Frage Nr. 39982 von 03.07.2025
Liebes Lilli Team
Ich bin weiblich und 15 Jahre alt. Seit über einem Jahr habe ich einen Freund, ich liebe und vertraue ihm sehr. Seit ca. 9 Monaten befriedigen wir uns Gegenseitig (Oral/Mit der Hand) und seit ca 5-6 Monaten haben wir nun auch Sex (Insgesamt hatten wir ca. 20 mal schon Sex und noch viel öfter Petting). Ich bin noch nie mit ihm zum Orgasmus gekommen.
Alleine, ja, das schon oft, ich befriedige mich seit ich ca. 11 bin. Ich bin wirklich stark verzweifelt. Jedesmal wenn wir uns gegenseitig unten anfassen ( bzw. er mich) dann steigert sich meine Lust ganz ganz weit, bis ich es beinahe nicht mehr aushalte, so in etwa, wie wenn man gekitzelt wird und man hält nicht mehr aus wie sehr der Fuss kitzelt (nur ein Beispiel). Manchmal macht er es so das es mir nicht gefällt, aber dann schiebe ich seine Hand an den richtigen Ort, bzw kommuniziere mit ihm wie es besser wäre. AN der Tecknik kann es nicht wirklich liegen, denn auch wenn wir beide noch Anfänger sind, so fühlt es sich ja dennoch gut an.
Wenn wir Sex haben, dann bin ich meisst unten noch etwas , naja taub sagen wir, aber ich habe mich schon viel darüber informiert, und weiss, dass ein Vaginaler Orgasmus geübt sein muss, hierbei mache ich mir keinen Stress, ich versuche beim Sex jeweils einfach zu entspannen und mich darauf zu konzentrieren wie ich mich fühle. ABer wenigstens beim Petting wäre es schön einen Orgasmus zu haben.
Ich habe schon vieles ausprobiert, mich einfach fallen lassen, ich hab ihm gesagt ich hätte mit dem Orgasmus manchmal schwierigkeiten, wobei ich gestehen muss, dass er denkt ich hatte schon öffters einen durch seine Hand, da ich mich nicht getraut habe ihm zu gestehen, wenn es wieder keinen gab, weil ich ihm nicht sein selbstvertrauen nehmen will. Ich bin auch immer total feucht, und wenn mal nciht, dann hilft er mit etwas spucke nach oder befriedigt mich Oral um alles schön glitschig zu machen.
Nun aber zurück zu meinem Problem. Ich habe mir etwas überlegt, und zwar habe ich schon öffter gehört, dass leute einen Orgasmus mit dem Niesen verglichen haben. Es ist ja bei beidem so, dass es eine Ansammlung von " Engergie" gibt, die dann ruckartig entladen wird. Und da ist mir aufgefallen, dass ich auch noch nie vor ihm niesen konnte. Es ist in etwa so, wie wenn man sich zu fest darauf achtet zu niesen, dass man dann auf einmal nicht mehr kann. Ich weiss nicht ob das nicht völlig aus dem Kontext gerissen ist, aber irgendwie habe ich mir das so überlegt. ALso ich will nun einfach wissen, was kann ich dagegen machen?
Ich will einen Orgasmus. Ich bin bereit dafür zu arbeiten. Ich befriedige mich öfters selbst und kenne meinen Körper. Ich liebe meinen Freund und er mich und ich vertraue ihm. Ich liebe Körperkontakt und auch Sex, die Berührungen und die Intimität, etc. Ich habs mit Beckenbodentraining versucht, das nützt nix. HILFE!!!!
Ach ja, und wieso muss ich immer dann Pipi nachdem wir Sex hatten? Aber mir ist aufgefallen, im Gegensatz zu früher muss ich nicht immer während dem Sex so dringen aufs Klo dass ich fürchte ihn anzupinkeln. Und welches sind geeignete Positionen? Ich denke nämlich mein Damm ist sehr gereizt, da ich öffters nach oder während dem Sex (besonders die Doggy-Stellung, wie ich sie hasse) brennende schmerzen hatte.
Also ja, das sind ziemlich viele Informationen, aber ich hoffe sie helfen die Frage bestmöglich zu beantworten.
Ach aber noch eine Frage, ich habe soziale Angst, traue mich kaum irgendwelchen Leuten Hallo zu sagen, ich schleiche ständig herum, habe angst neue Leute kennenzulernen. Kenn ihr irgendwelche coolen Challenges? LG Neugierde In Person, die Sexualtherapeutin werden will :)
Unsere Antwort
Du machst dir viele tolle Gedanken. Man merkt, wie sehr dich das Thema begeistert.
Mich würde als erstes interessieren, wie du bei der Selbstbefriedigung zum Orgasmus kommst. Bitte lies dazu bitte diesen Text zu verschiedenen Erregungstechniken und versuche dich zuzuordnen. Das hilft mir, besser einzuordnen, was du brauchst, um in der sexuellen Begegnung mit deinem Freund zum Orgasmus zu kommen.
Was machst du im Oberkörper beim Sex? Schau dazu bitte auch in unseren Text Gute Gefühle beim Sex durch Bewegung des Oberkörpers.
Das mit dem "einfach fallen lassen" musst du mir erklären. Viele beschreiben das so, aber was meinst du damit ganz konkret körperlich? Was könnte ich beobachten, wenn du dich "einfach fallen lässt"?
So wie du es beschreibst, fehlt nur noch das letzte bisschen bis zum Höhepunkt. Deine sexuelle Erregung steigert sich, aber die Entladung bleibt aus. Dein Bild mit dem Niesen ist gar nicht so verkehrt. Stell dir das so vor, als würdest du freudig auf einen tollen See zulaufen, du freust dich auf die Abkühlung, die kommen wird, wenn du hineinspringst. Aber du springst nicht. Für den Höhepunkt braucht es die Entscheidung, zu springen. Beobachte mal, ob dir das hilft. Andere vergleichen den Orgasmus mit ganz ausgiebigem Lachen, wie wenn du dich gar nicht mehr einkriegst vor Lachen. Es braucht Intensität, Anspannung und dann Loslassen. Beobachte am besten mal, wie das bei der Selbstbefriedigung ist und was bei Sex mit deinem Freund anders ist.
Viele Frauen müssen direkt nach dem Sex Pipi. Die Blase füllt sich im Liegen und in der sexuellen Erregung.
Mit Positionen könnt ihr experimentieren.
Mich macht etwas stutzig, dass du einerseits schreibst, dass du und dein Freund gut über Sex sprecht und andererseits schreibst du, dass du nach oder während dem Sex in Doggy-Stellung brennende Schmerzen hast. Mach bitte nichts, was dir weh tut.
Hast du eine Diagnose für eine soziale Angststörung oder bist du einfach schüchtern? Das müsste ich wissen, bevor ich dir Empfehlungen dazu gebe.
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Frage Nr. 39972 von 30.06.2025
Meine 14 jährige Nichte wünscht sich von mir (Gotti) einen Vibrator zum Geburstag.Sie hat bei mir Womanizer ,kleine Reise Vibi etc gesehen.Meine Schwägerin ist natürlich einverstanden;"Kein GV ist doch super!"Frage;Kann ihr (mit 14) der häufige Gebrauch schaden?
Unsere Antwort
Sehr schön, dass ihr drei einen offenen Umgang habt mit der Sexualität. Und auch, dass du dir Gedanken über die Vor- und Nachteile eines Vibrators machst.
Wovor hast du Sorge?
Aus unserer Sicht ist es auf jeden Fall förderlich, wenn sich Mädchen zuerst alleine mit ihrer Sexualität beschäftigen – bevor sie das mit einer anderen Person entdecken. Je mehr unterschiedliche Dinge sie bei der Selbstbefriedigung mit ihrem Körper macht, desto mehr lernt sie, sich auf unterschiedliche Weise zu erregen. Diese Neugier zu fördern ist eine gute Idee.
Ein Vibrator hat bei häufiger Verwendung Vor- und Nachteile. Wenn du dich genauer einlesen möchtest: Im folgenden Text über Sexuelle Erregung mit Vibrator oder Duschstrahl haben wir das genauer beschrieben.
Es wäre gut, wenn dein Gottenmeitli nebst dem Vibrator auch andere Techniken probiert, damit sie nicht gänzlich auf die Vibration angewiesen sein wird. Wenn ihr Tipps braucht, wie die Vagina sexuell entdeckt werden kann, empfehle ich euch folgende Info-Seiten von uns: Wie spüre ich mehr in meiner Vagina?, oder Wie errege ich mich in der Vagina (Scheide)? und schliesslich Selbstbefriedigung: Tipps für Frauen und alle mit Vagina.
Nebst einem Vibrator könnte auch ein kleiner Dildo interessant sein für sie: Den kann sie einführen und der vibriert nicht. So kann sie über ein Toy ihren Innenraum entdecken und hat eine Alternative zum Vibrator. Besonders geeignet zum Entdecken finden wir übrigens die eigene Hand, weil die auch etwas spürt und somit unterstützt, ein gutes Körpergefühl für den vaginalen Innenraum aufzubauen.
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Frage Nr. 39952 von 27.06.2025
Hallo! Ich bin m/50 und habe das Gefühl, dass meine Erektion nicht mehr so hart ist wie vor ein paar Jahren. Sie geht zwar nicht komplett weg beim Sex- aber ist weicher geworden. Ich war deswegen auch beim Arzt - aber körperlich sei alles gut. Wieso ist das so- und kann ich etwas zur Verbesserung machen.
Unsere Antwort
Das ist normal. Es geht der überwiegenden Anzahl der Männer wie dir, dass mit zunehmendem Alter die Erektion an Härte verliert. Man schreibt das den normalen Alterungsprozessen zu, auch die Muskelkraft ist oft mit 50 nicht mehr ganz so stark wie sie mit 20 war.
Du kannst aber trotzdem noch etwas tun. Oft lässt sich nämlich durch mehr Genuss die Erektion nochmal pushen. Das heisst, du kannst lernen dich anders zu erregen als du es (vermutlich) bis jetzt getan hast, zum Beispiel durch Bewegung des Beckens, bewusstes einsetzen des Beckenbodens und auch die Wahrnehmung im Penis schulen. Es ist, wie gesagt, gut möglich, dass sich dadurch nochmal Verbesserungen einstellen werden.
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Frage Nr. 39950 von 27.06.2025
Mein Freund hat einen Penis Bruch erlitten und es ist kein vaginaler Geschlechtsverkehr mehr möglich, auf Grund stärker Schmerzen. Er möchte mich mit der Hand befriedigen, aber ich habe noch nie auf diese Weise einen Orgasmus erlebt. Bei einer Penetration klappte es früher immer problemlos. Ich habe auch schon einen Dildo ausprobiert, aber da empfinde ich nichts. Was kann ich tun?
Unsere Antwort
Die Voraussetzungen sind schon einmal gut. Du beschreibst, dass du eine Strategie kennst, bei der du problemlos einen Orgasmus erreichst. Das bedeutet, du hast zusammen mit deinem Partner eine Methode gefunden, die für euch beide funktioniert. Nun gilt es, eine neue Art der Erregung zu erlernen, bei welcher du nicht auf die Penetration mit deinem Partner angewiesen bist. Wie in diesem Text beschrieben, ist es immer möglich zu lernen, andere Reize als sexuell erregend zu empfinden.
Interessant wäre, ob du auch eine Selbstbefriedigungstechnik kennst, die du manchmal anwendest, um dich selbst ohne Partner zu erregen. Wenn ja, könnte es hilfreich sein, deinem Partner zu zeigen, wie du das machst. So kann er dich dabei unterstützen. Es kann passieren, dass du dabei nicht sofort erregt wirst. Schließlich bist du bei der Selbstbefriedigung allein. Auch hier gilt: Mit Übung kannst du dich daran gewöhnen, dass dein Partner dabei ist. Vielleicht ist es sogar erregend, wenn dich noch zwei Hände mehr berühren.
Wenn du noch keine Selbstbefriedigung machst, könnte es für dich spannend sein zu entdecken, welche Berührungen, Bewegungen oder Szenarien du erregend findest, abgesehen von der Penetration mit deinem Partner. Erforsche dazu neugierig deinen Körper. In diesem Text wird beschrieben, was dir alles als Erregungsquelle dienen kann. Dabei kannst du abgleichen, was dich beim penetrativen Sex erregt. Vielleicht merkst du, dass du dich während der Penetration stark bewegst und dadurch einen Orgasmus ausgelöst wird. Wie war deine Körperspannung während der Penetration? Oder ist es die Nähe zu deinem Partner, die dich erregt? Vielleicht ist es auch eine bestimmte Stelle an deinem Geschlecht, die durch die Penetration stimuliert wird. Kannst du diese Stellen wieder entdecken?
Du sagst, dass du nichts empfunden hast, als du einen Dildo eingeführt hast. Das könnte daran liegen, dass ein Dildo ganz anders ist als ein Partner, dessen Penis du aufnehmen kannst. Vielleicht berührt der Dildo auch andere Stellen an deinem Geschlecht, wie dein Partner, wenn du seinen Penis aufnimmst. Auch beim Dildo kannst du lernen, ihn interessant zu finden. Ich empfehle dir jedoch, zunächst dein Geschlecht mit den Fingern zu erkunden. Einerseits geben Finger ein anderes Feedback als ein Gegenstand. Andererseits ist es euer Ziel, dass du durch den Einsatz der Finger erregt wirst. Das kannst du auch ohne Partner tun, um dich ganz auf dich selbst zu konzentrieren.
Du kannst dein Geschlecht betasten und auch mal einen Finger in die Vagina einführen. Achte darauf, dass es dabei vor allem um das Erkunden geht, nicht um Erregung. Dieser Text kann dich dabei unterstützen, das weibliche Genital und seine erregenden Stellen genau zu verstehen. Bei der Penetration mit einem Partner wird, je nach Position, bei vielen Frauen die Klitoriseichel stimuliert. Erforsche deine Klitoris mit den Fingern. Möglicherweise findest du so interessante, angenehme oder sogar erregende Berührungen, die du deinem Partner später zeigen kannst.
Danach heißt es: Üben. Nur durch häufige Wiederholung kannst du lernen, angenehme Berührungen als erregend zu empfinden. Das kannst du zunächst allein tun, aber auch deinen Partner einbeziehen. Hier gehts zum Text übers Petting, in welchem du nochmal nachlesen kannst, wie du deinem Partner zeigen kannst, was du magst. Es muss dabei nicht um einen Orgasmus gehen. Bleibt bei angenehmen, lustvollen Berührungen. Mit Wiederholung wirst du immer besser spüren, was sich erregend anfühlt. Und du kannst diese Erregung immer weiter steigern.
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Frage Nr. 39947 von 25.06.2025
(weiblich 18) Was könnten Gründe sein, warum das eindringen des Penis, bei meinem ersten 2x Gv, unangenehm war und weh getan hat?
+++
Ich habe eine Frage gestellt (39947) und wollte dazu fragen was ich gegen die Schmerzen unternehmen kann?
Unsere Antwort
Es gibt verschiedene Gründe, weshalb es weh tut, wenn deine Vagina einen Penis aufnimmt.
Schau dazu doch zunächst in diese Texte:
Du kannst uns wieder schreiben, falls du darin keine Antwort auf deine Fragen findest.
Diese Antwort gilt auch für Frage 39948.
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Frage Nr. 39940 von 24.06.2025
Hallo. Ich bin weiblich und 19 jahre alt. Ich weiß sei ca 3 Wochen dass ich schwanger bin. Geschwängert wurde ich von einer Transfrau. Eigentlich stehe ich auf Männer aber sie hat mich sehr erregt mit ihrem tollen Körper und ihren Brüsten. So hatten wir ein ONS nach der Disko und sie ist aus Versehen in mir gekommen. Sie muss mich geschwängert haben weil ich davor lange kein Sex hatte und danach auch nicht. Ich bin mir über meine Sexualität gar nicht mehr sicher. Eigentlich dachte ich ich wäre hetero. Ich weiß auch gar nicht wie ich es ihr sagen soll und auch nicht wie ich es meinen Eltern sage wenn sie nach dem Vater des Kindes fragen...Ich bin gerade dehr durcheinander. Könnt ihr mir helfen? Danke
Unsere Antwort
Welchen Personen kannst du sonst davon erzählen? Vielleicht gibt es andere Vertrauenspersonen, mit denen du zuerst sprechen möchtest und erst im nächsten Schritt mit ihr und deinen Eltern.
Wenn du mit ihr redest, sagst du am besten, wie es ist. Auch wenn es Überwindung kostet. Vorab könntest du dir überlegen, welche Zukunft du dir mit ihr vorstellen kannst.
Deine Eltern kenne ich nicht. Trans Personen sind in unserer Gesellschaft vielen diskriminierenden Verhaltensweisen ausgesetzt. Wie sind sie gegenüber trans Personen eingestellt? Ein ONS definiert nicht deine sexuelle Orientierung. Viele Menschen probieren sich im Laufe ihres Lebens sexuell aus. Das könntest du deinen Eltern auch sagen. Du kannst entscheiden, wie viel du ihnen gegenüber preisgeben möchtest.
Du bist ungeplant schwanger. Nun stellen sich viele Fragen. Die sind am besten in einer persönlichen Beratung bei einer Schwangerschaftsberatung aufgehoben. Für die Berater*innen sind Ausnahmesituationen alltäglich, deshalb können sie deinen Themen mit viel Ruhe und Expertise begegnen.
In den ersten 12 Wochen der Schwangerschaft triffst du die Entscheidung, ob du die Schwangerschaft austragen oder abbrechen möchtest. Für deine Gedanken und Sorgen wie es weitergeht, ist Unterstützung sehr wichtig und hilfreich. Du musst da nicht allein durch.
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Frage Nr. 39936 von 24.06.2025
Liebe Leute von Lilli,
Ich bin männlich, 58. Mich beschäftigt seit einiger Zeit, dass ich beim Sex mit meiner Partnerin kaum mehr zum Orgasmus komme, mir das aber schon ab zu wünsche. Meine Partnerin hat für sich selbst kein Problem damit, nimmt mich auch damit an, und ist bereit, mich auf dem Weg, den ich gehen will zu unterstützen. Wir haben aber auch eine gemeinsame Vergangenheit, die nicht immer einfach war und wo noch ein paar Dinge verheilen müssen.
Ich bin früher beim Solosex manchmal ziemlich hart zur Sache, sowohl mit dem, was ich mir angeschaut habe, und wie ich mich angefasst habe, und mir ist klar, dass es das schwierig macht, dann mit der Partnerin den Weg zu finden. Ich möchte also wieder sensibler werden, mehr in den Körper und auch beim Solo näher an die Situation mit ihr kommen. Ich hab also mit sämtlichen externen erotischen Reizen (pornographisches Bild und Filmmaterial, Geschichten vom Internet) aufgehört und auch das Kopfkino mal sein lassen. Das hat den Effekt, dass nun auch für mich allein kaum mehr etwas geht, und ich bin mir nicht sicher, ob das gut ist. Ich bräuchte glaube ich etwas zum starten, um dann fein und möglichst ohne fremde Zutaten in‘s Erkunden meiner Erregungen gehen,, und frag mich, was da die gute Mischung ist.
Was ist gesunde Anregung, und wo droht eine Entkoppelung von meiner Realität, meiner Partnerin und Abstumpfung? Und was wären in euren Augen die Kriterien, an denen ich mich da orientieren kann? Oder soll ich in der totalen Abstinenz bleiben, und kommt meine Lust irgendwann von allein wieder?
Unsere Antwort
Du beschreibst sehr gut den Mechanismus, wie du dort hingelangt bist, wo du jetzt bist. Aber ich denke, dass deine Lösungsansätze nicht so vielversprechend sind.
Pornos anschauen an und für sich ist nicht das Problem. Das Problem tritt erst dann auf, wenn man sich "nur noch im Kopf" befindet und der Körper "irgendwie aussen vorbleibt/nicht richtig mit einbezogen wird". Ich will es mal folgendermassen erklären: Du schaust Pornos, deine Aufmerksamkeit liegt voll auf dem Film, du steigerst deine Erregung hauptsächlich über das, was du siehst. Die Aktion ist also hauptsächlich im Kopfbereich. Du berührst deinen Penis, aber weil deine Aufmerksamkeit nur auf dem Film ist, spürst du weniger in deinem Penis. Damit du die Erektion halten kannst, gibst du mehr Druck und/ oder stärkere Reibung auf deinen Penis. Vermutlich fängst du irgendwann auch an deine Muskeln anzuspannen im Gesäss und in den Oberschenkeln, das steigert nämlich kurzfristig die Erregung. Aber auf die Dauer nimmt in dem Bereich die Durchblutung ab und die Sensibilität in dem Bereich nimmt dadurch auch ab. Das ist auch bei anderen Muskeln so, wenn sie unter Daueranspannung sind. Das heisst, du spürst noch weniger und musst dadurch den Druck noch stärker erhöhen und/oder krassere Filme schauen. Du hast deinem Körper somit beigebracht abzustumpfen.
Du kannst wieder mehr Sensibilität erlernen. Das wird aber nicht funktionieren, wenn du direkt ganz streichst, was dich bis jetzt erregt hat. Ich würde dir empfehlen, dass du lernst, wieder mehr Aufmerksamkeit auf das körperliche Empfinden zu legen. Ein mögliches Vorgehen wäre folgendes: du schaust einen Film, machst aber dabei nicht das was du gewohnt warst zu tun, sondern nutzt die Bewegung deines Beckens und Körpers und setzt auch den Beckenboden gezielt ein. Dabei wäre es hilfreich, wenn du mit der Aufmerksamkeit hin und her wechselst, also zuerst die Aufmerksamkeit kurz auf den Film richten und dann ganz bewusst die Aufmerksamkeit auf die Empfindungen im Körper legen. Dann wieder zurück zum Film usw.
Der Sinn dahinter ist der, dass der Film dir Input gibt für deine Erregung, denn möglicherweise wirst du mit den neuen Bewegungen und Berührungen am Anfang nicht viel spüren. Es dauert vermutlich eine Zeit, bis das Gehirn auch diese zarten Reize als erregend abspeichern kann. Empfehlenswert ist es mehrmals die Woche "zu üben". Wenn du das konsequent machst, dauert es normalerweise ein paar Wochen, bis du mit deinen Bewegungen und Berührungen die Erregung gut steigern kannst. Dann kannst du anfangen, weniger extreme Sachen zu schauen und weniger extreme Fantasien zu benutzen. Hilfreich wäre auch die Wahrnehmung deines Penis zu steigern. Und dann wird es auch wahrscheinlich auch möglich sein wieder guten Sex mit deiner Partnerin zu haben.
Falls du alleine nicht weiterkommen solltest, kannst du dir auch überlegen eine*n Sexualtherapeut*in zu suchen.
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Frage Nr. 39928 von 23.06.2025
Hallo, ich bin w27 und seit 5 Jahren mit einem Mann zusammen. Bisher hatten wir ein sehr erfülltes Sexualleben. Seit einigen Wochen will mein Partner sehr ausgefallene Praktiken von mir. Zum einen möchte er unbedingt Analsex mit mir, zum anderen will er eine weitere Frau dabei haben. Ich habe ihn bereits darauf angesprochen, was sich wohl geändert haben mag, er weicht mir allerdings nur aus. Was könnte sich bei ihm geändert haben ?
Unsere Antwort
Es ist absolut verständlich, dass dich die neuen Wünsche deines Partners beschäftigen und vielleicht auch verunsichern. Nach mehreren Jahren Beziehung ist es völlig normal, dass sich sexuelle Wünsche und Fantasien weiterentwickeln oder verändern. Manchmal tauchen solche Wünsche nach Veränderung oder neuen Erfahrungen plötzlich auf, manchmal schleichen sie sich langsam ein – oft ausgelöst durch neue Erlebnisse, Gespräche, Medien oder einfach durch das Bedürfnis nach Abwechslung.
Das bedeutet aber keinesfalls, dass eure Beziehung oder euer Sexleben bisher langweilig waren! Im Gegenteil: Dass er seine Wünsche und Bedürfnisse anspricht ist grundsätzlich sogar ein gutes Zeichen für eure Beziehung. Es zeigt, dass er dir vertraut und offen mit dir über intime Themen sprechen möchte. Dass er trotzdem deinen Nachfragen ausweicht, könnte daran liegen, dass er vielleicht Angst hat, dich zu verletzen oder dass du seine Ideen nicht nachvollziehen kannst oder ablehnst. So wie du es beschreibst, scheint es ihm schwerzufallen, ganz offen über seine Gefühle zu sprechen. Für uns bei Lilli ist am wichtigsten, dass du dir immer bewusst machst: Du bist zu nichts verpflichtet, was sich für dich nicht richtig anfühlt. Deine eigenen Grenzen sind wichtiger als seine Wünsche.
Am besten wäre es, wenn ihr euch in einem ruhigen Moment Zeit nehmt, ehrlich und wertschätzend über eure Vorstellungen und Bedürfnisse zu sprechen. Das kann übrigens auch für dich eine Chance sein, deine eigenen Wünsche und Bedürfnisse anzusprechen – egal ob im Sexleben oder in der Beziehung insgesamt. Es kann sehr helfen, gemeinsam darüber nachzudenken, was euch beiden in eurer Beziehung und im Sexleben wirklich wichtig ist – und wo vielleicht Unsicherheiten oder unausgesprochene Wünsche bestehen. Vielleicht interessiert dich dazu dieser Text.
Letztlich ist es ganz normal – und sogar etwas Positives –, dass sich Sexualität im Laufe einer Beziehung verändert und weiterentwickelt. Entscheidend ist, dass ihr offen und respektvoll miteinander umgeht und gemeinsam herausfindet, was für euch beide passt.
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Frage Nr. 39922 von 22.06.2025
Hallo,
Ich bin etwas verunsichert.
Ich bin jetzt 34 Jahre und um ehrlich zu sein hatte ich noch nie sex. Ich habe jetzt seit 6 Monaten eine Freundin und wir haben schon versucht miteinander sex zu haben, allerdings scheiterte es bisher immer an mir. Sobald wir es versuchen, wird mein penis schlaff und durch die enttäuschung bekomm ich ihn auch nicht mehr hart danach. wenn wir uns mit der hand befriedigen oder mit dem mund klappt es meistens ganz gut, jenachdem, wieviel lust ich habe. manchmal ist er richtig hart, manchmal aber auch etwas weicher( ich weiß nicht ob das normal ist?).
Auf jedenfall haben wir es gestern mal wieder probiert und es hat zum ersten mal geklappt, dass ich eindringen konnte. Ich fand allerdings, dass ich kaum etwas gespürt habe. Dadurch ging es auch nur vielleicht ca 2-3 minuten, dann wurde er wieder so schlaff, dass der sex nicht mehr funktioniert hat. Ist es normal, dass man mit kondom fast nichts spürt oder woran kann es liegen? Bisher habe ich bzw wir es nur mit hand und mund gemacht. Ich war ehrlich ein wenig enttäuscht, dass ich kaum etwas gespürt habe :(
Was kann ich tun und woran könnte es liegen?
Beim Urologen war ich anfang des Jahres bereits wegen der erektionsprobleme, da war aber körperlich alles in ordnung.
Ich hoffe ihr könnt mir sagen, was ich machen kann. Die ganze sache zerbricht mir jetzt schon lange den kopf. Ich würde so gerne richtig guten sex mit meiner freundin haben. Sie hat zum glück richtig verständnis und sagt immer wir lassen uns solange zeit, wie es dauert aber ich ärger mich selber so, dass es immer wieder nicht klappt
Unsere Antwort
Danke für deine genaue Beschreibung.
Dass der Penis nicht immer gleich hart ist und dass das auch von der Lust abhängig ist, ist normal.
Mit der Hand und mit dem Mund kann mehr Druck auf den Penis ausgeübt werden. Das kann die Vagina nicht. Deshalb ist anzunehmen, dass du bei der Selbstbefriedigung mehr Druck und/oder auch Reibung und wahrscheinlich auch Muskelspannung benutzt um deine Erregung zu steigern. Das heisst, dein Penis ist nicht an zartere Reize gewöhnt und deshalb empfindest du das auch nicht als erregend. Wenn die Erregung fehlt, verschwindet die Erektion, das ist normal. Was du machen kannst, ist dir/deinem Penis etwas Neues beibringen, nämlich auch feinere Reize erregend zu empfinden und den Körper mit seiner Bewegung insgesamt mehr in deine Sexualität einzubeziehen. Das meiste, was wir in der Sexualität erleben, ist erlernt. Der Vorteil: man kann Neues hinzulernen. Der Nachteil: das braucht ein wenig Zeit und Training. Für dich wäre es schon mal entscheidend die Wahrnehmung in deinem Penis zu steigern, das Becken richtig einzusetzen und auch den Beckenboden.
Wenn du all das ausprobierst und lernst, wirst du deine Sexualität viel besser geniessen können und ausserdem merken, dass es nicht am Kondom liegt.
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Frage Nr. 39918 von 20.06.2025
Als ich schon 18 war, war mein Unwissen über Thema Sex groß. Alle anderen aus meinem Umfeld wussten schon bereits im späten Kindesalter viele sexuelle Begriffe Bescheid, nur ich nicht. Mich hat ehrlich gesagt das in meiner Jugendzeit kaum interessiert und habe mir nie getraut Fragen zu stellen. Sexualkundeunterricht mit 11 und 14 Jahren war bei mir nur sehr oberflächlich und von Lücken geprägt. Klar wusste ich schon früh über die körperliche Merkmale eines Mannes und einer Frau, wie die Schwangerschaft herbeigeführt wird, wie Geschlechtsverkehr funktioniert, welche Sexpraktiken es gibt etc. Aber mir waren u.a. viele Begriffe nicht bekannt oder deren genaue Definition nicht bewusst. Erst mit 21 bin ich in einem umfassenden Sex-Lexikon gestoßen und habe mich dort viel informiert. Ich fühle mich völlig alleine damit, bin beunruhigt und mir ist das ziemlich peinlich. Können wir vielleicht darüber persönlich reden?
Unsere Antwort
Erst einmal möchte ich dir gerne sagen, dass es gar nicht schlimm ist, wenn du dich in deiner Jugend nicht so sehr für das Thema Sex interessiert hast. Es ist völlig normal, wenn du erst mit 21 angefangen hast, dich ausführlicher mit diesem Thema zu beschäftigen. Du bist damit nicht allein und du brauchst dich dafür auch nicht zu schämen.
Wir bieten bei Lilli keine persönliche Beratung an. Stattdessen kannst du dich bei Lilli anonym und niedrigschwellig online beraten lassen. Wenn du möchtest, kannst du dich mit unseren Infotexten weiter über Sexualität informieren. Du könntest zum Beispiel mit den Texten im Bereich Sexualität: Facts und Tipps anfangen. Und du kannst uns natürlich auch wieder schreiben. Gib dabei bitte die Nummer dieser Frage mit an. Falls du einen persönlichen Austausch suchst, dann schau doch mal in unseren Bereich der Adressen & Links. Dort könnten die Adressen zu Sexualaufklärung und Sexualpädagogik interessant für dich sein.
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Frage Nr. 39916 von 19.06.2025
Hallo, Ich habe eine Frage, wie ihr dieses Verhalten einordnen würdet, mich hat es verunsichert. Ich bin Studentin. In der Lernphase war ich sehr frustrieriert mit dem Prüfungsstoff und den Ansprüchen des Professors. Ich denke aber ich habe vieles "schwarz" gesehen, da ich auch eine Angsstörung habe. Es kam einmal vor, dass ich mastrubiert habe mit Phantasien um den Professor, vermutlich gab mir das ein Gefühl von Macht, da ich in der Fantasie mit ihm, ohne sein Wissen machen konnte was ich wollte, oder er mit mir, ich weiss es nicht mehr genau. Kann es sein dass dieses Verhalten mit Macht/Dominanz zu tun hat? Es hat sich aber im Nachhinein als nicht richtig angefühlt. Wenn ich jetzt so darüber nachdenke, auch irgendwie ein aggressives Verhalten. Es hat sich auch bisschen fremdgesteuert angefühlt. Ich denke ich würde gerne andere Wege finden, mit Ohnmachtsgefühlen um zugehen und Sexualität als Ventil zu nutzen.
Unsere Antwort
Wenn du dich in der Fantasie als mächtig/machtvoll erlebt hast, und wenn dich das erregt hat, dann liegst du mit deiner Vermutung richtig. Es gibt zahllose Gründe, warum bestimmte Menschen in unseren sexuellen Fantasien auftreten. Es ist sinnvoll, sich zu fragen, was genau einem den "Kick" dabei gibt. Es kann sein, dass man die Person körperlich attraktiv findet. Es kann sein, dass sie einen an jemand erinnert. Es kann sein, dass die Situation, die man sich vorstellt, entscheidend ist und weniger die Person. Es kann sein, dass man mit der Person bestimmte Gefühle verbindet - positive, aber auch negative. Es kann sein, dass man sich eine Beziehung mit der Person wünscht. Oder eben genau nicht. Und so weiter.
Egal was der Grund oder die Gründe sind: In sexuellen Fantasien ist alles möglich, und darum sind sie eine tolle Spielwiese. Sie sind ja nicht die Wirklichkeit. Wenn ich dich richtig verstehe, ging es in deiner Fantasie darum, den Professor zu dominieren, er war dir ausgeliefert und irgendwie unterlegen. Der Kick wurde noch verstärkt dadurch, dass er ja eigentlich eine Autoritätsperson ist. Eigentlich ist es doch super, dass so etwas in der Fantasie möglich ist. Ich würde dir wünschen, dass du dir derartige Fantasien weiterhin erlaubst.
Wenn du diesen Text liest, erfährst du, dass der Stil unserer sexuellen Fantasien viel damit zu tun hat, was wir während der sexuellen Erregung mit unserem Körper machen. Fantasien, in denen es um Dominanz/Unterwerfung geht, gehen in der Regel mit höherer Körperspannung, flacher Atmung und mehr Druck einher. Wenn wir hingegen weniger anspannen, tiefer atmen und mehr bewegen, entstehen eher Fantasien, wo alle Beteiligten auf Augenhöhe sind. Falls du deine Fantasien nicht magst, wäre es daher sinnvoll, wenn du deine Erregungstechnik in Richtung weniger Spannung/mehr Bewegung/Bauchatmung erweitern würdest. In dem Text über Fantasien findest du dazu Links. Ich denke, auch das Gefühl der Fremdbestimmung hängt mit der muskulären Anspannung und der Atmung zusammen.
Ein anderes Thema ist, dass du lernst, im richtigen Leben stolzer zu sein und dich besser zu behaupten. Wenn du eine Angststörung hast, gehe ich davon aus, dass du eine Therapie machst. Das finde ich sehr sinnvoll. Wichtig ist, dass du in der Therapie lernst, deine Angst zu überwinden. Das gibt ein gutes, stolzes Gefühl der Selbstwirksamkeit.
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Frage Nr. 39910 von 18.06.2025
Liebes Lilli Team,
bei einer Mensturation. An welchen Tag sollte man kein GV auch mit Kondom haben? Wir verhüten immer mit Kondom. Ich höre von anderen Partner die jeweils immmer GV haben und bin verwirrt.
Unsere Antwort
Du musst wegen der Menstruation nicht auf Sex verzichten. Wenn du ein paar Dinge beachtest, kannst du auch während der Menstruation Sex haben. Was genau du beachten solltest, erfährst du in diesem Text.
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Frage Nr. 39909 von 18.06.2025
ich bin 17 männlich und ich eine frage
ich habe gemerkt das ich mein orgasmus nicht mehr spüre ich werde steif und bekomme ein orgasmus aber ich spüre ihn nicht ich mach selbstbefreidung immer unter der dusche
Unsere Antwort
Warum variierst du nicht einfach mal das Setting? Es spricht nichts dagegen, dass Mann ab und zu unter der Dusche Selbstbefriedigung macht. Aber wenn man das immer macht, könnte es sein, dass etwas anderes dahinter steckt, dass du es dort machst.
Damit meine ich zum Beispiel, es muss schnell gehen. Oder du denkst, dass du keine Spuren hinterlassen darfst, alles muss "sauber sein". Oder du hast Angst, dass dich jemand entdeckt und nur im Bad hast du kurz deine Ruhe. Oder du brauchst zur Selbstbefriedigung den Duschstrahl, weil du an nichts anderes gewöhnt bist.
Wenn du dich in einem der Punkte oder einem ähnlichen Thema wiederfindest, kann es gut sein, dass du dir eine Art der Selbstbefriedigung angewöhnt hast, die nicht befriedigend ist, sondern lediglich den orgastischen Reflex auslöst, dann spürt man nämlich nichts besonderes. Es wäre also sinnvoll, wenn du Neues hinzulernst.
Ich würde dir empfehlen dich mit unseren Texten zu sexuellem Lernen, sexuelle Erregung durch Druck, durch Reibung, durch den Duschstrahl, durch Körperbewegung zu befassen. Und die Wahrnehmung in deinem Penis zu schulen, sowie dein Becken und deinen Beckenboden einzusetzen. Wenn du das gelernt hast, wirst du in Zukunft mehr beim Sex spüren und mehr Vergnügen daran haben.
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Frage Nr. 39908 von 18.06.2025
Hallo Lilli Team
Stimmt es, dass es beim blasen irgendwann unangenehm für Jungs wird, wenn man den Penis länger nach dem Samenerguss weiter leckt? Wenn's so ist, wann soll ich aufhören am Penis zu lecken?
Bin W und 14
Unsere Antwort
Ja, das stimmt bei vielen Jungs und Männern. Nach dem Samenerguss kann die Eichel empfindlich werden. Manchmal so sehr, dass es sich unangenehm anfühlen kann, wenn sie weiter stimuliert wird. Das ist ganz normal.
Um zu wissen, wann du aufhören solltest, frag am besten einfach nach. Der Junge kann dir am besten selbst sagen, was sich für ihn angenehm anfühlt und was nicht. Dabei kann dir der Text Reden über Sex ist hilfreich und erotisch helfen.
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Frage Nr. 39907 von 18.06.2025
Liebes Lilli Team
Ich bin Mutter eines 15-jährigen Jungen. Ich verstehe mich gut mir ihm und wir reden ab und zu über Sex. Man hört und liest häufig wie lässig junge Mädchen mit Oralsex, also blasen, umgehen. Gibt es irgendwas, das ein Junge wissen sollte, wenn er mal Oralsex bekommt? W-34
Unsere Antwort
Schön, dass du mit deinem Sohn so offen über Sexualität sprechen kannst. Das ist gar nicht selbstverständlich, und wenn ihr beide euch damit wohlfühlt, kann das für euch beide sehr wertvoll sein. Gerade beim Thema Oralsex gibt es viele Unsicherheiten und auch jede Menge Mythen. Das Bild, dass junge Mädchen besonders lässig mit Oralsex umgehen, hält sich hartnäckig, aber das entspricht nicht unbedingt der Realität. Viele Jugendliche – egal ob Mädchen oder Jungen – fühlen sich oft unsicher, haben Fragen oder spüren sogar Druck, weil sie denken, sie müssten irgendetwas mitmachen oder bestimmten Rollenbildern entsprechen, die sie aus Filmen oder dem Internet kennen.
Was ich für deinen Sohn besonders wichtig finde: Das Allerwichtigste ist, dass alles einvernehmlich passiert und sich beide wohlfühlen. Niemand sollte zu irgendetwas gedrängt werden, und es ist völlig in Ordnung, auch mal „Nein“ zu sagen oder eigene Wünsche und Grenzen zu äußern. Hygiene spielt auch eine Rolle – sich vorher frisch zu machen, zeigt Respekt und sorgt meistens dafür, dass sich beide wohler fühlen. Es ist außerdem ganz normal, wenn man nervös ist oder nicht genau weiß, was einen erwartet. Darüber zu sprechen, was sich gut anfühlt und was nicht, kann Unsicherheiten nehmen. Vielleicht interessieren dich oder deinen Sohn ja die Texte Guter Sex: Wer befriedigt hier wen? und Reden über Sex ist hilfreich und erotisch.
Ausserdem ist das Thema Schutz wichtig: Auch beim Oralsex können Krankheiten übertragen werden, deshalb ist es gut zu wissen, dass Kondome oder Lecktücher schützen können – das darf man ruhig ansprechen.
Und noch etwas: Nicht jeder Junge erlebt beim Oralsex automatisch einen Orgasmus, und das ist völlig normal. Körperliche Reaktionen sind sehr unterschiedlich und sagen nichts darüber aus, wie „gut“ oder „richtig“ man ist. Am Ende zählt, dass die gemeinsam erlebte Sexualität immer freiwillig und schön bleibt und niemand etwas nur deshalb macht, weil es angeblich „alle“ tun.
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Frage Nr. 39886 von 14.06.2025
Ich bin weiblich, 61 Jahre alt und hatte seit 7 Jahren keinen Sex mit einem Mann. Ich habe jemanden kennengelernt und würde gerne wieder...Ich habe mir einen Vibrator gekauft, aber meine Vagina ist so eng bzw. Ich bin so angespannt, dass ich ihn nicht einführen kann. Ich schaffe mal gerade zwei Finger einzuführen...Was kann ich machen, um mich zu entspannen bzw . wie schaffe ich es, etwas in Penisgröße einzuführen? Wenn ich Selbstbefriedigung mache, dann nur mit klitoralem Orgasmus, das klappt aber gut. Wie kann ich trainieren?
Unsere Antwort
Was du beschreibst ist für Frauen nach den Wechseljahren normal. Wenn du lange Zeit keinen Penis oder etwas anderes mit deiner Vagina aufgenommen hast, kann es scheinen, dass die Vagina zu eng ist.
Weil das Östrogen zurückgeht, sind die Schleimhäute deiner Vagina ausserdem feiner und etwas weniger belastbar. Mehr dazu kannst du in unserem Text «Schmerzen beim GV durch Östrogenmangel» lesen.
Die gute Nachricht ist, dass du deine Vagina und ihre Wand wieder für den Sex fit machen kannst. Du hast bereits damit begonnen mit deinen Fingern und dem Vibrator. Den Vibrator würde ich erstmal beiseite legen an deiner Stelle. Die Stimulation ist sehr intensiv und der Vibrator wahrscheinlich zu breit.
Hilfreich ist regelmässiges Berühren, Massieren, Pflegen mit deinen Händen. Ich empfehle dir, dazu das "Pjur Med Repair" in der Apotheke zu kaufen, täglich etwas davon auf einen Finger zu schmieren. Gehe mit dem Finger in die Vagina hinein und massiere sie dann ein Weilchen lang - so dass es nicht schmerzvoll ist. Du kannst das anfänglich sehr vorsichtig machen. Einige Frauen beginnen mit dem kleinen Finger und steigern sich dann Schritt für Schritt. Bei dir gehen bereits zwei Finger, du hast also schon gute Voraussetzungen. Weitere Tipps, was du tun kannst, liest du hier.
Du kannst auch zur Frauenärztin gehen und mit ihr besprechen, dass sie dir eine Östrogensalbe verschreibt. Diese kannst du auch regelmässig in die Vagina einschmieren - das Östrogen baut die Vaginalhaut auf.
Ich empfehle dir, mit deinem Sexpartner darüber zu sprechen, dass du die Vagina für den Sex erst fit machen musst. Er kann da mitmachen, in dem er auch mit seinem Finger deine Vagina massiert und stimuliert - ihr könntet das in das Petting einbauen. Er kann auch das Pjur Med Repair anwenden.
Möglicherweise merkst du schnell eine Verbesserung, vielleicht braucht es mehr Geduld. Wenn deine Vagina dann wieder fit genug ist, den Penis aufzunehmen - das heisst wenn es ohne Schmerzen geht - ist es jedes Mal wichtig, dass ihr ein Vorspiel habt, während dem du dich erregen kannst und die Vagina so für das Aufnehmen des Penis weit und feucht genug wird. Ich empfehle euch, zusätzlich Pjur Med Repair als Gleitmittel einzusetzen.
Damit die Haut am Vaginaeingang auch nach den Wechseljahren geschmeidig und dehnbar bleibt, hilft eine gute Pflege. Vielen Frauen hilft das regelmässige Auftragen eines hochwertigen Öl's auf die Vulva - das heisst, du trägst das Öl auf die Klitoris, die äusseren und die inneren Geschlechtslippen auf. Das Öl kann ein Granatapfelöl, ein Lavendelöl, ein Rosenöl oder Mandelöl sein, es sollte einfach von guter Qualität sein.
Damit Geschlechtsverkehr nach den Wechseljahren weiterhin schmerzlos und lustvoll möglich bleibt, ist es wichtig, dass deine Geschlechtsregion regelmässig gut durchblutet wird. Das geschieht am einfachsten mit sexueller Erregung. In sexueller Erregung fliesst viel mehr Blut zur Vagina und zur Vulva, die Schwellkörper der Klitoris füllen und dehnen sich und die Durchblutung hilft auch, dass die Vagina gut feucht wird.
Für die gemeinsame Sexualität heisst das: Es ist wichtig, dass du zum Beispiel beim Vorspiel in eine gute Erregung kommst. Es kann sein, dass dies etwas länger braucht als in jüngeren Jahren. Nehmt euch also genug Zeit dafür. Sprich klar aus, was du am liebsten magst, wo, wie lange und wie stark. Es kann sein, dass sich deine Vorlieben verändert haben einhergehend mit den körperlichen Veränderungen über die Jahre.
Eine gutes Buch zum Thema ist "Super Sex beginnt mit 50" von Tracey Cox. Vielleicht findest du da auch noch ein paar gute Inspirationen.
Wenn ihr euch beide darum kümmert, kann eure gemeinsame Sexualität trotz der körperlichen Veränderungen lustvoll und erfüllend bleiben.
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Frage Nr. 39884 von 13.06.2025
Hallo,
ich habe vor 8 Wochen mrin erstes Kind bekommen. Ich bin 32 Jahre alt und seit 7 mit mit meinem Mann zusammen. Während dee Schwangerschaft hatten wir wenig bis gar keinen Geschlechtsverkehr. Leider habe ich bei der Geburt einen Dammriss 3 Grades gehabt und mein Beckenboden ist auch nicht mehr der alte. Die Naht wurde verpfuscht und ich kann keinen Sex haben. Ich muss wahr noch einmal oper werden. Die Ärzte lassen sich jedoch Zeit.
Ich bin jedoch richtig scharf auf meinen Mann und würde super gerne Sex haben. Er auch, setzt mich aber nicht unter Druck. Wir schreiben oder erzählen uns unsere Phantasien und geilen uns gegenseitig auf. Manchmal streicheln wir uns oder ich befriedige ihn oral. Das reicht mir aber nicht mehr. Ich möchte so gerne wieder aktiv sein. Selbstbefriedigung klappt auch nicht da meine äußere Klitoris durch den Beckenboden weh tut, sodass mein ganzer unterer Bereich nicht "erreichbar" ist. Was kann ich tun um die Zeit zu überbrücken und meine Lust einhalt gebieten? Haben Sie noch andere Ideen ? Danke für die Antwort und Hilfe.
Unsere Antwort
Ich weiss nicht genau, was du meinst mit "die Naht wurde verpfuscht"? Es kann durchaus sein, dass eine Narbe zunächst noch Schmerzen bereitet. Solange braucht dein Damm vor allem eins: Schonen.
Um dir weiterzuhelfen, muss ich zunächst genauer verstehen, worum es geht. Ich habe noch nicht ganz verstanden, weshalb ihr keinen Vaginalverkehr haben könnt. Kannst du keinen Geschlechtsverkehr haben, weil nach der Dammnaht der Vaginaeingang zu eng ist? Haben die Ärzt*innen gesagt, dass ihr solange mit Sex aussetzen sollt oder tut es weh? Was passiert genau, wenn ihr versucht, Sex zu haben? Normalerweise ist eine Dammnaht nach 6-8 Wochen soweit verheilt, dass sie stabil ist und Geschlechtsverkehr wieder möglich sein sollte. Du musst keine Angst haben, dass die Naht reissen könnte. Allerdings kann es sein, dass du noch gewisse Schmerzen empfindest beim Geschlechtsverkehr. Oder ist es so eng, dass du gar nichts mit der Vagina aufnehmen kannst? Ist es zum Beispiel möglich, einen Finger in die Vagina einzuführen? Ich empfehle euch, ein Gleitmittel zu benutzen, da in der Stillzeit die Vagina trockener ist.
Für viele Frauen braucht es nach der Geburt Zeit und Geduld, sich mit den neuen körperlichen Gegebenheiten anzufreunden. Es braucht etwas Neugier herauszufinden, was geht. Dein Körper braucht Zeit für die Heilung. Manches tut zunächst weh. da braucht es deutlich mehr Behutsamkeit als vor der Geburt. Es ist dennoch noch vieles möglich.
Vielleicht kannst du die Beziehung zu deinem Damm und deiner Vulva und Vagina stärken. Wenn du diese Körperstellen mit neuen Erlebnissen verbinden kannst, kann das heilend wirken. Eine praktische Übung dazu ist die Beckenschaukel, sowie das achtsame Erkunden deiner Geschlechtsregion.
Wie ist es mit deinen Brüsten? Sind die eine Quelle sexueller Erregung für dich? Oder könnten eine werden? Oder kann dein Mann deinen Unterbauch massieren und streicheln?
Es tönt ja so, dass ihr Lust aufeinander habt und Freude an der gemeinsamen Sexualität habt. Nach einer Geburt ist es normal, dass man sich als Paar in der Sexualität wieder etwas neu finden muss und sich an die körperlichen Veränderungen anpasst. Ich bin überzeugt, dass euch das gelingen wird.
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Frage Nr. 39875 von 12.06.2025
Hallo Lilli-Team,
Bin m30 und würde gerne anfangen Sextoys, auch Dildos verwenden.
Bei gleitgel hab ich ständig das es schnell trocknet. Kann ich alternativ vaseline oder melkfett benutzen? Ist es für den Genital und Analbereich geeignet ? Natürlich ohne Kondome. Greift das Sextoys aus Plastik/Silikon an?
Danke euch
Unsere Antwort
Es gibt drei Arten von Gleitmitteln: die auf Wasserbasis, die auf Silikonbasis und die auf Ölbasis. Ich vermute, dass du bisher Gleitmittel auf Wasserbasis verwendet hast. Denn viele Gleitmittel auf Wasserbasis trocknen recht schnell aus.
Leider vertragen sich die meisten Sextoys aus Silikon nur mit Gleitmitteln auf Wasserbasis. Die anderen Gleitmittel greifen das Material eines Sextoys an. Dann wird die Oberfläche rau und spröde. In der Gebrauchsanweisung des jeweiligen Sextoys kannst du nachlesen, welche Gleitmittel du verwenden kannst. Auch Vaseline oder Melkfett solltest du nicht mit einem Sextoy verwenden. Mehr Infos über Gleitmittel findest du in diesem Text.
Übrigens sind nicht alle Sextoys für den Analsex geeignet. Es ist sehr wichtig, dass du nur dafür geeignete Sextoys benutzt. Denn der Darm zieht Gegenstände nach oben und zu lange Objekte können bei heftigen Stössen zu lebensgefährlichen Verletzungen führen. Lies dazu bitte auch diesen Text.
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Frage Nr. 39869 von 11.06.2025
Hi, ich bin‘s, Nummer 39837. Als erstes möchte ich danke sagen, dass ihr so geduldig mit mir seid. Ich weiss, dass ich ziemlich schwer zu ertragen sein kann. Also danke.
Also, ich habe eure Nachricht gelesen. Ich habe viele Dinge ausprobiert, ja, aber nicht nur 1 oder 2 Mal. Ich habe es wirklich mehrmals ausprobiert und probiere manches immer wieder. Und ich mache auch Pausen, ich mache es nicht jeden Tag. Ich warte manchmal ein paar Tage oder sogar auch ein oder zwei Wochen bevor ich es wieder versuche. Und jedes Mal ist es gleich. Neutral. Vielleicht ein bisschen komisch.
Ich kann mir das einfach nicht erklären. Zu Hause ist eigentlich alles okay. Meine Eltern sind eigentlich gut, aber ich habe oft das Gefühl, dass ich meine Gefühle verstecken muss. Also sehen sie mich meistens Glücklich, auch wenn ich‘s nicht bin. Ich weiss, dass meine Eltern mich lieben. Sie sagen es und umarmen mich auch, aber ich fühle dann auch nichts. Ich spüre keine Liebe. Vielleicht bin ich einfach undankbar oder so ka.
Als Kleinkind hat mich mein Körper überhaupt nicht interessiert. Also habe ich es nie wirklich erkundet oder spüren gelernt oder was auch immer. Aber ich habe es fast mein ganzes Leben lang gehasst. Jetzt immer noch. Doch das ist gerade nicht so wichtig.
Für mich gibt es keine Sportarten, die ich gern habe. Seit dem Sport ein offizielles Fach in der Schule ist, hasse ich Sport im allgemeinen. Ich hatte immer solche Angst vor dem Sportunterricht. Habe ich auch immer noch. Ich kann manchmal am Abend zuvor gar nicht schlafen und manchmal weine ich im WC, was völlig erbärmlich von mir ist. Also fühle ich mich danach immer völlig erschöpft, dreckig, hässlich und allgemein schlecht. Etwas, das mir biologisch gesehen (habe ich gelesen) ein besseres Gefühl geben sollte, macht es eigentlich einfach nie. Aber ich denke, dass das nicht sehr relevant ist.
Danke nochmals, dass ihr euch Zeit genommen habt, meine Nachricht durchzulesen. Vielleicht ist diese Nachricht ein bisschen persönlicher.
Unsere Antwort
Du bist nicht schwer zu ertragen. Ich erlebe dich als neugierig, geduldig, klug und zielstrebig. Es ist eine gute Idee, dass du dranbleibst an dem, was dich beschäftigt und dir dafür die notwendige Unterstützung suchst. Das ist eine ganz wichtige Lebenskompetenz.
Das, was du von deinem Elternhaus beschreibst, hört sich für mich nicht "eigentlich okay" an. Es ist extrem belastend, ständig so zu tun als würde es dir gut gehen und niemanden zu haben, dem du mitteilen kannst, wie es dir wirklich geht. Du bist ganz schön allein mit deinen Gefühlen.
In einem solchen Umfeld hast du gut gelernt vor den anderen zu verbergen, was du wirklich fühlst. Ich vermute, du hast das so gut gelernt, dass du es selbst auch nicht mehr gut spüren kannst. Was du also richtig gut gelernt hast, ist: Gefühle wegmachen und Empfindungen wegschieben. So kommst du in deiner Familie besser klar. Um bei der Selbstberührung etwas angenehmes zu empfinden, steht dir diese Kompetenz allerdings im Weg.
Wie klingt das für dich? Ist das eine treffende Beschreibung? Was empfindest du anders?
Eigentlich ist es die Aufgabe deiner Eltern, dich mit all deinen Gefühlen und Empfindungen anzunehmen und zu begleiten. So kannst du lernen, deine Gefühle als wertvollen Teil von dir zu akzeptieren. Deine Eltern helfen dir, grosse Gefühle wieder zu beruhigen. Und sie helfen dir, Gefühlen Ausdruck zu verleihen, statt sie zu unterdrücken. Viele Eltern haben aber selbst Schwierigkeiten im Umgang mit ihren Gefühlen und können das ihren Kindern nicht gut vorleben. Dann finden die Kinder selbst irgendwann Wege, wie sie das lernen können oder sie tragen die Schwierigkeiten ebenfalls ihr Leben lang mit sich herum.
Kannst du mir genauer beschreiben, woher dein Gefühl kommt, dass du deine Gefühle verstecken musst? Was tun deine Eltern, um diese Erwartung bei dir zu wecken?
Liebe geht auch damit einher, wirklich gesehen zu werden. Wenn du verstecken musst, wie es dir wirklich geht, kann ich gut verstehen, dass du keine Liebe fühlst.
Ich finde es wichtig, zu wissen, dass du deinen Körper hasst. Denn das kann dazu beitragen, dass es dir schwerfällt, angenehmes in deinem Körper zu spüren.
Es tut mir wirklich leid zu hören, dass es dir so schlecht geht mit dem Sportunterricht. Du solltest da nicht allein durchmüssen. Weinen allein hilft nicht unbedingt, dass du dich besser fühlst. Getröstet werden hilft, dass du dich besser fühlst. Wer könnte da für dich da sein?
Mich würde noch interessieren: Was macht dir Angst beim Sportunterricht? Was genau ist da schwierig für dich?
Grundsätzlich finde ich es eine gute Idee, wenn du mit deinem Körper deine Kraft erlebst. Ich hatte dir ja schon Tanzen und Sport vorgeschlagen. Jetzt sagst du, dass dir überhaupt nichts davon Spaß machen könnte. Gibt etwas anderes, was dir gefallen könnte? Etwas wofür du Kraft brauchst zum Beispiel Steinmetzen? Schnitzen? Mit Werkzeug etwas bauen?
Mich würde ganz allgemein interessieren, was du in deiner Freizeit machst. Magst du Musik? Wie ist das bei dir mit dem Essen? Isst du etwas besonders gern? Hast du Haustiere? Magst du die Natur? Gehst du gern raus? Bastelst du? Was machst du gern? Du hast von deinen Freundinnen erzählt. Was unternimmst du mit denen?
Ich würde gern mit dir erforschen, welche Dinge es gibt, die dir grundsätzlich gefallen. Dann schauen wir gemeinsam, wie wir daraus etwas machen können, was dir helfen könnte.
Schreib uns das gerne auf und meld dich wieder.
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Frage Nr. 39867 von 11.06.2025
Hallo Lilli,
Ich möchte mit diesem einen Jungen ausgehen. Seine Schwester hat mir erzählt, dass sein Penis beschnitten ist. Ich habe gar keine Erfahrung mit beschnittenen Jungs. Wie bläst man ein beschnittenen Jungen damit er ein Samenerguss hat?
W 15
Unsere Antwort
Das Gefühl beim Oralsex für einen beschnittenen Jungen unterscheidet sich nicht nennenswert von dem bei einem unbeschnittenen Jungen. Die Eichel ist bei beschnittenen Personen ständig freigelegt und kann manchmal etwas weniger empfindlich sein, aber der Penis ist ohne Vorhaut genauso erregbar, wie mit Vorhaut. Im Grunde kannst du dich ganz darauf konzentrieren, was euch beiden gefällt. Viel wichtiger als eine bestimmte Technik ist, dass ihr offen miteinander sprecht und du dich langsam herantastest – jede Person mag es ein bisschen anders, und es ist völlig okay, ihn zu fragen, was sich für ihn gut anfühlt. Vielleicht interessieren dich ja die Texte Guter Sex: Wer befriedigt hier wen? und Reden über Sex ist hilfreich und erotisch.
Feuchtigkeit ist beim Oralsex immer wichtig, aber besonders bei beschnittenen Jungs, weil die Vorhaut fehlt, die sonst für etwas Gleitfähigkeit sorgt. Wenn du mehr über die Unterschiede zwischen beschnittenen und unbeschnittenen Penissen wissen möchtest, findest du weitere Infos in den Texten Brauche ich eine Vorhaut, oder ist die Beschneidung besser? und Keine Vorhaut mehr - wie ist jetzt der Sex?. Und wenn du dich generell für Tipps rund um Oralsex interessierst, kannst du in diesem Text nachlesen was dir wichtig ist. Wichtig ist vor allem, dass du nichts machst, was du nicht möchtest, und dass ihr beide euch wohlfühlt – alles andere ergibt sich mit der Zeit von selbst.
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