Hallo ich habe ein Problem. Ich bin ständig geil und könnte ständig mastubieren. Warum ist das immer so,
Unsere Antwort
Du schreibst nichts zu deinem Geschlecht und zu deinem Alter. Ich nehme jetzt einfach mal an, dass du ein junger Mann in der Pubertät bist. Falls das nicht so ist, schreib uns einfach wieder.
Deine Testosteronproduktion steigt in der Pubertät massiv an und dein Körper verändert sich. Aber er gewöhnt sich nur langsam an die gesteigerte Hormonproduktion. Deshalb haben viele junge Männer eine gesteigerte sexuelle Lust. Mit zunehmendem Alter wird sich das reduzieren.
Du kannst diese Lust im Moment nutzen und zum Beispiel verschiedene Techniken ausprobieren bei der Masturbation. Und du kannst auch lernen, wie du deine Lust umlenken kannst, in etwas anderes, wenn es gerade nicht der richtige Zeitpunkt dafür ist. Je mehr du jetzt aktiv dazulernst, desto besser wird für dich deine Sexualität und der Umgang mit ihr später (und jetzt) sein.
Schau dir mehr Antworten und Infotexte an zum Thema
Ich bin (19) und habe eine Muskeldystrophie, die meine Beinbeweglichkeit stark einschränkt. Habe eine feste Beziehung, aber manchmal ist es echt unangenehm für mich, bestimmte Sex- Stellungen zu machen. Gibt es gute Stellungen für mich?
Unsere Antwort
Hier sind einige Stellungen, die dir und deiner Partnerin oder Partner helfen könnten, intim zu sein, ohne dass deine Beine zu stark belastet werden:
Ihr könnt die Löffelchenstellung probieren: In dieser Position liegen du und deine Partnerin oder Partner auf der Seite, du hinter ihr. Diese Position könnte für dich bequem sein, da sie nicht erfordert, dass du deine Beine oder Hüften stark bewegen musst. Deine Partnerin oder dein Partner sitzt auf dir, während du auf dem Rücken liegst. Die Person die oben sitzt kann dadurch das Tempo und die Tiefe steuern und das könnte weniger anstrengend für dich sein.
Du könntest auch auf einem Stuhl oder am Rand des Bettes sitzen, und dein Partner oder Partnerin könnte sich auf deinen Schoß setzen.
Ihr könntet auch die seitliche Missionarsstellung ausprobieren. Dabei liegst du auf deiner Seite, während dein Partner oder Partnerin auf dem Rücken liegt. Diese Position könnte für dich bequem sein, da sie nicht erfordert, dass du dich stark bewegst oder deine Beine belastest.
Bewegung ist beim Geschlechtsverkehr zwar sehr wichtig, aber auch kleine Bewegungen können sehr intensiv sein, vor allem wenn ihr gleichzeitig mit euren Beckenbodenmuskeln spielt und tief atmet. Dazu habe ich euch hier den Text zur Bauchatmung, zur Beckenschaukel und zur oberen Schaukel verlinkt.
Denke daran, dass es viele Möglichkeiten gibt, Intimität zu genießen, die nicht unbedingt Geschlechtsverkehr beinhalten. Oralsex oder Stimulation mit den Händen können für beide Partner sehr angenehm sein und erfordern weniger körperliche Anstrengung.
Besonders wichtig ist es, offen und ehrlich mit deinem Partner oder deiner Partnerin über deine Bedürfnisse und Grenzen zu sprechen. Sag etwas, wenn dir etwas weh tut. Es ist völlig in Ordnung, eine Position zu ändern oder eine Aktivität zu stoppen, wenn sie für dich unangenehm ist. Experimentiere mit verschiedenen Positionen und finde heraus, was für euch beide am angenehmsten ist.
Schau dir mehr Antworten und Infotexte an zum Thema
Hallo liebe Lilli Team,ich m 35J habe folgende Frage bzw Problem...
Und zwar ist mir aufgefallen das wenn ich länger als gewöhnlich es mir selbst mache, das kurz bevor ich komme die Erektion plötzlich weg ist...Ich meine so ganz weg,also von kurz vor der Ejakulation zu erschlafft binnen weniger Minuten...Wenn dies mal vorkäme wäre es denke ich nichts schlimmes passiert halt schonmal...
Vor ca 1 1/2 Jahre habe ich angefangen mit dieser sogenannten 'Stop&Go' Methode,um den Höhepunkt mehr und intensiver zu spüren,das hat auch recht schnell gefunzt und hatte den Dreh raus...Seitdem habe ich schon des öfteren mal an die 3-4 Stunden onaniert und den Orgasmus 6-7 mal hinausgezögert,was nicht sonderlich schwer ist jedoch viel mir dann auf das ich nach einiger Zeit kaum was an der Eichel fühlte...Also quasi wie eine Reizüberflutung weswegen ich mit mehr Druck mein Penis stimulieren musste um überhaupt wieder ein hoch zu kriegen,und wenn ich dann irgendwann wieder kurz vorm abspritzen stoppe ich die Stimulation nicht sondern mache weiter,bis dann von jetzt auf gleich die Erektion weg ist obwohl echt kurz vorm Ejakulieren bin...Und dies passiert dann meistens mehrmals hintereinander was mich ein bisschen frustrierte....Jetzt habe ich schon ne gewisse Ausdauer was mir gut gefiel,aber nicht dann zum Abschluss komme mein bestes Stück schlapp macht
Unsere Antwort
Was du beschreibst, hört sich für mich weniger nach Genuss an, sondern mehr nach Wettbewerb. Da ist es nicht gross verwunderlich, dass der Penis irgendwann nicht mehr macht, was das Gehirn befiehlt ;) Mit Wettbewerb meine ich nicht nur Wettbewerb mit anderen (was man so hört und liest) sondern auch mit deinem "früheren ich" . Was bringt es dir dich regelmässig 3-4 Stunden selbstzubefriedigen? Warum musst du den Orgasmus öfter 6-7 mal hinauszögern? Das solltest du dich fragen und dir selber ehrlich antworten.
Ich würde dir empfehlen mehr auf den Genuss und weniger auf die Ausdauer zu fokussieren. Die Stop & Go Technik ist dazu weniger geeignet. Hast du dich schon mal mit unseren Texten beschäftigt? Wir schreiben wie du zum Beispiel mit dem Spiel des Beckens deine Erregung beeinflussen kannst und wie du die Wahrnehmung in deinem Penis förderst. Und falls dein Problem früher war, zu früh zu kommen, dann lies das im verlinkten Text nach.
Schau dir mehr Antworten und Infotexte an zum Thema
Wie halte ich beim Belowjob länger durch bzw halte mich zurück sodass ich nicht zu früh komme (im Mund/ ins Gesicht... ?
Unsere Antwort
Um beim Blowjob länger durchzuhalten, musst du lernen aktiv Einfluss auf deine Erregung zu nehmen. Auch beim Blowjob kannst du dich bewegen, mit deinen Muskeln spielen, deine Atmung und deinen Körper unterstützend einsetzen. Wenn du einfach nur da liegst oder stehst und dich vielleicht auch noch anspannst, wird es schwierig deine Erregung zu kontrollieren. Für den Oralsex gilt also das Gleiche was zum Beispiel auch für den Vaginalsex gilt. Was du machen kannst, erfährst du in unserem Text. Ausserdem würde ich dir empfehlen mit deiner Partnerin/deinem Partner darüber zu sprechen, was du dir wünschst und wie sie/er dich dabei unterstützen kann.
Schau dir mehr Antworten und Infotexte an zum Thema
Hallo, ich w (29) habe eine etwas merkwürdige Frage. Und zwar fühle ich mich beim Thema Sex sehr oft unter Druck gesetzt, frage mich, ob ich irgendwie anders bin oder ob die Chemie zwischen mir und meinem Partner einfach nicht stimmt.
Der Grund dafür ist, dass ich seit einiger Zeit Sexpodcasts höre, darunter auch einige, die wirklich viele wissenschaftliche Fakten präsentieren und auch mit Experten sprechen. Dennoch entsteht bei mir dadurch immer mehr der Eindruck, sexuell einfach nicht normal zu sein. Denn meist berichten die Host und die Hörer und Hörerinnen auch immer wieder von eigenen Erfahrungen.
Ständig ist dort die Rede von Sex in allen möglichen Stellungen und auf nahezu jede erdenkliche Art und Weise. Ich habe die meisten Dinge davon noch nie gemacht und habe eher das Gefühl, dass ich selbst beim normalen "Standard"-Sex noch so viel dazulernen könnte.
Am schlimmsten sind dann so Folgen wir "eure geilsten Urlaubssexgeschichten". Fast immer ist da der Oton : "und dann waren wir da und da, und wir konnten die Finger einfach nicht voneinander lassen. Dann haben wir alles um uns vergessen. Und sie ist dann direkt mehrmals gekommen, hat abgespritzt etc."
Ich frage mich dann immer, ob ich von einem anderen Stern komme. Ich habe gerne Sex mit meinem Freund und es ist auch immer schön, aber ehrlich gesagt, sehr sehr selten so "spektakulär". Wir beide kommen eigentlich nur einmal und ich habe auch noch nie "abgespritzt". Auch gibt es sehr viele Abende, wo ich einfach nur müde bin und dann lieber kuschel als Sex zu haben oder der Sex einfach nur routiniert abläuft. Ein bisschen so wie eine Massage. Wir haben eine sehr offene, lockere Kommunikation, auch beim Sex. Dirty Talk und Co. kommen mir einfach so befremdlich vor. Zumindest in der Form, wie andere immer darüber berichten. Ich finde Sätze wie "ich will deinen Schwanz in mir spüren" oder Dinge wie "also ich schlucke beim Blowjob total gerne, ich liebe es, seinen Saft in mir aufzunehmen" einfach sowas von abtörnend. Ich ekel mich nicht vor Sperma, es gehört halt dazu - ich sehe das sehr pragmatisch. Aber derart "feiern" tu ich das ganze einfach nicht. Auch habe ich kein Problem damit, mit Kondom zu verhüten und verstehe nicht, wie alle immer so davon schwärmen, wie toll es doch ist, einander "endlich so richtig zu spüren". Ich durfte mir auch schon oft anhören, was ich verpasse und dass ich meinen Freund ja gar nicht lieben würde (habe mal gesagt, dass ich es mit Kondom auch ganz praktisch finde, weil hinterher nichts rausläuft, sondern das sperma eindach da drin landet. Der Kommentar einer Bekannten: wenn man jemanden wirklich liebt, liebt man auch das Sperma und kann sich nicht Schöneres vorstellen, als dieses in sich aufzunehmen).
Dabei bin ich alles andere als prüde und wir haben auch schon einige Dinge ausprobiert, die für andere Paare eher Tabus sind (Analsex z.B. ). Aber egal ob Porno oder erotische Geschichten: Ich finde das Ganze meist einfach nur peinlich. Und frage mich gleichzeitig, warum unser Sex nie so "hot" ist wie von anderen beschrieben.
Sind ich/wir wirklich so merkwürdig? Ich mag wie gesagt Sex, aber es hat/hatte bei mir nie so diesen "glamour faktor".
Unsere Antwort
Nein, ihr seid nicht merkwürdig. Was du beschreibst, ist normal. Ich kann nachvollziehen, dass du dich von den Geschichten über spektakulären Sex verunsichert fühlst. Es ist aus unserer Sicht nicht förderlich, das Erleben anderer als Maßstab zu nehmen. Dein eigenes Erleben ist der Maßstab.
Das, was du beschreibst, klingt für mich nach einem weit verbreiteten Erleben von Sexualität. In einem Podcast werden aber häufig solche Geschichten ausgewählt, die besonders spannend und aufregend sind.
Die menschliche Sexualität ist so vielfältig wie ein riesiger Strauß Blumen. Manche fühlen sich von aufregenden Orten angezogen, andere nicht. Manche mögen viele Stellungswechsel, andere nicht. Und jeder Mensch kann sein ganzes Leben lang sexuell dazulernen.
Von deinem eigenen Erleben schreibst du, dass euer Sex schön ist, er ist pragmatisch und routiniert. Du fragst dich aber auch, ob die Chemie zwischen euch nicht stimmt und weshalb der Sex nicht so hot ist.
Dein Erleben beim Sex kannst du beeinflussen. Denn es hängt stark damit zusammen, wie du deinen Körper einsetzt. Was für dich interessant sein könnte, ist, deine sexuelle Lust mehr zu erkunden und beeinflussen zu lernen. Das geht insbesondere über Bewegungen des Oberkörpers und Kopfes. Dazu empfehle ich dir unseren Text Gute Gefühle beim Sex durch Bewegung des Oberkörpers.
Schau doch mal, was du mit diesen Tipps anfangen kannst. Wenn du weitere Fragen hast, schreib uns einfach wieder. Gib dann bitte die Nummer dieser Frage an.
Schau dir mehr Antworten und Infotexte an zum Thema
Ich bin 18 Jahre alt und seit ca. 1,5 Jahren mit meinem Freund zusammen. Wir hatten vor 2 Monaten das erste mal Sex miteinander, vorher hatten wir verschiedene intime Sachen für uns beide erstmalig gemacht, die echt toll waren.
Meinem Freund macht es zu schaffen, dass ich bisher noch keinen Orgasmus hatte., dass beschäftigt ihn sehr, sodass zwischen uns deshalb Spannungen auftreten. Er denkt, er macht was falsch.
Es ist so, dass ich bisher insgesamt nur ein paar mal zum Orgasmus gekommen bin, ich bin immer erregt, möchte mit ihm intim sein aber das andere klappt irgendwie nicht. Ist bei mir etwas nicht normal? Von meinen Freundinnen habe ich gehört, dass es bei den immer klappt. Wie können wir daran arbeiten?
Unsere Antwort
Auch wenn deine Freundinnen immer zum Orgasmus kommen, es geht vielen jungen Frauen so wie dir. Es dauert bis sie einen Orgasmus mit ihrem Partner zusammen erleben. Bei dir ist alles normal. Und du kannst dein ganzes Leben lang sexuell dazulernen.
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich dich richtig verstehe: Bei der Selbstbefriedigung bist du ein paar mal zum Orgasmus gekommen? Was hast du da gemacht? Es könnte hilfreich für dich sein, zu erkunden, was deine Erregung steigert und was sie so sehr steigert, dass du zum Orgasmus kommst. Lies dazu bitte auch unseren Text Wie kann ich mich sexuell erregen?
Du sagst, dein Freund denkt, er macht was falsch. Wie siehst du das? Weisst du, dass du selbst ganz viel dazu beitragen kannst, sexuelle Handlungen und den Geschlechtsverkehr mehr zu genießen und deine sexuelle Erregung und Lust bis zum Orgasmus zu steigern? Du könntest dazu unsere Texte Guter Sex: Wer befriedigt hier wen? und Warum ist es gut, wenn Frauen sich beim Sex bewegen? lesen. Vielleicht möchtest du sie auch deinem Freund zeigen.
Mir fehlen noch ein paar Informationen, um zu verstehen, weshalb bei euch deshalb Spannungen auftreten. Du sagst, dass die intimen Sachen, die ihr gemacht habt, echt toll waren. Weiß dein Freund welche davon dir besonders gut gefallen? Hast du ihn mal gefragt, was ihm dein Orgasmus bedeutet? Vielleicht möchtest du das noch ein bisschen genauer beschreiben.
Du fragst, wie ihr daran arbeiten könnt. Dir empfehle ich dazu den Text Erregung zum Orgasmus: Tipps für Frauen. Mit den Übungen kannst du viel verändern. Deinem Freund empfehle ich, neugierig zu bleiben für die Dinge, die du geniesst und die deine sexuelle Erregung steigern. Es kann ihn entlasten, wenn er weiss, dass letztendlich du dich sexuell erregst.
Du kannst uns gern wieder schreiben, wenn du irgendwo anstehst oder von deinen Erfahrungen berichten. Gib dann bitte die Nummer dieser Frage an.
Schau dir mehr Antworten und Infotexte an zum Thema
Hallo zusammen, mein neuer Partner glaubt mir nicht, dass ich den Sex mit ihm liebe. Ja, ich komme zzt nicht. Bei den ersten Malen als wir Sex hatten, bin ich jedes Mal gekommen, weil sich ein Mann noch nie so um mich gekümmert hat, mich noch nie jemand so angefasst hat, wie er es tut. Da hat er öfter gedacht, dass ich ihm den Orgasmus vorgespielt habe. Dadurch baut sich bei mir Druck auf. Auch wenn ich das nicht möchte, denke ich jetzt darüber nach wie "ich besser kommen kann", damit er mir glaubt. Und ich denk die ganze Zeit jetzt, dass ich kommen muss, weil er sonst denkt, dass er es mir nicht "besorgen" kann. Ich weiß, dass es sein Thema ist, aber was kann ich vielleicht tun, damit er mir glaubt? Wenn ich das Thema ansprechen geraten wir jedes Mal aneinander ...dadurch wird es nicht wirklich besser.
Ich liebe den Sex wirklich mit ihm, hatten noch nie so schönen Sex, der mich auch ohne Orgasmus so erfüllt hat. Das ist so verdammt traurig :(
Schön, dass es Euch gibt und danke schonmal für Eure Mühe.
Unsere Antwort
Ich habe mir viele Gedanken zu deiner Frage gemacht und merke, ich kann sie mit diesen Informationen noch nicht gut beantworten. Deshalb stelle ich dir einige Rückfragen.
Ich kann dir bisher nur beschreiben, wie ich auf Grundlage deiner Informationen die Situation einschätze. Ich vermute, dass eure Sexualität darunter leidet, dass ihr euch beide zu sehr abhängig davon macht, wie der andere den Sex erlebt und wie der andere über den gemeinsamen Sex denkt.
So wie du deinen Partner beschreibst, setzt er zu viel auf deinen Orgasmus. Ich verstehe, dass du Druck erlebst. Gleichzeitig scheinst du ihm sehr gefallen zu wollen beim Sex. Dann bist du nicht mehr im Genuss sondern in der Leistung.
Sicher geniesst du weiterhin bestimmte Aspekte beim Sex mit deinem Partner. Das schreibst du ja auch. Und doch, so wie du den Sex beschreibst, würde ich deinen Partner verstehen, wenn er dir nicht abnimmt, dass du den Sex mit ihm uneingeschränkt liebst. Du merkst, ich kann mir nicht so recht vorstellen, wie der Sex so schön sein kann, wenn du gleichzeitig so einen Druck erlebst.
Du schreibst, du willst, dass er dir glaubt. Glauben schenken erfordert ehrlich sein. Wenn du bestimmte Informationen zurückhältst, hat er einen Grund, dass er dir nicht glaubt. Bist du ehrlich dir selbst gegenüber, wenn du sagst, der Sex ist schön und erfüllt dich?
Du schreibst, dass die Art wie ihr miteinander redet, bisher nicht hilft. Mich nimmt es Wunder, was du ihm bisher gesagt hast und worüber ihr aneinander geraten seid. Könntest du das noch genauer beschreiben?
Hast du ihm etwas in dieser Art gesagt: "Ich merke, dass ich mir Druck mache, wenn du so sehr abhängig bist von meinem Orgasmus. Und dann kann ich den Sex viel weniger genießen, was ich aber sehr gern tun würde. Lass uns Wege finden, wie das geht."?
Wie kommt er darauf, dass du die Orgasmen vorgespielt hast? Und seit wann denkt er das?
Wenn du uns nochmal schreiben möchtest, gib bitte die Nummer dieser Frage an.
Schau dir mehr Antworten und Infotexte an zum Thema
Hallo liebes Lilli Team.
Ich (w, 26) glaube, dass ich vielleicht Vaginismus habe. Aber ich kann mich mit den Beschreibungen nicht so ganz identifizieren.
Ich kann keinen vaginalen GV haben, weil mir das wehtut. Aber ich habe KEINE plötzliche Kontraktion beim Versuch von Penetration oder so etwas. Ich bin auch nicht in einem angespannten Zustand. Ganz im Gegenteil, ich kann zum Beispiel ganz entspannt einen Finger einführen und meine Vaginalmuskeln zusammenziehen und dann die Muskeln wieder locker lassen. Diese Veränderung spüre ich dann auch sehr deutlich.
Dennoch merke ich durch Tasten mit dem Finger, dass die Muskeln (besonders das "U" rund um die ersten cm der Vagina) sehr fest sind. Aber ich würde nicht sagen, dass sie angespannt sind. Sie sind einfach selbst im entspannten Zustand noch sehr fest und nicht sehr dehnbar und etwas größeres als mein Finger (also ein Dildo oder Penis) tun dann natürlich weh beim Einführen.
Kann das Vaginismus sein?
Unsere Antwort
Du hast schon einiges selbst erkundet und kannst deine Beobachtungen zur Muskelspannung in deiner Vagina sehr gut beschreiben. Das hilft sehr beim Beantworten deiner Frage.
Die Anspannung muss beim Vaginismus nicht "plötzlich" geschehen. Beim Vaginismus spannen sich die Beckenbodenmuskeln um den Eingang deiner Vagina sehr an. Das passiert, ohne dass du das bewusst beeinflusst. Die Vagina macht sozusagen «zu». Das, was den Vaginismus ausmacht, ist dass du das Anspannen nicht bewusst steuern kannst. Das ist bei jungen Frauen, die noch nicht vertraut sind mit ihrem Geschlecht, gar nicht so selten.
Viele Frauen erleben die Muskeln im Beckenboden als eher angespannt. Es ist auch so, dass nicht wenige Frauen (die keinen Vaginismus haben!) beim Sex Schmerzen haben, weil diese Muskeln angespannt sind. Wir haben dazu einen Text geschrieben.
Offenbar gelingt das Aufnehmen von einem Finger ganz leicht, nur mit dem Penis oder einem Dildo geht es nicht. Denn das bereitet dir Schmerzen. Wenn es mit mehr als einem Finger schmerzt, ist das ein klares Anzeichen dafür, dass die Spannung hoch ist. In Anspannung ist der Beckenboden nicht mehr so elastisch. Ein elastischer Beckenboden ist aber wichtig für eine gute Funktion. Wie ein Gummiband lässt er sich mühelos dehnen und wieder loslassen. Deine Beschreibungen klingen so, als gäbe es da noch was zu Erkunden, was die Bandbreite von Anspannen und Loslassen angeht.
Stell dir vor, wir messen deine Muskelspannung auf einer Skala von 0 bis 10. Du hast vielleicht immer eine Muskelspannung von 5. Dann spannst du an und hast eine Muskelspannung von 10. Du spürst also einen Unterschied. Nach unten Richtung Entspannung wäre zusätzlich noch ein großer Spielraum. Nämlich alles von 0 bis 5. Diesen Bereich kennst du gerade noch nicht so gut.
Beim Beckenbodentraining kannst du deinen Spielraum erkunden, und entdecken was es da noch gibt. So ist irgendwann mehr Platz zwischen deinem Gefühl von «mein Beckenboden ist komplett angespannt» und «mein Beckenboden ist komplett entspannt». Mehr dazu steht in unserem Text Beckenbodentraining für Frauen für den Sex.
Du beschreibst, dass deine Beckenbodenmuskeln sich fest anfühlen. Auch wenn das für dich der Normalzustand ist, sind deine Muskeln nicht entspannt. Du kannst mit deinen Fingern erkunden, wie sich das Gewebe anfühlt. Vielleicht hilft dir der Vergleich mit angespannten und gelösten Schultern. Diesen Unterschied in der Festigkeit des Gewebes gibt es auch bei den Beckenbodenmuskeln. Du kannst ein neues Gefühl dafür bekommen, was entspannt heißt, wenn du größere Entspannung erlebt hast. Am besten, wenn du das wiederholst und dir Zeit nimmst, bewusst die Unterschiede wahrzunehmen. Das geht zum Beispiel indem du dir vor dem Üben Zeit nimmst, den Zustand deiner Muskeln zu spüren und danach auch nochmal Zeit dafür nimmst.
Gehe beim Erkunden deiner Entspannung langsam und behutsam vor. Ein erster Schritt könnte sein, dass du die Anspannung noch mehr erkundest. Also diesem festen "U" noch etwas mehr neugierige Aufmerksamkeit schenkst. In aller Regel haben wir Gründe für Anspannung, wenn wir der Anspannung wiederholt liebevolle Aufmerksamkeit schenken, kann sie sich leichter auflösen.
Es ist aus der Ferne nicht ganz leicht, zu sagen, ob es sich bei dir um Vaginismus handelt. Wir können dir aber viele Tipps geben, was du tun kannst, wenn die Muskelspannung hoch ist. Dazu empfehle ich dir, unser Kapitel zum Vaginismus zu lesen. Bei dir ist die Spannung nicht sehr stark ausgeprägt, und daher werden die grundlegenden Übungen dir einfach vorkommen. Die Ziele sind aber auch bei dir: 1) Kennenlernen und Kontrolle der Beckenbodenmuskulatur, 2) dich mit deiner Vagina vertraut machen, 3) Lernen, dich durch Vaginalstimulation zu erregen, 4) lernen, mit deiner Vagina aktiv etwas aufzunehmen. Weitere Texte mit Tipps habe ich dir oben in meiner Antwort verlinkt.
Schau mal, wie du damit weiterkommst. Schreib uns einfach wieder, wenn du irgendwo anstehst. Gib dann bitte die Nummer dieser Frage an.
Schau dir mehr Antworten und Infotexte an zum Thema
Hallo!
Ich bin 45 Jahre alt und stehe auf Männer. Das Problem was ich habe ist, dass ich beim Sex oder Kuscheln mit Männern keine Erektion bekomme. Ich spüre zwar etwas, bekomme aber keinen Steifen. Auch wenn ich oralbefriedigt werde, klappt es nicht.
Wenn ich alleine bin und Selbstbefriedigung mache, klappt das ohne Probleme. Selbstbefriedigung mache ich regelmäßig.
Zur Zrgänzung, ich bin seit 15 Jahren Singel und habe in der Zeit auch nicht viel Sexuellebegegnungen gehabt.
Ich vermute, dass es eine Kopfsache ist?
Können Sie mir Tips geben?
Unsere Antwort
Der Kopf spielt immer eine Rolle – und der Körper auch.
Wenn du sagst, dass es Kopfsache ist, wie meinst du das genau? Wie sorgt dein Kopf dafür, dass es keine Erektion gibt?
Du kannst davon ausgehen, dass du irgendwelche Gedanken hast, die anti-erregend sind. Was sind das genau für Gedanken bei dir? Was geht dir durch den Kopf?
Wenn du Selbstbefriedigung machst, was geht dir dann durch den Kopf? Das sind die Sachen, mit denen du dafür sorgst, dass du eine Erektion bekommst. Wie unterscheiden sich diese Gedanken von denen beim Sex oder Kuscheln mit Männern?
Am Anfang habe ich gesagt, der Körper spielt auch eine Rolle. Schau doch mal, wie du deinen Penis stimulierst, wenn du alleine bist. Wird er steif, bevor du dich stimulierst?
Es klingt ein bisschen so, als erwartest du, dass du eine Erektion bekommst, wenn du mit einem Mann kuschelst. Wenn du allein bist, machst du vermutlich mehr für deine Erektion. Was sind deine Erregungsquellen? Was löst bei dir eine Erektion aus?
Möglicherweise fühlt sich das, was du bei der Selbstbefriedigung machst, ganz anders an als der Oralsex. Möglicherweise ist das, was du allein machst, ziemlich anders als das, was du machst, wenn du mit einem Mann zusammen bist. Du bist dir sicher viel mehr geübt, Sex allein zu machen als Sex in sexuellen Begegnungen. Das, was du bei der Selbstbefriedigung machst, ist für deinen Penis vertraut. Und da gelingt es dir auch besser, dich sexuell zu erregen. Es wäre möglicherweise ganz anders, wenn du viel öfter mit anderen Männern Sex hättest. Lies dazu bitte unseren Text zum sexuellen Lernen.
Schau mal, wie du mit diesem Text und unseren Rückfragen weiter kommst. Du kannst uns einfach wieder schreiben. Gib dann bitte die Nummer dieser Frage an.
Schau dir mehr Antworten und Infotexte an zum Thema
Hallo,
Danke für deine Antwort aber zu einem Teil muss ich antworten.
Zitat: Aber, ich möchte dir in einem widersprechen: So gänzlich kann es gar nicht sein, dass deine Behinderung dich daran hindert, Frauen kennen zu lernen und mit ihnen eine gute Zeit zu verbringen. Denn immerhin hast du 2006 so ein Erlebnis gehabt. Und so wie du es beschreibst, war es auch sehr schön. Überlege mal, was du damals „anders“ gemacht hast und wie du die Frau für dieses gemeinsame Wochenende gewonnen hast. Welche Faktoren haben da mitgespielt?
.............................................
Die Frau* habe ich über eine Anzeige die ich geschaltet hatte gefunden, war ein absolutes Glück auf die letzen zwei Inserate 2017 in einer Zeitung habe ich gar keine Antwort bekommen genausewenig wie im Inernet auf allen Seiten für Behinderte ( auch mit Geld muss man um Kontakt zu berkommen und auch bei Jy. de und poppen.de hab ichs versucht aber.................
Jetzt komme ich seit über 10 Jahren nicht mehr aus der Wohnung (auch nicht mit dem Rollstuhl) um jefrau (Gendergerecht (.-)) kennenzulernen.
*weiß nicht mehr wo sie wohnt, außerdem hatte sie jemanden kennengelernt................
Entschuldigt die Grammatik u.a. ist den Krankheiten geschuldet.
Muss noch etwas zur Antwort zur Nr.36401 hinzufügen.
Noch eine Zitat aus der Antwort (vergessen):
Und auch wenn du geschrieben hast, dass du auf Sexualbegleitung oder ähnliches nicht zurückgreifen möchtest, wäre das eine Möglichkeit, um wieder in Übung zu kommen.
--------------------------------------------------------------
In der Not frisst der Teufel Fliegen, hab mal Kontakt aufgenommen,
hab auch jemanden gefunden (was gar nicht so einfach war) der in meine Stadt kommen würde, aber da wäre die Hälfte der geringen Rente weg, bin nun mal kein Bezos nur 0,1 % von dessen Vermögen würde z.B. für eine Einzelzimmer bei einem Krankenhausaufenthalt reichen und könnte man mit den Geldscheinen wedeln, würden sogar Fachärzte mal vorbei kommen..........................
Nachtrag zur Nummer 36456 etwas vergessen.
Kann mich sehr gut mit allen unterhalten (mag vieles*) und bin normal gebaut (1,90. 84 kg) also nichts abschreckendes.
*z.B. Bücher, Filme. Politik, Musik u.v.a.
Kann inzwischen leider nicht mehr lesen oder richtig schreiben.
Will das nur anmerken wegen dem Grund, daran liegt es nicht.
Die ich über die Anzeige kennenlernte war zufällig eine Bekannte die
mir geantwortet hatte.
Bin nicht 1,90 war ein Freudscher Vertipper (.-) sondern 1,80 m und das lache ist mir auch wichtig hatte ich in Anzeigen geschrieben auch in dieser.
Was das lesen betrifft, ich kann natürlich lesen nur längerere Sachen ( z.B. Bücher) gehen eben leider (war eine Leseratte) nicht mehr und beim schreiben braucht man zum entziffern Hieroglyphenforscher.
Ein (für mich sehr wichtig wegen meiner Frage (wegen der langen Enthaltsamkeit des Warum)) wichtiger Nachtrag zur Frage 36456
Seit den 90 er Jahren habe ich Symptome einer erektilen Dysfunktion und muss ca. jede Stunde auf die Toilette, dachte immer das wäre Psychisch ist aber von einer Krankheit, Nächte mit durchschlafen gibt es nicht mehr. 2006 hatte mir eine Probepackung Cialis (von einem Arzt bekommen) sehr geholfen und jetzt hab ich für den schönen Notfall immer Sidenafil da, weiß aber nicht wir es wirkt konnte es ja noch nie ausprobieren.
Muss ich zum besseren Verständnis und anderem anmerken.
Viele Menschen versuchen es auf unterschiedlichen Wegen, Menschen kennen zu lernen, um sie für eine Beziehung oder für ein sexuelles Abenteuer zu gewinnen. Und ich glaube auch, dass es vielen Menschen so geht wie dir. Ich glaube, das wichtigste ist, dass du nicht aufgibst. Und dass du darauf vertraust, dass dir dann irgendwann die richtigen Menschen begegnen.
Dass du seit über 10 Jahren nicht mehr aus der Wohnung kommst, ist natürlich ein schwieriger Umstand, um tatsächlich mit Menschen in Kontakt zu kommen. Deswegen habe ich die Frage gestellt, ob du irgendwelche personellen Hilfen hast, die dich unterstützen können. Denn diese Hilfen erlauben dir Teilhabe und werden in der Regel vom Sozialhilfeträger bezahlt. Hast du dich diesbezüglich schon mal informiert?
Mir ist bewusst, dass eine sexuelle Dienstleistung/eine Sexualbegleiterin sehr viel Geld kostet, was man sich eben nicht regelmäßig leisten kann. Aber manchmal findet man Wege, um sich etwas zu leisten, wenn man es unbedingt haben möchte. Vorausgesetzt, dir hat die Begegnung gutgetan.
Und ja, ich habe schon vermutet, dass du ein vielseitig interessierter Mann bist. Und das ist ja auch etwas, was attraktiv auf das Gegenüber wirken kann. Ich sehe auch, dass du über den Computer Möglichkeiten hast, dich schriftlich auszudrücken. Ich habe den Eindruck, dass deine Perspektive sich eingeengt hat auf Dinge, die nicht mehr gehen. Schau mal, ob dir 3 Dinge einfallen, die weiterhin gut gehen. Die andere an dir interessieren könnten. Die andere an dir mögen könnten. Du kannst auch Menschen aus deinem Umfeld dazu befragen. Pflege deine Ressourcen, sie sind Schätze, die dich durch schwierige Zeiten tragen können.
Das wichtigste ist jetzt, dass du deine Ressourcen auch zeigen kannst. Dass du mit Menschen weiterhin im Kontakt bleibst, dich mit ihnen austauscht (wenn auch nicht nur mit der Absicht, sie sexuell für dich zu gewinnen). Aus meiner Überzeugung ist es wichtig mit Menschen in Kontakt zu bleiben und sich auszutauschen, um neue Einflüsse zu bekommen.
Weißt du, eine Anzeige zu schalten und den Menschen für ein Date oder eine erotische Erfahrung gewinnen zu wollen, hat manchmal ein bisschen auch den Charakter von „mit der Tür ins Haus fallen“. Und ja, viele Menschen wissen nicht wie sie mit einem Menschen mit Behinderung umgehen sollen und haben manchmal Angst, dass sie uns wehtun. Wenn du aber erst nur auf einer neutralen Ebene beginnst, dich mit den Frauen zu unterhalten oder zu Flirten, kann daraus tatsächlich auch ein Interesse für eine Partnerschaft oder Sexualität entstehen. Das geht dann Schritt für Schritt zum Ziel. Und der Weg selbst kann schon eine Bereicherung sein.
Ich kann verstehen, dass die Tatsache mit der erektilen Dysfunktion, dich vor eine weitere Herausforderung stellt. Aber auch da sehe ich, dass du scheinbar eine gute ärztliche Beratung hast und dass du bereits für den „schönen Notfall“ vorgesorgt hast. Es gibt da auch viel, was du selbst tun kannst. Ich möchte dir sehr ans Herz legen, dass du dir selbst schöne, experimentierfreudige sexuelle Momente gestaltest. Das kostet kein Geld und kann dich stärken in einem Gefühl, sexuell etwas bieten zu können.
Ich hab noch kein klares Bild davon, welche Symptome einer erektilen Dysfunktion du hast. Hast du gar keine Erektionen oder nicht so harte wie früher? Wie ist das bei der Selbstbefriedigung? Kannst du das bitte noch ein bisschen genauer beschreiben? Du kannst dich übrigens mit Sidenafil auch bei der Selbstbefriedigung vertraut machen. Denn eine stabile Erektion kann dir auch allein Freude bereiten. Wir haben viele weitere Anregungen in unseren Texten Erektionsprobleme: Was kann ich tun? und Erektionsstörung: Wenn nichts mehr geht... geht noch was?
Die Beckenschaukel und eine Schaukelbewegung im Oberkörper sowie vertiefte Atmung, können dir neue Erlebenswelten beim Sex mit dir selbst ermöglichen. Die Bewegungen haben auch dann eine Wirkung, wenn sie ganz klein sind. Schau dazu doch mal dieses Video an und probier es selbst aus:
Ich kann dir von meiner Seite aus nur wünschen, dass du dich weiterhin „auf den Markt stellst“ und flirtest und darauf vertraust, dass du die Fähigkeit hast, jemanden für dich zu gewinnen. Ich glaube, da gäbe es noch vieles zu entdecken, was du allein für dich machen kannst. Das kann dir helfen, die Zeit lustvoll zu überbrücken, bis du solche Begegnungen wieder mit Frauen teilen kannst.
Diese Antwort gilt auch für die Fragen 36445, 36457, 36461, 36467.
Schau dir mehr Antworten und Infotexte an zum Thema
Ich fühle mich unwohl mit meiner sexuellen Erregung....
Unsere Antwort
Wir bekommen viele Fragen dieser Art gestellt – besonders von jungen Frauen, die sich Sorgen um ihre Selbstbefriedigung und ihre sexuelle Erregung machen. Vielleicht denkst du, dass du «zu oft» sexuell erregt bist. Oder, dass du dich «zu oft» selbst befriedigst. Vielleicht hast du Angst, dass deine sexuelle Erregung nicht normal ist.
ich m 24 liebe leidenschaftlich gern Pipi und mag es beim Sex angepinkelt zu werden oder Pipi zu schlucken. Meine Freundin (23) ist gläubige Muslima und meint, dass ich deswegen nicht normal sei, einen Arzt suchen solle oder am besten gleich in eine Anstalt gehöre. Sie möchte mir helfen, einen Arzt zu suchen und normal zu werden, aber ich will das nicht. Ist es wirklich eine Krankheit Pipi zu mögen? Bin ich wirklich verrückt so wie sie sagt???
Auch weiss niemand aussr sie davon, dass ich Pipi mag und ich habe Angst, dass sie es in meinem Freundeskreis exposed und alle mich hassen werden.
Unsere Antwort
Es ist keine Krankheit, dass dich Urinspiele sexuell erregen, sondern es ist eine sexuelle Vorliebe. Du bist nicht verrückt, sondern normal. Deine Freundin kommt damit aber nicht klar. Es passt offenbar nicht in ihr Weltbild von "gesundem" Sex. Sie hat kein Verständnis und Interesse dafür. Das ist ihr Recht.
Das Problem ist: Ihr seid zusammen. Du willst beim Sex was, was sie nicht will. Wenn du mit deiner Freundin zusammen bleiben möchtest, dann vermute ich, dass du die Urinspiele aufgeben musst. Gehts für dich auch ohne? Reicht es dir, dass du für dich selbst von Urin fantasierst oder dir Pornos mit Urinspielen anschaust? Oder möchtest du eine Freundin, die auch darauf steht? Diese Frage würde ich mir ernsthaft überlegen. Denn allenfalls müsstest du mit dieser Frau schlussmachen.
Falls du mit ihr zusammen bleiben möchtest: Sexuelle Vorlieben können sich ändern und entwickeln. Wenn du mit deiner Freundin andere sexuelle Handlungen machst, wo kein Urin vorkommt, lernst du mit der Zeit vielleicht auch, diese anderen Dinge leidenschaftlich gern zu haben. Wiederholungen, Übung, Gewöhnung – all das hilft, sexuelle Vorlieben zu entwickeln.
Du hast Angst, dass deine Freundin deine Vorliebe für Urin in deinem Freundeskreis exposed. Würde sie das wirklich machen? Wenn sie das machen würde, wäre das keine Frau, mit der ich gern zusammen wäre. Das ist nämlich richtig gemein. Warum meinst du, dass dich die anderen hassen würden? Warum sollen dich Leute hassen, weil du auf Urinspiele stehst? Ist es nicht eher so, dass deine Freunde dann sehen werden, wie gemein deine Freundin ist? Dann würden sie eher zu dir stehen, oder?
Deine Freundin schreibt hier natürlich nicht mit, darum weiss ich nicht, was ihr wirklich durch den Kopf geht. Aber ich rate dir, dass du mit ihr mal ein offenes Gespräch führst. Erkläre ihr, dass Urinspiele eine sexuelle Vorliebe wie viele andere sind. Vereinbare mit ihr, welche sexuellen Handlungen ihr miteinander macht und welche nicht. Du kannst mit ihr auch über sexuelle Rechte sprechen. Du hast zum Beispiel ein Recht auf eine Privatsphäre – also dass sie nicht einfach allen erzählt, auf was du stehst. Bitte sie, das zu respektieren. Lies dazu bitte diesen Text.
Schau dir mehr Antworten und Infotexte an zum Thema
Mein Freund hat mir gesagt, dass Orgasmen gesund sind. Stimmt das, sind Orgasmen irgendwie gesundheitsfördernd?
Also er meinte, dass Sex zu zweit wohl auch nochmal gesünder wäre, weil wohl mehr im Körper passieren würde. Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen wie das sein kann und sind SB und Paarsex für den Körper so unterschiedlich?
Ich habe mal gehört, dass Frauen, die ihren Körper besonders gut kennen, auch sexuell, im Vorteil sind, weil sie wohl ein besseres Gefühl im Allgemeinen für ihren Körper entwickeln. Weil sie dann Krankheiten zb früher merken, auch weil die Schulmedizin eher auf Männer abgestimmt ist. Also ist Sex irgendwie gesund, neben dem, dass es Spaß macht?
Unsere Antwort
Es wäre interessant, zu erfahren, wo dein Freund was genau gelesen hat. Vielleicht könntest du ihn da noch mal fragen.
Wissenschaftliche Studien rund um Sexualität sind immer mit Vorsicht zu genießen. Man muss genau schauen, was erfragt wurde oder gemessen wurde, und wie die Dinge definiert wurden. In Studien über Sexualität wird zum Beispiel in der Regel nicht erfragt, was die Menschen bei der Sexualität genau machen und wie sie ihren Körper einsetzen. Wir wissen aus klinischer Erfahrung, dass Menschen sich auf ganz unterschiedliche Weisen erregen können, und dass diese unterschiedlichen Weisen sich in einem ganz unterschiedlichen Erleben spiegeln können. Dann werden Begriffe wie sexuelle Erregung und Orgasmus zum Teil unterschiedlich definiert. Und schließlich messen die meisten Studien nur Zusammenhänge, und nicht Ursachen.
Was wir sagen können, ist, dass gemäß wissenschaftlichen Studien eine erfüllte Sexualität signifikant korreliert ist mit psychischer und körperlicher Gesundheit. Man liest über Zusammenhänge mit Blutdruck, Immunsystem, Durchblutung, Herzgesundheit, Schlaf und Selbstwertgefühl, und man liest über weniger Depressionen und Angstzustände, Schmerzen und erlebten Stress. Nicht umsonst ist die sexuelle Gesundheit Teil der allgemeinen Definition von Gesundheit, die die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vorgibt.
Interessant ist natürlich, warum das so ist. Zum einen ist Sex eine körperliche Aktivität und kann die Gesundheit genauso fördern wie zum Beispiel Sport. Zusätzlich können beim Sex oft auch emotionale Bedürfnisse erfüllt werden, wie beim Sport ja auch. Und dann werden auch Hormone wie Oxytocin, Serotonin und Dopamin ausgeschüttet, die für die körperliche und mentale Gesundheit gut sein können.
Trotzdem finde ich es verkürzt, zu sagen, dass Sex gesund ist, genauso wie es verkürzt ist, zu sagen, dass Sport gesund ist. Sport kann gesund sein. Und Sex kann gesund sein. Entscheidend ist, was ich mache, und wie es mir dabei geht: Sex kann sehr schön sein und sehr schlimm. Wenn sich der Sex gut anfühlt, dann ist das sicher auch gut für dich. Für das brauchst du keine Studien, das spürst du selbst.
Es gibt die Meinung, dass die gesundheitsfördernden Eigenschaften bei der Selbstbefriedigung nicht so stark sind wie in der Paarsexualität. Das erklärt man damit, dass Menschen soziale Wesen sind und in der Intimität zu zweit Bedürfnisse anders erfüllt werden können als allein, was sich wiederum im Körper in der Hormonausschüttung spiegelt. Wir sind sehr kritisch gegenüber dieser Meinung. Stell dir vor, du hast so richtig genussvollen Solosex und schwelgst dabei in Fantasien, in denen du auch emotionale Bedürfnisse auslebst. Dann ist es gut möglich, dass ganz ähnliche Hormone ausgeschüttet werden wie in der Paarsexualität mit einer Person, die du liebst.
Derartige Nuancen haben bis jetzt noch keine Studien erforscht. Viele Menschen machen nicht besonders liebevolle Selbstbefriedigung, sondern sie stimulieren sich eher effizient zu einer Entladung. Und es ist nun einfach ein riesiger Unterschied, ob eine Frau 5 Minuten lang still und eher angespannt daliegt und ihre Klitoris reibt, oder ob sie ausgedehnt streichelt, küsst, Oralsex hat und dann Vaginalverkehr. Freilich erlebt sie dann in der Paarsexualität viel Intensiveres, sowohl körperlich als auch emotional. Aber wenn sie bei der Selbstbefriedigung ihren ganzen Körper streicheln, sich bewegt, Klitoris und Vagina und Brüste stimuliert, dann hat sie natürlich ein viel intensiveres Körpererleben. Umgekehrt liegt sie in der Paarexualität vielleicht sehr passiv da und erlebt nicht so viel.
Egal ob Selbstbefriedigung oder Paarsexualität: Man muss von Fall zu Fall genauer anschauen, was die Person macht und was sie dabei erlebt. Und das machen all die Studien nicht. Wenn eine Person sich zum Beispiel in sehr hoher Anspannung sexuell erregt, kann das unter Umständen mit unangenehmen Gefühlen und Stress einhergehen. Es kann auch mit Schmerzen einhergehen. Und mit weniger Gefühl für das, was im Körper abläuft. Wenn sich eine Person hingegen locker bewegt erregt, ist die Durchblutung besser, die Gefühle sind angenehmer, der emotionale Zustand positiver.
Wir wissen aus klinischer Erfahrung, dass in der Selbstbefriedigung ein Potenzial liegt, das viele Menschen noch viel besser ausschöpfen können. Wir können lernen, die Selbstbefriedigung zur Selbstliebe zu machen und unserem Körper und unserer Psyche etwas sehr Gutes geben. Das ist ähnlich wie allein ausgelassen tanzen oder Yoga machen oder Spaß haben beim Schwimmen oder Singen – all diese Dinge, bei denen es uns mit uns selbst sehr gut geht, und wo wir eine sehr gute Beziehung zu unserem eigenen Körper und zu uns selbst haben.
Überlege mal, wie das bei dir ist. Möglicherweise erlebst du nämlich die Selbstbefriedigung sehr intensiv, lustvoll, genussvoll, angenehm, befriedigend, emotional entspannt. Wenn sich etwas auf diese Art und Weise körperlich und seelisch gut anfühlt, braucht es keine Studien, um zu verstehen, dass es auch gut für dich ist. Dein Körper und deine Stimmung zeigen dir, dass es gut ist für dich. Und es ist sehr gut möglich, dass du die Paarsexualität nicht so positiv erlebst. Das ist gar nicht so selten: Paarsexualität kann mit viel Stress einhergehen, mit Anstrengung, mit schwierigen Emotionen, mit Leistungsdruck und so weiter. Manchmal wird Sex als ein richtiger Hochleistungssport betrieben, und das kann sehr anstrengend sein. Das ist nicht unbedingt gesund. Gerade bei Leuten, die älter sind, oder krank, ist es wichtig, dass der Sex locker abläuft und ein Gewicht auf Genuss gelegt wird.
Bei einem Orgasmus werden bestimmte Stoffe ausgeschüttet, die auch gut sind für Körper und Psyche, zum Beispiel Oxytocin. Zusätzlich kommt die Entspannung danach, die von vielen Menschen als sehr positiv erlebt wird. Es gibt aber kaum Studien, die unterschiedliche Orgasmen vergleichen. Und wenn sie dies tun, dann zeigt sich, dass Orgasmus nicht gleich Orgasmus ist. Egal ob Selbstbefriedigung oder Paarsexualität, entscheidend ist: Mit wie viel Lustgefühl ist ein Orgasmus verbunden, wird er lokal oder als Ganzkörpererlebnis erlebt, geht er mit einer emotionalen Entladung einher, wie ist das emotionale Erleben dabei, und so weiter. Es kann auch sein, dass eine Person nach der Entladung in ein seelisches Tief fällt. Wieder eine andere Personen macht sich nachher ein schlechtes Gewissen. All diese Faktoren beeinflussen, wie „gesund“ die sexuelle Erregung bis zum Orgasmus ist.
Ob du einen Orgasmus beim Sex hast oder nicht, spielt möglicherweise gar nicht so eine große Rolle. Es kann sein, dass du den Sex sehr genießt und nicht zu einer Entladung kommst. Trotzdem erlebt dein Körper etwas sehr Angenehmes, deine Psyche auch, wie bei Wellness, oder einer Massage. Und das ist gut für die Gesundheit.
Und ja, den eigenen Körper gut zu kennen, ist auf jeden Fall ein Vorteil. Zum einen, weil du dann, wie du richtig schreibst, eher merkst, wenn etwas nicht stimmt. Wer seinen Körper gut kennt, schätzt ihn meistens auch mehr wert und kümmert sich besser um ihn. Das ist für Menschen aller Geschlechter hilfreich. Die medizinische Forschung hat sich vielleicht lange großteils auf Männer fokussiert, aber Männer hören oft nicht so genau auf ihren Körper und gehen nicht zum Arzt, wenn sie sollten. Egal welches Geschlecht: Wer investiert in eine lustvolle Sexualität, zu zweit und/oder allein, tut sich also selbst etwas Gutes.
Schau dir mehr Antworten und Infotexte an zum Thema
Meine Fragen sind etwas kompliziert, ich hoffe ihr könnt mir (w 32) trotzdem helfen ...
Es geht um einen Fetisch. Und zwar geht es um einen Bauchfetisch. Es erregt mich, wenn ich Pornos sehe wo jemand, egal ob Mann oder Frau, sich den Bauch massiert, sich mit Essen vollstopft und sich dabei selbst befriedigt. Nach dem Orgasmus ekelt mich mein Verhalten an, also dass es mich erregt das anzugucken. Im wirklichen Leben finde ich solche Figuren eher abstoßend und bin selbst schlank. Einmal hatte ich Sex mit einem Dicken, um zu gucken ob die Fantasien in der Wirklichkeit auch erregend sind aber das war es überhaupt nicht, ich fand seinen Körper nicht attraktiv. Als Kind habe ich mir Kissen unters Nachthemd gesteckt und mir abends vorm Schlafen Geschichten ausgedacht, in denen ich dick war und fühlte ein Ziehen zwischen den Beinen, ohne das damals deuten zu können ... Als Erwachsene habe ich mich selbst gefilmt, wie ich ganz viel aß, bis mein Bauch dicker wurde, das hat mich erregt, aber ich möchte nicht dick sein.
Ich fühle so eine Diskrepanz zwischen meinen Fantasien und der Realität. Das wäre kein Problem, wenn es in der Realität etwas anderes gäbe, das mich erregt. Gibt es aber nicht. Bei allen Versuchen, Sex zu haben, egal ob mit Mann oder Frau, fand ich es öde. Ich komme nur wenn ich solche Pornos schaue und solche Fantasien habe. Niemand weiß von diesem Fetisch und ich finde ihn wirklich abstoßend.
Meine Fragen dazu:
1) Wisst ihr warum sich so ein Fetisch entwickelt? Hat das irgendeine psychologische Deutung? (Ich hatte im Kindergarten schon solche Fantasien ...)
2) Wie kommt es, dass es mich in der Realität nicht erregt?
3) Gibt es eine Möglichkeit zu lernen dass etwas anderes erregend ist?
Ich wäre sehr dankbar für eine Antwort!
Ganz großen Dank!
Unsere Antwort
Sexuelle Fantasien haben oft mit Erlebnissen aus der Kindheit zu tun: Da hat man als Kind etwas gesehen oder erlebt, das einen emotional stark gepackt hat. Oder man ist irgendwie zusammengezuckt. Und prompt wurde sexuelle Erregung ausgelöst. Oder sie wurde zufällig ausgelöst. Bitte lies dazu unseren Text über sexuelle Erregung. Was bei dir passiert ist, ist also normal. Du hast das zunächst irgendwie körperlich gespürt und wusstest noch gar nicht, was das ist. Jedes Mal, wenn aus irgend einem Grund sexuelle Erregung ausgelöst wurde, erinnerte sich das Gehirn an die Verknüpfung mit dem Erlebnis. So funktioniert unser Gehirn. Es assoziiert das eine mit dem anderen.
Durch Wiederholung wird die Verknüpfung stärker. Wenn du bei der Selbstbefriedigung diesen Bildern oder Erinnerungen also nachgehst, verbindet dein Gehirn sie immer besser mit sexueller Erregung. Du übst das immer besser ein. Du hast dir über die Zeit also ganz bestimmte sexuelle Fähigkeiten angeeignet. So kannst dich heute zuverlässig zum Orgasmus erregen. Der Fetisch ist also eine sehr gut gelernte sexuelle Fähigkeit. Das ist wie eine Sprache. Du übst derzeit nur diese Sprache, keine andere. Daher ist es logisch, dass dich derzeit auch nichts anderes sexuell erregt. Lies dazu bitte unseren Text Wie funktioniert sexuelles Lernen?
Lies bitte auch unseren Text Wie komme ich mit meinen sexuellen Fantasien besser klar? Dort liest du auch, dass in sexuellen Fantasien häufig Dinge vorkommen, die man im «richtigen» Leben nicht will. Nicht nur schöne Dinge sind sexuell erregend, und so passieren in sexuellen Fantasien zum Teil auch Dinge, die man im richtigen Leben nicht schön findet. Vielleicht erlebst du dich in deinen sexuellen Fantasien überhaupt nicht so, wie du im richtigen Leben gern bist. Das ist normal. Sexuelle Fantasien sind wie Träume: Sie sind nicht die Wirklichkeit. Daher ist es auch normal, dass du eine Diskrepanz erlebst zwischen deinen Fantasien und der Realität.
Ja, du kannst lernen, dass etwas anderes erregend ist. Das ist wie wenn du eine neue Sprache lernst. Du musst sie Wort für Wort lernen. Am besten, du machst dich auf eine neue Entdeckungsreise zu deinem Geschlecht, wie wir das in diesem Text beschreiben. Am Anfang wirst du ohne deine Fantasien oder Pornos gar nichts Erregendes empfinden. Aber es gibt Tricks, wie du die sexuelle Erregung mit der Zeit auch auf andere Weise herauskitzeln kannst. Bitte lies dazu unsere Tipps zum Üben für den Sex.
Ich schlage dir vor, dass du dich auf deine Entdeckungs- und Übungsreise machst. Wenn du weitere Fragen hast oder irgendwo anstehst, kannst du uns einfach wieder schreiben. Gib dann bitte die Nummer dieser Frage an.
Schau dir mehr Antworten und Infotexte an zum Thema
Hallo.
Ich bin w 19 und habe vor einiger Zeit beim Solo-Sex meinen ersten Orgasmus gehabt. Seitdem habe ich jedes Mal die gleiche Position und Stellung, indem ich meine Beine im Badezimmer am Waschbecken abstütze, während ich auf dem Boden liege… ich habe irgendwie Angst, dass das nicht natürlich ist in so einer Position, aber dadurch dass es so dann immer zum Orgasmus geklappt hat, habe ich es einfachheitshalber so weiter gemacht.
Ich habe jedoch einen Freund und möchte auch im Bett zum Orgasmus kommen mit ihm und habe letztes Mal versucht, mich in meinem Bett „normal“ selbst zu befriedigen, indem ich nur meine Beine angewinkelt habe und auf dem Rücken lag. Allerdings hat es so zum Orgasmus nicht gereicht. ich war zwar erregt, aber nicht so, wie in meiner bewährten Position.
Ist das normal, dass das in einer neuen Umgebung und Position nicht sofort klappt? Muss ich da erstmal weiter „üben“, damit mein Gehirn das dann als mögliche Position abspeichert, in der ich auch zum Orgasmus kommen kann? Ich bin verunsichert und wollte euch einfach mal fragen, ob ich da einfach nur extrem kompliziert bin.
Unsere Antwort
Du bist ganz und gar nicht extrem kompliziert. Alles, was du beschreibst, ist logisch. Und du hast schon gut beobachtet, was du brauchst für einen Orgasmus. Und du hast verstanden, dass du immer dazulernen kannst. Also: du bist normal und du erlebst etwas, was viele Menschen kennen.
Ersteinmal tausend Dank für eure Arbeit, mir hat diese Seite schon oft geholfen.
Ich habe seit einem halben Jahr immer wieder Pilzinfektionen und/oder Trockenheit in der Scheide. Dadurch tat mir auch der Sex immer wieder weh in meiner letzten Beziehung, was mich bis jetzt noch verunsichert, weil ich dieses Problem noch nie vorher hatte. Der Penis meines Exfreundes war auch leider sehr breit, so dass er auch extra große Kondome benutzen musste, und das Vorspiel kam manchmal zu kurz. Dass ich irgendwann angefangen habe Gleitgel zu benutzen, was die Schmerzen oft weggenommen hat, hat er persönlich genommen und so gedeutet dass ich keine Lust auf ihn hätte.
Mittlerweile habe ich mich, unter anderem auch wegen der sexuellen Probleme die wir miteinander hatten, getrennt. Ich hatte auch das Gefühl dass mein Köper zuerst Nein zu dieser Beziehung gesagt hat.
Meine Fragen sind nun zum einen, ob die wiederkehrenden Pilzinfektionen von dem Schmerzhaften Sex gekommen sein könnten? Wenn ja, wieso sind sie aber auch nach der Beziehung immer mal wieder gekommen?
Außerdem habe ich durch die schmerzhaften Erfahrungen eine große Angst vor meinem nächsten sexuellen Kontakt bekommen… weil ich Angst habe dass ich ab jetzt nur noch schmerzhaften Sex haben kann. Dadurch bin ich auch auf das Thema vulvondynie und lichen gestoßen und beide Krankheiten machen mir extreme Angst… hätte man eine der beiden Krankheiten wäre doch schon das berühren oder eindringen mit dem Finger schmerzhaft oder? Weil das ist kein Problem bei mir, auch wenn ich merke dass mein scheideneingang empfindlicher ist als der Rest der Vulva. Ist es normal dass dieser Teil empfindlicher auf Berührungen reagiert, vor allem wenn man noch nicht erregt ist?
Und ist es „normal“ das manche scheideneingaenge/vaginas empfindlicher sind als andere?
In ärztlicher Behandlung bin ich, muss jedoch noch einige Zeit warten auf meinen nächsten Frauenarzttermin
Außerdem ist es Vielleicht noch wichtig zu erwähnen, dass ich ein Antidepressivum nehme, was vielleicht auch meine Schleimhäute etwas ausgetrocknet und empfindlicher gemacht habe könnte.
Tut mir leid für Den langen Text, vielen Dank für eure Mühe ♥️
Unsere Antwort
Es ist zum Glück äusserst unwahrscheinlich, dass du ab jetzt nur noch schmerzhaften Sex haben wirst. Und das Gute daran ist, dass du dies selbst relativ stark mitbeeinflussen kannst. Natürlich können Dinge wie wiederkehrende Pilzinfektionen einem das Leben schwer machen. Aber in deiner Frage hast du dir ja auch schon viele Antworten selbst gegeben.
So wie du es beschreibst, gehe ich wie du davon aus, dass dein Körper immer länger und stärker auf den für dich nicht ganz optimalen Sex und die zusehends belastende Beziehung reagiert hat. Der für deine Vagina eher breite Penis, das zu kurze Vorspiel und der wiederholt schmerzhafte Geschlechtsverkehr führten wahrscheinlich zu einer Überlastung deines Genitalsystems, sodass es aus seiner Balance geriet. So konnten sich die Pilze übermässig vermehren und du hast Symptome bekommen. Dass dein Freund rasch gekränkt reagierte, wenn du Gleitgel benutzt hast, führte möglicherweise auch dazu, dass du mehr auf seine emotionalen Bedürfnisse eingehen musstest und dadurch weniger für dein Wohlbefinden sorgen konntest. Gleitgel zu nutzen, ist übrigens eine super Idee. Denn die vaginale Feuchtigkeit ist kein zuverlässiges Zeichen für deine tatsächliche Lust auf Sex.
Es ist für mich nicht überraschend, dass die Pilzinfektionen auch nach der Trennung gelegentlich noch auftreten. So wie sich dieses Ungleichgewicht im Genitalsystem wahrscheinlich über eine längere Zeit aufgebaut hat, kann es jetzt eine Weile dauern, bis wieder alles im Gleichgewicht ist. Das Wichtigste ist, dass du Konsequenzen aus deinem Unwohlsein gezogen hast und du jetzt deinem Körper die Gelegenheit gibst, sich wieder auszubalancieren.
So wie du es beschreibst, sehe ich keinen Hinweis dafür, dass du an einer chronischen Vulvodynie oder gar einem Lichen sclerosus leiden könntest. Lass dich durch Internetrecherchen nicht verrückt machen. Die Empfindsamkeit am Genital ist je nach Situation und von Frau zu Frau unterschiedlich. Meist sind die äusseren Geschlechtslippen durch die Gewöhnung an die regelmässige Haarentfernung (oder die Haare selbst) auf Berührung weniger empfindlich als die inneren Geschlechtslippen und der Scheideneingang.
Dass das Antidepressivum bei dir zu einer vermehrten Trockenheit der Schleimhäute führt, ist möglich. In diesem Fall empfehle ich dir, das äussere Genitale regelmässig zu pflegen, zum Beispiel mit einem Öl oder einer fettenden Creme.
Schau dir mehr Antworten und Infotexte an zum Thema
Ich w21 habe gelegentlich das Problem dass ich beim Selbstbefriedigen zwar äußerlich sehr feucht werde aber eigentlich innen drin nicht.
Also ich merke das ich feucht werde, aber wenn ich meine Finger mit der Flüssigkeit am Scheideneingang befeuchte und einführe, geht das nur ein paar mal und dann fühlt es sich wieder richtig trocken an und ist dadurch unangenehm. Obwohl ich sehr erregt bin in dem Moment, sogar kurz vorm Orgasmus. Das ist immer sehr blöd weil ich dann meist das Bedürfnis nach Penetration hab, aber es nicht umsetzen kann. Woran kann das liegen? Das Problem tritt nicht jedes Mal auf, aber schon ab und zu.
Unsere Antwort
Das kennen einige Frauen. Sexuelle Erregung geht nicht automatisch mit einer weiten und feuchten Vagina einher. Entscheidend ist, wie du dich sexuell erregst. Die Vagina wird bei hoher Muskelspannung wenig durchblutet, dadurch wird sie weniger feucht und weniger weit; Wenn du dich also ausschliesslich mit hoher Muskelspannung erregst, kann es daher passieren, dass deine Vagina trocken bleibt. Mehr dazu kannst du in unseren Texten Muskeln sehr anspannen beim Sex: Vor- und Nachteile und Wie kann ich mich sexuell erregen? lesen.
Schau dir mehr Antworten und Infotexte an zum Thema
Hallo liebes lilli-team,
ist es normal, als Frau (19) keine Lust auf Penetration zu haben? Ich habe das Gefühl ich lasse mich auf Penetration meistens nur meinem Freund zuliebe ein. Ganz selten habe ich auch Lust darauf und ich habe auch keine Schmerzen dabei, aber meistens würde ich lieber anders Sex haben.
Mein Freund findet das nicht normal und sagt auch immer, dass wir ja keinen "richtigen" Sex haben, wenn es keine Penetration gibt und dass er noch nie eine Frau kennengelernt hat, die das nicht so mochte. Er fragt immer nach, wann wir denn das nächste Mal Sex haben, auch wenn wir beide zum Orgasmus gekommen sind und er auch sagt, dass er es schön fand.
Ich könnte mir auch vorstellen, eine offene Beziehung zu haben, wenn er so sehr das Bedürfnis nach Penetration hat, aber das kommt für ihn nicht in Frage, weil ich es dann natürlich auch blöd fände, wenn es einseitig ist, und dass ich mit einem anderen Mann schlafe kann er sich nicht vorstellen. Und eigentlich ist es auch okay, hin und wieder seine Bedürfnisse was das angeht zu erfüllen, aber ich will nicht das Gefühl haben, dass ich dabei am besten noch so tun muss, als fände ich es grade richtig gut.
Und ich habe mir auch die Seiten von euch dazu durchgelesen, wie man üben kann, von Penetration mehr erregt zu werden, aber irgendwie habe ich gar keine Lust darauf, weil ich so genervt davon bin, gesagt zu bekommen, dass etwas mit mir nicht stimmt. Und mittlerweile streiten wir uns auch häufiger über das Thema und ich weiß nicht mehr wie sich das lösen lässt, weil wir immer sofort beide total gereizt sind wenn es darum geht.
Ich weiß gar nicht genau, was jetzt meine Frage ist, vielleicht: gibt es Frauen, die einfach keine Penetration mögen, also wie ja allgemein Menschen beim Sex unterschiedliche Sachen mögen oder ist das schon eher unnormal und eher so eine Störung an der man arbeiten muss?
Unsere Antwort
Wir sprechen grundsätzlich nicht von Störungen. Wir sprechen von Lernschritten, die eine Person in ihrer Sexualität gemacht hat. Und je nachdem, was sie gelernt hat, kann sie das eine oder andere gut. Du hast offenbar gut gelernt, dich durch Stimuation am äusseren Geschlecht zu erregen. Wenn du Lust hättest, könntest du lernen, dich daran zu erregen, dass du mit deiner Vagina etwas aufnimmst.
Richtig: Ich rede nicht von Penetration, sondern von Aufnehmen. Klingt doch schon ganz anders . Das heisst, du könntest lernen, statt passiv penetriert zu werden, aktiv aufzunehmen: Du gibst den Ton an und du holst dir, was du brauchst. Da wäre etwas, was du für dich selbst lernst. Schliesslich ist die Vagina auch ein möglicher Ort der Lust für dich ganz persönlich. Ob du nun einen Penis als Besucher wählst, oder ein paar Finger, oder einen Dildo.
Derzeit sind zwischen dir und deinem Freund die Fronten verhärtet. Ich verstehe, dass du keine Lust hast, deinem Freund zuliebe zu lernen. Wenn du Lust hast, es für dich selbst zu lernen, dann sind unsere Übungstipps für dich da. Falls du merkst, dass es dich nicht interessiert, lass es bleiben. Das ist wirklich wie das Lernen einer neuen Sprache oder eines neuen Tanzschrittes: Es ist eine Möglichkeit, kein Muss.
Dein Freund benimmt sich tatsächlich alles andere als verführerisch. Wir nennen das anti-verführerisch. Sein Verhalten nimmt dir die Lust. Er wertet dich ab, in dem er andeutet, dass alle anderen Penetration mögen. Das stimmt überhaupt nicht. Ich denke, er überspielt damit möglicherweise auch seine eigene Unsicherheit: Es kann ja sein, dass er insgeheim meint, es liege an ihm und seinen sexuellen Fähigkeiten, dass dir der vaginale Geschlechtsverkehr nicht mehr Spass macht.
Wichtig ist, dass du für dich zu deiner ganz persönlichen Erkenntnis kommst: 1) Vaginale Erregbarkeit ist lernbar. 2) Du bist bei weitem nicht die einzige Frau, die das (noch) nicht gelernt hat. 3) Es ist deine Entscheidung, ob du das lernen möchtest. 4) Wenn du es lernst, lernst du es für dich. 5) Falls du es nicht lernen möchtest, ist das voll okay. 6) Mit dir und deiner Sexualität stimmt alles – du und deine Sexualität sind normal.
Falls du die vaginale Erregbarkeit nicht üben möchtest, solltest du das deinem Freund klar mitteilen. Spiel ihm nichts (mehr) vor, sondern mach ihm klar, dass dir seine Penetration nichts bringt. Ihr könnt dann miteinander abmachen, ob eine sexuelle Beziehung so Sinn macht, und wie ihr sie leben könnt. Dazu gehört, dass ihr miteinander sexuelle Handlungen findet, die beiden Spass machen. Es gibt unzählige Arten der "richtigen" Sexualität. Die Penetration/das Aufnehmen ist nur eine davon.
Schau dir mehr Antworten und Infotexte an zum Thema
Ich habe hier zum ersten Mal so gut beschrieben bekommen, warum es sinnlos ist, bei Schmerzen beim Sex nach dem "Augen zu und durch"-Prinzip zu gehen und das auch nicht an meinem Jungfernhäutchen liegt. Man liest zwar inzwischen immer öfter, dass Schmerzen beim Sex nicht normal sind, aber die ganzen Hintergründe und was man dagegen machen kann, habe ich erst durch eure Seite so gut verstanden. Seitdem mache ich nichts mehr, was mir wehtut sondern gehe nur noch so weit, wie es sich gut anfühlt und letztens habe ich zum ersten Mal mit 3 Fingern masturbiert und es hat sich einfach nur gut angefühlt, ohne Schmerzen oder irgendwelche negativen Empfindungen. Das wäre noch vor einem Jahr undenkbar gewesen.
Ist jetzt doch etwas länger geworden mein Text, aber ich wollte mich nur ganz herzlich für eure Arbeit bedanken.
Wir freuen uns mit dir, dass dir diese neuen Erfahrungen durch die Texte auf unserer Seite möglich geworden sind.
An alle, die das jetzt lesen: Uns wird es noch lange geben, wenn wir genug Spenden bekommen. Wenn ihr jemanden kennt, der uns finanziell unterstützen könnte, oder wenn ihr selbst etwas geben möchtet, sind wir euch sehr, sehr dankbar!
Es betr. 20-jährige Frau: Bin ich lesbisch, wenn ich Panik bei Männern bekomme, die sich mir körperlich nähern? Umarmung, Küssen usw. Ist das ein Zeichen, dass man lesbisch ist? Oder kann da eine ander Ursache vorliegen? Danke für die Rückantwort
Unsere Antwort
Aus deinem Erleben lässt sich nicht ableiten, zu welchem Geschlecht du dich sexuell hingezogen fühlst. Beobachte dich bitte mal, wenn die Panik auftritt. Wie nimmst du in diesen Momenten deinen Körper wahr? Und welche Gedanken kommen in dir auf?
Sehr wahrscheinlich spannen sich deine Muskeln an und deine Atmung ist flach und angestrengt. Ist das so in den Momenten, in denen dich ein Mann küssen oder umarmen möchte? Dann wäre es nur folgerichtig, wenn du das Gefühl hast, in Abwehr zu gehen. Denn über die Muskelanspannung und den flachen Atem erhält dein Nervensystem das Signal, in den Flucht-/Kampfmodus zu schalten. Die Zusammenhänge zum Nervensystem sind komplex aber sehr wichtig, um mehr Verständnis für dich zu haben und deinen Zustand beeinflussen zu können. Ich lege dir dafür dieses Buch ans Herz: «Der Selbstheilungsnerv: So bringt der Vagus-Nerv Psyche und Körper ins Gleichgewicht» von Stanley Rosenberg.
Du fühlst im Moment bei der Annäherung von Männern Panik. Mit dieser Erfahrung gerätst du immer wieder in Stress. Das passiert automatisch. Der Stress führt zur Anspannung und die erschwert dir, Zuneigung oder den Wunsch nach Nähe aufzubringen.
Die Lösung ist, dein vegetatives Nervensystem zu regulieren. Wenn du es schaffst, den Parasympathikus (den Vagusnerv) zu aktivieren, dann kannst du mit Annäherungen entspannter umgehen. Das hilft auch grundsätzlich, anderen in einer positiven Haltung zu begegnen.
Experimentiere mal damit, dich gezielt in eine Umarmung zu begeben. Das kann eine Freundin sein oder eine Person aus deiner Familie, die du gerne magst.
Bei der ersten Übung spann deine Muskeln stark an, beisse die Zähne fest zusammen und atme nur wenig. Dann versuche das Gegenteil: lass deinen Unterkiefer während der Umarmung hängen, atme tief in den Bauch und lass deinen Ausatem langgezogen ausströmen.
Nimm jeweils wahr, was diese beiden Körperzustände in dir auslösen. Was spürst du jeweils und welche unterschiedlichen Gedanken hast du dabei? Und wie verändert das dein Gefühl für dein Gegenüber?
So wird dir deutlich, dass ein Mensch anders wahrgenommen werden kann, wenn der Körper angespannt ist. Denn dann ist dein Nervensystem in hoher Wachsamkeit und eher auf Abwehr gepolt. Versuche bewusst, dein Nervensystem auszugleichen. Es kann sein, dass dir das allein nicht oder nur schwer gelingt. Dann könnte es lohnenswert sein, eine Fachperson aufzusuchen, um Entspannungs-Techniken einzuüben.
In einer psychotherapeutischen Begleitung kannst du auch darüber sprechen, ob es weitere Ursachen gibt, die in dir zur beschriebenen Panik führen. Der Schlüssel zur Veränderung dieses Erlebens ist, deinem Nervensystem entspannende Impulse zu ermöglichen. Das gelingt über den Körper besser als über die rein gedankliche Auseinandersetzung. Ich empfehle dir für mehr Infos den Infotext zur tiefen Bauchatmung.
Schau dir mehr Antworten und Infotexte an zum Thema