. Da dich die Thematik so interessiert, empfehle ich dir, dass du einen Schritt weiter gehst: Such dir wissenschaftliche Artikel und, noch besser, Metastudien.
Zum Mann-Frau-Thema empfehle ich dir als Sommerlektüre folgendes Buch: Von Natur aus Anders von Doris Bischof-Köhler. Es geht mit beispielloser wissenschaftlicher Gründlichkeit auf die Mann-Frau-Thematik ein. Wenn du es gelesen hast, wirst du viel besser verstehen, auf was das alles eigentlich aufbaut. Und du wirst von dir nicht angesprochene Punkte, aber doch wesentliche Punkte berücksichtigen können. (Darauf kann ich jetzt nicht eingehen, dazu empfehle ich die Lektüre des Buches).
Zum Thema Sexualität: Wir unterscheiden sexuelle Ideale und sexuelle Realitäten. Du beschreibst ein Ideal: "Sex ist höchste Intimität, intimste und tiefste Emotionen, Zulassen von maximaler Nähe und ein Geschenk, das sich zwei Menschen geben basierend auf gegenseitigem Begehren, Wertschätzung und Respekt." Wenn Sex für dich so sein muss, nimmst du die Realität nicht ernst. Schau dir die Studie von Cindy Meston noch einmal an. Das ist sexuelle Realität. Sex wird sehr oft gebraucht (man könnte streng sagen "missbraucht"), um andere Bedürfnisse zu befriedigen.
Man kann etwas dafür tun, dass Sex besser wird, dass er lustvoller und zugleich intimer wird. Die Verbindung von sexueller Erregung und emotionaler Intimität ist aber eine der schwierigsten Herausforderungen in der Sexualität. Es ist eins der Hauptanliegen, die Menschen in die Sexualberatung und Sexualtherapie bringen. Unser sexualtherapeutischer Ansatz, der Sexocorporel, unterstützt Menschen dabei, ihre Körper beim Sex so einzusetzen, dass dieser sexuell-emotionale Spagat besser funktioniert. Er unterstützt Menschen dabei, sich beim Sex selbstsicherer zu fühlen als Männer, Frauen etc., und wirklich empathisch aufeinander einzugehen.
Warum sind sexuelle Erregung und emotionale Nähe so ein schwieriger Spagat? Hierzu muss man ausholen. Lies bitte den Text über das autonome Nervensystem. Lies dann den Text über hohe Muskelanspannung beim Sex. Befragungen haben gezeigt, dass ziemlich viele Menschen Techniken der Erregungssteigerung einsetzen, wo dauerhaft hohe Muskelspannung und kurze Atmung im Spiel sind. Damit wird beim Sex ihr autonomes Nervensystem derart aktiviert, dass sie emotional in einem auf Überleben fokussierten Zustand sind, wo sie eher Feinde sehen als Freunde – ja, und die einlädt zu Negativbewertungen von sich selbst oder der anderen Person. Und das passt nicht zu deinem Idealbild von Sex. Die gute Nachricht ist, dass alle Menschen sexuell dazu lernen können und Sex/sich selbst als Mann/Frau/etc. auf eine ganz neue Weise erleben lernen können. Als Sexualtherapeut*in oder Sexualberater*in kann man da Schönes bewirken.
Nochwas zum Thema Attraktivität: Ich weiss nicht, wo du lebst. Bei uns in Zürich sind junge Männer schon einem ziemlichen Modediktat unterworfen. Aber ich sehe auch, dass es da klare Geschlechtsunterschiede gibt. In der sexualtherapeutischen Praxis ist es immer wieder eindrücklich zu sehen: Die grösste Angst des Mannes ist die mangelnde sexuelle Potenz, die grösste Angst der Frau die mangelnde sexuelle Attraktivität. Ich glaube, das war schon vor 2'000 oder vor 4'000 Jahren so. Das ist aus meiner Sicht nicht nur Sozialisation, sondern dahinter versteckt sich auch eine evolutionsbiologische Logik.
Wir wünschen dir ebenfalls einen schönen Urlaub!
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Frage Nr. 40063 von 20.07.2025
Hallo liebes lilli Team,
Das ist eine Ergänzung zu meiner Frage 39364. Ich bin mittlerweile 20 (männlich) und hatte immer noch nicht mein erstes Mal. Ich mache mir schon Druck ehrlich gesagt. Ich kann mir irgendwie Sex mit einer Frau nicht vorstellen. Ich mache mir sogar schon Sorgen, dass ich schwul bin. Ich masturbiere mein Leben lang auf Frauen und war eigentlich auch schonmal verliebt. Habe auch noch nie über einen Mann sexuell nachgedacht. Erst seitdem ich es immer überprüfe ob ich schwul bin.
Hatte bisher ehrlich gesagt noch keine so richtigen sexuellen Erfahrungen. Woran liegt das alles, dass ich so verkopft bin und wie komme ich weiter?
Also die Vorstellung mit Männern gefällt mir eigentlich nicht, aber trotzdem habe ich diese Gedanken. Würde gerne verstehen warum das so ist?
Unsere Antwort
Mich interessiert, wie häufig du Frauen kennenlernst. Um sexuelle Erfahrungen mit Frauen zu sammeln, brauchst du die Fähigkeit, Frauen dafür zu gewinnen.
Das kann auf ganz viele verschiedene Weisen klappen. Bei manchen baut sich der Kontakt über ganz lange Zeit auf und es entsteht zuerst eine tiefe Freundschaft und irgendwann ergibt sich ein sexuelles Interesse aneinander. Bei anderen ist direkt bei der ersten Begegnung ein Knistern zu spüren und sie landen nach wenigen Treffen miteinander im Bett. Was glaubst, du was dir leichter fällt? Eine schnelle Entwicklung hin zu Sex mit einer Frau oder lieber über längere Zeit?
Du schreibst, dass du dein Leben lang auf Frauen masturbierst. Was stellst du dir da genau vor? Denn du schreibst ja gleichzeitig, dass du dir Sex mit einer Frau nicht vorstellen kannst. Es könnte sein, dass dir die Vorstellung davon fehlt, wie es zu dem Sex kommt. Es wäre eine gute Idee, dir da verschiedene positive Verläufe auszumalen. Wo lernst du die Frau kennen? Worüber sprecht ihr? Was findet sie interessant an dir? Wann und wo berührt ihr euch das erste mal? Dein Kopf ist in diesem Sinne ein prima Werkzeug, um bei deinem Thema voranzukommen.
Du suchst nach Erklärungen, warum es mit den sexuellen Erfahrungen mit Frauen nicht klappt. Da ist dir Schwulsein eingefallen. Das, was du beschreibst, klingt nicht danach. Möglicherweise ergibt sich da im Laufe deines Lebens doch ein Interesse. Das würdest du bemerken, wenn du eine Neugier entwickelst auf sexuelle Erfahrungen mit Männern und du dich von ihnen sexuell angezogen fühlst. So wie du schreibst, ist das bei dir aktuell nicht der Fall.
Diese Antwort gilt auch für Frage 40071.
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Frage Nr. 40058 von 19.07.2025
Hallo ich hab eine Frage, ich habe über viele Jahre einen sekundären Vaginismus gehabt? Nun war es möglich dass ich einen Penis etwas aufnehmen konnte. Ich bin aber unsicher ob er ganz drin war. Wieviele centimeter geht der normal rein? Ich habe mich noch nicht getraut ihn ganz aufzunehmen. Vielleicht wäre es gegangen. Ich war aber auch erstaunt, dass es so möglich war, wollte das was möglich war nicht „kaputt“ machen. Weil es bisher nie ging. Und ich denke ich hatte auch Angst, das es weiter nicht geht, und das wollte ich vermeiden, weil das auch sehr frustrierend ist.
Ich bin leider auch immer noch schlecht darüber zu reden, weil ich könnte ja meinen Mann fragen. Ich habe aber auch Angst dass er es anders wahrgenommen hat. Ich schätze es waren so 1.5-2 cm. Vielen Dank für die Mühe und Zeit!
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Sorry ich (40058) war zu schnell, mit dem absenden. Ich habe noch mehr das mich beschäftigt. Ich frage mich auch wie das jetzt sein kann, ich habe etwas für mich geübt mit dem Finger.
Früher hatte ich alles mögliche probiert wie spezielle Physiotherapie und sexualtherapie aber war nie erfolgreich. Kann es sein dass es möglich wurde weil ich für mich gewisse traumatische Ereignisse inzwischen mehr anschauen konnte und es dadurch gelöst hat?
Ich habe nämlich diverse Diagnosen, auch CPTSD. Ich werde sicherlich auch noch mit meiner Therapeutin darüber sprechen, aber da ich grad auf sie wütend bin, vielleicht nicht so bald. Ich danke euch.
Unsere Antwort
Toll, dass du nun etwas erreicht hast, worauf du seit so langer Zeit und mit viel Mühe hingearbeitet hast.
Die kurze Antwort ist: Ja, es kann sein, dass sich der Vaginismus gelöst hat, weil du bestimmte traumatische Ereignisse bearbeitet hast.
Wenn du eine komplexe Traumafolgestörung hast, ist dein Körper generell in einer höheren Muskelspannung. Je weiter dein Therapieerfolg vorankommt, umso entspannter bist du auch im Beckenboden.
Beim Vaginismus sind die ersten paar Zentimeter der größte Durchbruch. Denn genau um diesen vorderen Teil der Vagina liegen die Beckenbodenmuskeln, die beim Vaginismus angespannt sind. Das hast du also geschafft.
Wie weit der Penis reingeht, hängt vom Winkel ab und auch, wie weit du ihn aufnehmen möchtest. Die Vagina ist etwa 12 cm lang. Wenn die ersten paar Zentimeter geschafft sind, geht der Rest deutlich einfacher, denn dort können die Beckenbodenmuskeln nicht "zumachen".
Du hast offensichtlich große Schritte gemacht in der Traumabearbeitung. Weiter so mit Geduld und Zeit. Erforsche weiterhin mit deinem Finger und bleib dran.
Vielleicht wäre es einen Versuch wert, jetzt, wo du die Antwort von uns bereits weißt einmal mit deinem Mann darüber zu sprechen. Allenfalls wäre es auch ein Anlass, diesen Erfolg gemeinsam zu feiern. Wahrscheinlich war es auch für ihn besonders, dass du seinen Penis ein Stück weit aufnehmen konntest. Oder was meinst du?
Diese Antwort gilt auch für Frage 40059.
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Frage Nr. 40055 von 18.07.2025
Also ich bin w14 und ich habe ein frage. und zwar hat mich ein klassenkamerad gefragt ob ich ihm einen bj geben würde. ich dachte erst es gehört zu unserem "spiel" dazu weil wir stellen uns oft gegenseitig so perverse bzw. anzügliche fragen. und dann hab ich ihn halt gefragt ob er wollen würde und er so ja er würde es ausprobieren. das ging dann noch ne weile so und er meint es halt ernst.ich will es auch sehr gerne weil ich würde gerne wissen wie es ist einen blowjob zu geben.
ich hatte mit 13 einen freund für 10 monate und diesem habe ich fast jedes mal wenn er bei mir war einen runtergeholt(mit der hand), er hat meine brüste geleckt und mich gefingert bzw. meine klitoris mit den fingern stimuliert.also ich bin sehr aufgeschlossne was das thema sex und sowas angeht und eigentlich immer offen für neues.
jetzt ist meine frage wie ich denn einen guten blowjob gebe. also ich weiß schon keine zähne und sowas aber so ja. eine freundin hat mir gesagt das ich ihm sagen soll das er eiswürfel dahaben soll und ja.
ich will jetzt wissen 1. wie ich anfange,2. wie ich es mache,3. wie ich es schaffe das sein ganzer penis nass bzw. feucht ist weil sonst "flutscht" es ja nicht gescheit und wird unangenehm sowohl für mich als auch für ihn. 4. soll ich das sperma schlucken oder ausspucken? bzw. was soll ich machen wenn wir nicht draußen sind und ich das sperma nicht ausspucken kann? sorry für die lange nachricht und schonmal danke im vorraus für die antwort.
LG
Unsere Antwort
1. und 2. Es gibt viele Arten, wie du bei einem Blowjob anfangen und vorgehen kannst. Es gibt dabei nicht die eine richtige Technik. Jeder Junge und jeder Mann mag es anders, und du wirst auch merken, was dir gefällt und was weniger. Mach dir zur Faustregel, alles dreimal auszuprobieren und entscheide dann, ob es dir gefällt. Lies dazu auch diesen Text. Es hilft, wenn ihr offen darüber sprecht, was euch gefällt. Denn so kannst du mitteilen, was du machen möchtest und was nicht. Und du erfährst, was deinem Gegenüber gefällt. In diesem Text findest du Tipps, die dir das Reden beim und über Sex erleichtern können.
3. Um den Penis feucht werden zu lassen, kannst du einfach deine Spucke benutzen. Sie reicht aus, damit es besser rutscht und sich für ihn angenehmer anfühlt.
4. Ob du das Sperma schlucken oder ausspucken möchtest, ist deine Entscheidung. Du kannst auch beides ausprobieren und schauen, womit du dich am wohlsten fühlst. Am besten hast du ein Taschentuch dabei oder legst ein Handtuch daneben. Dort kannst du das Sperma hineinspucken oder es direkt mit dem Handtuch oder Taschentuch am Penis abfangen, wenn du es gar nicht im Mund haben möchtest.
Zum Schluss möchte ich dich noch darauf hinweisen, dass auch beim Oralsex sexuell übertragbaren Infektionen (STI) übertragen werden können. Deswegen solltest du dich vorher darüber informieren, wie du dich davor schützen kannst. Lies dazu bitte diesen Text. Am besten verwendet ihr beim Blasen Kondome, wenn du nicht in einer festen Beziehung mit deinem Partner bist und nicht weisst, ob er eine Infektion hat.
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Frage Nr. 40050 von 17.07.2025
wie kann man den Orgasmus verstärken (Mann)
Unsere Antwort
Es gibt ein paar einfache Faustregeln, wie du einen Orgasmus intensiver erleben kannst:
- Komm mit deinem Becken (Tipps für Männer) und den Beckenbodenmuskeln (Tipps für Männer) in Bewegung, während du dich sexuell erregst. So ist die Durchblutung viel besser und du spürst das intensiver.
- Komm mit deinem Oberkörper in Bewegung. Lockere deinen Mund, deinen Nacken, deinen Kiefer, deinen Brustkorb. Lass deine Stimme hören und atme tief. Lass deine Beckenbewegungen die ganze Wirbelsäule erfassen. Wie du das machen kannst, steht auch in diesen Tipps für Männer. Wenn du den Körper so bewegst, konzentriert sich die sexuelle Erregung nicht nur auf den Ort, wo du dich stimulierst. Sondern sie fliesst durch den ganzen Körper. Der bewegte Körper fühlt sich grundsätzlich wohliger an, und du erlebst die sexuelle Erregung genussvoller und angenehmer.
- Lass dir mehr Zeit, den Orgasmus zu erreichen. Du lässt dir mehr Zeit für den Aufbau der sexuellen Erregung und für die Verteilung im ganzen Körper. So kann auch der Orgasmus intensiver werden.
- Beziehe grössere Bereiche deines Geschlechts und auch deines restlichen Körpers ein. Damit werden mehr Nervenendigungen stimuliert, und die sexuelle Erregung kann so auch zu einem grösseren Erlebnis werden.
All diese Tipps sind mit Übung verbunden. Gerade wenn du eine bestimmte sexuelle Technik gelernt hast, wirst du nicht von einem Tag auf dem anderen eine neue Technik sofort beherrschen.
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Frage Nr. 40047 von 16.07.2025
Hallo Lilli
Ich möchte schon seit einiger Zeit ein Zungenpiercing. Ich finde, es sieht supersexy aus. Aber wie ist das mit dem Blasen, wenn man ein Zungenpiercing hat? Geht das überhaupt oder tut es den Jungen weh?
w.15
Unsere Antwort
Wie dein Zungenpiercing beim Oralsex empfunden wird, hängt von deinem Gegenüber ab. Manche Männer und Jungen finden es interessant und stimulierend, während es sich für andere vielleicht ungewohnt oder unangenehm anfühlt. Deswegen ist es am wichtigsten, offen mit demjenigen zu reden, mit dem du Oralsex hast. Denn er kann dir am besten sagen, was sich für ihn gut anfühlt und was nicht.
In diesem Text findest du Tipps, die dir dabei helfen können, über Sex zu reden. Und vielleicht interessiert dich auch dieser Text über Oralsex oder dieser Text darüber, was du beim Oralsex beachten solltest, um dich vor sexuell übertragbaren Infektionen (STI) zu schützen.
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Frage Nr. 40039 von 15.07.2025
Liebes Lili-Team
Ich (30, weiblich) und mein Partner (29, männlich) treffen uns seit ca. 9 Monaten regelmässig und sind seit etwa fünf Monaten in einer monogamen Beziehung. Insgesamt führen wir eine sehr schöne und harmonische Beziehung und können uns über alles austauschen, nur das Thema Sex ist immer wieder schwierig. Zu Beginn unserer Beziehung war der Sex für mich sehr entspannt sowie zufriedenstellend und ich hatte das Gefühl, dass er dies auch so wahrnimmt. Mit der Zeit wurden unsere sexuellen Kontakte aber deutlich weniger und ich habe ihn darauf angesprochen.
Er hat mir mitgeteilt, dass er momentan eine tiefe Libido hat und dies im Zusammenhang mit Stress bei der Arbeit steht. Zudem habe er in der Vergangenheit ein grosse Unzufriedenheit in Bezug von seinen Partner:inner erlebt, was ihn sehr verunsichert habe. Für beides hatte ich Verständnis. Jedoch hat mich es mich verunsichert, dass er für mich kaum wahrnehmbares Interesse an Sex zeigt.
Mit der Zeit habe ich bemerkt, dass es mir immer schwerer fällt mit ihm über Sex zu sprechen und ich bei sexuellem Kontakt häufig Angst habe, etwas zu tun, was ihm unangenehm sein könnte. Wir reden regelmässig über das Thema und habe auch vereinbart, dass wir mehr während/vor dem Sex über Lust/Bedürfnisse kommunizieren, was mir jedoch aufgrund der Verunsicherung schwer fällt. Ich weiss auch nicht, wie ich Lust bei meinem Partner auslösen soll.
Innerhalb der Gespräche, die wir zu diesem Thema geführt haben, hat mir mein Partner ebenfalls mitgeteilt, dass er einen "Kink" hat welchen er zum jetzigen Zeitpunkt nicht mit mir teilen will. Begründet hat er dies damit, dass er in der Vergangenheit negative Reaktionen erhalten habe und er zuerst die anderen "Problematiken" in Bezug auf unser Sexleben lösen wolle. Ich kann dies auf die eine Seite verstehen, gleichzeitig würde ich mir wünschen, dass er mir gegenüber offen sein kann.
Insgesamt fühle ich mich verunsichert und überfordert und weiss nicht, wie ich mit der Situation umgehen soll. Ausserdem habe ich Angst, dass immer wieder darüber reden das Ganze nur noch schlimmer macht. Gleichzeigt habe ich ein starkes Bedürfnis dieses Thema mit meinem Partner zu besprechen.
Es geht für mich nicht primär darum, wie häufig und was für Sex wir haben. Vielmehr würde ich mir einen entspannteren und offeneren Austausch wünschen. Nur weiss ich nicht, was ich dafür tun kann.
Vielen Dank für eure Antwort!
Unsere Antwort
Es ist spürbar, wie wichtig dir die Beziehung zu deinem Partner ist – und wie sehr du dich um einen ehrlichen, achtsamen Umgang mit dem Thema Sexualität bemühst. Dass du dich gleichzeitig verunsichert fühlst, ist sehr nachvollziehbar. Gerade wenn Sexualität zunehmend mit Unsicherheiten verbunden ist, entstehen oft Spannungen – in der Sexualität zu zweit aber auch im Reden darüber.
Du schreibst, dass du dich oft fragst, wie du dich „richtig“ verhalten kannst, ohne etwas falsch zu machen oder Druck auszuüben. Diese Sorge zeigt, wie sehr du auf das Wohlbefinden deines Partners achtest. Doch genau dieser Wunsch, alles richtig zu machen, vermute ich, kann bei dir (und auch bei ihm) inneren Druck erzeugen. Dein Bedürfnis nach mehr Leichtigkeit und Offenheit ist deshalb absolut berechtigt. Wie du selber schreibst, geht es dir gar nicht um eine bestimmte Häufigkeit oder Art von Sex, sondern vielmehr darum, euch auf einer intimen Ebene sicher und verbunden zu fühlen.
Vielleicht hilft dir der Gedanke, dass es beim Thema Sexualität nicht unbedingt um „Lösungen“ gehen muss. Viel mehr zählt, wie ihr gemeinsam mit den Unsicherheiten umgeht. Manchmal ist es entlastend, genau das auszusprechen: Dass du nicht weißt, wie du Lust bei ihm auslösen kannst. Dass du Angst hast, das Thema zu oft anzusprechen. Dass du dich vielleicht sogar ein bisschen allein fühlst mit deinen Gedanken. Solche Aussagen können Nähe schaffen, ohne Druck auszuüben.
Manchmal hilft es, solche Gespräche außerhalb sexueller Situationen zu führen, zum Beispiel bei einem Spaziergang oder beim Zusammensitzen mit einem Kaffee – in einem Moment, in dem Sexualität nicht unmittelbar bevorsteht. So kann es leichter sein, Wünsche, Bedürfnisse, Unsicherheiten oder auch Grenzen anzusprechen. Lies dazu gerne diesen Text.
Du schreibst, dass dein Partner aktuell wenig Libido verspürt und in der Vergangenheit negative Erfahrungen mit Ablehnung gemacht hat. Kink wird in unserer Gesellschaft noch oft stigmatisiert. Es ist verständlich, dass er sich in Bezug auf seinen Kink zunächst (noch) nicht öffnen möchte. Gleichzeitig ist auch dein Wunsch nach Offenheit und Vertrauen sehr nachvollziehbar. Vielleicht kannst du ihm behutsam zeigen, dass du grundsätzlich offen bist – auch für das, was du (noch) nicht verstehst oder du vielleicht noch nicht kennst.
Und falls euch das Thema belastet, könntet ihr auch Unterstützung von außen in Betracht ziehen, etwa durch Sexual- oder Paarberatung. Es kann sehr entlastend sein, das nicht alles nur zu zweit stemmen zu müssen.
Was du dir wünschst – mehr Sicherheit, gegenseitiges Verständnis, entspannte Sexualität – ist absolut legitim. Vielleicht helfen kleine Schritte: Berührungen ohne Ziel, Gespräche jenseits akuter Frustmomente im Bett, gemeinsame Rituale oder auch die Erlaubnis, gemeinsam nicht alles sofort „lösen“ zu müssen. Du darfst dich nach Nähe, Offenheit und Verbindung sehnen – das ist kein ungerechtfertigter Anspruch, sondern Ausdruck von Bindung.
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Frage Nr. 40036 von 14.07.2025
Immer wenn ich mich selbst befriedige, kann ich mich nicht fingern, denn es tut so unglaublich weh. Nicht ein Finger passt rein und ich habe schon mit Gleitgel und Spucke probiert. So am anfang passt die Fingerspitze hinein aber sobald ich tiefer gehe, tut es soo weh. Wie kann ich das ändern?
Unsere Antwort
Die von dir beschriebenen Schmerzen können damit zusammenhängen, dass die Muskeln in deinem Beckenboden stark anspannen, wenn du versuchst einen Finger in deine Vagina einzuführen. Die gute Nachricht ist, dass dies durch regelmässiges Üben besser werden kann. Du kannst lernen, deine Vagina als eine aktive Aufnehmerin zu erleben. In diesem Text findest du viele Tipps, die dir dabei helfen können.
Unser Fragefenster macht jetzt Sommerpause. Du kannst die Zeit zum Üben nutzen. Und falls du danach noch weitere Fragen hast oder nicht weiterkommst, melde dich einfach wieder nach den Ferien. Gib dann bitte die Nummer dieser Frage mit an.
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Frage Nr. 40034 von 14.07.2025
Ich bin w,20 und habe eure Übungen angefangen. Ich frage mich bei der Beckenschaukel: Muss ich den beckenboden zu der Beckenschaukel schon während des erregungsprozesses an und entspannen oder erst wenn ich zum Orgasmus kommen will. Also wenn ich die Erregung im letzten Schritt kanalisieren möchte, um die orgasmsuschwelle zu überschreiten? Ich frage mich wie es die Menschen machen, die dieses erregungsmuster schon kennen. Spannen sie ihren beckenboden schon von Anfang an an oder erst gegen Ende kurz vor und während dem Orgasmus?
LG und danke
Unsere Antwort
Die Beckenschaukel ist eine Methode zum Intensivieren sexueller Erregung. Also ja, du verwendest sie besonders dann, wenn du kanalisieren möchtest oder grundsätzlich zum Ankicken oder Steigern der sexuellen Erregung.
Die Beckenschaukel ist keine Choreografie. Es ist eine Möglichkeit, das Becken zu bewegen beim Sex. Gleichzeitig zur Schaukelbewegung kannst du mit dem Beckenboden spielen. Das kannst du unabhängig oder in Kombination mit der Beckenschaukel machen. Wir empfehlen die Kombination von Atem und Beckenschaukel, wie du sie in diesen Filmen siehst, weil das eine relativ unangestrengte Weise ist beim Sex Intensität aufzubauen und gleichzeitig die gute Durchblutung im Becken zu fördern.
Es empfiehlt sich besonders, wenn du die sexuelle Erregung wirklich steigern möchtest. Und das ist natürlich am Anfang oder wenn du länger Sex haben möchtest, noch nicht so nötig.
Allgemein sind Bewegungen im ganzen Körper gut, Kreisen im Becken, den ganzen Körper spüren und die sexuelle Erregung im ganzen Körper verteilen.
Du fragst, wie das andere Menschen machen. Da gibt es alles. Oft ist es so, dass Menschen gar nicht merken, wenn sie die Beckenschaukel machen, wie sehr sie ihren Beckenboden anspannen dabei. Grundsätzlich nehmen wir konstante Anspannung nicht so gut war.
Ich würde dir raten, dass du verschiedenes ausprobierst. Es gibt wirklich kein Richtig oder Falsch, sondern das Entscheidende ist, dass du lernst, zu spüren, was in deinem Körper abläuft und dass du lernst es bewusst zu steuern oder einzusetzen.
Noch mehr zur Beckenschaukel steht in unserem Text Aktiver und bewegter Sex: Beckenschaukel für Frauen.
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Frage Nr. 40031 von 13.07.2025
Hallo Liebes Lilli Team
Ich gebe antworten bezüglich der antwort auf Frage Nr. 39982.
Bei der Sekbstbefriedigung schaue ich mir meist Pornos an oder höre Audio pornos bzw manchmal helfen auch Bücher (spicy szenen). Besonders gut funktioniert das ganze mit schneller Reibung, bzw es muss gesteigert werden. Ich versuche auch abwechselnd mal einen FInger einzuführen, streiche überr die Klitoris oder auch so an den inneren schamlippen entlang.
Ich versuche meinem Freund immer mal wieder TIpps zu geben,, wie zum Beispiel, er solle mehr oben, unten, langsamer, etc. Mit dem Oberkörper beim Sex mache ich meisst nicht besonders viel, also ich lege mich auf ihn, da ich die nähe zu ihm sehr mag. Allerdings hab ich in letzter Zeit manchmal auch so den Rücken durchgebogen und dann wieder gestreckt, etc.
Mit einfach fallen lassen, meinte ich dass ich mich zurücklehne und nicht darüber nachdenke was mein Ziel ist. Also zum Beispiel wenn er mich oral befriedigt.
Ich habe heute weitere Erkenntnisse zum Thema Orgasmus gemacht. 1. Ich konnte das erste mal Niesen vor ihm ( Nach über einem Jahr - Na toll) Und dabei ist mir was aufgefallen. Ich habe als ich gemerkt habe das ich niesen muss einfach vergessen zu denken: " Ich hab noch nie genossen, ich muss niessen", ich hab also gar nicht gedacht, Und ich denke mit dem Orgasmus müsse es also ähnlich sein, dass ich wenn er mich befriedigt, mit der Hand etc. dass ich nicht denke: " Orgasmus komm doch", oder "Es fehlt nur noch WEnig". Ich sollte mich einfach fallen lassen. Ich hab heute tatsächlich versucht mit meinem Körper druck aufzubauen sodass ein Orgasmus kommen kann aber der kam wieder nicht.
Und beim Sex (das zuvor war Petting) hatte ich etwas schmerzen bei der Missionarstellung, ich habs ihm aber gesagt und wir haben die Reiterstellung gemacht. Langsam langweilt die mich aber auch, bzw. es ist entäuschen, da sie mir ja offensichtlich auch kein Glück bringt. Ich fühle gar nicht richtig in meiner Vagina... Ich hätte gerne sowas sie Sex bei dem Beide auf der Seite liegen, dies habe ich schon in Pornos gesehen und klar auch wenn ich weiss, das Pornos nicht die realität wiedergeben, so stelle ich mir diese Position sehr schön vor, aber 1. sie ist ziemlich umständlich und 2. mein Damm brennt immer bei zu viel Reibung daran.
Und nein ich habe keine Diagnose für eine SOziale Angststörung ich bin nur sehr schüchtern. WObei eigentlich wenn ich Leute gut kenne bin ich dann sehr extrovertiert, liebe Reden, Lachen und QUatsch machen. Mir fällt es nur sehr schwer mit neuen Leuten zu reden. Das hat auch dazu geführt, dass ich mich dieses Jahr öfter sehr ausgeschlossen gefühlt habe, unteranderm weil ich in eine neue Klasse kam. Lg Fragemaus
Unsere Antwort
Sexuelle Erregung bis zum Orgasmus ist gelernt. Der Orgasmus überkommt dich also nicht einfach so. Der Reflex wird ausgelöst, wenn die körperlichen und emotionalen Bedingungen dafür stimmen. Nehmen wir an, das, was du bei der Selbstbefriedigung machst, ist ähnlich wie der Sex zu zweit. Dann wird es dir leichter fallen, beim Sex zu zweit zum Orgasmus zu kommen. Das kannst du üben.
Wenn ich dich richtig verstehe, benutzt du bei der Selbstbefriedigung diese Technik. Der Penis in deiner Vagina stimuliert ganz andere Nervenendigungen. Du könntest zum Beispiel zusätzlich selbst mit der Hand an deiner Klitoris für einen Orgasmus sorgen.
Du schreibst, dass du in der Vagina nicht viel spürst. Dazu interessieren dich vielleicht diese Tipps. Dann wird der Sex in den verschiedenen Stellungen auch weniger langweilig. Außerdem empfehle ich dir sehr, dich selbst aktiv zu bewegen beim Sex. Eigentlich kann er komplett still halten und du holst dir, was sich für dich angenehm anfühlt.
Zu den Positionen kann ich mich nur wiederholen: probiert aus. Wen du daraus neugierig bist, schau mal wie es geht und wie es sich anfühlt.
Ja, wenn du schüchtern bist, kann es etwas schwieriger sein, Anschluss zu finden in einer neuen Klasse. Nun bist du schon einige Zeit in der neuen Klasse. Hast du Menschen entdeckt, auf die du neugierig bist? Wer ist das? Wie kannst du mit ihnen ins Gespräch kommen? Was weißt du über sie?
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Frage Nr. 40010 von 11.07.2025
Hallo Lilli, Ich 21 m hatte bisher noch nicht so viel erfahrung in sachen sex, nur zwei mal sex mit meiner alten Freundin mit der ich etwa 3 Jahre zusammen war.
Seit ein paar Wochen habe ich jedoch eine neue Freundin und sie hat, wie ich finde, einen sehr starken Sexualtrieb. Wir haben jetzt die ganze Zeit sex irgendwie, das maximum war mal 4 mal nacheinander am gleichen Tag. Ich muss ständig neue Kondom-Packungen nachkaufen gehen. Vielleicht hat es auch einfach mit der Ferienzeit zu tun. Jedenfalls ist es für mich im moment deutlich zu viel sex.
Wenn wir zusammen nach dem abendlichen sex im Bett einschlafen und am nächsten morgen langsam aufwachen, fasst mir meine Freundin jeweils an meinen Penis und versucht ihn steif zu machen. Er wird aber nicht steif, weil ich noch halb am schlafen bin und auch noch gerne ein bisschen weiterschlafen möchte. Sie bearbeitet und reibt meinen Penis dann aber weiter, manchmal ist sie auch richtig grob und schüttelt meinen penis richtig oder zieht an meinen hoden oder meinen schamhaaren. Sobald er dann steif ist, macht sie mir ein kondom drauf und wir gehen zum sex über. Also sie reitet mich dann meistens einfach in der Reiterstellung und ich bin unten. Aber eigentlich habe ich gar keine Lust da drauf auf so heftigen sex früh am morgen.
Ich mag lieber den ganz zärtlichen sex am abend, häufig in der Löffelchenstellung oder der missionarsstellung. Ich mach den sex am morgen halt einfach mit, weil es ihr wunsch ist. Sie meint, dass sie zum Start in den Tag erstmal einen Orgasmus braucht. Ich schummle dabei dann manchmal ein bisschen und täusche einfach vor, einen Samenerguss zu haben, damit ich den sex nicht bis zum ende fertig machen muss. Ich hab aber natürlich Bedenken, dass sie das irgendwann merken könnte, wenn im kondom kein sperma ist.
Aber bis jetzt war sie nach dem Rausziehen des Penis jeweils zu sehr damit abgelenkt, sich mit ihrer Klitoris noch selber zum höhepunkt zu bringen, so dass ich das Kondom immer ganz unauffällig vom penis nehmen konnte. Ich hab beim sex mit ihr immer öfter einfach schwierigkeiten, zum samenerguss zu kommen. Auch bei meiner Selbstbefriedigung alleine komme ich aktuell nur schwer zum Orgasmus. Zum Höhepunkt komm ich am besten, wenn wir uns extra Zeit nehmen um neue Sachen auszuprobieren, also z.B. Analsex oder Sex im Stehen, was mir beides recht gut gefallen hat.
Von dem vielen sex tut oft auch die Haut von meinem Penis weh, besonders die Eichel und die Stelle wo die Narbe ist (ich bin beschnitten). Ich hab schon versucht mit meiner Freundin darüber zu reden, ob wir uns nicht einfach auf 1mal sex am Tag beschränken könnten und hab ihr auch gesagt, dass mir mein Penis weh tut, wenn sie ihn so grob anpackt, aber sie bagatellisierte das ganze und meinte, dass wir einfach bei ihrer nächsten Periode etwas weniger sex haben könnten so als Kompromisslösung. Sie konnte es auch nicht so gut verstehen, dass ich zwischendurch mal auch gerne Selbstbefriedigung machen möchte ganz alleine und nicht unbedingt jeden Tag 2-3 mal täglich mit ihr sex möchte.
Ist es denn normal, wenn der Penis etwas weh tut? Sollte ich meine Penishaut speziell pflegen oder eincremen, um es zu verbessern? Habt ihr einen Tipp für unseren Sex am morgen? Und ist es überhaupt normal, wenn Frauen so grosse Lust auf Sex haben?
Unsere Antwort
Es ist normal, dass Frauen grosse Lust auf Sex haben. Aber es ist nicht in Ordnung, dass sie dabei deine Grenzen völlig übergeht.
Wenn du noch schläfst und sie deinen Penis bearbeitet, kannst du nicht zustimmen. Sie holt sich kein Einvernehmen ein. Selbst auf deinen expliziten Hinweis, dass du weniger Sex möchtest, geht sie nicht ein. Das ist eine Grenzverletzung.
Bleib beharrlich dran, dass dir das zu viel ist und du das nicht möchtest. Du darfst deine Grenzen schützen. Du musst nicht mitmachen bei Sex, den du nicht willst. Männer müssen nicht immer wollen und können. Wenn sie morgens einen Orgasmus braucht, könnt ihr miteinander verabreden, wo sie das machen kann.
Wenn du mehrmals am Tag oder sehr intensiven Sex hast, kann es vorkommen, dass dein Penis weh tut. Das beruhigt sich in der Regel von allein wieder. Aber daran wird deutlich, dass es zu viel ist.
Wie kommt das bei dir an, was ich schreibe? Können wir dich noch weiter unterstützen? Falls du uns nochmal schreibst, gib bitte die Nummer dieser Frage an.
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Frage Nr. 40005 von 10.07.2025
Liebes Lilli Team, vorab bin ich sehr froh auf eure Seite gelandet zu sein und hab schon viele Sachen hier gelesen die mir weiter geholfen haben.
Ich selbst bin männlich, 32 sportlich und körperlich wie geistig gesund. Nur mit meiner Erektion hatte ich irgendwann Probleme. Zunächst verdrängte ich das, da ich schwul bin und als vorwiegend passiver Part an sich nicht zwingend auf eine funktionierende Erektion angewiesen bin. Es hat aber stark an meinem Ego gekratzt und die sexuelle Einschränkung störte mich auch zunehmend. Nach vielen Internet-Recherchen bin ich dann darauf gekommen, das ich meinen Penis bei der Selbstbefriedigung immer viel zu kräftig gedrückt habe und auch die Bewegungen viel zu hektisch und zu schnell ausgeführt habe. Zudem war der Akt der Selbstbefriedigung für mich viel weniger Genuss als vielmehr ein Mittel zur Stressbewältigung. Das führte auch dazu das ich mich sehr häufig selbstbefriedigt habe und oft auch unter zur Hilfenahme von Pornos. Den Pornokonsum habe ich vor ca. 2 Jahren komplett eingeschränkt. Ich habe begonnen weniger zu masturbieren und versuche es nur noch zu tun wenn ich wirklich Lust habe und nicht aus Langeweile / Stress.
Zusätzlich habe ich begonnen eure Übungen mit in die Selbstbefriedigung einzubauen (Beckenschaukel, Atmen etc.). Ich weiß ich muss geduldig sein und es ändert sich nicht alles von heute auf morgen. Trotzdem habe ich gefühlt schon kleine Erfolge erlebt. Mein Problem ist nur, das ich um zu kommen nach wie vor viel Druck auf meinen Penis ausüben muss und auch dabei verkrampfe und meine Atmung teilweise anhalte.
Ich kann zwar die Übungen super als eine Art Vorspiel einbauen aber zum finalen Kommen muss ich trotzdem immer noch auf die alten „eingeübten“ Techniken zurückgreifen. Da ihr auch geschrieben habt, man solle sich zu nichts zwingen und Neues mit Altem verbinden sah ich da bis jetzt auch kein Problem drin. Nun habe ich aber das Problem das ich bei Sex mit einem Partner und ich der aktive Part bin einfach nicht schaffe zu kommen, da mein „sexuelles System“ darauf nicht ausgelegt ist. Meine Frage ist nun, ob ich beim Solosex ganz darauf verzichten soll soviel Druck auszuüben, zu verkrampfen und die Atmung anzuhalten. Ich denke mir wenn ich lang genug warte und es oft genug probiere mit Beckenschaukel etc. muss ich ja irgendwann zwangsläufig so kommen, auch wenn es wahrscheinlich anfangs sehr anstrengend werden kann. Im Internet findet man Beschreibungen dadrüber (NoFab, death grip Syndrom etc.).
Die andere Frage die darauf anschließt ist, das ich natürlich beim Masturbieren Fantasien brauche um mich zu erregen. Als passiver Part im schwulen Sex, was mich nach wie vor am meisten erregt, ist die Beckenschaukel nicht wirklich kompatibel. Daher stelle ich mir da dann eher vor der aktive Part zu sein, was mich zwar auch erregt, aber weniger und meistens greife ich wie oben schon beschrieben zum schlussendlichen Kommen auf alte Techniken / Gedanken zurück. Ändert sich mit der Zeit und der Praxis aber dann auch nicht nur die sexuelle Funktionalität der Erektion sondern auch die Gedanken die mich erregen, das ich dann zum Beispiel auf einmal mehr von der Rolle als aktiver Sexualpartner angesprochen werde?
Vielen Dank für eure unschätzbar hilfreiche Arbeit. Ganz lieben Gruß
Unsere Antwort
Vielen Dank für dein Lob. Es freut mich, dass dir unsere Texte weiterhelfen und du schon Fortschritte gemacht hast.
Ja, es ist genau so wie du annimmst, wenn du weiterhin so übst wie bisher und ab jetzt dann zusätzlich auch versuchst nicht mehr zu wechseln auf mehr Druck und hohe Muskelspannung, dann wird sich das höchstwahrscheinlich nochmals verbessern. Es braucht halt Übung und Geduld.
Und ja, es ist auch so wie du vermutest. Die Gedanken, die dich erregen, folgen normalerweise dem, was körperlich passiert. Das heisst, wenn du deine Muskeln stark anspannst, kannst du dich ja kaum noch bewegen, also werden dann auch die Gedanken als erregend empfunden, die das widerspiegeln: kaum bewegen, es wird was mit einem gemacht, man selber macht wenig. Denn diese Gedanken passen dann zu deinem körperlichen Erleben. Wenn du hingegen selber beweglicher wirst und aktiver beim Sex (auch mit dir), dann werden mit der Zeit auch die erregenden Gedanken in diese Richtung folgen. Lass dich überraschen, was bei dir alles möglich sein wird :)

Übrigens: auch der passive Part beim Analsex kann die Beckenschaukel anwenden. Also dein Partner kann stillhalten und du bewegst dein Becken so, dass sein Penis hinein- und hinausgleitet.
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Frage Nr. 40004 von 10.07.2025
Hallo ihr lieben,
Ich (m 26) bin eigentlich zufrieden damit, wo ich in Sachen Beziehungen und Sex stehe. Ich hab in letzter Zeit viel gelernt und Erfahrungen gemacht.
Was mir wirklich wichtig ist, ist, dass ich mich in einer Beziehung sicher und geliebt fühle. Das ist aktuell auch der Fall.
Nun zu meiner "Problem":
Ich spüre ganz subtil und unterbewusst einen Druck, den ich mir in Sachen Sex selbst mache.
Es fühlt sich wie ein Wettkampf an. Man muss das maximale aus sich rausholen. Es soll immer toll sein.
Aber in Wirklichkeit ist es oft sehr anstrengend.
Es ist schön, wenn meine Partnerin Lust hat, und ich mich nur auf sie konzentriere. Da bin ich dann auch zufrieden nach dem Sex, ohne selber zu kommen.
Aber wenn es auch um meine Lust/meinen Orgasmus geht, ist es für mich nicht so schön. Ich kann mich nicht fallen lassen, habe Angst, dass ich meine Partnerin überfordere. Ich konzentriere mich so sehr darauf, auf sie aufzupassen und Rücksicht zu nehmen, dass ich mich gehemmt fühle.
Sie hat in ihrer Vergangenheit Missbrauch und Grenzüberschreitung erlebt. Beim Sex mit mir hat sie auch schon mal dissoziiert (evtl. auch Flashbacks). Ich fühle sehr viel Verantwortung. Und leider vertraue ich ihr nicht, dass sie selbst auf ihre Grenzen achtet und diese kommuniziert, weil das auch schon mal nicht geklappt hat.
Mit meiner Solo-Sexualität bin ich sehr zufrieden. Da nehme ich mir sehr viel Zeit, und kann es sehr genießen.
Aber beim Sex zu zweit, ist das fast unmöglich, wenn man sich auch zur Hälfte auf die andere Person konzentrieren muss.
Natürlich könnte ich das Thema bei ihr ansprechen und mit ihr eine Lösung suchen.
Aber andererseits, muss Sex zu zweit ja nicht immer super toll sein, oder? Es ist ganz normal, dass man zu zweit Kompromisse schließen muss, und nicht nur auf sich schauen kann. Das kann man dann wiederum bei der Masturbation.
Also ist ja eh alles super...
Da kommt dann leider wieder diese Stimme, die sagt: "Sex ist super wichtig und toll"
Und als Mann spüre ich da einen gewissen Leistungsdruck mir selbst gegenüber: "Ich muss das gut finden. Ich muss das genießen"
Vielleicht auch ein: "Sex muss schöner sein, als Masturbation" Aber das wird bei mir wohl nie klappen, eben weil meine Solo-Sexualität sehr schön ist.
Habt ihr Tips, wie ich einen guten Umgang damit finden kann?
Unsere Antwort
So wie du schreibst, hast du bereits viel erkannt und hast dich mit deinen Bedürfnissen und Grenzen auseinandergesetzt – das ist sehr stark. Viele Menschen fühlen beim Thema Sex einen großen Druck: Einerseits soll es schön, lustvoll und verbindend sein, andererseits kann es Stress auslösen, gerade wenn man das Gefühl hat, „performen“ zu müssen oder besonders Rücksicht nehmen zu müssen. Dass du beim Sex mit deiner Partnerin viel Verantwortung empfindest, ist sehr verständlich, besonders vor dem Hintergrund ihrer Erfahrungen. Es zeigt, wie wichtig dir ihr Wohlergehen ist. Gleichzeitig kann diese ständige innere Wachsamkeit verhindern, dass du selbst dich entspannst und deine eigenen Wünsche zulässt. Du hast völlig recht: Es ist super wichtig und kann auch sehr erfüllend sein auf die Bedürfnisse und Grenzen der Partner*in einzugehen – aber das bedeutet nicht, dass du nur für ihre Lust verantwortlich bist oder deine eigenen Bedürfnisse immer zurückstellen musst. Lies dazu bitte auch diesen Text.
Deine Beobachtung ist übrigens total normal: Viele Menschen empfinden Solo-Sex als leichter, weil sie da niemanden „mitdenken“ müssen. Zu zweit braucht es oft mehr Kommunikation, Kompromisse und Vertrauen, damit es auch für beide schön ist. Vielleicht könnte es dir helfen, mit deiner Partnerin offen darüber zu sprechen, was dich beschäftigt – ohne Vorwürfe, sondern eher im Sinn von: „Mir fällt es schwer, mich ganz fallen zu lassen, weil ich Angst habe, dich zu überfordern.“ Es kann für dich und für sie entlastend sein, wenn sie weiß, was in dir vorgeht, und ihr gemeinsam Lösungen finden könnt, zum Beispiel klarere Zeichen zu vereinbaren, wie sie zeigt, dass alles okay ist – oder eben nicht. Dieser Text kann dir dabei helfen. Vielleicht könnt ihr gemeinsam besprechen, wie ihr das üben könnt. Manche Paare verabreden zum Beispiel ein Stoppsignal oder kleine Check-ins während des Sex. Da du das Thema Flashbacks beim Sex angesprochen hast, vielleicht interessiert dich dazu dieser Text. Und falls euch das Thema belastet, könntet ihr auch Unterstützung von außen in Betracht ziehen, etwa durch Sexual- oder Paarberatung. Gerade bei schwierigen Erfahrungen in der Vergangenheit kann es sehr entlastend sein, dass nicht alles nur zu zweit stemmen zu müssen.
Ich finde deine Gedanken zum Thema Leistungsdruck sehr spannend: Diese Dynamik ist bei sehr vielen Menschen insbesondere auch bei Männern zu beobachten. Gesellschaftlich gibt es oft die unausgesprochene Erwartung, dass Sex nicht nur regelmäßig, sondern auch durchgehend „großartig“ sein muss. Oft wird auch impliziert, dass Sex zu zweit „besser“ als Masturbation zu sein hat, oder dass Selbstbefriedigung als ein mangelhafter „Ersatz“ für Sex zu zweit gesehen wird – diese Vorstellungen setzen uns unter Druck und führen dazu, dass wir den Moment weniger genießen, weil unser Fokus auf „richtig machen“ statt auf „fühlen“ liegt. Sex zu zweit muss nicht immer spektakulär sein. Es darf auch mal unspektakulär oder einfach nur zärtlich sein, ohne Höhepunkte oder Orgasmus. Lust ist kein Wettbewerb, bei dem du „performen“ musst. Du darfst auch einfach genießen, was sich gut anfühlt, egal, ob es „besser“ als Masturbation ist oder nicht. Vielleicht könnt ihr auch bewusst Räume schaffen, in denen der Fokus mal nur auf dir liegt – wenn du das möchtest – oder euch vornehmen, dass es einfach entspannt sein darf, ohne bestimmtes Ziel oder den Fokus auf Orgasmus.
Dass du trotz allem so viel Nähe und Verbindung empfindest und deine Solo-Sexualität genießt, spricht dafür, dass du ein gutes Körpergefühl hast. Du kannst dir erlauben, dass auch dein eigener Genuss Platz haben darf – ohne schlechtes Gewissen.
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Frage Nr. 39987 von 05.07.2025
Ist mein Fetisch gefährlich? Manchmal male ich mit Kugelschreiber oder Füller auf meine Haut so zwei bis vier mal im Jahr. Ich mag das Gefühl wenn der Kugelschreiber über die Haut fährt oder der Füller tricknet. Ist das gefährlich?
Unsere Antwort
Ich weiss gar nicht, ob es überhaupt ein Fetisch ist. Wie du es beschreibst, magst du ja einfach nur das Gefühl auf der Haut. Man kann zum Beispiel auch mögen, dass der Wind über die Haut streicht oder bestimmte Stoffe, die die Haut berühren, angenehm finden, ohne dass das ein Fetisch ist. Die Haut ist halt ein sehr sensibles Organ, deshalb mag man bestimmte Sachen mit ihr fühlen und andere eher nicht. Das ist wie beim Essen, da magst du ja bestimmt Speisen auch sehr gerne und anderes vielleicht nicht so. Deshalb muss dein Lieblingsessenes ja trotzdem kein Fetisch sein.
Kugelschreiber und Tinte auf der Haut ist nicht gefährlich. Wenn es gefährlich wäre, wären schon Millionen von Schulkindern erkrankt, die sich im Laufe der Zeit Notizen und Spickzettel auf die Hände geschrieben haben.
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Frage Nr. 39982 von 03.07.2025
Liebes Lilli Team
Ich bin weiblich und 15 Jahre alt. Seit über einem Jahr habe ich einen Freund, ich liebe und vertraue ihm sehr. Seit ca. 9 Monaten befriedigen wir uns Gegenseitig (Oral/Mit der Hand) und seit ca 5-6 Monaten haben wir nun auch Sex (Insgesamt hatten wir ca. 20 mal schon Sex und noch viel öfter Petting). Ich bin noch nie mit ihm zum Orgasmus gekommen.
Alleine, ja, das schon oft, ich befriedige mich seit ich ca. 11 bin. Ich bin wirklich stark verzweifelt. Jedesmal wenn wir uns gegenseitig unten anfassen ( bzw. er mich) dann steigert sich meine Lust ganz ganz weit, bis ich es beinahe nicht mehr aushalte, so in etwa, wie wenn man gekitzelt wird und man hält nicht mehr aus wie sehr der Fuss kitzelt (nur ein Beispiel). Manchmal macht er es so das es mir nicht gefällt, aber dann schiebe ich seine Hand an den richtigen Ort, bzw kommuniziere mit ihm wie es besser wäre. AN der Tecknik kann es nicht wirklich liegen, denn auch wenn wir beide noch Anfänger sind, so fühlt es sich ja dennoch gut an.
Wenn wir Sex haben, dann bin ich meisst unten noch etwas , naja taub sagen wir, aber ich habe mich schon viel darüber informiert, und weiss, dass ein Vaginaler Orgasmus geübt sein muss, hierbei mache ich mir keinen Stress, ich versuche beim Sex jeweils einfach zu entspannen und mich darauf zu konzentrieren wie ich mich fühle. ABer wenigstens beim Petting wäre es schön einen Orgasmus zu haben.
Ich habe schon vieles ausprobiert, mich einfach fallen lassen, ich hab ihm gesagt ich hätte mit dem Orgasmus manchmal schwierigkeiten, wobei ich gestehen muss, dass er denkt ich hatte schon öffters einen durch seine Hand, da ich mich nicht getraut habe ihm zu gestehen, wenn es wieder keinen gab, weil ich ihm nicht sein selbstvertrauen nehmen will. Ich bin auch immer total feucht, und wenn mal nciht, dann hilft er mit etwas spucke nach oder befriedigt mich Oral um alles schön glitschig zu machen.
Nun aber zurück zu meinem Problem. Ich habe mir etwas überlegt, und zwar habe ich schon öffter gehört, dass leute einen Orgasmus mit dem Niesen verglichen haben. Es ist ja bei beidem so, dass es eine Ansammlung von " Engergie" gibt, die dann ruckartig entladen wird. Und da ist mir aufgefallen, dass ich auch noch nie vor ihm niesen konnte. Es ist in etwa so, wie wenn man sich zu fest darauf achtet zu niesen, dass man dann auf einmal nicht mehr kann. Ich weiss nicht ob das nicht völlig aus dem Kontext gerissen ist, aber irgendwie habe ich mir das so überlegt. ALso ich will nun einfach wissen, was kann ich dagegen machen?
Ich will einen Orgasmus. Ich bin bereit dafür zu arbeiten. Ich befriedige mich öfters selbst und kenne meinen Körper. Ich liebe meinen Freund und er mich und ich vertraue ihm. Ich liebe Körperkontakt und auch Sex, die Berührungen und die Intimität, etc. Ich habs mit Beckenbodentraining versucht, das nützt nix. HILFE!!!!
Ach ja, und wieso muss ich immer dann Pipi nachdem wir Sex hatten? Aber mir ist aufgefallen, im Gegensatz zu früher muss ich nicht immer während dem Sex so dringen aufs Klo dass ich fürchte ihn anzupinkeln. Und welches sind geeignete Positionen? Ich denke nämlich mein Damm ist sehr gereizt, da ich öffters nach oder während dem Sex (besonders die Doggy-Stellung, wie ich sie hasse) brennende schmerzen hatte.
Also ja, das sind ziemlich viele Informationen, aber ich hoffe sie helfen die Frage bestmöglich zu beantworten.
Ach aber noch eine Frage, ich habe soziale Angst, traue mich kaum irgendwelchen Leuten Hallo zu sagen, ich schleiche ständig herum, habe angst neue Leute kennenzulernen. Kenn ihr irgendwelche coolen Challenges? LG Neugierde In Person, die Sexualtherapeutin werden will :)
Unsere Antwort
Du machst dir viele tolle Gedanken. Man merkt, wie sehr dich das Thema begeistert.
Mich würde als erstes interessieren, wie du bei der Selbstbefriedigung zum Orgasmus kommst. Bitte lies dazu bitte diesen Text zu verschiedenen Erregungstechniken und versuche dich zuzuordnen. Das hilft mir, besser einzuordnen, was du brauchst, um in der sexuellen Begegnung mit deinem Freund zum Orgasmus zu kommen.
Was machst du im Oberkörper beim Sex? Schau dazu bitte auch in unseren Text Gute Gefühle beim Sex durch Bewegung des Oberkörpers.
Das mit dem "einfach fallen lassen" musst du mir erklären. Viele beschreiben das so, aber was meinst du damit ganz konkret körperlich? Was könnte ich beobachten, wenn du dich "einfach fallen lässt"?
So wie du es beschreibst, fehlt nur noch das letzte bisschen bis zum Höhepunkt. Deine sexuelle Erregung steigert sich, aber die Entladung bleibt aus. Dein Bild mit dem Niesen ist gar nicht so verkehrt. Stell dir das so vor, als würdest du freudig auf einen tollen See zulaufen, du freust dich auf die Abkühlung, die kommen wird, wenn du hineinspringst. Aber du springst nicht. Für den Höhepunkt braucht es die Entscheidung, zu springen. Beobachte mal, ob dir das hilft. Andere vergleichen den Orgasmus mit ganz ausgiebigem Lachen, wie wenn du dich gar nicht mehr einkriegst vor Lachen. Es braucht Intensität, Anspannung und dann Loslassen. Beobachte am besten mal, wie das bei der Selbstbefriedigung ist und was bei Sex mit deinem Freund anders ist.
Viele Frauen müssen direkt nach dem Sex Pipi. Die Blase füllt sich im Liegen und in der sexuellen Erregung.
Mit Positionen könnt ihr experimentieren.
Mich macht etwas stutzig, dass du einerseits schreibst, dass du und dein Freund gut über Sex sprecht und andererseits schreibst du, dass du nach oder während dem Sex in Doggy-Stellung brennende Schmerzen hast. Mach bitte nichts, was dir weh tut.
Hast du eine Diagnose für eine soziale Angststörung oder bist du einfach schüchtern? Das müsste ich wissen, bevor ich dir Empfehlungen dazu gebe.
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Frage Nr. 39972 von 30.06.2025
Meine 14 jährige Nichte wünscht sich von mir (Gotti) einen Vibrator zum Geburstag.Sie hat bei mir Womanizer ,kleine Reise Vibi etc gesehen.Meine Schwägerin ist natürlich einverstanden;"Kein GV ist doch super!"Frage;Kann ihr (mit 14) der häufige Gebrauch schaden?
Unsere Antwort
Sehr schön, dass ihr drei einen offenen Umgang habt mit der Sexualität. Und auch, dass du dir Gedanken über die Vor- und Nachteile eines Vibrators machst.
Wovor hast du Sorge?
Aus unserer Sicht ist es auf jeden Fall förderlich, wenn sich Mädchen zuerst alleine mit ihrer Sexualität beschäftigen – bevor sie das mit einer anderen Person entdecken. Je mehr unterschiedliche Dinge sie bei der Selbstbefriedigung mit ihrem Körper macht, desto mehr lernt sie, sich auf unterschiedliche Weise zu erregen. Diese Neugier zu fördern ist eine gute Idee.
Ein Vibrator hat bei häufiger Verwendung Vor- und Nachteile. Wenn du dich genauer einlesen möchtest: Im folgenden Text über Sexuelle Erregung mit Vibrator oder Duschstrahl haben wir das genauer beschrieben.
Es wäre gut, wenn dein Gottenmeitli nebst dem Vibrator auch andere Techniken probiert, damit sie nicht gänzlich auf die Vibration angewiesen sein wird. Wenn ihr Tipps braucht, wie die Vagina sexuell entdeckt werden kann, empfehle ich euch folgende Info-Seiten von uns: Wie spüre ich mehr in meiner Vagina?, oder Wie errege ich mich in der Vagina (Scheide)? und schliesslich Selbstbefriedigung: Tipps für Frauen und alle mit Vagina.
Nebst einem Vibrator könnte auch ein kleiner Dildo interessant sein für sie: Den kann sie einführen und der vibriert nicht. So kann sie über ein Toy ihren Innenraum entdecken und hat eine Alternative zum Vibrator. Besonders geeignet zum Entdecken finden wir übrigens die eigene Hand, weil die auch etwas spürt und somit unterstützt, ein gutes Körpergefühl für den vaginalen Innenraum aufzubauen.
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Frage Nr. 39952 von 27.06.2025
Hallo! Ich bin m/50 und habe das Gefühl, dass meine Erektion nicht mehr so hart ist wie vor ein paar Jahren. Sie geht zwar nicht komplett weg beim Sex- aber ist weicher geworden. Ich war deswegen auch beim Arzt - aber körperlich sei alles gut. Wieso ist das so- und kann ich etwas zur Verbesserung machen.
Unsere Antwort
Das ist normal. Es geht der überwiegenden Anzahl der Männer wie dir, dass mit zunehmendem Alter die Erektion an Härte verliert. Man schreibt das den normalen Alterungsprozessen zu, auch die Muskelkraft ist oft mit 50 nicht mehr ganz so stark wie sie mit 20 war.
Du kannst aber trotzdem noch etwas tun. Oft lässt sich nämlich durch mehr Genuss die Erektion nochmal pushen. Das heisst, du kannst lernen dich anders zu erregen als du es (vermutlich) bis jetzt getan hast, zum Beispiel durch Bewegung des Beckens, bewusstes einsetzen des Beckenbodens und auch die Wahrnehmung im Penis schulen. Es ist, wie gesagt, gut möglich, dass sich dadurch nochmal Verbesserungen einstellen werden.
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Frage Nr. 39950 von 27.06.2025
Mein Freund hat einen Penis Bruch erlitten und es ist kein vaginaler Geschlechtsverkehr mehr möglich, auf Grund stärker Schmerzen. Er möchte mich mit der Hand befriedigen, aber ich habe noch nie auf diese Weise einen Orgasmus erlebt. Bei einer Penetration klappte es früher immer problemlos. Ich habe auch schon einen Dildo ausprobiert, aber da empfinde ich nichts. Was kann ich tun?
Unsere Antwort
Die Voraussetzungen sind schon einmal gut. Du beschreibst, dass du eine Strategie kennst, bei der du problemlos einen Orgasmus erreichst. Das bedeutet, du hast zusammen mit deinem Partner eine Methode gefunden, die für euch beide funktioniert. Nun gilt es, eine neue Art der Erregung zu erlernen, bei welcher du nicht auf die Penetration mit deinem Partner angewiesen bist. Wie in diesem Text beschrieben, ist es immer möglich zu lernen, andere Reize als sexuell erregend zu empfinden.
Interessant wäre, ob du auch eine Selbstbefriedigungstechnik kennst, die du manchmal anwendest, um dich selbst ohne Partner zu erregen. Wenn ja, könnte es hilfreich sein, deinem Partner zu zeigen, wie du das machst. So kann er dich dabei unterstützen. Es kann passieren, dass du dabei nicht sofort erregt wirst. Schließlich bist du bei der Selbstbefriedigung allein. Auch hier gilt: Mit Übung kannst du dich daran gewöhnen, dass dein Partner dabei ist. Vielleicht ist es sogar erregend, wenn dich noch zwei Hände mehr berühren.
Wenn du noch keine Selbstbefriedigung machst, könnte es für dich spannend sein zu entdecken, welche Berührungen, Bewegungen oder Szenarien du erregend findest, abgesehen von der Penetration mit deinem Partner. Erforsche dazu neugierig deinen Körper. In diesem Text wird beschrieben, was dir alles als Erregungsquelle dienen kann. Dabei kannst du abgleichen, was dich beim penetrativen Sex erregt. Vielleicht merkst du, dass du dich während der Penetration stark bewegst und dadurch einen Orgasmus ausgelöst wird. Wie war deine Körperspannung während der Penetration? Oder ist es die Nähe zu deinem Partner, die dich erregt? Vielleicht ist es auch eine bestimmte Stelle an deinem Geschlecht, die durch die Penetration stimuliert wird. Kannst du diese Stellen wieder entdecken?
Du sagst, dass du nichts empfunden hast, als du einen Dildo eingeführt hast. Das könnte daran liegen, dass ein Dildo ganz anders ist als ein Partner, dessen Penis du aufnehmen kannst. Vielleicht berührt der Dildo auch andere Stellen an deinem Geschlecht, wie dein Partner, wenn du seinen Penis aufnimmst. Auch beim Dildo kannst du lernen, ihn interessant zu finden. Ich empfehle dir jedoch, zunächst dein Geschlecht mit den Fingern zu erkunden. Einerseits geben Finger ein anderes Feedback als ein Gegenstand. Andererseits ist es euer Ziel, dass du durch den Einsatz der Finger erregt wirst. Das kannst du auch ohne Partner tun, um dich ganz auf dich selbst zu konzentrieren.
Du kannst dein Geschlecht betasten und auch mal einen Finger in die Vagina einführen. Achte darauf, dass es dabei vor allem um das Erkunden geht, nicht um Erregung. Dieser Text kann dich dabei unterstützen, das weibliche Genital und seine erregenden Stellen genau zu verstehen. Bei der Penetration mit einem Partner wird, je nach Position, bei vielen Frauen die Klitoriseichel stimuliert. Erforsche deine Klitoris mit den Fingern. Möglicherweise findest du so interessante, angenehme oder sogar erregende Berührungen, die du deinem Partner später zeigen kannst.
Danach heißt es: Üben. Nur durch häufige Wiederholung kannst du lernen, angenehme Berührungen als erregend zu empfinden. Das kannst du zunächst allein tun, aber auch deinen Partner einbeziehen. Hier gehts zum Text übers Petting, in welchem du nochmal nachlesen kannst, wie du deinem Partner zeigen kannst, was du magst. Es muss dabei nicht um einen Orgasmus gehen. Bleibt bei angenehmen, lustvollen Berührungen. Mit Wiederholung wirst du immer besser spüren, was sich erregend anfühlt. Und du kannst diese Erregung immer weiter steigern.
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Frage Nr. 39947 von 25.06.2025
(weiblich 18) Was könnten Gründe sein, warum das eindringen des Penis, bei meinem ersten 2x Gv, unangenehm war und weh getan hat?
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Ich habe eine Frage gestellt (39947) und wollte dazu fragen was ich gegen die Schmerzen unternehmen kann?
Unsere Antwort
Es gibt verschiedene Gründe, weshalb es weh tut, wenn deine Vagina einen Penis aufnimmt.
Schau dazu doch zunächst in diese Texte:
Du kannst uns wieder schreiben, falls du darin keine Antwort auf deine Fragen findest.
Diese Antwort gilt auch für Frage 39948.
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